DE198552C - - Google Patents
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- DE198552C DE198552C DENDAT198552D DE198552DA DE198552C DE 198552 C DE198552 C DE 198552C DE NDAT198552 D DENDAT198552 D DE NDAT198552D DE 198552D A DE198552D A DE 198552DA DE 198552 C DE198552 C DE 198552C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C13/00—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes
- B22C13/10—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes for pipes or elongated hollow articles
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
Description
a\/iezi\c§im cPai'ovi l'cwi Ib.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Formmaschine zur Herstellung von Formen und
rohrförmigen Kernen aus Sand für zylindrische Gußkörper, insbesondere Röhren. Der
zum Pressen des Sandes dienende, als dünnwandiges Rohr ausgebildete und in die Form
zwischen Gießkastenwand und Modell eingesenkte Stampfer trägt am unteren Rande einzelne
Füße. Das Niederpressen des Sandes
ίο geschieht durch Drehen des Stampfers, der
zufolge der schraubenflächenartigen Gestaltung der Unterflächen der Stampf fuße nach Maßgabe der Menge des jeweils eingeworfenen
Sandes auf dem Sande emporsteigt. Das Niederpressen geschieht also durch ruhenden
Druck und nicht, wie sonst zumeist üblich, durch Stampfen; trotzdem sollen der Einfachheit
halber die Ausdrücke »Stampfer« und »Stampffüße« auch hier angewandt werden.
Es sind bereits Röhrenformmaschinen bekannt geworden, bei denen zum Niederpressen
des Sandes ein drehbarer Klotz dient, auf dessen äußeren Mantel ein nach einer Schraubenlinie
gebogenes Winkeleisen o. dgl, so aufgesetzt ist, daß die Außenkante des Winkeleisens die
Wandung des zylindrischen Gießkastens nahezu berührt. Der Klotz steigt beim Drehen nach
Maßgabe der Steigung der Schraubenfläche unter Niederpressen des eingeworfenen Sandes
im Gießkasten empor. Bei diesen bekannten Einrichtungen muß bei der großen Auflagefläche
des Winkeleisens o. dgl. das Gewicht des Preßklotzes sehr groß sein, damit dem Sande die erforderliche Pressung für die
Flächeneinheit mitgeteilt wird. Die schweren Klötze sind wenig handlich und erschweren
die Bedienung der Formmaschine.
Bei der Formmaschine der Erfindung ist die Auflagefläche der Stampffüße sehr gering,
so daß auch bei geringem Gewicht des Stampfers eine sehr kräftige Pressung des Sandes
erzielt wird.
Es sind auch schon Formmaschinen mit röhrenförmigen, einzelne Stampf fuße aufweisenden
Stampfern bekannt geworden, doch sind die Unterflächen der Stampffüße bei den bekannten Vorrichtungen nicht als Schraubenflächen
ausgebildet. Das Pressen des Sandes wird hier nicht durch ruhenden Druck, sondern
durch Schlagbewegung der Stampffüße bewirkt, und der Stampfer wird bei jedem Aufhub durch Drehung um die Achse um
einen kleinen Betrag umgesetzt. Beim Pressen des Sandes durch ruhenden Druck gemäß
der Erfindung fällt die Dichte der Wandungen der aufzustampfenden Sandformen viel gleichmäßiger aus als beim Pressen durch
Schlagwirkung gemäß den vorbekannten Einrichtungen. Die einzelnen Teile der Maschine
führen hier im Betriebe nur wenige kurze Bewegungen gegeneinander aus, die Maschine
nutzt sich daher nur sehr langsam ab und verursacht im Betrieb keinerlei störende Gerausche.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Formmaschine gemäß der Erfindung
zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt
ίο Fig', ι einen senkrechten Schnitt durch eine
Maschine, welche zum Abformen von Rohrmodellen dient; der Preßstempel zur Linken
ist in der Stellung gezeichnet, welche er beim Beginn des Einformens einnimmt, der Preß-Stempel
zur Rechten in einer beliebigen Stellung.
Fig. 2 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine Kernformmaschine, in der Mitte
die bekannte hohle Kernspindel.
Fig. 3 zeigt eine Oberansicht einer Maschine bei abgenommenem Sandtrichter.
Fig. 4 stellt einen wagerechten Schnitt der Fig. ι und
Fig. 5 einen solchen der Fig. 2 vor.
Fig. 6 bis 9 zeigen in größerem Maßstabe zwei Ausführungsformen von Stampf fußen.
Auf den Gießkasten A (Fig. 1) bzw. auf die eiserne Kernform A' (Fig. 2) ist ein Ringstück
B aufgesetzt, auf welchem ein hoher Ringrahmen D E mittels Kugellager R R'
drehbar gelagert ist. Der Ringrahmen trägt einen Zahnkranz, in den ein Zahnrad P eingreift.
