DE198237C - - Google Patents

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DE198237C
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DE
Germany
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container
gas
bell
cup
liquid
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DENDAT198237D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F17STORING OR DISTRIBUTING GASES OR LIQUIDS
    • F17BGAS-HOLDERS OF VARIABLE CAPACITY
    • F17B1/00Gas-holders of variable capacity
    • F17B1/02Details
    • F17B1/14Safety devices, e.g. prevention of excess pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 198237 KLASSE Ac. GRUPPE
in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. August 1907 ab.
Bei Behältern zur Aufbewahrung von Gas oder Flüssigkeiten kann durch mannigfache Umstände in dem Gasraume des Behälters ein Unter- oder Überdruck entstehen, welcher die Behälterwandungen so stark belastet, daß sie Formänderungen erleiden können.
Insbesondere kann ein starker Unterdruck durch Abkühlung des Gasinhalts in dem Behälter eintreten, wenn letzterer nur wenig
ίο gefüllt ist, da in diesem Falle innerhalb des Behälters nur ein geringes Volumen Flüssigkeit und ein großes Volumen Gas vorhanden ist. Bei den in Gasanstalten gebräuchlichen Gasbehältern ist dies der Fall, wenn der Gasbehälter erstmalig mit Wasser gefüllt wird. Die Durchbiegung der Decke der Behälterglocke durch den äußeren Luftdruck kann dann sehr groß werden, wenn die Glocke bei geringem Flüssigkeitsstand infolge einer Volumenverminderung ihres Gas- oder Luftinhalts sich auf den Bassinboden aufsetzt.
Man hat bereits bei Gasbehältern, zur Verhütung" eines gefährlichen Unterdruckes eine Sicherheitsvorrichtung verwendet, bei welcher der Gasraum des Behälters mit der Außenluft durch eine von unten in die Behälterglocke eintretende Rohrleitung in Verbindung steht, deren in der Glocke gelegene Mündung gegen den Gasraum durch einen Wasserverschluß so abgesperrt ist, daß bei entstehendem Unterdruck die Außenluft in den Gasraum übertreten kann und dadurch den Gasdruck erhöht. Der Wasserverschluß wird bei dieser Sicherheitsvorrichtung durch eine über der in dem Gasraum gelegenen Mündung des Verbindungsrohres angebrachte Tauchglocke hergestellt, welche in die Wasserfüllung des Gasbehälterbassins. bis zu einer bestimmten Tiefe eintaucht.
Bei dieser Ausbildung des Wasserver-Schlusses kann die Sicherheitsvorrichtung nur dann wirken, wenn das Gasbehälterbassin bis zu der Höhe mit Wasser gefüllt ist, bei welcher die Tauchung der Tauchglocke in einem bestimmten Verhältnis zu dem Gasdrucke steht.
Um die Wirkungsweise der Sicherheitsvorrichtung zur Verhütung eines Unterdruckes oder auch eines Überdruckes in dem Behälter von dem Flüssigkeitsstande in dem Behälterbassin unabhängig zu machen, wird gemäß der Erfindung unterhalb der Mündung der den Gasraum des Behälters mit der Außenluft verbindenden Rohrleitung eine besondere Tasse angeordnet, in deren Füllung die über der Mündung vorgesehene Glocke eintaucht.
Durch diese Ausbildung des Flüssigkeitsverschlusses wird bei Gasbehältern insbesondere der Vorteil erzielt, daß auch bei der erstmaligen Füllung des eben fertiggestellten Gasbehälters mit Wasser, bei welcher die Gasbehälterglocke noch fast ganz voll Luft ist und nur dicht über dem Boden des Bassins schwimmt, ein Unterdruck vermieden wird, wenn sich die Luft durch eine äußere Einwirkung abkühlt. Wird der Wasserverschluß
an der in dem Behälter gelegenen Mündung des Verbindungsrohres angebracht, so wird einer Erniedrigung des Flüssigkeitsstandes in der Tasse, beispielsweise durch Verdunstung, dadurch vorgebeugt, daß ihr Rand tiefer als der Flüssigkeitsspiegel bei dem höchsten, bei normalem Betriebe herrschenden Flüssigkeitsstande gelegt wird.
Bei Erreichung des höchsten Flüssigkeits-Standes wird auf diese Weise die Tasse selbsttätig wieder aufgefüllt.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt durch einen mit der Sicherheitsvorrichtung versehenen Gasbehälter und Fig. 2 einen Grundriß der Fig. ι bei abgenommener Behälterglocke.
