DE197485C - - Google Patents

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DE197485C
DE197485C DE1907197485D DE197485DA DE197485C DE 197485 C DE197485 C DE 197485C DE 1907197485 D DE1907197485 D DE 1907197485D DE 197485D A DE197485D A DE 197485DA DE 197485 C DE197485 C DE 197485C
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Germany
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roller
bearing
machine frame
bearing bush
bolt
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DE1907197485D
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Publication of DE197485C publication Critical patent/DE197485C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses

Landscapes

  • Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vl 197485 KLASSE 55</. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. September 1907 ab.
Durch die neue Lagerung soll das Einziehen eines neuen Filzes erleichtert werden. Bisher war diese Arbeit eine sehr mühevolle; es mußten, um den für das Einführen des Filzes von der Seite erforderlichen Zwischenraum zu gewinnen, zumeist die Lager der Preßwalzen auf der betreffenden Seite gänzlich entfernt werden. Gemäß der Erfindung werden zwischen Lagerbüchse und Auflagefläche des Maschinenrahmens kleine herausnehmbare Teile eingelegt, durch die sich die Lagerbüchse auf dem Maschinenrahmen abstützt und durch deren Entfernung in einfachster Weise zwischen der Auflagefläche des Maschinenrahmens und der Unterfläche der Lagerbüchse, die alsdann freischwebend aufgehängt werden muß, der ein bequemes Einziehen des Filzes ermöglichende Zwischenraum gewonnen wird. Die Auflageflächen der herausnehmbaren Teile sind derart ausgebildet, daß die Lagerbüchse relativ zum Maschinenrahmen kleine Kippbewegungen um beliebig quer zur Längsachse der Walze gerichtete Achsen ausführen und sich so den durch die Ausbiegung der Walze bedingten Richtungsänderungen der Walzenenden anpassen kann.
Die Anordnung ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
Fig, I einen Längsschnitt durch einen Satz zweier übereinanderliegender Preßwalzen,
Fig. 2 eine Stirnansicht und
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Lagerbüchse in vergrößertem Maßstabe.
Auf dem Lagerstuhl u ist ein Lagersockel s verstellbar angeschraubt, auf welchem sich die Lagerbüchse / der unteren Walze durch die Vermittlung eines wagerecht und quer zur Richtung der Längsachse der Walze liegenden Bolzens b und eines darunter befindliehen Tischchens t abstützt. Ein an die Unterfläche des Tischchens t sich ansetzender zylindrischer Ansatz ^ ist in die Oberfläche des Lagersockels s eingelassen, so daß das Tischchen t samt Bolzen b und Lagerbuchse / sich auf dem Sockel s um die senkrechte Achse des zylindrischen Ansatzes \ drehen kann. Die Lagerbüchse / selbst kann Kippbewegungen um die wagerechte Längsachse des in Nuten der Unterfläche der Lagerbüchse und der Oberfläche des Tischchens eingelassenen Bolzens b ausführen. Die Lagerbuchse / kann so jeder Richtungsänderung, die die Walzenenden bei der Belastung erfahren, leicht folgen.
Jede der beiden Lagerbüchsen k der Oberwalze wird in bekannter Weise gefaßt von dem als geteilte Ringschelle ausgebildeten Ende i des kurzen wagerechten Armes des im Maschinenrahmen r um eine wagerechte Achse drehbar gelagerten Winkelhebels w. Die Paßflächen von Lagerbuchse k und Ringschelle i sind in bekannter Weise kugelförmig ausgebildet, so daß auch die beiden Lagerbüchsen k der Oberwalze sich in den Ringschellen i leicht in jede beliebige. Richtung einstellen können.
Soll der Filz aus der Presse herausgenommen werden oder soll ein neuer Filz eingezogen werden, so wird zunächst die Oberwalze durch Drücken gegen das untere Ende des Winkelhebels n> ein wenig angehoben. Dann wird auf derjenigen Seite, von welcher aus die Einführung des Filzes bewirkt wer-
den soll, die Lagerbuchse der Unterwalze mittels einer Hebevorrichtung leicht angehoben. Ist dies geschehen, so kann der Bolzen b mit Hilfe des Griffes g herausgezogen und dann auch das Tischchen t herausgenommen werden. Durch den so entstehenden Zwischenraum zwischen Unterfläche der Lagerbüchse I und Oberfläche des Lagersockels s kann der Filz in bequemer Weise in die
ίο Presse eingeführt werden. Hiernach wird das Tischchen t und der Bolzen b wieder eingefügt und die Lagerbüchse / wieder auf den Bolzen b herabgesenkt. i