Dieses Zahnrad P kann seinen Antrieb von einem Motor M erhalten, welcher auf einem Arm C des festen Ringstückes B
gelagert sein kann. Der hohe Schaft D des Ringrahmens D E dient zur Führung des als
dünnwandiges Rohr ausgebildeten, oben einen Haken α und unten die Füße Fa bzw. Ff
tragenden Stampfers T; der Stampfer ist im Ringrahmen in der Längsrichtung verschiebbar;
dazu sind auf die Außenflächen des Stampfers zwei diametral einander gegenüberliegende,
in Richtung der Mantellinie verlaufende Keilfedern L aufgesetzt, welche in
Nuten G des drehbaren Ringrahmens so eingreifen, daß der Stampfer genötigt ist, die
Drehbewegung des Ringrahmens mitzumachen. Die Stampffüße Fa und Ff sind am Stampfer
T auswechselbar befestigt, so daß nach Bedarf kräftigere oder schwächere Stampffüße
eingesetzt werden können. Zur Herstellung von Muffenrohren u. dgl. wird zweckmäßig in bekannter Weise ein gelenkig
ausgebildeter Fuß Fa verwendet (s. Fig. 1, 6 und 7), mittels dessen auch der erweiterte
unterste Teil der Form gepreßt werden kann; der gelenkige Stampffuß Fa wird durch eine
am Stampfer T befestigte Blattfeder U nach außen gedrückt, so daß der Knauf ρ von
geeigneter Höhe die Wand des Gießkastens ständig berührt. Der Stampffuß Ff (Fig. 2,
8 und 9) dient zum Herstellen rein zylindrischer Formen oder röhrenförmiger Kerne.
Die Form der Preßflächen der Stampffüße ist gemäß der Erfindung eine schiefe Ebene
bzw. ein kurzes Stück einer Schraubenfläche; die vorderen Kanten der Preßflächen sind
kräftig abgerundet, um den lose liegenden Sand sicher fassen zu können.
Auf den Ringrahmen D E ist ein Trichter S von solcher Größe aufgesetzt, daß der
zwischen dem Schaft D des Rahmens und des Trichters verbleibende Füllraum die zur
Herstellung der Sandform oder des Kernes nötige Menge Sand aufnehmen kann. Im Boden dieses Füllraumes sind Auslässe O
ausgespart (Fig. 3), etwa ebensoviel an der Zahl, wie der Stampfer Stampffüße aufweist.
Das öffnen und Schließen dieser Auslässe geschieht durch die Schieber N1 denen ihre
Bewegung durch ein Sternrädchen e und„ am Ringstück B feste, einstellbare Anschläge f
oder in ähnlicher Weise mitgeteilt wird.
Die Einrichtung kann in der Weise ausgebildet sein, daß die Enden der in Gewinde
des drehbaren Ringrahmens D E gelagerten Schraubenspindeln der Sternrädchen e in
Augen der zugehörigen Schieber drehbar gelagert sind. Die Sternrädchen kämmen bei
beginnender Drehbewegung mit festen Anschlägen t, wodurch die Schieber geöffnet
werden. Sind die Schieber geöffnet, so haben sich die Spindeln so weit aus ihren Bohrungen
herausgedreht, daß die Sternrädchen außer- 95' halb des Bereiches der Anschläge t fallen.
Oder aber es können die Spindeln auch im Gewinde der Augen der Schieber und in glatten Bohrungen des Ringrahmens drehbar
gelagert sein, wobei dann die Sternrädchen als Mangelrädchen ausgebildet sein, d. h. eine
Zahnlücke aufweisen müssen, derart, daß sie nach Vollendung einer Umdrehung mit den
Anschlägen t nicht mehr in Eingriff kommen. Das Verschließen des Schiebers wird von
Hand bewirkt.
Die selbsttätige Beschickungsvorrichtung ist für die Formmaschine gemäß der Erfindung
insofern von Bedeutung, als hier die Stampfer beim Drehen nicht wie die Klötze der obenerwähnten bekannten Formmaschinen
nach Maßgabe der Steigung des auf deren Mantel aufgesetzten, nach einer Schraubenlinie
gebogenen Winkeleisens sozusagen unter Einschneiden von Gewinde in die eingeworfene
Sandmasse, sondern bei den kurzen, vorn stark abgerundeten Auflageflächen der Stampffüße
nach Maßgabe der Menge des jeweils eingeworfenen Sandes in der Form emporsteigen. Es ist aus diesem Grunde ein stetiges,
gleichmäßiges Einbringen des Sandes in die Form für die Formmaschine gemäß der Er-
findung durchaus erforderlich, und diese Anforderung läßt sich in zweckmäßiger Weise
nur durch eine selbsttätige Beschickungsvorrichtung, die natürlich auch in anderer Weise,
als gezeichnet ist, ausgebildet sein könnte, erfüllen. Doch soll die Beschickungsvorrichtung
nicht Gegenstand der zu schützenden Erfindung sein.
Bei größeren zylindrischen Formen kann
ίο das Modell entweder in der Form feststehen
und die ganze Länge des zu gießenden Stückes aufweisen, oder es kann auch in bekannter
Weise mit dem Stampfer so verbunden sein, daß es dessen Aufwärtsbewegung, nicht aber dessen Drehbewegung mitmacht; das
Modellstück braucht dann nur so lang zu sein, daß es, am unteren Ende des Stampfers
in einer ringsumlaufenden Nut eingehängt, bei seinem Aufsteigen in dem festgestampften
Sand auf eine genügend lange Strecke zentrisch geführt ist.
Selbstverständlich kann in Umkehrung der gezeigten Bewegung zwischen Form und,
Ringrahmen der Formkasten mit dem Ringstück B drehbar sein und der Rahmen E
feststehen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Maschine zur Herstellung von Formen und rohrförmigen Kernen für zylindrische Gußkörper, insbesondere Röhren, bei der die Verdichtung des Sandes mit rohrförmigem, Stampffüße tragendem, drehbarem und längsverschiebbarem Stampfer ausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterflächen der Stampffüße als Schraubenfläche ausgebildet sind, zufolge N der der Stampfer bei der ihm mitgeteilten Drehung nach Maßgabe der Menge des eingeworfenen Sandes unter Niederpressen des Sandes in der Form emporsteigt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE198552C true DE198552C (de) |
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ID=461340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT198552D Active DE198552C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE198552C (de) |
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