DE20451C - Verbesserung an Barometern - Google Patents

Verbesserung an Barometern

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DE20451C
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DENDAT20451D
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Dr. O. BRAUN in Berlin SW., Enckeplatz 1
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L7/00Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
    • G01L7/18Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements using liquid as the pressure-sensitive medium, e.g. liquid-column gauges

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
O. BRAUN in BERLIN. Verbesserung an Barometern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1882 ab.
Die fragliche Verbesserung bezweckt, das Instrument empfindlicher zu machen, ohne die Genauigkeit des einfachen Barometers aufzugeben. Die wünschenswerthe Empfindlichkeit ist zwar schon von Huyghens erreicht, aber es eignet sich bekanntlich sein Barometer nur zur Beobachtung der Schwankungen des Luftdruckes, aber nicht zum genauen Messen derselben, weil seine Angaben nicht nur von dem Durchmesser der Röhren und dem darum schwierig in Rechnung zu stellenden Emflufs der Temperatur, sondern auch von der Menge des gerade vorhandenen Wassers abhängen.
Bei den unbequem langen und kostspieligen Glycermbarometern ist der Emflufs der Temperatur uncontrolirbar.
Meine Verbesserung besteht nun darin, mit einer Wassersäule zu- messen, wie viel der jeweilige Lufdruck geringer ist als ein gewisser, z. B. 794 mm Quecksilbersäule.
Sind z. B. 462,4 mm Wassersäule nöthig, um die Quecksilbersäule auf 794 mm zu bringen,
so ist der Luftdruck 794 — = 794 — 34
= 760 mm.
Die Scala ist natürlich so getheilt, dafs man daran direct den Stand des Luftdruckes in Millimetern Quecksilber abliest, und hat darum das Millimeter eine Länge von rund 13,6 mm. Durch Anbringung des Wasserrohres und der Scala in geneigter Ebene können die Scalentheile noch erheblich vergröfsert werden. Wird statt des Wassers eine andere Flüssigkeit angewendet, so ist selbstverständlich die Scala im Verhältnifs der specifischen Gewichte zu ändern. Statt, wie gezeichnet, die Wassersäule direct auf das Quecksilber im offenen Schenkel des Heberbarometers wirken zu lassen, kann auch ein Luftvolumen zwischen Wasser und Quecksilber gebracht werden. In beiden Fällen ist ein Gefäfsbarometer ebensogut anwendbar als ein Heberbarometer.
Beiliegende Zeichnung stellt das Barometer dar. In den offenen Schenkel des heberförmigen Rohres α ist bei b ein Glasrohr c eingeschliffen, das unten bei d kugelförmig erweitert ist, darüber einen angeschmolzenen Stutzen hat und am oberen offenen Ende in einen Trichter ausgeht. Durch den Stutzen g und einen Gummischlauch h ist das Rohr c in Verbindung mit dem wassererfüllten Gummiball i. Dieser kann durch eine Scheibe / vermittelst der Schraube k zusammengedrückt werden. In der kugeförmigen Erweiterung ist eine schwarze Glasspitze e eingeschmolzen, ebenso in dem luftleeren Räume des Rohres α eine solche Spitze/". Die senkrechte Entfernung beider Spitzen betrage 794 mm; sie kann auch eine andere sein, wenn sie nur gröfser ist, als dem höchsten Luftdruck entspricht, welchem das Instrument ausgesetzt werden soll. In das Barometer ist so viel Quecksilber zu geben, dafs dasselbe bei einer bestimmten, leicht wieder herzustellenden Temperatur den Raum zwischen den beiden Spitzen e und / erfüllt, und durch den Trichter auf c so viel Wasser, dafs dasselbe bei herabgedrehter Schraube k den Gummiball ganz erfüllt und eben an das untere Ende der Scala reicht.
Will man den Barometerstand ablesen, so dreht man so lange an der Schraube k, bis die Spitze / eben die Oberfläche des Quecksilbers be-

Claims (4)

rührt, und findet nun an der Scala neben der Oberfläche der Wassersäule den Druck in Millimetern Quecksilbersäule angeschrieben. Die zweite Spitze/ hat man dabei nicht nöthig zu beobachten; dieselbe dient nur dazu, um bei der Aufstellung des Instrumentes sich überzeugen zu können, ob die richtige Quecksilbermenge darin ist, und um die Temperaturcorrection zu machen, wenn der höchste Grad von Genauigkeit verlangt wird. In diesem Falle stellt man nicht auf die untere, sondern auf die obere Spitze ein und berechnet, welchen Einfiufs die Temperatur auf die Quecksilber- und auf die Wassersäule hat. Dieses Verfahren wird nur in seltenen Fällen nöthig sein; denn bei der Einstellung auf die untere Spitze e ist das specifische Gewicht der langen Quecksilbersäule ohne Einflufs, weil sie nicht gemessen, sondern gewogen wird. Temperaturänderungen des kurzen Schenkels und der Wassersäule beeinträchtigen das Resultat natürlicherweise nur wenig. Paten τ-An Sprüche:
1. Die im Verhältnifs der specifischen Gewichte von Quecksilber und Wasser vergröfserte Scala «S zur Messung einer Wassersäule, welche auf die Oberfläche des Quecksilbers im kurzen Schenkel drückt.
2. Das Glasrohr c mit dem Stutzen g und dem Gummiball i zu dem Zweck, wie beschrieben und gezeichnet.
3. Die Spitze e im offenen Schenkel zur Einstellung des unteren Quecksilberniveaus nicht zu dem bekannten Zwecke, um den Stand des oberen Quecksilberniveaus abzulesen, sondern um den Fufspunkt der Wassersäule festzulegen.
4. Die gleichzeitige Anbringung einer zweiten Spitze/ oder anderen Marke im luftleeren Räume zu dem beschriebenen Zwecke..
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2472735A (en) * 1945-09-12 1949-06-07 Carl J Ulrich Barometric instrument

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