DE19854552C2 - Rolladenkasten mit Wärmedämmkörper - Google Patents
Rolladenkasten mit WärmedämmkörperInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rolladenkasten
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Rolladenkästen der genannten Art stehen verbreitet im
Einsatz und sind von daher aus der Praxis bekannt. In
der Regel werden diese Rolladenkästen als vorgefertigte
Bauelemente auf die Baustelle geliefert und dort zusam
men mit Fenstern oder Türen eingebaut. Um die geltenden
Verordnungen hinsichtlich der Wärmedämmung von Gebäuden
zu erfüllen, haben die Rolladenkästen einen integrierten
Wärmedämmkörper, der Wärmeverluste aus dem Gebäude nach
außen auf ein zulässiges geringes Maß begrenzt.
Aus der DE 296 17 594 U1 ist ein wärmegedämmter Rolladen
kasten mit den gattungsbildenden Merkmalen des Anspruchs
1 bekannt. Für die Wärmedämmung sind hier vorzugsweise
mehrere Isolierstoffkörper vorgesehen, wobei wenigstens
einer der Isolierstoffkörper nach unten über eine durch
ein zweites Gehäuseteil freilegbare Bodenöffnung entnehm
bar sein soll. Nachteilig ist bei diesem bekannten Rolla
denkasten insbesondere, daß die Revisionsöffnung zwar
für das Herausnehmen des Isolierstoffkörpers oder der
Isolierstoffkörper ausreichend groß ist, nicht aber das
Herausnehmen eines aufgewickelten Rolladenpanzers er
laubt, da dessen Durchmesser die maximale Größe der Re
visionsöffnung übersteigt. Wenn der Rolladenpanzer aus
dem Rolladenkasten ausgebaut werden soll, muß zusätzlich
noch das erste Gehäuseteil, d. h. die Innenwand, abgenom
men werden. Dies führt zu einem erheblichen Arbeitsauf
wand, der als nachteilig anzusehen ist.
Aus der DE 34 19 206 C2 ist ein Rolladenkasten bekannt,
in welchem wenigstens zwei Dämmkörper einen Wärmedämm
körper bilden, wobei die zwei Dämmkörper entlang einer
in Längsrichtung des Rolladenkastens verlaufenden Anlage
fläche stufig aneinander anliegen. Die Dämmkörper sind
hier mit den ihnen jeweils unmittelbar benachbarten Wän
den des Rolladenkastens verbunden, also nicht separat
aus dem Rolladenkasten entnehmbar. Die Revisionsöffnung
befindet sich bei diesem Rolladenkasten an dessen Unter
seite, wozu hier der Boden des Rolladenkastens zusammen
mit dem am Boden befestigten Dämmkörper abgenommen wer
den kann. Ein Ausbauen des aufgewickelten Rolladenpan
zers durch die Revisionsöffnung und umgekehrt ein Ein
bauen des Rolladenpanzers ist hier nicht möglich, weil
die maximale Größe der Revisionsöffnung kleiner ist als
der Durchmesser des aufgewickelten Rolladenpanzers. Da
hier der obere Dämmkörper sowohl mit dem Deckel als auch
mit der Innenwand des Rolladenkastens verbunden ist, ist
keine beschädigungsfreie Abnahme der Innenwand des Rolla
denkastens möglich, um auf diesem Wege eine größere Öff
nung zu schaffen, durch die der Rolladenpanzer ein- und
ausgebaut werden könnte.
Aus der DE 295 03 941 U1 ist ein Rolladenkasten bekannt,
der durch einen Körper aus einem belastbaren, aber wärme
dämmenden Material gebildet ist. Das Material ist bei
spielsweise Liapor mit PUR-Hartschaum. Außerdem ist hier
auf der gesamten Innenfläche des Rolladenkastens eine
wärmereflektierende Folie vorgesehen. Nachteilig ist bei
diesem Rolladenkasten, daß er keine Revisionsöffnung auf
weist; der Kasten besteht aus zwei Formteilen, die mit
einander verklebt oder auf andere Weise verbunden sind,
so daß eine Abnahme einer einzelnen Wand des Rolladen
kastens dann nicht mehr möglich ist. Eine Wartung von im
Inneren des Rolladenkastens gelegenen Teilen ist somit
unmöglich.
