DE1962292C3 - Photographische Kamera mit Blitzautomatik für Blitzlampen - Google Patents

Photographische Kamera mit Blitzautomatik für Blitzlampen

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Description

40 Gattung im allgemeinen nur zwei Belichtungszeiten
Die Erfindung betrifft eine photographische Ka- haben, von denen die eine für »Sonnenschein-Photo-
mera mit einem mittels eines Entfernungsstellers ein- graphie« und die andere sowohl für Aufnahmen bei
stellbaren, einen konstanten Blendenwert aufweisen- »bedecktem Himmel« als auch für Aufnahmen mit
den Objektiv sowie einem Objektiv-Verschluß mit Blitzlampen bestimmt ist. Diese Belichtungszeiten
einer mindestens zwei Belichtungszeiten erbringen- 45 unterscheiden sich üblicherweise etwa um den Fak-
den Zeitbildungseinrichtung, von denen die eine Be- tor 2, wobei noch zu erwähnen, ist, daß das eine kon-
lichtungszeit sowohl für Taj;eslichiaufnahmen bei be- stante Blendenöffnung aufweisende Objektiv mittels
decktem Himmel als auch zur Erfassung der vollen eines Entfernungsstellers auf verschiedene Entfernun-
Lichtabstrahlung einer Blitzlampe bei Durchführung gen einstellbar ist, z. B. auf die Einstellungen »Por-
von Blitzlichtaufnahmen geeignet ist und die andere so trat«, »Gruppe« und »Landschaft«.
Belichtungszeit für Tageslicbtaufnahmen bei Sonnen- Bei einem elektronisch gesteuerten Blendenver-
schein vorgesehen und daher kürzer ist, vorzugsweise Schluß, für eine mit einem elektrisch betätigten
von der halben Dauer der ersten. Blitzlicht versehene photographische Kamera mit
Zur richtigen Belichtung von Blitzlichtaufnahmen über einen Einstellring veränderbarer Entfernungsist es erforderlich, die auf den Film gelangende 55 einstellung und einer weiteren, vor einer photoelek-Lichtmenge in Abhängigkeit von der Aufnahme-Ent- trischen Zelle angeordneten Blende, die gekoppelt fernung zu dosieren. Dies geschieht üblicherweise mit der Objektivblende bewegt wird, wobei die phodurch Einstellung einer bestimmten Blendenöffnung, toelektrische Zelle mit einem Stromkreis verbunden wobei sich diese aus der Leitzahlgleichung L = Blen- ist, welcher dem Blendenverschluß nach der von der de X Entfernung ergibt. Hierbei ist man zur Erleich- 60 photoelektrischen Zelle bestimmten Belichtungszeit terung der Kamerabedienung in der Praxis dazu schließt, hat man gemäß der deutsche Auslegeschrift übergegangen, die Blendeneinstellung mit der Entfer- 1 772 768 bereits in Vorschlag gebracht, im Stromnungseinstellung zu kuppeln, so daß in Abhängigkeit kreis des Blitzlichts zwei Kontakte vorzusehen, deren von der Einstellung des Objektivs die dem jeweiligen relative Lage durch ein mit dem Entfernungseinstell-Faktor Entfernung und Leitzahl entsprechende 65 ring der Kamera verbundenes Stellglied bestimmt Blende automatisch zur Einstellung gebracht wird. wird und die in Abhängigkeit von der öffnungsbewe-
Kameras niederer Preisklasse sind häufig nicht mit guiig der Objektivblende bzw. der Verschlußlamellen
einer einstellbaren Blende, sondern lediglich mit geschlossen werden, so daß das Blitzlicht in Abhän-
„ von der Entfernung des zu photographieren- Weitere Einzelheiten hinsichtlich Gestaltung und §£π~ Objekts früher oder später zündet. Durch diese Vorteile des Erfindungsgegenstandes sind aus der Maßnahme soll vermieden werden, daß das Blitzlicht nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung ergezündet wird, bevor die Blende genügend weit ge- sichtlich. Es zeigt
