DE198538C - - Google Patents

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DE198538C
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DE
Germany
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pressure
gas
bellows
channel
space
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DENDAT198538D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Fluid Pressure (AREA)

Description

SERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 198538 KLASSE 4d. GRUPPE
Dr. FRITZ HUTH in RIXDORF.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. April 1906 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen von Hähnen, Ventilen u. dgl. durch den Leitungsdruck in der Weise, daß durch eine vorübergehende Änderung (Erhöhung oder Erniedrigung) des in der Leitung herrschenden Druckes, durch eine sogenannte Druckwelle, die an die Leitung angeschlossenen und mit der Vorrichtung verbundenen Hähne, Ventile o. dgl. umgestellt
ίο werden.
Ähnliche bekannte Vorrichtungen, die beispielsweise zum Zünden und Löschen von Gasflammen aus der Ferne, von einer Zentralstelle aus, benutzt werden, besitzen.eine Membran oder eine Glocke, die unter dem Gasdruck steht und durch eine Hebelanordnung oder durch ein geeignetes Zugglied mit einem Schaltwerk in Verbindung steht, das bei der durch die Erhöhung oder Verringerung des
ao Gasdruckes erzeugten Bewegung der Membran oder Glocke das Ventil umstellt. Bei diesen bekannten Vorrichtungen kommt jedoch nur die zeitweilige Druckerhöhung des Gases zur Wirksamkeit, und da diese nur gering ist, etwa 10 bis 20 mm, so müssen verhältnismäßig große Druckflächen in Anwendung kommen. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, die Vorrichtung mit einem Doppelventil auszustatten, das den Innenraum einer das Schaltwerk antreibenden Glocke für gewöhnlich mit der Außenluft, bei der Druckerhöhung des Gases dagegen mit der Gasleitung in Verbindung setzt. Infolgedessen wirkt der Gasdruck in seiner vollen Höhe auf die Glocke. Bei deren Anheben muß aber außer dem Widerstand der Schaltvorrichtung und des Hahnes oder Ventils noch das Eigengewicht der Glocke überwunden werden, wodurch die durch das Doppelventil an sich erzielten Vorteile entsprechend wieder aufgehoben werden.
Diesen bekannten Vorrichtungen gegenüber kennzeichnet sich die vorliegende Erfindung dadurch, daß das den Hahn, das Ventil o. dgl. umstellende, in einem allseitig geschlossenen Raum angeordnete Druckglied (Membran, Glocke, Balg o. dgl.) mit Hilfe einer geeigneten, von der Druckerhöhung und -verringerung bewegten Steuervorrichtung zunächst auf der einen und sodann nach der Druckänderung auf der anderen Seite dem jeweilig in der Leitung herrschenden Druck ausgesetzt wird. Hierdurch ist es ermöglicht, die vom Gasdruck zu bewegenden Massen fast gänzlich auszugleichen und die dem Gasdruck ausgesetzte Fläche des Druckgliedes wesentlich kleiner als bisher zu wählen. Außerdem ist durch die Erfindung der wichtige Vorteil geboten, den Hingang des Druckgliedes nur zur Führung des Schaltwerkes in die Bereitstellung zu benutzen, die Umstellung des Hahnes oder Ventils dagegen durch den Rückgang des Druckgliedes zu bewirken. Für Leitungen mit hohem Gasdruck können das Druckglied und das Steuerventil mit Druckkolben verbunden werden,
(2. Auflage, atisgegeben am Ji. Mai
für Leitungen mit schwachem Druck dagegen, z. B. für Leuchtgasleitungen, werden zweckmäßig Membranen, Bälge, Glocken oder ähnliche Mittel gewählt, die keinen oder nur einen geringen Reibungswiderstand besitzen.
Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung zum Zünden und Löschen von Gasflammen dargestellt.
Die Ausführungsform der Vorrichtung nach
ίο Fig. ι und 2 besteht aus einem allseitig geschlossenen Gehäuse 1, das durch eine Scheidewand 2 in zwei übereinanderliegende Räume 3 und 4 geteilt ist. Im unteren Raum 3 liegt eine Membran 5, die vom Raum 3 noch einen unteren Raum 6 abtrennt, der durch einen Stutzen 7 mit der Gasleitung in Verbindung steht, während der oberhalb der Membran 5 befindliche Raum 3 durch eine Öffnung 8 des Gehäuses ständig mit der äußeren Luft verbunden ist. Die Membran 5 ist durch ein Gewicht 9 entsprechend dem Gasdruck so belastet, daß sie bei normalem Druck ihre tiefste Lage einnimmt, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Durch ein Rohr 10 ist mit der an dieser Stelle durchlochten Membran 5 ein als Kolbenschieber ausgebildetes Steuerventil 11 verbunden, das mit einer zylindrischen Eindrehung 12 und einem Längskanal 13 versehen ist, und dessen Gehäuse von einem zylindrischen Mittelteil der Scheidewand 2 gebildet wird. Im oberen, allseitig geschlossenen Gehäuseraum 4 befindet sich als Druckglied ein Balg 14, dessen Innenraum durch einen Kanal 15 mit dem Steuerschieber zusammenhängt, während der den Balg umgebende Raum 4 mit dem Steuerschieber durch einen in der Scheidewand 2 angeordneten Kanal 16 in Verbindung steht. Auf dem Balg 14 ist an einem hohlen, auf der Stange 17 geführten Arm 18 eine Schaltklinke 19 gelagert, die in ein mit dem Gashahn verbundenes Schaltrad 20 eingreift und durch dessen Drehung den Hahn in an sich bekannter Weise öffnet oder schließt.
