DE201802C - - Google Patents

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DE201802C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42DBOOKS; BOOK COVERS; LOOSE LEAVES; PRINTED MATTER CHARACTERISED BY IDENTIFICATION OR SECURITY FEATURES; PRINTED MATTER OF SPECIAL FORMAT OR STYLE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DEVICES FOR USE THEREWITH AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; MOVABLE-STRIP WRITING OR READING APPARATUS
    • B42D9/00Bookmarkers; Spot indicators; Devices for holding books open; Leaf turners
    • B42D9/04Leaf turners
    • B42D9/08Leaf turners having radial arms, one per leaf, operated successively
    • B42D9/088Leaf turners having radial arms, one per leaf, operated successively actuated by means other than springs

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Λ* 201802 .— KLASSE 51 e. GRUPPE
TONY LO CASTO in CHICAGO.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Februar 1907 ab.
Die Erfindung betrifft einen Notenblattwender, und zwar insbesondere einen solchen, bei welchem hinter die Notenblätter greifende Wendedrähte durch Zahngetriebe zwangläufig in der Wenderichtung bewegt werden. Gegenüber bekannten Notenblattwendern dieser Gattung, bei welchen der Antrieb der Zahnräder und Zahnstangen durch Hebelgestänge und stufenartig ausgebildete Platten erfolgt, ίο ist der vorliegende Notenblattwender dadurch gekennzeichnet, daß die Längsbewegung der Zahnstangen, welche hier die Form gezahnter Schieberahmen haben, durch eine unter Wirkung einer Rückdruckfeder stehende längsbewegliche Antriebsstange erfolgt, die bei ihrer Rückkehr selbsttätig den Mitnehmeranschlag zur Mitnahme der Zahnstange bzw. ■ des gezahnten Schieberahmens für den nächsten Wendedraht verstellt. Die Verschiebung der Antriebsstange selbst kann dabei mechanisch, elektrisch, pneumatisch oder in anderer Weise erfolgen.
Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel des Notenblattwenders gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. ι ist eine Vorderansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf dieselbe.
Fig. 3 ist die Ansicht eines Pianos, welche schematisch den Notenblattwender in Verbindung mit einem Notenpult veranschaulicht. Fig· 4 ist in vergrößertem Maßstabe ein Schnitt durch das Notenpult nach der Linie 4-4 in Fig. 3, welche deutlicher die Anordnung der Notenblätter Und der Wendedrähte zeigt.
Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 2. -
Fig. 6 zeigt schematisch eine elektromagnetische Vorrichtung, welche zum Antrieb des Wenders dienen kann, während
Fig. 7 eine zu dem gleichen Zweck anwendbare pneumatische Vorrichtung veranschaulicht.
Der Notenwender ist auf einer Grundplatte 1 aufgebaut, an deren Enden Pfosten 2 und 3 befestigt sind, die durch Stangen 4 und 5 verbunden sind. Eine Antriebsstange 5' geht durch Öffnungen in den Pfosten zwischen den Verbindungsstangen 4 und 5 hindurch. Das eine Ende dieser Stange trägt eine Öse 6, während das andere Ende 7 mit Gewinde und Stellmuttern 8 und 9 versehen ist, welche an der Außenseite des Pfostens 2 angeordnet sind. Nahe dem Gewindeende der Antriebsstange und zwischen den Pfosten ist ein Gleitblock IO an . den Stangen 4 und 5 