öffnet worden ist s F i g 1 einen mechanisch gesteuerten Kameraver-
' Abweichend hiervon liegt der vorliegenden Erfin- Schluß in teilweiser Darstellung sowie in Verbindung
dung die Aufgabe zugrunde, ohne Kostenaufwand mit der Belichtungseinstellung dienenden Stellern in
und ohne Erschwerung der Kamera-Bedienung, ins- der für Tageslichtaufnahmen geeigneten Einstellage,
besondere ohne eine Blende und die Notwendigkeit, wobei das die Belichtungsöffnung der Kamera freige-
diese entsprechend einzustellen, eine Kamera der io bende Verschlußblatt mit gestrichelten linien in der
eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, die die den Stellung gezeigt ist, aus der es bei Voreinstellung auf
bekannten Kameras anhaftenden Mangel vermeidet. kürzeste Belichtungszeit wieder in die Abdecklage
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird zurückkehrt,
iin wesentlichen dadurch gelöst, daß der Entfer- Fig.2 die gleiche Anordnung wie in Fig. 1, wonungssteller mit einem Einfluß auf die Zeitbildungs- 15 bei die der Kameraeinstellung dienenden Steller jeejnrichtung ausübenden Blitz-Zeitsteller verbunden doch in die für Blitzlichtaufnahmen geeignete Lage ist und daß der der Belichtungszeiteinstellung die- überführt sind, und zwar speziell in jene, die die nende Söller außer den verschiedenen Belichtungs- längstmögliche Blitzzeit erbringt,
zeiten entsprechenden Einstellagen eine besondere Fig.3 lediglich das Verschlußblatt und die der Einstellage »Blitz« aufweist, in der der Einfluß des ao Begrenzung seiner Ausschwingweite dienenden An-Belichtungszeitstellers aufgehoben und an dessen schlage in einer Lage, die diese nach vorheriger Einstelle der mit dem Entfernungssteiler in Verbindung stellung auf die kürzestmögliche Blitzzeit einnehmen, stehende Blitz-Zeitsteller wirksam ist, derart, daß Fig.4 zwei Verschluß-Zeit-Diagramme mit Zeiteiner kleinen Entfernung eine kurze Belichtungszeit intervaller, von V30 und V60SeC, die dem Llcht- und einer größeren Entfernung eine längere Beiich- as strom-Zeit-Diagramm einer üblichen Blitzlampe getungszeit zugeordnet ist Effektiv ist damit erreicht, genübergestellt sind.
daß in Abhängigkeit von der Aufnahmeentfernung In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der eine längere oder kürzere Zeitdauer der Lichtab- Erfindung an H^ad jines Verschlusses mit mechanistrahlung einer Blitzlampe für die Aufnahme nutzbar scher Zeitregeleinrichtung, und zwar eines sogenanngemacht wird, d. h., daß aus dem Lichtstrom-Zeit- 30 ten Schleuderverschlusses, erläutert, dessen charakte-Diagramm einer Blitzlampe, wie aus F i g. 4 ersieht- ristischen Eigenschaften u. a. darin zu erblicken sind, Hch, ein »Streifen« geringerer (horizontal schraffiert) daß unterschiedliche Belichtungszeiten durch mehr oder größerer (vertikal schraffiert) Breite sozusagen oder weniger große Beschränkung der Ausschwing- »herausgeschnitten« wird. Ein weiterer Vorteil der weite (Reflexanschläge) des beim Belichtungsvor-Erfindung liegt in der Möglichkeit, einfachere Käme- 35 gang hin- und herschwingenden Verschlußblattsyras mit Objektiven größerer Lichtstärke als bisher stems erzielt weiden. Wie in F i g. 1 gezeigt, liegt das auszustatten begründet. Auf Grund der optischen auf einem ortsfesten Zapfen 1 drehbar lagernde Ver-Qualitä! mancher preisgünstiger Objektive ist es schlußblatt2 in Ausgangslage unter dem Einfluß durchaus