Aus der DE 296 02 050 U1 ist schließlich ein Rolladenka
sten bekannt, dessen Innenwand mit dem Deckel und dem
Boden über Rastmittel in Eingriff bringbar ist. Die Re
visionsöffnung, die bei diesem Rolladenkasten durch Ab
nehmen der Innenwand entsteht, ist annähernd so hoch wie
die gesamte freie Innenhöhe des Rolladenkastens, wobei
im Inneren des Rolladenkastens ein einstückiger Wärme
dämmkörper angeordnet ist. Um diesen Wärmedämmkörper aus
dem Inneren des Rolladenkastens entnehmen zu können, muß
der Boden des Rolladenkastens bei offener Revisionsöff
nung flexibel nach unten hin abgebogen werden, damit der
Dämmkörper mit seiner Oberseite unter einer nach unten
weisenden Kante des Deckels hindurch aus dem Rolladenka
sten entnommen werden kann. Hierbei besteht die Gefahr,
daß der Boden zu stark verbogen wird und dann dauerhafte
Verformungen erleidet oder sogar bricht.
Für die vorliegende Erfindung stellt sich deshalb die
Aufgabe, einen Rolladenkasten der eingangs genannten Art
mit erleichterter Wartbarkeit anzugeben.
Die Lösung der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem
Rolladenkasten der eingangs genannten Art, der dadurch
gekennzeichnet ist,
- - daß die Dämmkörper gelenkig miteinander verbunden und relativ zueinander um die Längsrichtung des Rolladen kastens in zwei Endlagen verschwenkbar sind und
- - daß die Dämmkörper in der einen Endlage sich zu dem Wärmedämmkörper in dessen eingepaßter Form ergänzen und in ihrer anderen Endlage dem Wärmedämmkörper eine Gesamthöhe verleihen, die kleiner ist als die Revisi onsöffnung und die ein problemloses Einbringen oder Entfernen des gesamten Wärmedämmkörpers durch die Re visionsöffnung hindurch gewährleistet.
Mit der erfindungsgemäßen Gestaltung des Rolladenkastens
wird erreicht, daß der Wärmedämmkörper wesentlich leich
ter und damit mit wesentlich geringerem Beschädigungsri
siko in den Rolladenkasten eingebaut und aus diesem aus
gebaut werden kann. Gleichzeitig wird die mit dem Wärme
dämmkörper erzielte Wärmedämmung aber in keiner Weise
vermindert. Außerdem kann aufgrund dieser Gestaltung des
Wärmedämmkörpers die Revisionsöffnung des Rolladenka
stens mit einer Höhe ausgeführt werden, die geringer ist
als die Innenhöhe des Rolladenkastens, wodurch die Sta
bilität des Rolladenkastens bei entfernter Innenwand we
sentlich erhöht wird. Nach unten hin ist dann das Maß
der Revisionsöffnung des Rolladenkastens durch die maxi
male Dicke des aufgewickelten Rolladenpanzers begrenzt,
der noch durch diese Öffnung in den Rolladenkasten ein
führbar und aus diesem herausnehmbar sein soll.
Bevorzugt ist vorgesehen, daß die Anlagefläche eben aus
gebildet ist und schräg zu der vertikalen Rückseite des
eingepaßten Wärmedämmkörpers verläuft. Durch diesen
schrägen Verlauf der Anlagefläche wird erreicht, daß im
in den Rolladenkasten eingebauten Zustand des Wärmedämm
körpers entlang der Anlagefläche keine luftdurchlässigen
und damit Kältebrücken darstellenden Spalte auftreten.
Der schräge Verlauf der Anlagefläche sorgt außerdem da
für, daß die eingesetzte Innenwand auf den ihr zugewand
ten Teil des Wärmedämmkörpers, genauer seiner zwei Dämm
körper, eine Hebelwirkung ausübt, die ein dichtes Anein
anderlegen der beiden Dämmkörper des Wärmedämmkörpers
gewährleistet.
