DE2045501B2 - Seilzugvorrichtung - Google Patents
SeilzugvorrichtungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Seilzugvorrichtung, die aus zwei abwechselnd auf das belastete Seil
einwirkenden, mit Abstand voneinander angeordneten Greifbackenpaaren besteht, deren Greifbacken jeweils
mit zwei an den Greifbacken angelenkten Klemmhebeln ein Gelenkparallelogramm bilden, und aus einem
im Gehäuse der Seilzugvorrichtung drehbar gelagerten Arbeitshebel besteht, der mit den Klemmhebeln der
beiden Greifbackenpaare über je ein Gestänge verbunden ist, welche Gestänge am Arbeitshebel an zwei einender diametral bezüglich der Drehachse des Arbeitshebels gegenüberliegenden Stellen angelenkt sind. Eine
derartige Seilzugvorrichtung ist durch die DT-AS 44361 bekannt.
Bei der bekannten Konstruktion greift der Verbindungshebel zwischen dem Arbeitshcbel und den Greifbackenpaaren nicht an den die Greifbacken verbindenden Klemmhebeln, sondern an der einen Greifbacke an,
was infolge des geringen Drehmomentes einen sehr schwachen Klemmschluß ergibt, der außerdem durch
die angehängte Last nicht unterstützt wird.
Durch die GB-PS 11 63 163 ist es zwar bekannt, bei
einer Seilzugvorrichtung zur Unterstützung des Klemmschlusses durch eine Feder eine Vorkraft in
Richtung des Backenschlusses auszuüben. Dabei wirken die Federn direkt auf die Greifbackenpaare, so daß
selbst bei starken Federn die Vorkraft nur gering ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seilzugvorrichtung zu schaffen, die einfach aufgebaut ist,
wobei das Seil nach Ausübung einer Vorkraft unter dem Einfluß seiner Last von selber klemmt, und die
Zunahme des Klemmens unter dem Einfluß der Seiliast eine abnehmende ist, so daß sowohl das Durchrutschen
des Seils bei großer Last als auch eine unnötige Quetschung des Seils und Kraftvergeudung vermieden wer-
den. Umgekehrt sollen zum Öffnungsvorgang ansetzende Greifbacken vom Seil selber aufgestoßen und
am Schließen gehindert werden, so daß insgesamt nur ein geringer Verschleiß auftritt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung für eine
Seilzugvorrichtung der eingangs angegebenen Art dadurch gelöst, daß das Gestänge aus je einer, etwa parallel zur Seilachse verlaufenden Seitenplatte besteht, an
denen die über die Anlenkstellen an den jeweils zugeordneten Greifbacken hinaus verlängerten Enden
der Klemmhebel angreifen, daß die Linien durch die die
Verbindung zwischen den Greifbackenpaaren und den Klemmhebeln bildenden Gelenke außerhalb der Anlenkpunkte der Klemmhebel an den Seitenplatten verlaufen, wobei die Linien bereits in der Offenstellung der
Greifbackenpaare mit der Seilachse einen spitzen Winkel bilden, und daß an jeder Seitenplatte eine Druckfeder befestigt ist, die mit ihrem freien Ende auf mindestens einen Hebel jedes Klemmhebelpaares drückt und
eine in Richtung des Backenschlusses wirksame Vor
kraft ausübt.
Infolge der angegebenen Zuordnung der Klemmhebel und der Greifbacken folgen die Klemmhebel und
damit die Greifbacken der Bewegung des Arbeitshebels in eindeutiger Weise, wenn auch mit einer un-
schädlichen, wippenden Begleitbewegung. Die Anlenkpunkte der Klemmhebel dienen als Drehpunkte für die
vom Arbeitshebel oder vom Lastgewicht an den Greifbacken ausgehenden Drehmomente. Sowohl der Arbeitshebel als auch das Lastgewicht erzeugen ein die
Greifbackenpaare öffnendes oder schließendes Drehmoment, d. h. nachdem durch die Vorkraft eingeleiteten
Klemmvorgang klemmen die Greifbackenpaare auch selbsttätig unter dem Einfluß der Last, und sie öffnen
auch selbsttätig unter dem Einfluß des sich relativ ge
genüber den Klemmbacken zurückschiebenden Seiles.
Dadurch, daß der Anlenkpunkt der Seitenplatte s an den Klemmhebeln außerhalb der Verbindungsgeraden
der beiden Gelenke zwischen den Klemmhebeln und den beiden Greifbacken gelegt ist, wird das öffnen und
Schließen der Greifbackenpaare so auf die Bewegung des Arbeitshebels abgestimmt, daß die Klemmwirkung
mit zunehmender Hebelbewegung etwas abnimmt. Ohne diese Abstimmung käme es zu unerwünschtem
Abrieb, wie dies stets befürchtet und der Einführung
parallel geführter Klemmbacken in der Praxis entgegengehalten wurde.
