AT107105B - Verfahren zur Herstellung geklöppelter Blätter o. dgl. vorzugsweise für Kunstblumen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung geklöppelter Blätter o. dgl. vorzugsweise für Kunstblumen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung geklöppelter Blätter od. dgl., vorzugsweise für Kunstblumen. Es ist bereits bekannt, solche Blätter durch Häkeln, Stricken od. dgl. oder aus Spitzen EMI1.2 bestehenden Metalleinfassung herzustellen, welche den Rahmen für die Spitze bildet, von dem aus die Fäden in das Innere der Spitze hineinlaufen und der dann in der fertigen Spitze verbleibt. Das Verfahren gemäss der Erfindung unterscheidet sich von diesen bekannten Verfahren dadurch, dass in sich geschlossene, selbständige blattartige Gebilde ohne starre Einfassung hergestellt werden, indem die Kloppelfäden sämtlich innerhalb des Umrisses des herzustellenden blattartigen Gebildes entspringen gelassen werden, wobei der Umriss vor Beginn der Arbeit zeichnerisch festgelegt und während der Arbeit durch eingesteckte Nadeln od. dgl. fixiert wird, die in dem herzustellenden Gebilde vorteilhaft bis zu dessen Fertigstellung verbleiben und hierauf entfernt werden. Als Material dient z. B. die handelsübliehe Klüppellitze (Lacet- börtehen), wobei vorzugsweise den den Rand des Blattes bildenden Faden ein dünner biegsamer Draht begleitet, der die Biegsamkeit des Blattes nicht beeinträchtigtr jedoch die Beibehaltung einer einmal gewählten Biegung gewährleistet. Dies ist ein wesentlicher Vorteil, der mit den bekannten Verfahren nicht erreichbar ist. Begonnen wird an der Spitze des Blattes mit zwei Klöppelfäden, d. h. vier paarweise zusammenhängenden Klöppelspulen. Um die Diehtheit des Klöppelgewebes trotz der zunehmenden Breite des Blattes zu wahren, werden weitere Klöppelfäden unter Verwendung von innerhalb des Umrisses eingespiessten Nadeln hinzugefügt und in der beim Klöppeln üblichen Weise mit den andern Fäden ver- schlungen. Wesentlich dabei ist, dass nur innerhalb des Umrisses des herzustellenden Gebildes Fäden hinzutreten, also keinerlei Fäden von ausserhalb verwendet werden, wie dies bei den bekannten Klöppelarbeiten notwendig ist. Wird eine grössere Steifheit des zu klöppelnden Blattes gewünscht, so können einzelne dieser im Innern zugegebenen Klöppelfäden ebenfalls von dünnen biegsamen Drähten begleitet sein. Zur naturgetreuen Nachahmung von gewissen Blättern, insbesondere Blütenblättern, werden nach dem Verfahren gemäss der Erfindung schmale Blätter hergestellt, die zur Gänze aus zwei Klöppelfäden bestehen und an ihren Rändern miteinander vernäht werden können, um breitere Blätter zu bilden. Gegegebenenfalls wird auch ein solches Blatt in der Blattebene schleifenförmig gebogen und die Spitze mit dem Ende verbunden. Die Verbindung der einzelnen Blätter zu ganzen Blumen oder Sträussen geschieht in der üblichen Weise, wobei die beim Blattstiel austretenden Fäden und Drähte zur Gänze oder teilweise zur Bildung der Stiele verwendet werden. Das Verfahren eignet sich nicht nur zur Herstellung von Nachahmungen natürlicher Blumen und Früchte, sondern auch von Phantasieblumen, Schmetterlingen, kurzum kunstgewerblichen Ziergebilden aller Art. Die Ausführung der Arbeit geschieht von Hand, kann aber gegebenenfalls auch maschinell erfolgen. In der Zeichnung sind einige Ausführungsmöglichkeiten des neuen Verfahrens schematisch dar- EMI1.3 zeigen den Fadenverlauf bei verschiedenen Ausführungsarten, Fig. 6-9 zeigen die nach dem Verfahren hergestellten Blätter. In Fig. 1 bedeutet a das mit Seegras od. dgl. ausgestopft Klöppelkissen, b einen an dessen Umfang befestigten Kartonstreifen, auf dem der Umriss e des herzustellenden Gebildes zunächst zeichnerisch fest- gelegt wird. An der Spitze des Blattes wird die Nadel 1 eingestochen und um diese die beiden miteinander einigemal zöpfehellartig verschlungenen Klöppelfäden cl, e gelegt, deren Spulen ', "bzw. f', f"kurz <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 im sogenannten Doppelschlag durch die Fäden d, e quer hindurchgeführt, wobei sich die beiden Enden des Fadens g am Umriss des Blattes untereinander überkreuzen. An diesen Stellen wird jedesmal eine EMI2.2 Ein ähnliches Blatt, jedoch nur mit zwei Feldern, entsteht bei der Fadenführung gemäss Fig. 4, wo das eine Ende des Fadens d bei dem von dem Draht begleiteten Faden e bleibt und das andere Ende quer und abwechselnd über und unter die Randfäden geführt wird. Dieses Blatt ist noch schmäler als das gemäss Fig. 3 und eignet sieh etwa als Blüte eines Löwenzahns. In Fig. 5 ist die Fadenführung bei einer weiteren Anwendungsform des Verfahrens dargestellt. Ein Klöppelfaden wird zöpfehenartig mit einem zweiten, allenfalls von einem weichen Draht begleiteten Faden e verflochten und um die Nadel- ? herumgelegt ; hieraus wird je ein Ende jedes Fadens mit den beiden anderen Enden gekreuzt, eine zweite Nadel 2 eingestochen und es werden hinter diese die Endenpaare abermals gekreuzt. Der geflochtene Teil zwischen den beiden Nadeln 1, 