In das Behälterbassin α ist von unten eine Rohrleitung b eingeführt, welche mit ihrer einen Mündung in der Außenluft und mit ihrer anderen Mündung in dem Gasraum der Behälterglocke c liegt. Unterhalb der in der Behälterglocke liegenden Mündung des Verbindungsrohres b ist an diesem eine Tasse d so befestigt, daß der Rand e tiefer liegt als der Flüssigkeitsspiegel bei dem höchsten Flüssigkeitsstande, welcher bei normalem Betriebe durch vollständiges Eintauchen der Behälterglocke erreicht wird. Auf der Tasse d ist über der Mündung des Rohres b eine Tauchglocke f so angebracht, daß sie bis zu einer bestimmten Tiefe in die Füllung der Tasse d eintaucht.
Tritt beispielsweise ein Unterdruck in dem Gasraum der Behälterglqcke ein, so wird durch den Druck der Außenluft die in dem Ringraume zwischen der Tauchglocke / und dem Rohre b befindliche Flüssigkeitssäule heruntergedrückt, so daß die Außenluft in den Gasraum des Behälters übertreten kann.
Die beiden für den Gasdruck in der Behälterglocke und den Druck der Außenluft in Betracht kommenden Flächen, also einerseits die ringförmige Fläche zwischen dem Rande e der Tasse d und dem Rande der Tauchglocke /, anderseits die ringförmige Fläche zwischen letzterem Rande und dem Rohre b können in solchem Verhältnisse zueinander stehen, daß in der Behälterglocke ein bestimmter Über- oder Unterdruck noch zugelassen wird,-oder diese beiden wirksamen Flächen können gleich groß gewählt werden, um für Über- und Unterdruck die gleiche Sperrflüssigkeitshöhe zu erhalten.
Die erstmalige Füllung der Tasse erfolgt zweckmäßig durch eine in der Decke der Behälterglocke vorgesehene Öffnung. Wird dann der eben fertiggestellte Gasbehälter erstmalig mit Wasser gefüllt, so daß die Glocke noch dicht über dem Boden des Behälterbassins schwimmt, so kann die Sicherheitsvorrichtung ebenso zur Wirkung kommen wie bei normalem oder höchstem Flüssigkeitsstande nach erfolgter Auffüllung des Gasbehälters.
Bei normalem Betriebe des Gasbehälters braucht die Tasse d nicht mehr durch die in der Decke vorgesehene Öffnung nachgefüllt zu werden, da sie bei Erreichung des höchsten Flüssigkeitsstandes selbsttätig wieder aufgefüllt wird.
Die Tauchglocke / kann auch an dem Rohre b befestigt und die Tasse d so an diesem Rohre angebracht sein, daß sie gegenüber der Tauchglocke/ verstellbar ist. Auch kann der aus der Tauchglocke f und der Tasse d bestehende Wasserverschluß in der Höhe einstellbar gemacht sein. Unter Umständen würde es auch zweckmäßig sein, den Flüssigkeitsverschluß an der außerhalb des Gasbehälters in der Außenluft gelegenen Mündung des Rohres b anzubringen, wenn man die Tauchtiefe der Tauchglocke f genauer kontrollieren will. Das Rohr & kann an dem Boden des Behälterbassins befestigt oder auch verschiebbar in diesem angeordnet sein.

Claims (3)

Pate nt-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Sicherung von Gasoder Flüssigkeitsbehältern gegen inneren Über- oder Unterdruck, bei welcher der Gasraum des Behälters durch eine bei normalem Gasdruck mittels eines Flüss.igkeitsverschlusses abgesperrte Rohrleitung mit der Außenlüft in Verbindung gesetzt werden kann, gekennzeichnet durch eine unterhalb der Mündung der den Gasraum des Behälters mit der Außenluft verbindenden Rohrleitung (b) angebrachte, zur Aufnahme der Sperrflüssigkeit dienende Tasse (d), in welche eine über der Mündung der Rohrleitung (b) befindliche Glocke
(f) eintaucht.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasse (d), in deren Sperrflüssigkeit die Glocke ff) eintaucht, an der in der Außenluft liegenden Mündung der Verbindungsleitung (b) angebracht ist.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (e) der Tasse (d) tiefer als der höchste oder normale Stand der Flüssigkeit in dem Bassin (a) liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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