möglich, mit einer Lichtstärke von bei- einer Rückstellfeder 3 an einem ortsfesten Endanspielsweise 1:6,3 zu arbeiten, wodurch der Arbeits- 40 schlag 4 an. Aus dieser Ausgangslage wird das Verbereich dieser Kamera in Richtung auf niederere Be- schlußblatt 2 zum Zwecke der Freigabe der Belichleuchtungsstärken an sich erweitert würde. Im Hin- tungsöffnung 5 durch den hierbei eine Drehbewegung blick auf die Blitzlichtphotographie und das Nicht- in Pfeilrichtung ausführenden Schleuderarm 6 angevorhandensein einer einstellbaren Blende konnte je- trieben, wobei dessen freies Ende vorübergehend auf doch bisher höchstens mit einer Lichtstärke von 1:8 45 einen am Verschlußblatt seitlich abgebogenen Lapgearbeitet werden, da sonst bei Blitzlicht-Nahauf nah- pen la einwirkend dem Blatt so viel kinetische Enermen die Überbelichtung zu untragbaren Ergebnissen gie vermittelt, daß dieses nach Außereingriffkommen führen würde. Somit ist durch die Erfindung nicht der in getrieblicher Verbindung miteinander stehennur eine Automatik für richtig belichtete Blitzlicht- den Teile weiter um die Achse 1 schwingt, bis es aufnahmen geschaffen, sondern es wird auch die 50 schließlich auf einen der nachstehend noch näher beMöglichkeit eröffnet, Kameras der in Rede stehen- schriebenen Reflexanschläge auftrifft (in F i g. 1 mit den Art, nämlich solche, die mit einem Objektiv mit gestrichelten Linien dargestellt) und von dem jeweils konstanter Blendenöffnung ausgestattet sind, hin- zur Wirkung kommenden Reflexanschlag wieder zur sichtlich ihres Tageslichteinsatzbereichs zu verbes- Rückkehr in die Ausgangslage veranlaßt wird. Unterscrn. Weiter muß als Vorteil Beachtung finden, daß 55 schiedliche Belichtungszeiten werden, wie vorstehend zur Erzielung des angestrebten Effekts nur ein gerin- bereits angedeutet, bei dem in F i g. 1 bis 3 veranger baulicher Mehraufwand erforderlich ist und daß schaulichten Ausführungsbeispiel (zwei Belichtungsdie Bedienung einer Kamera mit den erfindungsge- zeiten von V80 und V60 see) durch das Zusammenwirmäßen Merkmalen keine anderen und auch keine ken einer am Verschlußblatt 2 vorgesehenen Anweiteren Handgriffe erfordert, als sie bei jenen Ka- 60 schlagkante 2b einerseits und verschiedenen, das meras, die es zu verbessern gilt, ohnehin notwendig Blatt nach Erreichen der Offenstellung reflektierensind. Nicht zuletzt bleibt noch auf den weiteren Vor- den Anschläge, beispielsweise einem festen Reflexanteil hinzuweisen, der darin zu erblicken ist, daß die schlag 7 (lange Belichtungszeit von V1* see), sowie verschiedenen Belichtungszeiten (wenigstens zwei), einem beweglich gelagerten Reflexhebel 8 (kurze Bewie sie bei den dem Stand der Technik angehörenden 65 lichtungszeit V60 see) gebildet. Hierbei ist die Anord-Kameragattungen gegeben sind, über die Tageslicht- nung der Reflexanschläge 7 und 8 so getroffen, daß photographic hinaus zusätzlich der Blitzlichtphoto- der Anschlag 8 die Umkehrung des Verschlußblatts 2 graphie dienstbar gemacht werden können. früher als der Anschlag 7 bewirkt und infolgedessen