verschiebbar angeordnet. Zwischen diesem Block und dem Pfosten 3 ist eine Schraubenfeder 11 um die Stange 5' gelegt, welche der Längsbewegung dieser Stange nach rechts entgegenwirkt. Der Block 10 trägt eine Platte 12 mit Lagern 12' und 13, in denen eine Querwelle 14 gelagert ist. Vorn am Lager 12 ist ein Zahnrad 15 an der Welle 14 befestigt, welches mit einer Zahnstange 16 in Eingriff steht, die in einer von der Platte 12 ausgehenden Gleitform 17 beweglich ist. Zwischen den Lagern 12·' und 13 ist ein Schaltrad 18 auf der Welle 14 befestigt, während das Ende eines Hebels 19 die Welle lose zwischen den Lagern umfaßt. An diesem Hebel 19 ist das Ende 20
einer Schaltklinke 21 drehbar gelagert, deren Zahn 22 in die Zähne des Schaltrades 18 eingreift. Das andere Ende 23 der Klinke ist beschwert. Ein Arm 24 geht von der Tragplatte I aus und trägt an seinem Ende einen Pfosten 25. Eine Gelenkstange 26 ist mit dem einen Ende an den Hebel 19 angelenkt und mit dem anderen Ende an den Pfosten 25. An der Stirnwand der Tragplatte 1 ist eine Gruppe von Schieberahmen 27 angeordnet, von denen jeder einen Längsschlitz 28 hat, durch welchen Schrauben oder Stifte 29 und 30 der Platte 1 hindurchtreten. Unmittelbar vor diesen Schieberahmen ist eine Gruppe von Trieben 31 angeordnet, welche mit der Verzahnung der Schieberahmen in Eingriff stehen, so daß beim seitlichen Verschieben eines Rahmens der mit diesem in Eingriff stehende Trieb in Umdrehung versetzt wird.
Von jedem Trieb geht ein Stab oder Draht 32 aus, dessen Ende nach oben abgebogen ist, um hinter ein zu wendendes Notenblatt zu greifen. An jedem Schieberahmen ist nach rückwärts ein Zapfen 34 angeordnet, der bestimmt ist, mit einer am unteren Ende der . Zahnstange 16 angelenkten Zunge 35 in Eingriff zu kommen.
In Fig. 3 und 4 ist ein Notenhalter dargestellt, welcher mit dem Notenwender verbunden ist und aus der Grundleiste 36 und einer oberen Leiste 37 besteht, die durch Stangen 38, 39 und Leisten oder Platten 40 verbunden sind. Der Notenblattständer ist zwischen der Bodenleiste 36 und der die Noten tragenden Leiste 41 angeordnet. Wenn das Notenbuch 42 auf den Halter gestellt wird, so sind, wie dargestellt, die Außenblätter durch die federnden Greifer 43 und 44 gegen den Halter geklemmt. Die Notenblätter des Buches liegen zunächst an der rechten Seite, und hinter jedes Blatt greift einer der Drähte des Wenders.
Die Gebrauchsweise des Wenders ist folgende: Soll ein Blatt gewendet werden, so wird die Stange 5' nach rechts gezogen, bis die Stellmutter 9 gegen den Pfosten 2 trifft. Der Gleitblock 10 und damit die an ihm angeordnete Vorrichtung wird dann von der Stange 5' mitgenommen, und die Zunge 35 ist beim Beginn dieser Bewegung in Eingriff mit dem Zapfen 34 des obersten, gezahnten Schieberahmens 27. Infolgedessen wird dieser nach rechts verschoben und das eingreifende Zahnrad 31 gedreht, wodurch der Draht 33 desselben von links nach rechts geschwungen und das von ihm gefaßte Blatt gewendet wird. Die Gelenkstangen 19 und 26 gehen, wenn der Block 10 sich nach rechts verschiebt, auseinander, und die Stange 19 schwingt um die Welle 14, die Klinke 21 mit sich nehmend, deren Zahn 22 seine Normalstellung zwischen den Zähnen des Schaltrades 