Eine alternative Ausführung sieht vor, daß die Anlageflä
che gestuft ausgebildet und in horizontal und vertikal
ausgerichtete Teilflächen unterteilt ist. Durch diese
Gestaltung der Anlagefläche wird der Durchgang von Zug
luft entlang der Anlagefläche noch wirkungsvoller unter
bunden, wodurch der Wärmedämmkörper einen Dämmeffekt er
hält, der mit dem eines einstückigen Wärmedämmkörpers
absolut identisch ist. Dabei wird die oben erläuterte
Verschwenkbarkeit der beiden Dämmkörper relativ zuein
ander auch bei dieser gestuft ausgeführten Anlagefläche
behinderungsfrei ermöglicht. Auch die zuvor beschriebene
Hebelwirkung der Rolladenkasten-Innenwand auf die Dämm
körper des Wärmedämmkörpers wird hier in gleicher Weise
erzielt.
Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, daß für den ein
gepaßten Wärmedämmkörper die gebäudeaußenseitige Kante
der Anlagefläche etwa in halber Höhe der Gesamthöhe des
Wärmedämmkörpers verläuft und die gebäudeinnenseitige
Kante der Anlagefläche in einer Höhe verläuft, die etwa
zehn bis zwanzig Prozent der Gesamthöhe beträgt. Diese
Gestaltung ergibt besonders günstige Hebelwirkungen, die
oben erläutert wurden, wobei gleichzeitig jeder Dämmkör
per des Wärmedämmkörpers noch in sich ausreichend stabil
und somit unanfällig für Beschädigungen bleibt.
Um eine weitere Erleichterung des Einbauens und Ausbau
ens des Wärmedämmkörpers zu erzielen, ist bevorzugt die
obere, gebäudeinnenseitige Kante des eingepaßten Wärme
dämmkörpers nach innen und unten zu abgeschrägt ausgebil
det. Hierdurch wird insbesondere erreicht, daß bei um
etwa 45° nach unten verschwenktem oberen Dämmkörper die
obere, abgeschrägte Kante etwa horizontal verläuft, so
daß hierdurch die Gesamthöhe des Wärmedämmkörpers in
verschwenktem Zustand seines oberen Dämmkörpers nochmals
merklich vermindert wird. Für die Dämmwirkung hat die
Abschrägung keinen Nachteil, weil hier ohnehin der Be
reich der größten Dicke des Wärmedämmkörpers vorliegt.
Um dem Rolladenkasten auch bei entfernter Innenwand noch
eine hohe Stabilität zu verleihen, ist vorzugsweise vor
gesehen, daß der Deckel des Rolladenkastens an seiner ge
bäudeinnenseitigen Kante einen eckumgreifenden, nach un
ten weisenden und mit der Innenwand des Rolladenkastens
in Eingriff bringbaren Endabschnitt aufweist. Dieser eck
umgreifende Endabschnitt sorgt für eine wesentliche Ver
steifung des Rolladenkastens, wobei die vertikale Länge
des Endabschnitts nur relativ gering sein muß, um die
gewünschte große Versteifungswirkung zu erzielen. Die
freie Höhe der Revisionsöffnung des Rolladenkastens bei
abgenommener Innenwand wird durch diesen Endabschnitt
dabei nur in einem relativ geringen Maße vermindert, was
aber ohne weiteres möglich ist, weil der Wärmedämmkörper
während des Ein- oder Ausbauens auf eine geringere Ge
samthöhe gebracht werden kann, wie oben schon erläutert.
