DE196246C - - Google Patents

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DE196246C
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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 196246 KLASSE 24«. GRUPPE
dem im Kessel vorhandenen Druck abhängig ist.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Februar 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Regelung von Unterwindfeuerungen, die mit einem Gebläse arbeiten, dessen Geschwindigkeit vom Dampfdruck im Kessel abhängig ist und die Einstellung der Rauchklappe beeinflußt.
Die Erfindung besteht darin, daß die Steuerung der Rauchklappe durch einen auf der Gebläsemotorwelle sitzenden Achsenregler bewirkt wird.
Fig. ι stellt im Aufriß und teilweisen Schnitt einen Dampfkessel dar, der mit der Regelungs- bzw. Steuerungsvorrichtung gemäß der Erfindung ausgerüstet ist.
Fig. 2 zeigt in einem größeren Maßstabe eine Vorderansicht der Steuerungs- bzw. Regelungsvorrichtung für den Essenschieber.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt nach Linie x-x der Fig. 2.
Fig. 4 ist eine schaubildliche Darstellung eines Teiles der Steuerungs- bzw. Regelungsvorrichtung.
Der Dampfkessel 1 ist mit einer Feuerung 2 versehen, die mit einer Feuerbrücke 3 ausgerüstet ist, innerhalb welcher eine Kammer 4 sich befindet, zu welcher ein Kanal 5 führt, der sich von dem Gebläse 6 abzweigt. Dieses Gebläse wird von einer Kraftmaschine 7 angetrieben, wobei das Treibmittel durch ein Rohr 8 zugeführt wird, welches vom walzenförmigen Teile 9 des Dampfkessels abgezweigt ist. In die Dampfleitung 8 sind die Dampfabsperrventile 10 und 11 eingeschaltet, zwischen welchen ein Dampf regelventil 12 angeordnet ist; außerdem befindet sich in der Dampfleitung 8, beispielsweise an der linken Seite des Dampfabsperrventiles 11, ein Manometer.13; die Kraftmaschine 7 ist mit dem Dampfauspuff- bzw. Auslaßrohr 14 ausgerüstet. Eine Nebenschlußdampfleitung 15, die ein Dampf absperrventil 16 enthält, ist außerdem um die Teile 10, 11, 12 und 13 herumgeführt.
Wenn das von der Kraftmaschine 7 angetriebene Gebläse 6 im Betriebe ist, so wird Luft von dem Gebläse aus durch den Kanal 5 in den Aschenfall und die Feuerbrücke gedrückt, die Verbrennungsprodukte treten durch den Feuerzug 17 aus, in welchem der Essenschieber 18 untergebracht ist. Letzterer ist nun mit einer biegsamen Kette, einem
. Seil oder irgendeiner anderen Verbindung 19 versehen, die über Nutenscheiben 20, 21 und 22 führt, wobei der Endteil 19 der Verbindung (Kette, Seil ο. dgl.) an einer Stange oder einem Stifte 23 befestigt ist, der, wie bei 24 (Fig. 3) veranschaulicht, in dem Gehäuse oder Kopfteile 25 schwingbar gelagert ist. Dieser Kopfteil 25 ist seinerseits an den einen Arm 26 eines Kniehebels 27 angelenkt, dessen anderer Arm 28 mit einer Gleitrolle oder einem sonstigen gleichwertigen Teile 29 (Fig. 4) ausgerüstet ist, der auf dem Umfang eines „Exzenters 30 (Fig. 2) aufliegt. Der Knie-

Claims (1)

  1. hebel 27 ist an einem Tragarm 31 drehbar befestigt, der mit der einen Speiche 32 des Rades 33 durch geeignete Mittel verbunden ist, wie sich dies aus Fig. 4 ergibt.
    An den beiden Enden zweier genau einander gegenüber und in einer Linie befindlichen Speichen 32 des Rades 33 sind Warzen 34 und 35 angebracht. Das Rad 33 trägt außerdem Ausgleichsvorrichtungen zur Verstellung der Lage des Exzenters 30, die im nachfolgenden näher beschrieben sind.
    An die eine Warze 34 des Rades 33 ist bei 36 das eine Ende eines gekrümmten Armes 37 angelenkt, dessen anderes Ende mit einem Gegengewicht 38 versehen ist; dieser Arm 37 wird durch eine an dem einen Ende desselben befestigte Feder 39, deren anderes Ende mit einem festen Punkte der einen der Speichen 32 verbunden ist, in seiner normalen Lage gehalten.
    Außerdem ist ein Zwischenglied 40 angeordnet, dessen eines Ende bei 41 mit dem Arme 37 drehbar verbunden ist, während das andere Ende dieses Zwischengliedes 40 an dem Exzenter 30 im Punkte 42 drehbar befestigt ist. Das freie Ende des Armes 37 wird für gewöhnlich unter Einwirkung der Feder 39 mit dem Stifte oder Anschlag 43 der Warze 35 in Berührung erhalten.
    In ähnlicher Weise ist die entgegengesetzt liegende Hälfte der Regelungsvorrichtung mit einem gebogenen Arme 44 ausgerüstet, dessen eines Ende bei 45 mit der Warze 35 gelenkig verbunden ist, während das andere Ende des Armes 44 ein Gegengewicht 46 trägt. Der Arm 44 wird auch hier durch eine Feder 48 in seiner Normalstellung festgehalten. Auch hier ist ein Zwischenglied 49 angeordnet, dessen eines Ende an dem Arme 44 befestigt ist, während sein anderes Ende, wie bei 51 angedeutet, mit dem Exzenter 30 drehbar in Verbindung gebracht ist.
    Da das Exzenter 30 auf der Welle 52 lose angeordnet ist und mittels des Stellringes in seiner Lage festgehalten wird, so kann eine Lagenverstellung des Exzenters ganz unabhängig von der Welle 52 stattfinden. Erfolgt eine Erhöhung der Geschwindigkeit der Antriebswelle 52 und folglich des Rades 33, so werden die Arme 37 und 44 samt ihren Gegengewichten 38 und 46 auf Grund der Fliehkraft nach außen geschleudert, so daß sie in die in Fig. 2 punktiert veranschaulichte Stellung gebracht werden. Demzufolge wird nun das Exzenter 30 eine Verstellung bzw. Teildrehung unabhängig von der Welle 52 erfahren, wodurch auf Grund der Berührung der Gleitrolle 29 mit dem' Umfange des Exzenters 30 eine Zugwirkung in der geeigneten Richtung auf den Kniehebel samt seiner Verbindung 19 ausgeübt wird. Dadurch wird nun der Essenschieber in dem äußeren zu dem Schornstein führenden Feuerzug ganz oder auch nur teilweise geöffnet oder geschlossen.
    Paten τ-Anspruch:
    Zugregelungsvorrichtung für Unterwindfeuerungen, bei welcher die Geschwindigkeit des die Rauchklappe einstellenden Gebläses von dem im Kessel vorhandenen Druck abhängig ist, gekennzeichnet durch an das Schwungrad (33) des Gebläsemotors angelenkte federnde Gewichtsarme (37, 44), die unter Vermittelung von Zwischengliedern (40, 49) die Lage eines lose auf der Motorwelle (52) aufgebrachten Exzenters (30) so verändern, daß letzteres einen mit Gleitrolle (29) auf seinem Umfange geführten Kniehebel verstellt, der mit dem zur Rauchklappe führenden (Seil, Kette o. dgl.) verbunden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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