DE199990C - - Google Patents

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DE199990C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/10Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
    • G01C3/18Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with one observation point at each end of the base

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 199990 -■■■ KLASSE 42 c. GRUPPE
CARL HENSOLDT in WETZLAR.
der beiden Sehfelder durch einen Schieber.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1907 ab.
Durch die Patentschrift 113651 ist ein Entfernungsmesser bekannt geworden, der aus einem Prisma besteht, dessen Hälfte der Eintrittsfläche in einem Winkel von i° 8' 45" zugeschliffen ist und der der Tangente Y50 entspricht. Durch die Zerlegung der Eintrittsfläche in zwei gleiche Hälften werden die im rechten Winkel gespiegelten Objekte doppelt und in relativ verschieden großen Abständen voneinander gleichzeitig sichtbar. Die hieraus resultierende Möglichkeit der Messung der Entfernung eines Objektes bedingt die Zuhilfenahme eines Hilfsobjektes, welches man über das Prisma hinwegsehend mit dem direkten Objekt zur Deckung bringt. Das in der zweiten Hälfte des Prismas gleichzeitig sichtbare Objekt ist i° 8' 45" gegen das Hilfsobjekt seitlich verschoben. Man entfernt sich von seinem Standorte so weit, bis auch das seitlich verschobene Bild mit dem Hilfsobjekt zur Deckung gelangt, und erhält durch Multiplikation der abgeschrittenen Entfernung mit 50 den genauen Abstand des direkten Objektes vom ersten Standorte. Die an der Grenzlinie der beiden Sehfelder sichtbaren, getrennt liegenden Objekte führen sehr leicht zu Irrtümern in der Messung, insofern, als die beiden direkten Objekte als Doppelbilder bei Betrachtung des Hilfsobjektes Verwechsehingen hervorrufen.
Für annähernde Messungen reichte die bisherige Konstruktion der Sehfelder aus. Für absolut zuverlässige Messungen, bei denen jeglicher Irrtum vermieden werden muß, ist jedoch eine Vorrichtung erforderlich, welche das gleichzeitig sichtbar werdende zweite Objekt, also das Auftreten von Doppelbildern, verhindert. Es geschieht dies, wie aus der beiliegenden Zeichnung ersichtlich ist, in der Weise, daß eine Hälfte des Sehfeldes- verdeckt wird, und zwar so weit, daß die Verdeckung über die optische Grenzlinie α geführt wird. Bisher geschah die Verdeckung der Sehfeldhälften nur bis zur Grenzlinie, und zwar mit Hilfe eines Schiebers b, so daß immer Doppelbilder sichtbar waren, sobald man mit dem Auge eine kleine Bewegung machte.
Um diesen Nachteil nun zu beseitigen, wird nach der Erfindung ein über die Sehfeldhälfte ragender Schieber c angewendet. Da aber hierdurch sofort das Gesichtsfeld verschmälert werden würde, wird das Prisma, wie dies mit strichpunktierten Linien angedeutet ist, mit einer entsprechenden Verlängerung der Eintrittsfläche ausgebildet, so daß die Verdeckung so weit über die Grenzlinie geführt werden kann, daß ohne Gesichtsfeldverschmälerung immer nur ein Objekt mit dem Hilfsobjekt zur Deckung gebracht
werden kann. Dabei wird jedes Reflex- oder Doppelbild vermieden. Die Felder sind für sich vollständig scharf abgegrenzt. Die jeweilige Verschiebung des Objektes kann mit dem Hilfsobjekt sehr leicht ermittelt werden, ohne daß das Bild des einen oder anderen Sehfeldes verwechselt werden kann.
Durch das, Übergreifen des Schiebers c über die Mittellinie α wird also das gleichzeitige Beobachten der beiden getrennten Bilder verhindert. Der hierdurch bedingte Verlust an dem Gesichtsfelde um den Betrag χ wird bei der Ausführung gemäß der vorliegenden Erfindung durch Verlängerung der Ein- und Austrittsflächen um den gleichen Betrag y aufgehoben. Welche der beiden Stirnflächen der in der Patentschrift 113651 gezeichneten Prismen zur Austrittsfläche erhoben wird, ist belanglos, ebenso an welcher dieser. Flächen der Schieber angebracht wird.
Letzteres wird sich danach richten, ob man eine Rechts- oder Linksmessung vorzunehmen hat.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Entfernungsmesser, bestehend aus einem fünfseitigen Prisma mit zweckmäßig auf der Austrittsfläche angeschliffenem Winkel von i° 8' 45" unter Abdeckung eines der beiden Sehfelder durch einen Schieber, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Schieber bis über die Grenzlinie der beiden Sehfelder des Prismas erstreckt, um eins der Doppelbilder auch bei geringen Be-"wegungen der Augen aus dem Gesichtsfelde auszuschalten, und daß zwecks Vermeidung der hierdurch bedingten Gesichtsfeldbeschränkung die Ein- und Austrittsflächen verlängert sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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