Um auch die Innenwand des Rolladenkastens für sich sta
bil und formbeständig zu machen, wird vorgeschlagen, daß
die Innenwand des Rolladenkastens an ihrer unteren Kante
einen eckumgreifenden, zum Boden des Rolladenkastens
weisenden und mit diesem in Eingriff bringbaren Endab
schnitt aufweist. Diese L-Querschnittsform sorgt für
eine hohe Stabilität der Innenwand in sich, die in dem
mit dem übrigen Rolladenkasten in Eingriff gebrachten Zu
stand dessen Gesamtstabilität zugute kommt. Für den Ein
griff zwischen der Innenwand und dem übrigen Rolladenka
sten sind beispielsweise an sich bekannte Rastverbin
dungselemente geeignet, die ein einfaches Eindrücken der
Innenwand in die an diese angrenzenden Teile des Rolla
denkastens erlauben. Besondere Hilfsmittel, wie Schrau
ben, und Betätigungswerkzeuge, wie Schraubendreher, wer
den hier nicht benötigt.
Um den Wärmedämmkörper mit möglichst geringem Aufwand,
aber doch sicher im Inneren des Rolladenkastens zu posi
tionieren und in seiner Position zu fixieren, ist bevor
zugt vorgesehen, daß der Boden des Rolladenkastens eine
Stufe aufweist, die einen Anschlag für die untere Kante
des eingepaßten Wärmedämmkörpers bildet. Auf diese Weise
kann der Wärmedämmkörper bei eingesetzter Innenwand we
der nach vorne noch nach hinten wandern, so daß die für
eine optimale Wärmedämmung erforderliche, feste Lage des
Wärmedämmkörpers gewährleistet ist. Außerdem kann dann
der Wärmedämmkörper nicht in störenden Kontakt mit dem
aufgewickelten Rolladenpanzer geraten. Gleichzeitig kann
der Wärmedämmkörper aber bei abgenommener Innenwand, ohne
weiteres und ohne irgendwelches Werkzeug einsetzen zu
müssen, aus dem Rolladenkasten entnommen werden.
Zur Ermöglichung der oben erwähnten Verschwenkbarkeit
der beiden Dämmkörper des Wärmedämmkörpers relativ zu
einander erfolgt bevorzugt die gelenkige Verbindung der
Dämmkörper über eine Folie, die auf den zum Aufnahmebe
reich für den Rolladenpanzer benachbarten Seiten der
Dämmkörper aufgebracht ist. Eine solche Folie stellt ei
ne sehr einfache technische Lösung für die Ermöglichung
der Verschwenkbarkeit dar, die ihren Zweck voll und ganz
erfüllt, weil die Verschwenkungsbewegung nur sehr sel
ten, nämlich nur während des Einbauens und Ausbauens des
Wärmedämmkörpers, auftritt. Eine besondere Dauerbelastbar
keit muß das durch die Folie gebildete Schwenkgelenk des
halb nicht aufweisen.
In weiterer Ausgestaltung ist bevorzugt vorgesehen, daß
die Folie Wärmestrahlung reflektiert oder eine Wärme
strahlung reflektierende Beschichtung trägt. Eine so aus
geführte Folie verbessert die Wärmedämmwirkung des Wärme
dämmkörpers, so daß die Folie in dieser Gestaltung zwei
Funktionen gleichzeitig erfüllt.
Um die Folie möglichst schnell und einfach an den Dämm
körpern des Wärmedämmkörpers anbringen zu können, ist
sie vorteilhaft eine Selbstklebefolie.
Zur Erzielung einer guten Wärmedämmwirkung bei geringem
Gewicht ist der Wärmedämmkörper zweckmäßig aus Schaum
kunststoff-Formteilen gebildet, die vorzugsweise aus
Polystyrol oder Polyurethan bestehen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgen
den anhand einer Zeichnung erläutert. Die Figuren der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Rolladenkasten in Ansicht auf sein Stirn
ende bei weggelassener Stirnwand, während des
Einsetzens eines zugehörigen Wärmedämmkörpers,
und
Fig. 2 den Rolladenkasten aus Fig. 1, nun mit voll
ständig eingesetztem Wärmedämmkörper, in glei
cher Darstellung wie in Fig. 1.
