DE1967C - Petroleum - Kochapparat mit doppelwandigem konischen Schornstein und einschiebbarer Lampe - Google Patents
Petroleum - Kochapparat mit doppelwandigem konischen Schornstein und einschiebbarer LampeInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
- F24C5/00—Stoves or ranges for liquid fuels
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Description
1878.
Klasse 4.
HERMANN GOTTSCHLING in GRABOW a. O. Petroleum-Kochapparat mit doppelwandigem konischem Schornstein und einschiebbarer Lampe.
Patentiit im Deutschen Reiche vom 20. Januar 1878 ab.
Die bis jetzt bekanntenPetroleum-Kochapparate sind mit verschiedenen Mängeln behaftet, welche
ihrer allgemeinen Einführung noch im Wege stehen. Diese Mängel bestehen:
1. In der unvollkommenen Verbrennung des Petroleums, welche sich im Ablagern von Rufs
an dem Kochgeschirr und Schwängerung der Zimmerluft mit Dunst äufsert, infolge ungeeigneter
Luftzufuhr.
2. In ungenügender Ausnutzung der Wärme.
3. In der Unhandlichkeit des Apparates, welche es unmöglich macht, ohne Abnehmen der Kochgeschirre
und des ringförmigen Untersatzes desselben, die Petroleumlampe neu zu beschicken.
Der auf beiliegender Zeichnung veranschaulichte Apparat soll mittelst einiger Verbesserungen,
die sich theils auf ihn selbst, theils auf die Kochgeschirre erstrecken, den angedeuteten
Mängeln abhelfen und zwar folgendermaafsen:
Zu i. In dem das Kochgeschirr α tragenden
Aufsatz b ist der konische Blechring c in gewisser Höhe über der Flamme angebracht; derselbe
kann auch in der parabolischen, punktirt angedeuteten Form d, welche sich für gröfsere
Apparate besser eignet, ausgeführt werden. Dieser Ring hat den Zweck, die Flamme der
Lampe e noch energischer zu concentriren, als dies durch die auf der Lampe bereits erfolgte
Deckung geschehen ist und zwar durch Verengung des Weges der Verbrennungsproducte,
wodurch gleichzeitig eine abermalige innige Mischung des atmosphärischen Sauerstoffs mit
noch nicht vollständig verbrannten Kohlenpartikeln herbeigeführt wird. Infolge der Anordnung
dieses Ringes wird erfahrungsmäfsig das Bläken der Flamme gänzlich verhindert und
ein höherer Hitzegrad erzielt.
Zu 2. Die bisherigen Petroleum-Kochapparate haben sämmtlich cylindrische Aufsätze, welche
die Kochgeschirre tragen. Infolge dieser Form mufsten letztere, um. genügenden Inhalt zu fassen,
oberhalb jener beträchtlich vorstehen, und bieten deshalb der Wärme nur eine geringe Fläche,
der Abkühlung durch die äufsere Luft indefs eine um so gröfsere dar. Es erstreckt sich die
Verbesserung in diesem Punkte demnach auf die dem Aufsatze b gegebene trichterähnliche
Form, welche es ermöglicht, dem Kochgeschirr einen gröfseren Rauminhalt zu geben und dieses
zum gröfsten Theil in den Aufsatz b hineinragen zu lassen, mithin eine gröfsere der Wärme zugängliche
Fläche zu erzielen. Um die heifse Luft zu zwingen, bis zum obersten Punkte des Aufsatzes b in dem engen Raum zwischen diesen
und dem Kochgeschirr emporzusteigen, sind die Ausströmungs-Oeffnungen für dieselbe, welche
sonst bei dergleichen Apparaten durch Einkerbungen der oberen Kante des Aufsatzes gebildet
werden, hier an dem Rand f des Kochgeschirres angebracht, und zwar durch Aufbiegen
einer Anzahl Zahneinschnitte von innen nach aufsen. Ein zweiter Ring g, in einiger Entfernung
über jenem angebracht, bietet wiederum ein Hindernifs für das directe Aufsteigen der
erwärmten Gase dar. Es ist durch Anwendung der genannten Mittel also dafür gesorgt, dafs
die warmen Gase nicht so rasch abströmen können, wie bei den gebräuchlichen Apparaten,
aufserdem aber müssen sie stets an der Fläche des Kochgeschirres anstreichen, selbst wenn ein
kleineres verwendet und in Ringe gewöhnlicher Construction gehängt wird.
Während in diesem Falle bei den Kochapparaten älterer Construction die Heizgase
stets bei den Einkerbungen des Aufsatzes entweichen, passiren sie hier stets die Durchbrechungen
des an jedem Kochgeschirr befindlichen Ringes /. Es ist indefs auch vorgesehen, dafs es nicht nöthig ist, einen jeden Topf mit
einer solchen Einrichtung zu versehen; will man dies vermeiden, so wendet man die im Detail
besonders dargestellte Form von Einlegeringen anstatt der glatten an. Diese Ringe schliefsen
mit Falzen ineinander, behufs Durchlassung der Heizgase sind die aus der Zeichnung ersichtlichen
Einkerbungen angebracht, an welche sich der Kochtopf legt. Drei auf jedem Ringe angebrachte
Warzen www stützen einen Aufsenflantsch des Topfes. Jeder nächstfolgende Ring
deckt die Einkerbungen des vorhergehenden. Auch diese Ringe bilden eine . wesentliche
Neuerung. Für den Fall, dafs man sich der Ringe und kleinerer Kochgeschirre bedient, bleibt
zwischen diesem und dem Aufsatz b ein unverhältnifsmäfsig grofser Spielraum. Um die Heizgase
zu zwingen, dennoch direct die Wandung des Kochgeschirres zu bestreichen, wird in
solchen Fällen der in der Zeichnung punktirt angegebene Ring h eingelegt, welcher ebenfalls
eine Neuerung bildet.
Claims (5)
1. Die Anordnung von konischen oder parabelförmig oder ähnlich profilirten Blechringen
in dem Heizraum von Petroleum-Kochapparaten, behufs Erzielung einer besseren Verbrennung
und Stauens der Heizgase, um deren zu rasches Entweichen zu verhindern.
2. Die Anordnung trichterförmiger Aufsätze mit Doppelwandungen, welche mit schlechten
Wärmeleitern ausgefüllt sind, behufs besserer Ausnutzung der Wärme.
3. Die Anwendung konisch geformter Kochgeschirre mit Doppelrand, deren unterer
durchbrochen ist, damit die Heizgase stets nur an dieser Stelle Austritt haben.
4. Die Construction yon Einlegeringen mit
Kerben und Tragwarzen zu gleichem Zweck.
5. Die Construction eines beweglichen Bodens im Heizraum, der sich durch mechanische
Mittel von aufsen heben läfst, um die Heizlampe seitlich einschieben zu können. Alles
wie durch Zeichnung und Beschreibung näher erläutert.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1967C true DE1967C (de) |
Family
ID=281402
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1967D Active DE1967C (de) | Petroleum - Kochapparat mit doppelwandigem konischen Schornstein und einschiebbarer Lampe |
Country Status (1)
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