Das Anheben der Lagerbuchse / der Unterwalze kann, wenn eine Hebevorrichtung nicht zur Verfügung steht, auch in der Weise bewirkt werden, daß zunächst um je eine Büchse der Oberwalze und Unterwalze eine Spange oder ein S-förmiger Doppelhaken o. dgl.
herumgelegt wird. Alsdann wird die Lagerbüchse der Unterwalze gleichzeitig mit der der Oberwalze durch Drücken gegen das untere Ende des Winkelhebels w hochgehoben. Die Anordnung kann auch in der Weise getroffen sein, daß der Bolzen b zwischen dem Tischchen t und dem Lagersockel s liegt, und daß der zylindrische Ansatz ^ in die Unterfläche der Lagerbüchse / eingelassen ist.
Um zu verhindern, daß der Bolzen b relativ zum Tischchen und die Lagerbüchse relativ zum Bolzen in Richtung der Achse des Bolzens sich verschiebe, kann am vorderen Ende des Bolzens ein Bund und am hinteren Ende ein Splint o. dgl. angeordnet sein, welche an den Flächen von Augen anliegen, die an der Lagerbuchse und am "Sockel angegossen sein können.
An die Stelle von1 Tischchen und Bolzen könnte auch ein auf dem Lagersockel fest angeordneter Klotz treten, dessen Oberfläche eine kugelkalottenförmige Aushöhlung aufweist, in welche sich die Lagerbüchse mittels eines an ihrer Unterfläche angesetzten, eine entsprechende konvexe Wölbung aufweisenden Ansatzes abstützt. Auch bei dieser An-, Ordnung kann die Lagerbüchse relativ zum Maschinenrahmen kleine Kippbewegungen um beliebig quer zur Längsachse der Walze gerichtete Achsen ausführen.
Ist mit Sicherheit zu erwarten, daß die Walze niemals durch andere als durch senkrechte Kräfte beansprucht wird, so genügt es, wenn die Lagerbüchse Kippbewegungen um die wagerechte Achse des Bolzens ausführen kann. Das Tischchen t kann in diesem Falle mit dem Lagersockel 5 fest verbunden sein oder auch ganz fehlen. Ist hingegen die Anordnung eine derartige, daß die Walze im Betriebe nur durch wagerechte Kräfte auf Biegung beansprucht wird, so kann der BoI-zen b entbehrt werden, und es genügt alsdann die Anordnung des eine Verdrehung der Lagerbüchse um eine senkrechte Achse ermöglichenden Tischchens t.
Die Einrichtung könnte auch in der Weise getroffen sein, daß die herausnehmbaren Teile (Tischchen, Bolzen oder Klotz mit kugelkalottenförmiger Aushöhlung) nur unter der einen der beiden Lagerbüchsen der Unterwalze angeordnet sind, nämlich nur auf der Seite, von welcher aus der Filz in die Maschine eingeführt wird; in diesem Falle kann die Verbindung der anderen Lagerbüchse mit dem Lagerstuhl u in beliebiger Weise, beispielsweise in derselben Weise wie die Verbindung der Lagerbüchsen der Oberwalze mit der Ringschelle, ausgebildet sein.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Lagerung für die Unterwalzen von Walzenpressen für Papiermaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß an einem oder beiden Enden der Unterwalze zwischen Unterfläche der Lagerbüchse (I) und Auflagefläche des Maschinenrahmens fu) in Vertiefungen dieser Flächen eingelassene Zwischenstücke ft, b) eingelegt sind, die nach dem Anheben des betreffenden Endes der Oberwalze leicht weggenommen werden können. ■
2. Lagerung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageflächen de.r Zwischenstücke ft, b) einerseits und der Lagerbüchsen (I) für die Walzenzapfen und des Maschinenrahmens andererseits derart ausgebildet sind, daß die Lagerbüchsen (I) kleine Kippbewegungen um beliebig quer zur Achse der Walze gerichtete Achsen relativ zum Maschinenrahmen ausführen können.
3. Lagerung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter einer oder unter beiden Lagerbüchsen (I) je zwei Zwischenstücke liegen, nämlich ein in die Auflagefläche des Maschinenrahmens (bzw. in die Unterfläche der Lagerbüchse) eingelassenes, um einen senkrechten Zapfen (\) drehbares Tischchen (t)m\A ein in die Oberfläche des Tischchens und Unterfläche der Lagerbuchse (bzw. in die Oberfläche des Maschinenrahmens und Unterfläche des Tischchens) eingelassener, wagerecht und quer zur Richtung der Achse der Walze liegender zylindrischer Bolzen fb). . '
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907197485D 1907-09-09 1907-09-09 Expired - Lifetime DE197485C (de)

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AT37611D AT37611B (de) 1907-09-09 1908-06-19 Lagerung für die Unterwalzen von Walzenpressen für Papiermaschinen.

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ID=460371

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DE1907197485D Expired - Lifetime DE197485C (de) 1907-09-09 1907-09-09

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