Gemäß Fig. 1 umfaßt das dargestellte Ausführungsbei
spiel eines Rolladenkastens 1 eine im Hintergrund sicht
bare, im wesentlichen einen rechteckigen Umriß aufweisen
de Stirnwand 11, die unten mit einem Boden 13, vorne,
d. h. in der Zeichnung links, mit einer Außenwand 14 und
oben mit einen Deckel 15 verbunden ist. Der Boden 13,
die Außenwand 14 und der Deckel 15 umschließen einen
Rolladen-Aufnahmebereich 10, in welchem ein hier nicht
dargestellter Rolladenpanzer zusammen mit einer zugehöri
gen Wickelwelle, die ebenfalls nicht eingezeichnet ist,
unterbringbar ist. Die Lage der Drehachse der Wickelwel
le innerhalb des Aufnahmebereichs 10 ist durch die Be
zugsziffer 10' gekennzeichnet.
In dem in Fig. 1 dargestellten Zustand ist der Rolladen
kasten 1 zum Gebäudeinneren hin, d. h. in der Zeichnung
nach rechts, offen, was dadurch bewirkt ist, daß eine
hier normalerweise vorhandene Innenwand entfernt ist.
Die so gebildete Revisionsöffnung des Rolladenkastens 1
ist oben durch die Unterkante eines eckumgreifenden,
nach unten weisenden Endabschnitts 15' des Deckels 15
und unten durch die Oberfläche des Bodens 13 begrenzt.
Die Höhe der Revisionsöffnung des Rolladenkastens 1 ist
also geringer als die maximale freie Innenhöhe des Rol
ladenkastens 1.
Wie Fig. 1 verdeutlicht, besteht ein in den Rolladenka
sten 1 einzubauender Wärmedämmkörper 2 aus zwei Dämmkör
pern 21, 22, die um eine Schwenkachse 24 relativ zuein
ander verschwenkbar sind. Die Schwenkachse 24 verläuft
dabei in Längsrichtung des Rolladenkastens 1. Zur Ermög
lichung dieser Verschwenkung um die Schwenkachse 24 ist
die dem Aufnahmebereich 10 für den Rolladenpanzer zuge
wandte, d. h. die in der Zeichnung nach links weisende
Oberfläche der Dämmkörper 21, 22 des Wärmedämmkörpers 2
mit einer durchgehenden, flexiblen Folie 25 beschichtet.
Diese Folie 25 ist bevorzugt eine Selbstklebefolie und
an ihrer freien Oberfläche mit einer Wärmestrahlung re
flektierenden Beschichtung, z. B. aus Aluminium, belegt.
In dem in Fig. 1 gezeigten Zustand ist der Wärmedämmkör
per 2 durch Verschwenken seines oberen Dämmkörpers 21
entgegen dem Uhrzeigersinn auf eine geringere Höhe ge
bracht, so daß er unbehindert in Richtung des Bewegungs
pfeils 28 von außen her in den Rolladenkasten 1 einge
schoben werden kann. Zur weiteren Reduzierung der Höhe
des Wärmedämmkörpers 2 im verschwenkten Zustand seines
oberen Dämmkörpers 21 ist dessen obere Kante mit einer
fasenförmigen Abschrägung 26 ausgeführt. Der zugehörige
Rolladenpanzer ist während des Einbauens des Wärmedämm
körpers 2 zweckmäßig heruntergelassen, um im Rolladenka
sten 1 genügend Freiraum zu schaffen.
Sobald der Wärmedämmkörper 2 vollständig in den Rolladen
kasten 1 in Richtung des Bewegungspfeils 28 eingeschoben
ist, stößt die untere, vordere Kante des unteren Dämmkör
pers 22 des Wärmedämmkörpers 2 gegen eine Stufe 13' im
Boden 13, wodurch eine weitere Bewegung unterbunden
wird. Parallel dazu oder im Anschluß daran wird durch
Verschwenken des oberen Dämmkörpers 22 des Wärmedämmkör
pers 2 im Sinne des Schwenkpfeils 29 der obere Dämmkör
per 21 im Uhrzeigersinn bewegt, bis der obere Dämmkörper
21 dicht an dem unteren Dämmkörper 22 anliegt.