18 verläßt und zwischen zwei andere Zähne desselben einfällt, wenn die Vorrichtung ihre äußerste Rechtsstellung hat. Die Reibung der Welle in ihren Lagern und der Zahnstange 16 in ihrer Gleitbahn genügt, um das Schaltrad 18 festzuhalten und die Schaltklinke über seine Zähne gleiten zu lassen. Beim Loslassen der Stange 5' drückt die Feder 11 den Block 10 und das mit ihm verbundene Getriebe in die Normalstellung.zurück. Während dieser Rückwärtsbewegung wird indessen die Klinke 21 wirksam und kuppelt das Schaltrad mit der Gelenkstange 19. Infolgedessen dreht sich die Welle 14 und verursacht eine Abwärtsbewegung der Zahnstange nach jedem Rückwärtsgange der Stange 5'-, welche genügt, um die Zunge 35 in die Lage vor dem Zapfen 34 des nächsten Schieberahmens 27 zu bringen. Die Zunge 35 ist während des Vorwärtsganges der Vorrichtung in ihrer senkrechten Stellung festgelegt, während sie beim Rückwärtsgange infolge ihrer gelenkigen Befestigung schwingen und über den Zapfen 34 der Schieberahmen gleiten kann, so daß die herumgeschwungenen Drähte in ihrer Stellung auf der linken Seite bleiben. Mittels der Stellmuttern 8 und 9 kann der Hub der Stange 5' so eingestellt werden, daß sich die Gelenk-Stangen, das Schaltrad und die Zahnstange 16 im richtigen Verhältnis bewegen, um der letzteren die gewünschte Verschiebung zu erteilen. Ein Handrad 45 o. dgl. ist am Ende der Welle 14 befestigt, mittels welchem nach Umwenden aller Notenblätter der Spieler nach Auslösung der Klinke aus dem Schaltrad 18 die Zahnstange in ihre normale untere Lage zurückdrehen kann. Wenn dann die herumgeschwungenen Drähte wieder in ihre Rechtslage zurückgelegt sind, ist der Notenblattwender für die Weiterbenutzung bereit. Der Kopf der Gleitbahn \j kann oberhalb der Klinke für den Schieber 16 eine Verlängerung 46 haben, um die Höchst- bzw. Anfangslage des obersten Schieberahmens zu bestimmen.
Für die Längsbewegung der Stange 5' können verschiedene Mittel Anwendung finden. In Fig. 3 ist eine Vorrichtung dargestellt, bei welcher ein Hebel 47 mit dem einen Ende einer Schnur 49 verbunden ist, die über Leitscheiben 50 läuft und am anderen Ende mit einem Haken 51 in die Öse 6 eingreift. Soll ein Blatt gewendet werden, so drückt der Spieler mit seinem Knie gegen den Hebel 49 und zieht dadurch die Stange 5' nach rechts. In Fig. 6 ist eine elektrische'Antriebsvorrichtung dargestellt. In diesem Falle endigt die Stange in einem Eisenkern 51, welcher in die Spule 52 gezogen wird, sobald der Kontakthebel 53 den Strom einer geeigneten Stromquelle 54 schließt.
In Fig. 7 ist eine pneumatische Vorrichtung dargestellt. In diesem Falle trägt die Stange 5'
einen Kolben .55 eines Luftzylinders 56, der durch einen Schlauch oder eine andere Leitung 57 mit einem Ball 58 oder einer anderen geeigneten Quelle von Druckluft in Verbindung steht. Um ein Blatt zu wenden, drückt der Spieler den Ball, ζ. Β. durch Treten, zusammen, wodurch der Kolben 55 und die Stange 5' nach rechts gedrückt werden. Bei Orgeln oder anderen Instrumenten, welche
ίο mittels Luftdruck betrieben werden, kann der Zylinder mit dem Luftdruckbehälter verbunden sein und der Zutritt der Druckluft zu dem Zylinder 56 durch Öffnen eines Ventils veranlaßt werden.