2 bildet die. Spitze des Blattes. Beide Enden des allenfalls von einem Draht begleiteten Fadens e bilden die beiden Ränder des Blattes und verlaufen im allgemeinen ausserhalb der den Rand während der Arbeit fixierenden Nadeln 3, 5, 7 bzw. 4,6, 8...... Es werden nun an der Nadel 2 zwei weitere Klöppelfäden g, h angehängt. Hierauf wird zum Unterschied von der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform jeweils nur ein Faden hin-und hergeführt. Eine dauernde Trennung von #Ketten"- und #Schuöfäden" unterbleibt hier, vielmehr wird ein Faden, in Fig. 5 beispielsweise zuerst ein Ende des Fadens d und dann eines des Fadens h hin-und hergeführt, der dann wieder von einem andern Faden abgelöst wird. Wesentlich für diese Bindungsart ist, dass der jeweils hin-und hergeführte Klöppelfaden mit dem nächsten derzeit ruhenden gekreuzt und dieser hierauf mit dem benachbarten ruhenden Faden gekreuzt wird. Die Zugabe der weiteren Klöppelfäden erfolgt hier vorzugsweise in der Mittellinie des Blattes wodurch dort eine Art Rippe erscheint. Die auf die vor- stehend beschriebene Weise hergestellten Blätter besitzen lockereres Gefüge als die gemäss Fig. 2 her- gestellten. In Fig. 6 ist ein nach der in Fig. 2 dargestellten Fadenführung hergestelltes Blatt veranschaulicht. Sämtliche Klöppelfäden sind beim Stiel herausgeführt, die Verschmälerung des Blattes wird also nicht durch Verringerung der Fadenzahl sondern lediglich durch das Näherrücken der Fixierungs, punkte (Nadeln) gegen die Mitte erzielt. Die Fäden werden zur Bildung des Stieles in der üblichen Weise umwickelt und zwecks grösserer Haltbarkeit vernäht. Fig. 7 zeigt ein gemäss Fig. 5 hergestelltes Blatt mit lockerem Gefüge, das hauptsächlich ohne Draht- einlage als weiches Laubblatt verwendet wird. In Fig. 8 ist ein neunteiliges Blatt dargestellt, das durch Zusammennähen dreier dreiteiliger Blätter (nach Fig. 3) längs der Seiten erzeugt worden ist. Solche Blattformen können zur Nachahmung mancher Blütenblätter, aber auch mancher grüner Blätter dienen. Fig. 9 zeigt ein dreiteiliges gemäss Fig. 3 hergestelltes Blatt, das in der Blattebene sehleifenartig gekrümmt ist, so dass die Spitze mit dem Ende vereinigt ist. Diese Herstellungsweise eignet sich vor allem für kleinere runde Blütenblätter, etwa von Stiefmütterchen. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCHE : 1. Verfahren zur Herstellung geklöppelter Blätter od. dgl., vorzugsweise für Kunstblumen, dadurch gekennzeichnet, dass die Klöppelfäden ihren Ursprung durchwegs innerhalb des Umrisses des herzustellenden in sieh geschlossenen Gebildes nehmen ; und während der Arbeit durch Abstecken längs einer <Desc/Clms Page number 3> vorgezeiehneten Linie festgehalten, nach Fertigstellung jedoch durch Entfernen der Festhaltemittel vollständig freigegeben werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mindestens ein Klöppelfaden den Rand des herzustellenden Gebildes entlang laufen gelassen wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Randfaden von einem dünnen biegsamen Draht begleitet wird.4. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass Klöppelfäden an im Blattinnern eingespiessten Nadeln angehängt werden, die nach Fertigstellung entfernt werden (Fig. 2 und 6).5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne der im Innern zugegebenen Elöppelfäden von einem dünnen, biegsamen Draht begleitet werden (Fig. 2).6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von zwei Klöppelfäden einer vorzugsweise von einem dünnen. biegsamen Draht begleitet wird und mit seinen beiden Enden als Randfaden dient und ein Ende des andern Fadens als Mittelfaden im wesentlichen in der Längsrichtung des Blattes verlaufen gelassen wird (Kettenfäden), während das andere Ende des zweitgenannte Fadens abwechselnd unter und über die Längsfäden geführt wird (Schussfaden) (Fig. 3).7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von zwei Klöppelfäden einer vorzugsweise von einem dünnen, biegsamen Draht begleitet ist und als Randfaden dient und das eine Ende des andern Fadens das eine Ende des erstgenannten Fadens begleitet (Kettenfäden), während das andere Ende abwechselnd quer über und unter die Randfäden geführt wird (Schussfaden) (Fig. 4).8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Blätter durch Vernähen ihrer Ränder zu einem breiteren Blatt mit gemeinsamer Spitze und Stiel vereinigt werden, wobei die seitlichen Teilblätter in ihrer Ebene verbogen werden (Fig. 8).9. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blatt in seiner Ebene schleifenartig gebogen wird. so dass die Blattspitze mit dem Stielende vereinigt wird (Fig. 9).10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Fadenende der Reihe nach mit allen übrigen Fadenenden gekreuzt wird, von denen je zwei aufeinanderfolgende hierauf ebenfalls gekreuzt werden, wobei nach mindestens einem Hin-und Hergang des genannten Fadenendes dieses von einem andern abgelöst wird (Fig. 5 und 7). EMI3.1
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