Der nach diesem Verschwenken des oberen Dämmkörpers 21
des Wärmedämmkörpers 2 erreichte Zustand ist in Fig. 2
dargestellt. Die beiden Dämmkörper 21, 22 ergänzen sich
nun zu dem in den Rolladenkasten 1 eingepaßten Wärmedämm
körper 2, der sich hinsichtlich seiner Wärmedämmwirkung
nun wie ein einstückiger Körper verhält. Die Dämmkörper
21, 22 liegen entlang einer ebenen Anlagefläche 23 dicht
aneinander an, so daß hier keine Kältebrücken durch Luft
spalte entstehen. Die Anlagefläche 23 verläuft beim dar
gestellten Ausführungsbeispiel schräg zur Vertikalrich
tung. Eine alternativ dazu verlaufende Anlagefläche 23
ist als gestrichelte Linie dargestellt. Diese Anlageflä
che 23 setzt sich aus zwei horizontal ausgerichteten
Teilflächen 23' und einer zwischen diesen liegenden, ver
tikal ausgerichteten Teilfläche 23" zusammen.
Die dem Aufnahmebereich 10 zugewandte, d. h. in der Zeich
nung linke Kante der Anlagefläche 23 fällt, unabhängig
von deren Verlauf im Inneren des Wärmedämmkörpers 2, mit
der Schwenkachse 24 zusammen und liegt etwa in der hal
ben Höhe der Gesamthöhe des Wärmedämmkörpers 2 und im we
sentlichen auf gleicher Höhe wie die Drehachse 10'. Die
gebäudeinnenseitige, d. h. in der Zeichnung rechte Kante
der Anlagefläche 23 liegt an der dem Gebäudeinneren zu
gewandten Seite des Wärmedämmkörpers 2 in einem Abstand
vom Boden 13 des Rolladenkastens 1, wobei dieser Abstand
etwa 15% der Gesamthöhe des Wärmedämmkörpers 2 beträgt.
Hierdurch wird erreicht, daß der untere Endbereich des
oberen Dämmkörpers 21 des Wärmedämmkörpers 2 einen Hebel
arm bildet, der beim Einsetzen des Wärmedämmkörpers 2 da
zu genutzt werden kann, den oberen Dämmkörper 21 in sei
ne in Fig. 2 gezeigte Sollposition zu verschwenken.
Weiterhin zeigt die Fig. 2 nun auch die mit dem übrigen
Rolladenkasten 1 verbundene Innenwand 12, die in Stirn
ansicht gesehen L-förmig ist und die durch an sich be
kannte Rastverbindungselemente mit dem Endabschnitt 15'
des Deckels 15 und dem Boden 13 lösbar verbunden ist. So
bald die Innenwand 12 mit dem übrigen Rolladenkasten 1
verbunden ist, hält die Innenwand 12 den Wärmedämmkörper
2 in seiner in Fig. 2 gezeigten Sollposition, aus der
er sich selbsttätig nicht mehr entfernen kann.
Der links vom Wärmedämmkörper 2 liegende Rolladenaufnah
mebereich 10 besitzt nun eine für die Aufnahme eines auf
gewickelten Rolladenpanzers ausreichende Größe, wobei
die ihm zugewandte Kontur des Wärmedämmkörpers 2 dem
maximalen Durchmesser des aufgewickelten Rolladenpanzers
angepaßt ist.
Wie bei Rolladenkästen allgemein üblich und bekannt, ist
zwischen dem unteren Ende der Außenwand 14 und der gebäu
deaußenseitigen, d. h. in der Zeichnung nach links weisen
den Kante des Bodens 13 ein Schlitz 14' freigelassen,
durch den sich der Rolladenpanzer bei seinem Aufwickeln
und Abwickeln bewegt. Weiterhin ist die Unterseite des
Bodens 13, wie ebenfalls an sich bekannt, in ihrem dem
Schlitz 14' benachbarten Bereich so konstruiert, daß ein
formschlüssiges Aufsetzen auf die Oberseite eines Fen
ster- oder Türrahmens möglich ist. Der nach rechts wei
sende Teil des Rolladenkastens 1 liegt innerhalb eines
Gebäudes, so daß vom Gebäudeinneren bei die Innenwand 12
abgebaut und angebaut werden kann.