die kürzere Zeit erbringt. Zur Bestimmung der Ein- Verschlußblatt beim Belichtungsvorgang die volle, stellage des unter der Wirkung einer Feder 9 stehen- dem Winkelweg Alpha entsprechende Ausschwingden Reflexhebels 8 ist ein Belichtungszeitsteller 10 weite zurücklegt, bis es von dem ortsfesten Anvorgesehen, der neben einer mit dem Hebel unmittel- schlag 7 zur Rückkehr in die Ausgangslage veranlaßt bar zusammenarbeitenden Steuerkante 10 α mit einer 5 wird. Die für die Durchführung von Blitz-Gruppendurch ein Sonnen-Symbol und Wolken-Symbol ge- aufnahmen geeignete Entfernungseinstellung von beikennzeichneten Skala 10b (kurze und lange Beiich- spielsweise 3 m ist nun mit der für die Ausleuchtung tungszeit Vso und Veo esc) versehen ist, von denen das derartiger Aufnahmen erforderlichen längsten Bejeweilige Symbol zum Zwecke der Belichtungszeit- lichtungszeit des Kameraverschlusses gepaart,
einstellung mit einer ortsfesten Marke 11 in Koinzi- io Will der Photographierende nunmehr zu einer denzlage zu bringen ist. Porträtaufnahme mit künstlicher Beleuchtung über-Dem einen konstanten Blendenwert (Belichtungs- gehen, so hat er hierzu lediglich den Entfernungsstelöffnung 5) aufweisenden Objektiv des Kameraver- ler 12 bzw. Blitzzeitsteller 14 auf eine kürzere Entschlusses ist ein Entfemungssteller 12 zugeordnet, fernung, beispielsweise 1,5 m, umzustellen. Bei dieder mit einer beispielsweise ein Porträt-, ein Grup- 15 sem Einstellvorgang folgt der unter der Wirkung der pen- und ein Landschaftssymbol gebildeten Skala Feder 15 stehende, mittels des Mitnehmerstiftes 16 a 12a versehen und mit Hilfe dieser gegenüber einer am Blitzzeitsleller 14 sich abstützende Reflexschieber ortsfesten Marke 13 einstellbar ist. In bezug auf das 16 dem Kurvenverlauf der Steuerkante 14 a nach, so im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 bis 3 zur An- daß das dem Verschlußblatt zugekehrte Ende des wendung kommenden Objektiv entspricht dem Por- 20 Reflexschiebers, wie in F i g. 3 veranschaulicht, trät-Symbol des Stellers 12, beispielsweise eine Ent- schließlich in die Bewegungsbahn der Anschlagkante j fernungseinstellung von 1,5 m dem Gruppen-Symbol Ib des Verschlußblatts 2 zu liegen kommt. Die Folge eine Entfernungseinstellung von 3 m und schließ- davon ist, daß das Verschlußblatt bereits nach Zulich dem Landschafts-Symbol eine Entfernungs- rücklegen einer dem Winkelweg Beta entsprechenden einstellung »00« (unendlich). Wie aus F i g. 1 und 2 25 Ausschwingweite auf den Reflexanschlag auftrifft, ferner ersichtlich, besitzt der der Belichtungszeit- womit die Bewegungsumkehr früher veranlaßt und einstellung dienende Steller 10 über die beiden infolgedessen eine kürzere Zeit gebildet wird. Diese zur Zeitvorwahl bei Tageslichtaufnahmen vorgesehe- kurze Belichtungszeit, von beispielsweise V60 see, ist nen Symbolen hinaus eine zusätzliche, durch ein bei der vorgenommenen Belichtungseinstellung ohne Blitz-Symbol gekennzeichnete Einstellage »Blitz«, 30 weiteres Zutun des Photographierenden mit einr*n auf die der Steller 10 eingestellt (F i g. 2) keinen Ein- Entfernungswert von 1,5 m gepaart,
fluß mehr auf die Zeitbildung auszuüben vermag. In Die Bedeutung und die Vorteile des zusätzlichen dieser Einstellage, d. h. bei Durchführung von Blitz- Blitzzeitstellers 14 für die Bedienung einer Kamera lichtaufnahmen, übernimmt die Funktion des Zeit- werden nachstehend an Hand der Diagramm-Aufstellers 10 der diesem zugeordnete Entfernungssteiler 35 zeichnungen in Fig.4 noch etwas eingehender erläu-12, welcher zu diesem Zweck mit einem Blitzzeitstel- tert. Dort ist an Hand von Lichtstrom-Zeit-Diagramler 14 fest verbunden ist. An letzterem wiederum ist men aufgezeigt, wie bei einer bestimmten Entfernung ί eine in sich abgesetzte Steuerkante 14 a ausgebildet, durch Wahl einer bestimmten Belichtungszeit die für j die der Beeinflussung der Lage eines unter der Wir- die Belichtung richtige Lichtmenge begrenzbar ist. \ kung einer Feder 15 stehenden Reflexschiebers dient. 