DE196639C - - Google Patents

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DE196639C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C27/00Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas
    • A47C27/12Spring, stuffed or fluid mattresses or cushions specially adapted for chairs, beds or sofas with fibrous inlays, e.g. made of wool, of cotton

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  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)

Description

KAISERLICHES
ΡΑΤΕΝΤΑΜΤ·
PATENTSCHRIFT
M 196639 KLASSE 34g. GRUPPE
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Matratzen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. April 1907 ab.
Der früher gebräuchliche Strohsack verschwindet immer mehr, da man ihm die Matratze wegen ihrer gleichmäßigen Lagerbahn vorzieht, nur sind die bekannten Matratzen für gewisse Verwendungszwecke noch zu teuer.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, bei welchem die Billigkeit des Strohsackes mit den Vorzügen der Matratze vereinigt wird. Unter Bezugnahme auf die Zeichnung, welche in den Fig. ι bis 3 drei verschiedene. Ausführungsbeispiele und in Fig. 4 die Darstellung einer Hilfsvorrichtung wiedergibt, wird das Nähere darüber erläutert wie folgt:
Fig. ι zeigt ein Stück Stoff, welches ein Mittelfeld α bildet, an das sich seitlich die Flügel b (der breitere) und b1 (der schmälere) sowie oben und unten die Überschläge c und c1 anschließen. d, d1 sind reihenweis angeordnete Holzknebel, welche das Mittelfeld in die drei Abteilungen a1, a2, a3 trennen; e1, e2, e3 sind Schnurösen und f,/1 Bindebänder.
Es wird ein ungefähr zylindrisches Strohbündel in der Länge der Mittelbahn vorgeformt und auf das Feld a3 gelegt, der Teil b1 wird darübergeschlagen und die Knebelreihe d\ in die ösen e3 geknöpft. Hierauf wird ein zweites Strohbündel auf die Bahn a1 gelegt, die eine Hälfte des Flügels b darübergeschlagen und die Knebelreihe d in die Ösen e2 geknöpft; dann kommt ein drittes Bündel auf die Bahn α2, wird mit der zweiten Hälfte des_^ Flügels b überdeckt und die Knebel d1 werden nun auch noch in die ösen el hineingesteckt. Dann schlägt m'an die Bahnen c, c1 über, wodurch die Seitenränder abgedeckt werden, und verknüpft die Bänder f,fl miteinander. Nun ist eine Lagerbahn von matratzenähnlicher Gleichmäßigkeit fertig, die im Gegensatze zum Strohsack auch im Gebrauche nicht aus der Form kommt, da die Füllung eng umschlossen ist und unter dem Liegedrucke nicht seitlich ausweicht. Eine Füllung hält, da das Stroh nicht zerknickt und zerkleinert wird, sehr lange aus und braucht nur, was sehr leicht vonstatten geht, hin und wieder aufgerüttelt oder umgelegt zu werden. Die ungefüllte Hülle läßt sich waschen und mangeln; sie läßt sich auch, da sie wenig Raum einnimmt und wenig wiegt, selbst in großen Mengen bequem aufbewahren und fortschaffen.
Statt der Knebel und ösen können auch (Fig. ι b) Schlaufen g angewendet werden, welche durch Knopflöcher h gezogen werden.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform gezeigt, bei der die beiden Seitenflügel gleich breit sind und jeder mit etwa zwei Drittel seiner Breite ein Seiten fach bildet, während die beiden restlichen Drittel in der Mitte i verschnürt werden und so das Mittelfach verschließen.
In Fig. 3 sind auf die Grundbahn einzelne Lappen k geheftet, von denen je zwei zusammengeschnürt oder anderweitig miteinander verbunden ein Futteral zur Aufnahme des Strohes bilden. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß jedes einzelne Strohbündel schnell für sich ausgewechselt werden kann, ohne daß eins der anderen Bündel zerstört
wird. Werden an der Matratze noch Schlaufen ο befestigt und Stangen p. durch diese hindurchgesteckt, so kann die Matratze gleichzeitig als Tragbahre Verwendung finden.
In Fig. 4 ist die Vorrichtung dargestellt, welche zur schnellen und bequemen Formung der Strohbündel dient. Eine rahmenartige Form I von geeigneter Länge und entsprechendem Querschnitt hat einen vollen Boden
ίο sowie volle Stirnwände und ist seitlich durch Stäbe m begrenzt. Zum Gebrauche werden quer über den Boden der Form / Schnüre η gelegt (vielleicht drei), dann füllt man den Kastenraum mit Stroh, schlägt die Schnüre herum, bindet sie zusammen und kann nun das fertige Strohbündel herausheben.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Matratzen mit gliederartig nebeneinander angeordneten taschenförmigen Kammern für das Füllmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung in einzelnen voneinander getrennten Bündeln auf die Stoffbahn aufgelegt wird und die die Bündel umschließenden Taschen dadurch gebildet werden, daß entweder die zweite Stoffbahn mittels reihenweise zwischen den einzelnen Bündeln angeordneter Knebel aufgeknöpft wird, wobei beide Stoffbahnen mit den zugehörigen Überschlägen aus einem Stück bestehen, oder je zwei längs der Bündel auf der ersten Stoffbahn aufgenähte Klappen über den Bündeln zusammengeschlagen und verschnürt werden.
  2. 2. Vorrichtung zum Formen der zur Herstellung von Matratzen nach Anspruch 1 erforderlichen Strohbündel, gekennzeichnet durch eine in der Größe der Strohbündel gehaltene rahmenartige Form mit durchbrochenen, das Querlegen von Bindeschnüren gestattenden Seitenwänden, in die das Stroh eingelegt und aus der es nach Umlegen und Verknüpfen der Querschnüre als Bündel wieder herausgehoben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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