Claims (12)
1. Rolladenkasten,
- - mit einer gebäudeinnenseitigen, wenigstens teilweise entfernbaren und dabei eine Revisionsöffnung freigebenden Innenwand (12)
- - und mit einem in den Rolladenkasten (1) eingepaßten, an die Innenseiten von dessen Deckel (15), Innenwand (12) und Boden (13) sowie an den Aufnahmebereich (10) für den Rolladenpanzer angepaßten Wärmedämmkörper (2),
- - wobei der Wärmedämmkörper (2) in wenigstens zwei Dämmkörper (21, 22) unterteilt ist, die in einer in Längsrichtung des Rolladenkastens (1) verlaufenden Anlagefläche (23) aneinander anliegen
- - und wobei wenigstens ein Dämmkörper (21, 22) aus dem Rolladenkasten (1) durch die Revisionsöffnung hindurch entnehmbar ist,
- - daß die Dämmkörper (21, 22) gelenkig miteinander verbunden und relativ zueinander um die Längsrichtung des Rolladenkastens (1) in zwei Endlagen verschwenkbar sind
- - und daß die Dämmkörper (21, 22) in der einen Endlage sich zu dem Wärmedämmkörper (2) in dessen eingepaßter Form ergänzen und in ihrer anderen Endlage dem Wärmedämmkörper (2) eine Gesamthöhe verleihen, die Meiner ist als die Revisionsöffnung und die ein problemloses Einbringen oder Entfernen des gesamten Wärmedämmkörpers (2) durch die Revisionsöffnung hindurch gewährleistet.
2. Rolladenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche
(23) eben ausgebildet ist und schräg zu der vertikalen Rückseite des eingepaßten
Wärmedämmkörpers (2) verläuft.
3. Rolladenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche
(23) gestuft ausgebildet und in horizontal und vertikal ausgerichtete Teilflächen (23', 23")
unterteilt ist.
4. Rolladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für
den eingepaßten Wärmedämmkörper (2) die gebäudeaußenseitige Kante der Anlagefläche
(23) etwa in halber Höhe der Gesamthöhe des Wärmedämmkörpers (2) verläuft und die
gebäudeinnenseitige Kante der Anlagefläche (23) in einer Höhe verläuft, die etwa zehn bis
zwanzig Prozent Höhe der Gesamthöhe beträgt.
5. Rolladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die obere, gebäudeinnenseitige Kante des eingepaßten Wärmedämmkörpers (2) nach innen
und unten zu abgeschrägt ausgebildet ist.
6. Rolladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Deckel (15) des Rolladenkastens (1) an seiner gebäudeinnenseitigen Kante einen
eckumgreifenden, nach unten weisenden und mit der Innenwand (12) des Rolladenkastens (1)
in Eingriff bringbaren Endabschnitt (15') aufweist.
7. Rolladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenwand (12) des Rolladenkastens (1) an ihrer unteren Kante einen eckumgreifenden,
zum Boden (13) des Rolladenkastens (1) weisenden und mit diesem in Eingriff bringbaren
Endabschnitt (12') aufweist.
8. Rolladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Boden (13) des Rolladenkastens (1) eine Stufe (13') aufweist, die einen Anschlag für die
untere Kante des eingepaßten Wärmedämmkörpers (2) bildet.
9. Rolladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die gelenkige Verbindung der Dämmkörper (21, 22) über eine Folie (25) erfolgt, die auf den
zum Aufnahmebereich (10) für den Rolladenpanzer benachbarten Seiten der Dämmkörper
(21, 22) aufgebracht ist.
10. Rolladenkasten nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (25)
Wärmestrahlung reflektiert oder eine Wärmestrahlung reflektierende Beschichtung trägt.
11. Rolladenkasten nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß Folie (25)
eine Selbstklebefolie ist.
12. Rolladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Wärmedämmkörper (2) aus Schaumkunststoff-Formteilen gebildet ist, die vorzugsweise aus
Polystyrol oder Polyurethan bestehen.
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