Bei normalem Gasdruck befindet sich die Vorrichtung in der durch Fig. 1 dargestellten Lage, d. h. die Membran 5 und der Steuerschieber 11 sind gesenkt; das Gas kann durch die mittlere Öffnung der Membran, das Rohr 10, den Ringkanal 12 und den in der Scheidewand 2 und der äußeren Gehäusewand angeordneten Kanal 21 ständig zu dem mit dem Schaltrad 20 verbundenen Gashahn treten, durch den es, wenn dieser geöffnet ist, zum Brenner gelangt. Gleichzeitig hat das Gas vom Ringkanal 12 aus durch den Kanal 16 Zutritt zum Raum 4, der somit unter normalem Gasdruck steht. Findet nun eine Druckerhöhung in der Leitung statt, so werden zunächst die ständig unter dem Leitungsdruck stehende Membran 5 und der Steuerschieber 11 gehoben, wie in Fig. 2 dargestellt ist. Dadurch tritt der Ringkanal 12 vor den Kanal 15, während der Kanal 16 vom Steuerschieber freigegeben wird und nun den Raum 4 mit dem an die Außenluft angeschlossenen Raum 3 in Verbindung setzt. Der erhöhte Gasdruck teilt sich nunmehr durch das Rohr 10, den Ringkanal 12 und den Kanal 15 dem Innern des Balges 14 mit, dessen obere Platte mit der Schaltklinke 19 dadurch gehoben wird. Findet jetzt ein Nachlassen der Druckerhöhung statt, so senken sich die Membran 5 und der Steuerschieber 11, wieder, wodurch von letzterem die in Fig. 1 gezeichneten Verbindungen wieder hergestellt werden. Es tritt dann der normale Gasdruck durch den Ringkanal 12 und den Kanal 16 in den Raum 4, während der Innenraum des Balges 14 durch die Kanäle 15 und 13 mit dem Raum 3 und mittels dessen durch den Kanal 8 mit der äußeren Luft verbunden wird. Infolgedessen wirkt der volle Gasdruck im Raum 4 auf die Oberseite des Balges 14, der dadurch zusammengedrückt wird und mittels der Schaltklinke 19 und des Schaltrades 20 den Gashahn um ein entsprechendes Stück dreht.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung weicht von der oben beschriebenen dadurch ab, daß im unteren Gehäuseraum 3 statt einer Membran ein Balg 22 vorhanden ist, mit dessen beweglicher Platte das Steuerventil 11 verbunden ist, und daß das im Raum 4 angeordnete Druckglied aus einem mehrfachen Balg besteht. Dieser wird aus einer Anzahl in einem gewissen Abstand übereinander gelagerter Platten 23 gebildet, die durch Bolzen 24 starr miteinander verbunden und auf dem Mittelteil der Scheidewand 2 fest gelagert sind. Zwischen diesen festen Platten sind durch Balgwände bewegliche Platten 25 angeordnet, die die Druckflächen bilden und durch einen Ring 46 starr miteinander verbunden sind. Letzterer trägt die Schaltklinke 19 für das den Gashahn drehende Schaltrad 20. Die einzelnen über den Druckplatten 25 befindlichen Balgräume 26 stehen durch ein Rohr 27 untereinander und mit dem Kanal 16 in Verbindung, während die unter den Druckplatten 25 befindlichen Balgräume 28 durch ein Rohr 29 untereinander und mit dem Kanal 15 verbunden sind.
In der dargestellten Lage ist das Ventil 11 durch eine Druckerhöhung gehoben. Die Balg räume 28 sind dadurch an den Ringkanal 12 angeschlossen und unter den erhöhten Gasdruck gesetzt, während die Balgräume 26 durch das Rohr 27, den Kanal 16, den Gehäuseraum 3 und die Öffnung 8 mit der äußeren Luft in Verbindung stehen. Infolgedessen werden alle Platten 25 gleichmäßig gehoben. Läßt die Druckerhöhung nach, so senkt sich iao das Ventil 11, und es treten dann nach Vorgang der Fig. 2 sämtliche Balgräume 26 mit
der Gasleitung, und sämtliche Balgräume 28 mit der äußeren Luft in Verbindung, wodurch die Platten 25 abwärts gedruckt werden und das Schaltrad 20 mittels der Klinke 19 drehen. Bei dieser Anordnung werden die Druckwirkungen, die von dem Gas in der einen oder anderen Richtung auf die einzelnen beweglichen Platten ausgeübt werden, addiert, so daß mit Platten von kleinem Durchmesser verhältnismäßig große Kräfte erzeugt werden. In gleicher Weise kann auch der das Steuerventil umstellende Balg 22 aus mehreren Druckflächen bestehen, um mit kleinen Druckänderungen größere Stellkräfte auszuüben.
Die Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung, bei der sowohl das Steuerventil 11 als auch das Schaltrad 20 durch Glocken 30 und 31 bewegt werden, die durch eine Flüssigkeit, z. B. Quecksilber, abgedichtet sind. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist im übrigen die gleiche wie bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Öffnen und Schließen von Hähnen, Ventilen u. dgl. mittels eines durch zeitweilige Änderung des Leitungsdruckes (Druckwelle) bewegten, die Umstellung bewirkenden Druckgliedes, dadurch gekennzeichnet, daß das in einem allseitig geschlossenen Raum angeordnete Druckglied durch eine von der Druckerhöhung und -verringerung bewegte Steuervorrichtung zunächst auf der einen und sodann nach der Druckänderung auf der anderen Seite dem jeweilig in der Leitung herrschenden Druck ausgesetzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den Hahn
o. dgl. bzw. die Steuervorrichtung stellende Druckglied zwei oder mehr in der Bewegungsrichtung hintereinanderliegende Druckräume besitzt, deren Druckwirkungen einander addieren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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