DE203643C - - Google Patents

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DE203643C
DE203643C DENDAT203643D DE203643DA DE203643C DE 203643 C DE203643 C DE 203643C DE NDAT203643 D DENDAT203643 D DE NDAT203643D DE 203643D A DE203643D A DE 203643DA DE 203643 C DE203643 C DE 203643C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 203643 ~ KLASSE \2q. GRUPPE
LES ETABLISSEMENTS POULENC FRERES und ERNEST FOURNEAU in PARIS.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung von Körpern, welche die nachstehende allgemeine Formel besitzen:
I R
CH3-C-O-CHfOH)-CCl5
ίο C0.2- R
(R = Alkyl)
und die als Chloraldialkylaminooxyisobuttersäurealkylester zu bezeichnen sind. Diese Produkte werden dadurch erhalten, daß man Dialkylaminooxyisobuttersäurealkylester mit Chloral behandelt.
Die Körper zeichnen sich durch ihre stark ausgeprägten schlaferregenden Eigenschaften
ao sowie durch geringe Giftigkeit aus. Sie sind gegen siedendes Wasser und verdünntes Ätznatron ziemlich beständig, · werden jedoch .langsam an der feuchten Luft unter Entstehung der entsprechende Säure verseift, die in Wasser löslich ist. Die neuen Produkte sind in Säuren löslich und werden aus ihrer sauren Lösung durch Alkalien gefällt. Sie werden leicht hergestellt, indem man den betreffenden Aminosäureester mit wasserfreiem, kurz vorher destilliertem Chloral vermischt.
Beispiel 1.
Darstellung des Chloraldimethylaminöoxyisobuttersäureäthylesters.
CH2-N(CHJ2
I
CH3-C- 0-CH(OH)-C Cl3
CO0. C9H..
35
40
Das Dimethylaminooxyisobuttersäureäthylester (vgl. Beispiel 3 des Patents 198306) dient als Ausgangsmaterial. 500 g dieses Esters werden mit 420 g wasserfreiem Chloral langsam vermischt, wobei eine zu starke Erhitzung zu vermeiden ist. Die beiden Körper werden einige Stunden lang in gegenseitiger Berührung gelassen, worauf im Vakuum destilliert wird. Ein Teil der Flüssigkeit destilliert bei 60 bis 750 C. unter 20 mm Druck ab. Dieser Teil besteht aus unverändertem Aminosäureester. Der übrige Teil der Flüssigkeit, der aus der Chloralverbindung besteht, destilliert bei ungefähr 140 bis 142 ° C. unter 22 mm Druck. Das Gewicht des Destillats erreicht 650 g. Die vordestillierte Flüssigkeit erstarrt sehr bald in Gestalt einer kristallisierten Masse, die ausgeschleudert und dann in siedendem Petroleumäther aufgelöst wird. Während des
Erkaltens der Lösung scheidet sich die Chloralverbindung in umfangreichen viereckigen Prismen, die bei 66 bis 67 ° C. schmelzen und in sämtlichen organischen Lösungsmitteln löslich, jedoch in Wasser unlöslich sind, ab.
Das Chlorhydrat kristallisiert in feinen Nadeln, die in Wasser und Alkohol leicht löslich, in Aceton dagegen wenig löslich sind und bei 181 bis 182 ° schmelzen.
Beispiel 2.
Darstellung des Chloraldimethylaminooxy-■ isobuttersäurepropylesters.
Es werden 57 g Dimethylaminooxyisobuttersäurepropylester (vgl. Patent 198306, Beispiel 7) unter Abkühlung durch ein Gemisch aus Eis und Kochsalz langsam mit 44 g wasserfreiem, unter sorgfältiger Vermeidung jeglicher Spur von Feuchtigkeit frisch destilliertem Chloral ao langsam vermischt. Die beiden Körper werden einen Tag lang bei niedriger Temperatur in gegenseitiger Berührung gelassen. Es scheidet sich ein kristalliertes Produkt aus, das aus der gewünschten Verbindung besteht. Die Ausbeute schwankt zwischen 30 und 55 g. Der erhaltene Körper wird aus Petroleumäther umkristallisiert, aus dem er sich nach dem Abkühlen der Lösung in wunderschönen durchsichtigen Kristallen, die bei 65 ° C. schmelzen, ausscheidet.
Die Eigenschaften des Produktes entsprechen - im wesentlichen denjenigen des nach Beispiel 1 erhaltenen Körpers; jedoch ist die Propylverbindung etwas beständiger als die entsprechende Äthyl verbindung und widersteht etwas länger dem verseifenden Einfluß der Luftfeuchtigkeit als der Äthylester.
Wird der Körper einige Tage lang in der feuchten Luft sich selbst überlassen, so wandelt er sich allmählich in die entsprechende Säure:
C Ha C
C H, -N (C HJ2 I
0-CH(OH)-C Cl3
COOH
um, die in Äther unlöslich, jedoch in Wasser, Alkohol und Aceton löslich ist.
Die Umwandlung des Esters in die entsprechende Säure ist einem Verseifungsprozeß zuzuschreiben, der mit einer teilweisen Verflüssigung verbunden ist.
Man kann sich auch damit begnügen, das wasserfreie Chloral mit der Base einfach zu vermischen, ohne zu einer Destillation zu schreiten. In den meisten Fällen, besonders wenn die verwendete Base einen hohen Siedepunkt besitzt, ist es' vorzuziehen, eine Destillation des Gemisches nicht vorzunehmen, denn eine solche ist stets mit erheblichen Verlusten verbunden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Chloraldialkylaminooxyisobuttersäurealkylesternder Formel:
    CHa— C — O ■ CH(O H) . C Clä
    2R
    (R = Alkyl),
    dadurch gekennzeichnet, daß man Dialkylaminooxyisobuttersäurealkylester mit Chloral behandelt.
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