DE201212C - - Google Patents

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DE201212C
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Germany
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- M 201212 - KLASSE 20«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche -vom 2. Juni 1906 ab.
Bei den elektrischen Signal- und Weichenstellwerken bekannter Art sind die für eine einzustellende Fahrstraße etwa falschen Weichenlagen nur an den Stellungen der Bedienungshebel zu erkennen. Es ist daher ziemlich schwierig, ein größeres Stellwerk ausreichend sicher und schnell zu bedienen, wenn dem bedienenden Beamten die vor dem Ziehen eines Fahrstraßenhebels jeweilig vorzunehrnenden Einstellungen der einzelnen Weichenbedienungshebel nicht ausreichend geläufig sind.
Die Erfindung bezweckt nun eine Erleichterung in der Bedienung solcher Stellwerke, indem außer durch die Lagen der Bedienungshebel alle für eine Fahrstraße falsch liegenden Weichen bei einer Vorbewegung des Fahrstraßenhebels vor der Einstellung des mechanischen Verschlußregisters kenntlich gemacht werden, und zwar in derselben Weise wie beim Aufschneiden der Weichen im Stellwerk. Diese Wirkung läßt sich erzielen, indem man beim Ziehen des Fahrstraßenhebels "die den falschen Weichenlagen entsprechenden
Uberwachungsleitungen unterbricht oder erdet.
Die Figur zeigt eine Einrichtung, bei der
die den falschen Weichenlagen entsprechenden
Überwachungsleitungen durch Schließen von Kontakten beim Ziehen des Fahrstraßenhebels geerdet werden.
Der Bedienungshebel b ist mit dem Schalters und dem Überwachungsmagneten e zum wechselseitigen Antriebe des Weichenmotors g in bekannter Art verbunden. Die Kontakte 1, 2, 3 und 4 am Schalter s dienen zur Umschaltung des Betriebs- und Bremsstromes, die Kontakte 5 oder 8 stellen bei der äußersten Endlage des Schalters s die Verbindung für den auftretenden Überwachungsstrom mit der 110-Voltbatterie α und die Kontakte 6 oder 7 die Verbindung mit der 30-Voltbatterie ax nach Einnehmen der gezeichneten Zwischenstellung des Schalters s her. Der in der gezeichneten Ruhelage vorhandene Überwachungsstrom fließt vom positiven Pol der Batterie a1 über 6, L3, 10, L5 und e zurück zu dem negativen Pol der Batterie.
Der Verschlußkranz ν auf der Achse des Bedienungshebels b und die an dem Fahrstraßenschieber c sitzenden Verschlußstücke d1 und d2 stellen einen in bekannter Weise angewendeten mechanischen Verschluß zwischen dem Weichenbedienungshebel b und dem den Schieber c bewegenden Fahrstraßenhebel/ dar, der durch denselben Schieber c den in der Figur nicht gezeichneten Signalhebel nach dem Festlegen der Weichenbedienungshebel freigibt.
In der gezeichneten Ruhelage liegt der Weichenbedienungshebel richtig für die Fahrstraße f1, denn das Verschlußstück d1 kann über den Verschlußkranz treten, für die Fahrstraße /2 dagegen muß der Bedienungshebel in der Pfeilrichtung für die andere Endlage der Weiche umgelegt werden.
Der Fahrstraßenhebel / kann nun durch einen in dem Mitnehmer m am Schieber c für die beiden Angriffskurbeln &1 und k2 vorge-
sehenen Leergang aus der Ruhelage nach rechts und nach links bewegt werden, ohne den Fahrstraßenschieber c mitzunehmen, und kann demzufolge auch bei falsch liegender Weiche um einen gewissen Winkel umgelegt werden, wie in der Figur für die Richtung/2 punktiert gezeichnet ist. Hierbei wird der Kontakt 12 durch den an die Kurbel h des Fahrstraßenhebels/ angeschlossenen Schalter t geschlossen, bevor der Fahrstraßenschieber c nach links verschoben werden kann. Durch Schließung des Kontaktes 12 wird die in dem Punkte II an die Überwachungsleitung L3 angeschlossene Leitung V geerdet und ein zu der Leitung L3 der falsch liegenden Weiche parallel laufender Stromkreis geschlossen vom positiven Pol der Batterie λ1 über 6, II, L7, 12 und über Erde zurück zum negativen Pol der Batterie.
Der durch diesen starken Nebenstrom stromlos gewordene Uberwachungsmagnet e läßt seinen Anker i los, der unter dem Einflüsse der Feder η eine Anzeigevorrichtung nebst Klingel in bekannter Weise wie beim Aufschneiden der Weiche auslöst und den Kontakt für den Kuppelstromkreis des abhängigen Signales unterbricht. »
Ist der Bedienungshebel in die der gezeichneten entgegengesetzte, für die Fahrstraße/2 richtige Lage umgelegt, so läuft nach der
Umstellung der Weiche der Uberwachungsstrom von dem positiven Pol der Batterie a1
. über 7, I, L4, 9, Vs und e zurück zu dem negativen Pol, während die an die Leitung L3 angeschlossene Leitung L1 über den Kontakt 12 geerdet bleibt. Der wieder erregte Kontrollmagnet hat durch seinen Anker i die Anzeigevorrichtung entsprechend der richtigen Endlage der Weiche umgestellt, die Klingel abgeschaltet und den Kontakt für den Kuppel-Stromkreis des von der Fahrstraße/2 abhängigen Signales geschlossen.
Der Verschlußkranz ν ist durch die Drehung des Hebels b in der Pfeilrichtung von dem Verschlußstück d2 zurückgetreten, und der Fahrstraßenhebel / kann nunmehr zur Verschiebung des Schiebers c für den mechanischen Verschluß der Weiche in der Fahrstraße /2 und für die Freigabe des abhängigen Signales in seine Endlage bewegt werden.
Beim Ziehen des Fahrstraßenhebels in der Richtung/1, wofür der Bedienungshebel b in der gezeichneten Stellung richtig liegt, wird der Kontakt 11 der im Punkte I von der Überwachungsleitung L4 abzweigenden Leitung L6 geschlossen und dadurch die entsprechende Leitung der für/1 falschen Weichenlage geerdet.

Claims (1)

  1. 60 Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Anzeigen der für eine einzustellende Fahrstraße falsch liegenden Weichen eines elektrischen Stellwerkes, bei der die Überwachungsströme dieser f>5 Weichen beim Umlegen des Fahrstraßenhebels unwirksam gemacht werden, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Bewegung des mechanischen Verschlußregisters eine Vorbewegung des Fahrstraßenhebels diese Überwachungsströme wirkungslos macht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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