Zuweilen ist es erwünscht, ein beiderseits mit Noten versehenes Blatt zu wenden und wieder zurückzuwenden. Zu diesem Zwecke ist ein bei 61 an der Platte 12 angelenkter Greifer 60 vorgesehen. Derselbe steht in der
ao Regel, wie in Fig. 1 und 5 ersichtlich, nach aufwärts, wird jedoch zum Gebrauch niedergeklappt·, so daß sein Ende 62 an der rechten Seite des Zapfens 34 des obersten Schieberahmens 27 anliegt. Die Klinke 21 wird dann außer Eingriff mit dem Schaltrade 18 gehoben. Wird die Stange 5' nach rechts bewegt, so wird der oberste Schieberahmen mittels der Zunge 35 nach rechts bewegt, und der oberste Draht 33 schwingt mit dem zu wendenden Blatt nach links. Beim Rückgange der Stange 5' wird nun der oberste Schieberahmen infolge des Angriffes des Greifers 60 an dem Zapfen . 34 mit der Stange zurückbewegt, und infolgedessen wird das Notenblatt wieder zurückgewendet. Zu diesem Zwecke ist der obere Draht mit einem am besten aus Fig. 2 ersichtlichen Hilfsdraht 63 versehen. Da die Klinke 21 außer Eingriff ist, so wird die Zahnstange 16 nicht vorgeschoben, und infolgedessen kann der oberste Schieberahmen so oft wie gewünscht vor- und zurückbewegt werden, um das Blatt wiederholt nach beiden Seiten umzuschlagen. Will man die Drähte, wieder nacheinander schwingen lassen, so wird der Greifer 60 hochgehoben und die Klinke 21 wieder in das Schaltrad 18-eingerückt.
Der vorliegende Notenblattwender kann, außer, wie gezeigt, an Pianos, auch leicht an einem Musikständer oder an irgendeinem anderen Instrument unmittelbar angeordnet werden.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Notenblattwender mit hinter die Notenblätter greifenden, durch Zahngetriebe zwangläufig in der Wenderichtung bewegten Wendedrähten, deren zwangläufige Drehung mittels Zahngetriebe (31) durch gezahnte Schieberahmen (27) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Längs-Verschiebung der Rahmen in der einen Richtung durch, eine unter Wirkung einer Rückdruckfeder (17) stehende längsbewegliche Antriebsstange (5') erfolgt, die bei ihrer Rückkehr selbsttätig den Mitnehmeranschlag zur Mitnahme des Schieberahmens für den nächsten Wendedraht verstellt.
  2. 2. Ausführungsform des Notenblattwenders nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die übereinander angeordneten gezahnten Schieberahmen (27) mittels eines nach jedem Hub in senkrechter Richtung verstellten Anschlages (35) von der Antriebsstange (5') verschoben werden.
  3. 3. Ausführungsform des Notenblattwenders nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare Anschlag zum Verschieben der gezahnten Schieberahmen (27) aus einer Zunge (35) besteht, die die Schieberahmen (27) mittels Zapfen (34) mitnimmt und an einer Zahnstange (16) angelenkt ist, deren senkrechte, absatzweise Verstellung durch ein bei dem Rückgang der Antriebsstange (5') weitergeschaltetes Schaltgesperre (18, 19, 20, 21) erfolgt, dessen Welle (14) auf einem mit der Antriebsstange (5') verschiebbaren Block (10, 12) gelagert ist.
  4. 4. Ausführungsform des Notenblattwenders nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Gleitblockstange (12) ein stellbarer Hilfsgreifer (60) angeordnet ist, welcher, wenn in Gebrauchslage, den Zapfen (34) des oberen Schiebe- rahmens (27) von der Seite gegenüber der Zunge (35) faßt, wobei das Schaltgesperre (18, 21) ausgerückt wird und an dem Wendedraht ein Hilfsdraht (63) angeordnet ist behufs beliebig wiederholten Hin- und Zurückwendens ein und desselben Notenblattes.
  5. 5. Ausführungsform des Notenblattwenders nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Antriebsstange (5') im Sinne des Umwendens der Blätter gegen die Rückdruckfeder durch Anziehen auf mechanischem Wege (47, 49, Fig. 5) oder mittels Elektromagneten (Fig. 6) oder durch Nachaüßendrücken auf pneumatischem Wege (Fig. 7) erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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