DE20312C - Neuerung an Filterapparaten - Google Patents
Neuerung an FilterapparatenInfo
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Classifications
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- B01D—SEPARATION
- B01D29/00—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
- B01D29/01—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with flat filtering elements
-
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- B01D29/70—Regenerating the filter material in the filter by forces created by movement of the filter element
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- B01D—SEPARATION
- B01D2201/00—Details relating to filtering apparatus
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Landscapes
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- Filtration Of Liquid (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
Neuerung an Filterapparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Mai 188a ab.
Die Riemscheibe 1, Fig. 1, sitzt auf einer
Welle 2, welche vermöge einer Schnecke 3 und eines Schneckenrades 4 die Welle 5 antreiben
kann, auf die eine Kurbelscheibe 6 festgekeilt ist. An den Zapfen 7 dieser letzteren
greift eine Kurbelstange 8 an, deren anderes Ende mit einem zweiarmigen Hebel 9 in Verbindung
steht, welcher seinerseits in einem Bock 10 Unterstützung findet und mittelst
Zugstangen 11 und Kreuzkopfes 12 an der
Kolbenstange 13 des Filterkolbens 14 anfafst. Dieser letztere erfährt sonach in Fällen, wo die
Welle 2 in Rotation versetzt wird, eine Aufimd Abwärtsbewegung. Der Kolben 14 ist mit
langen Führungsansätzen 15 versehen, in deren jeden abgedrehte Holzstücke 16 dergestalt eingelegt
sind, dafs sie genau an den ausgebohrten Theil des Cylinders 17 anschliefsen. Auf der
oberen Seite des Kolbens liegt Drahtgaze 18, festgehalten von einem Ring 19, bezw. von
Theilen nach Art der bei Dampfkolben vorkommenden Liderungsringe. Der Deckel 20 trägt an seiner Unterfläche ein ähnliches Drahtgewebe
21, welches durch den Ring 22, Bolzen 23 und eine in den oberen Cylinderfiantsch
eingedrehte Aussparung, in die der Deckelvorsprung 2.4 pafst, an seinem Ort sicher erhalten
wird. Zwischen dem Deckel 20 und der Drahtgaze findet sich eine mit konischen
(Löchern versehene Platte 25 vor. Am Deckel sind ferner Luftventile 26 angebracht; ebenso
geht durch ihn das Abführungsrohr für das filtrirte Wasser hindurch, welches letztere auch
für die Zwecke der Einführung des Reinigungswassers dient, zu jenen Zeitpunkten, wo ein Auswaschen
des Filters geboten erscheint. Jedoch läfst sich hierfür auch ein besonderes Rohr
anordnen, welches mit einer Wasserleitung in Verbindung steht.
Zwischen den Gazeflächen 18 und 21 befindet
sich das filtrirende Medium 27. Dieses kann schwammiges oder elastisches und poröses
Material sein und wird vor Einleitung des Filtrationsprocesses mittelst des Kolbens 14 durch
Emporheben desselben in seine oberste Lage und Fixirung darin mittelst Stellschraube 33
zusammengeprefst. Der Grad der Compression wird hierbei bestimmt durch entsprechende Einstellung
der Büchsen und Muttern, mittelst deren der Kreuzkopf 12 auf der Kolbenstange 13
befestigt ist.
Nachdem der Kolben 14, wie erwähnt, festgestellt
worden ist, wird das zu filtrirende Wasser durch den Rohrstutzen 28 zugelassen; es durchdringt das Filtrirmaterial und verläfst den Apparat
durch das Rohr 29.
Um zu der Filtrirmasse 27 gelangen zu können, sind Thürchen oder Deckel 32 am
Gjlinder 17 angebracht.
Bei der Reinigung der filtrirenden Masse 27 (eine Operation, welche gewöhnlich einmal des
Tages auszuführen ist) läfst man durch das Rohr 29 Wasser zutreten, auf die Platte 25 auftreffen,
durch deren Löcher hindurchgehen und so zu der filtrirenden Masse gelangen. Gleichzeitig
setzt man den Kolben 14 mittelst der eingangs erläuterten Bewegungsmechanismen in
Gang; er wirkt abwechselnd saugend und pressend auf das Filtrirmaterial und bringt hierbei
das Waschwasser in möglichst allseitige Berührung mit dem Filtrirmaterial. Während dieser
Reinigungsoperation ist das Ventil 31 geschlossen,
das Ventil 30 aber geöffnet, und durch dieses letztere verläfst das Wasch wasser, nachdem es
reinigend gewirkt hat, den Apparat.
Sobald der Reinigungsprocefs vollendet ist, welcher etwa 5 bis 10 Minuten in Anspruch
nimmt, wird der Kolben 14 wieder in seine oberste Stellung gebracht und hier mittelst der
Stellschraube 33 festgestellt. Immer nur bei solcher und bezw. Ruhestellung läfst man den
Apparat seinem Zweck, d. i. Filtration von Flüssigkeiten, dienen.