Um den Verschleiß noch weiter herabzusetzen, andererseits aber einen besonders günstigen Klemmschluß zu erreichen, schließen in vorteilhafter Ausbil-
dung der Erfindung die Greifbackenflächen in Arbeitsrichtung mit scharfen, in Lastrichtung mit stumpfen
Kanten ab.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Seilzugvorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt.
Das Gerät besteht im wesentlichen aus einem länglichen Gehäuse 1 mit Traggriff 2, einer in Arbeitsrichtung angeordneten Verankerungsöse 3 und einem in
Lastrichtung angeordneten Seileinführungsloch 4. Der
von Hand betätigte Arbeitshebel 5 ist am Gehäuse 1 •nittels eines Lagers 6 schwenkbar befestigt. Bei Zugarbeit
wird er in Richtung der öse 3 umgelegt Hierbei
wird die oberhalb des Lagers 6 mit dem A, beitshebel S verbundene Seitenplatte 7a in Richtung der Verankerungsöse
3 und die unterhalb des Lagers 6 mit dem Arbeitshebel 5 verbundene Seitenplatte 76 in Richtung
auf das Seileinführungsloch 4 zu verschoben. Die Verbindungselemente sind die Lager 8a und 86. An jeder
der Seitenplitten 7 sind ein längerer Klemmhebel 9a und 96 und ein kürzerer Klemmhebel 10a und 106 mittels
der Lager Ua und 116 sowie der Lager 12a und 126 drehbar befestigt, im oberen Teil jedes Klemmhebelpaares
9a und 10a bzw. 96 und 106 befinden sich gemäß einem Parallelogramm die Lager 13a bis 13/;.
Dabei nehmen die Lager 13a und 136 die Greifbacke 14a, die Lager 13c und I3d die Greifbacke 15a, die Lager
13e und 13/die Greifbacke 146 und schließlich die Lager 13^ und 13A die Greifbacke 156 auf, und zwar
derart, daß sich sowohl die Klemmhebe! eines Paares als auch das dazugehörige Backenpaar nur in Parallelführung
bewegen können. Infolge der versetzten Stellung der Lager 13 nimmt bei Neigung der Klemmhebel
in Lastrichtung der Abstand der Greifbackenflächen voneinander rasch ab, so daß ein Klemmen eintritt. Die
Sicherung des zwischen den Greifbacken 14 und 15 liegenden Seils wird dadurch verbessert, daß die spitzen
Winkel der parallelogrammförmigen Greifbacken seilseitig
in die der Last entgegengesetzte Richtung weisen.
Die Seitenplatte 7a trägt eine in einer Federhülse 16 auf ihr aufruhende Druckfeder 17a und die Seitenplatte
76 eine Druckfeder 176. Die Druckfedern drücken auf die kleinen Klemmhebel 10a bzw. 106 und suchen das
Klemmhebelpaar in Klemmstellung zu bringen.
Wenn der Arbeitshebel 5 von Hand in Richtung der Verankerungsöse 3 bewegt wird, bewegt er die lange
Seitenplatte 7a in Arbeitsrichtung und die kurze Seitenplatte 76 in Lastrichtung, wodurch die mit der langen
Seitenplatte Ta verbundenen Greifbacken 14a und 15a zum Klemmen und Vorschieben, die mit der kurzen
Seitenplatte 76 verbundenen Greifbacken 146, 156 zur Freigabe kommen. Geht der Hebel 5 — etwa unter der
Wirkung der Federn 17 — zurück, so klemmt das mit der kurzen Seitenplatte 76 gekoppelte Backenpaar 146,
156 und schiebt vor, während das andere freigibt. Indessen klemmen die Greifplatten 146,156 nicht nur infolge
der Hebelbetätigung als solche, sondern, nach Ausübung der Vorkraft durch die Druckfedern 17, auch
durch die von der Lastseite auf die Greifbacken 146, 156 infolge der Reibung und leichten Äbbiegung des
Seils auf dieselben ausgeübte Zugkraft, die den Klemmvorgang zwangläufig bei mit zunehmender Last abnehmenden
Klemmverhältnis verstärkt.
Für den Rückwärtsgang des Seils wird der Rückwärtsganghebel 18 betätigt, welcher durch die Lager 19a, 196 und mittels des Zwischenhebels 20 mit den längeren Klemmhebeln 9a, 96 schwenkbar verbunden ist. Bei gleicher Richtung der Kippbewegung der
Für den Rückwärtsgang des Seils wird der Rückwärtsganghebel 18 betätigt, welcher durch die Lager 19a, 196 und mittels des Zwischenhebels 20 mit den längeren Klemmhebeln 9a, 96 schwenkbar verbunden ist. Bei gleicher Richtung der Kippbewegung der
ίο Klemmhebel 9 und des Klemmens wie beim Arbeitsgang
macht ein Greifbackenpaar 14,15 eine entgegengesetzte Translationsbewegung: die Last läuft rückwärts.
Durch drückende Betätigung des Backenöffnungshe-
is bete 21 bei entlastetem Seil öffnen sich beide Greifbakkenpaare
14,15 gleichzeitig, was ein rasches Einziehen und Herausnehmen des Seils ermöglicht
Abweichend vom Ausführungsbeispiel können der kurze und der lange Klemmhebel 9, 10 vertauscht angeordnet
werden und der Zwischenhebel 20 kann mit dem der langen Seitenplatte 7a zugeordneten Klemmhebelpaar
9a verbunden werden, wodurch der Arbeitshebel 5 und der Rückwärtsganghebel 18 in jeweils gleiche
Richtung und gleiche Ebene gebracht werden können.
Für die Wirksamkeit der Erfindung sind vor allem folgende Momente von Bedeutung: Infolge der Parallelführung
der Klemmbacken erfolgt das Klemmen durch gegenseitige Annäherung und gleichzeitige minimale
gegenseitige Verschiebung der Backen des Klemmbackenpaares. Nach Ausübung einer Vorkraft
durch Federn oder Einleitung des Klemmvorgangs durch Hebelbetätigung übt die Last eine Zugwirkung
auf die schließenden Klemmbacken aus, welche ein Drehmoment über die seitwärts von der Seilachse gelegenen
Drehpunkte (Lager U) erzeugen, das zwangläufig die Schließung der Parallelogramme herbeiführt.
Die Lager 13, welche die Ecken des von Klemmhebeln 9. 10 und Greifbacken 14, 15 gebildeten Parallelogramms
darstellen, sind versetzt, d. h. ihre Verbindungslinien bilden mit den Klemmhebelachsen einen
gegebenen Winkel, dessen Größe so gewählt werden kann, daß die erwünschte Abnahme des Klemmverhältnisses
Normaldruck zu Axialzug den gewünschten Verlauf nimmt. Die gleichen Verhältnisse bewirken, daß
das sich verschiebende Seil beim zur öffnung bestimmten Backenpaar die Verklemmung selbsttätig aufstößt.
Der Rückwärtsgang wird wirksam, weil sich die Drehpunkte der Klemmhebel jetzt auf der entgegengesetzten
Seite befinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Seilzugvorrichtung, die aus zwei abwechselnd auf das belastete Seil einwirkenden, mit Abütand
voneinander angeordneten Greifbackenpaaren besteht, deren Greifbacken jeweils mit zwei an den
Greifbacken angelenkten Klemmhebeln ein Gelenkparallelogramm bilden, und aus einem im Gehäuse der Seilzugvorrichtung drehbar gelagerten
Arbeitshebel besteht, der mit den Klemmhebeln der beiden Greifbackenpaare über je ein Gestänge verbunden ist, welche Gestänge am Arbeitshebel an
zwei einander diametral bezüglich der Drehachse des Arbeitshebels gegenüberliegenden Stellen angelenkt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gestänge aus je einer, etwa parallel zur Seilachse verlaufenden Seitenplatte (7a, 76) besteht,
an denen die über die Anlenkstellen (Gelenke 13a bis 13Λ) an den jeweils zugeordneten Greifbacken
(14a. 146; 15a, 156) hinaus verlängerten Enden der
Klemmhebel (9a, 96; 10a. 106) angreifen, daß die
Linien durch die die Verbindung zwischen den Greifbickenpaaren und den Klemmhebeln bildenden Gelenke außerhalb der Anlenkpunkte (Lager
11a, 116; 12a, 126) der Klemmhebel an den Seitenplatten verlaufen, wobei die Linien bereits in der
Offenstellung der Greifbackenpaare mit der Seilachse einen spitzen Winkel bilden, und daß an jeder
Seitenplatte (7a, 76) eine Druckfeder (17a. 176) befestigt ist, die mit ihrem freien Ende auf mindestens
einen Hebel jedes Klemmhebelpaares (9a, 96; 10a, 106) druckt und eine in Richtung des Backenschlusses wirksame Vorkraft ausübt.
2. Seilzugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifbackenflächen in Arbeitsrichtung mit scharfen, in Lastrichtung mit
stumpfen Kanten abschließen.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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| ZA (1) | ZA706567B (de) |
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