Bei kleineren Filtrirapparaten fällt der oben erwähnte Bewegungsmechanismus, welcher für
einen Antrieb mittelst Elementarkraft bestimmt ist, weg, und der Hebel 9 wird von Hand in
Gang gesetzt.
Fig. 2 verdeutlicht einen Filtrirapparat, welcher von einem besonderen Wasser- oder Dampfmotor
aus direct betrieben wird. Dieser Motor 34 ist an den Cylinder des Filtrirapparates 17 angeschraubt.
An oder in die hohle Kolbenstange des Motors greifen die Lenkstangen 36
und 37 an; dieselben sind am oberen Ende gegabelt, tragen hier Rothgufspfannen 38 und 40,
welche von Keilen 39 und 41 gehalten werden und die Zapfen 42 und 43 der Hebel 9 umfassen.
Wie bezüglich zweier von einem einzigen Motor aus zu geeigneter Zeit betriebener
Filtrirapparate in der Zeichnung erläutert ist, so können auch deren mehrere um einen Motor
herum gruppirt und von diesem in Bewegung gesetzt werden. In diesem Fall ist keineswegs
nöthig, dafs gleichzeitig alle Filtrirkolben auf- und abwärts spielen, denn es erübrigt nur, die
Keile (wie 39 und 41) derjenigen Lenkstangen herauszuschlagen, deren zugehörige Kolben in
Ruhe verharren sollen; die diesbezüglichen Lenkstangen bewegen sich alsdann wohl auch auf
und ab, ohne aber ihre Hebel 9 mitzunehmen.
Das zum Cylinder 34 gehörige Dampfeinlafsventil 38 kann zum Bewegen von Hand oder
für selbsttätige Bewegung oder für beides eingerichtet werden.
Die Wirkungsweise der einzelnen, zu einer gröfseren oder kleineren Gruppe zusammengestellter
Filtrirapparate gleicht der für einen der letzteren beschriebenen. Nur ist bezüglich
des Rohrstutzens 28 hinzuzufügen, dafs dieser mit einem am Cylinder 17 angegossenen Kanal 44
in Verbindung steht, welcher bezweckt, den Kolben und das filtrirehde Material, so lange
der Auswaschprocefs währt, im Gleichgewicht zu erhalten, indem dadurch bewirkt wird, dafs
der Wasserspiegel innerhalb und aufserhalb auf gleicher Höhe verbleibe.
Fig. 3 zeigt eine andere Modification eines mit einem Dampf- oder Wasserkraftmotor in
directer -Verbindung stehenden Filtrirapparates. Hier ist der Filterkolben an einen inneren Hebel
angeschlossen, welcher auf der nach aufsen gehenden Welle 45 sitzt. Letztere trägt einen
Hebel 46, welcher mittelst der Stange 47 und der hohlen Kolbenstange 48 in Verbindung
gebracht ist mit dem Kolben des Cylinders 49. Das zum Betriebe des Kolbens in 49 ein- und
auszuleitende Wasser (oder Dampf) wird geregelt durch ein Ventil, welches seinerseits die
erforderliche Steuerung entweder von dem Handhebel go aus erfährt oder aber von einem
Hebel 5 2, einer Stange 51 und deren Anschlägen
S3 aus in einer übrigens bekannten Weise.
Die übrigen Theile dieses Filtrirapparates weichen von denjenigen des Apparates, Fig. 1,
nicht ab.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:·Bei Filtrirapparaten, deren schwammiges oder elastisches und poröses Filtrirmedium 27 zwischen zwei Drahtgazeflächen 18 und 21 eingeschlossen ist, die es während der Filtration zusammengeprefst erhalten, bei der Reinigung des Apparates aber abwechselnd expandiren lassen, abwechselnd comprimiren, die Anwendung eines mit langen Führungsansätzen 15 (die genau abgedrehte Holzeinlagen 16 tragen) versehenen und die Drahtgazefläche 18 haltenden Kolbens 14, dessen während der Reinigungszeiten erforderliche Auf- und Abbewegung besorgt wird:a) unter Vermittelung eines über dem Apparat angeordneten doppelarmigen Hebels 9, der an einen auf. der Kolbenstange 13 verstellbaren Kreuzkopf 12 angreift, entweder von Hand oder durch Triebwerksmechanismus, Fig. i, oder direct durch einen besonderen Motor 34, Fig. 2, welcher letztere gleichzeitig zum Betriebe einer gröfseren Anzahl von Filtrirapparaten dienen kann, oderb) mittelst eines seitlich am Apparat selbst gelagerten Hebels 46, Fig. 3, welcher einerseits direct an den Kolben des Betriebsmotors 49 angeschlossen und andererseits durch die Welle 45 mit dem Filtrirapparatkolben verbunden ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20312C true DE20312C (de) |
Family
ID=34715834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20312D Active DE20312C (de) | Neuerung an Filterapparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20312C (de) |
-
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- DE DENDAT20312D patent/DE20312C/de active Active
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