40 Im Ausfühningsbeispiel eines Objektiwerschlusses ' Dieser in Führungen 17 beweglich geführte Schieber mit konstanter Blendeneinstellung gemäß F i g. 1 16 weist einen im Wirkungsbereich der Steuerkante bis 3 ist davon ausgegangen, daß der Blitzlampe bei 14α liegenden Mitnehmerstift 16a, ferner einen wei- einer mittleren Filmempfindlichkeit, z.B. 18° DIN, teren Mitnehmerstift 166 auf, der mit einer am Be- die Leitzahl 24 zugeordnet ist und daß die konstante lichtungszeitsteller 10 zusätzlich ausgebildeten Steu- 45 Blendenöffnung des Objektivs »8« betrage. In dieerkante 10 c zusammenarbeitet. Aufgabe dieser Steu- sem Falle wird bei einer Aufnahmeentfernung von erkante ist es, den Reflexschieber 16, der anstelle des 3 m die volle Lichtabstrahlung der Blitzlampe benö-Reflexhebels 8 bei Durchführung von Blitzaufnah- tigt (Leitzahl 24 = 3 m X Blende 8). Dementspremen die kurze Zeit von V60 see bildet, bei sämtlichen chend ist dieser Entfernung eine Belichtungszeit zu-Belichtungszeiteinstellungen im Tageslichtbereich 50 geordnet, die während des Offenseins des Verschlusaus der Bewegungsbahn der Anschlagkante 2b des ses die gesamte Lichtabstrahlung photographisch Verschlußblatts 2 herauszuhalten. Bei Durchführung wirksam werden läßt. Diese Bedingung ist mit dei von Tageslichtaufnahmen wird somit entweder der Belichtungszeit von etwa V80 see bei 3 m Entfernung durch die Steuerkante 10 a in seine Lage beeinfluß- erfüllt.
bare Reflexhebel 8 (kurze Belichtungszeit) oder der 55 Für eine Aufnahme mit einer Entfernung von nui ortsfeste Reflexanschlag 7 Gange Belichtungszeit) 1,5 m ist dagegen eine wesentlich geringere Lichtwirksam, menge erforderlich, und zwar würde sich nach dei Wird indessen, wie in Fig,2 veranschaulicht, der Leitzahlgleichung eine Blendenöffnung ergeben, die Belichtungszeitsteuer 10 zum Zwecke der Durchfall- um zwei Stufen weiter geschlossen ist als bei einei rung von Blitzlichtaufnahmen von der in F i g. 1 dar- 60 richtig belichteten Aufnahme mit einer Entfernunj gestellten Einstellage auf die zusätzliche Einstellage von 3 m. Diese wesentlich geringere Lichtmeng* »Blitz« umgestellt, ferner das Gruppen-Symbol des kann infolge Fehlens einer veränderbaren Blend« Emfernungsstellers 12 bzw. Blitzzeitstellers 14 der nicht kompensiert, vielmehr nur dadurch bemessei ortsfesten Marke 13 gegenübergestellt, so haben werden, daß der Entfernung von 1,5 m eine wesent diese Emstellvorgänge eine Rückstellung sowohl des 65 Hch kürzere Belichtungszeit als der Entfernung voi Reflexanschlags 8 als auch des Reflexschiebers 16 3 m zugeordnet wird. In der Darstellung gemäß aus der Bewegungsbahn der Anschlagkante 2b des Fig.5 ist diese Belichtungszeit mit etwa V68SeC an Verschlußblatts 2 zur Folge. Dies bedeutet, daß das gegeben. Weiter ist hieraas ersichtlich, daß durch dii
wesentlich kürzere Belichtungszeit nur die anfängliche Lichtabstrahlung für die Aufnahme nutzbar gemacht wird, während der Hauptteil der Lichtabstrahlung erst nach Wiederschließung des Verschlusses erfolgt. Dieser Anordnung kommt insofern eine besondere Bedeutung zu, als Blitzlampen heute zum weitaus größten Teil in Form von »Blitzwürfel« Verwen-
dung finden, wobei diese unabhängig von der jeweili gen Herstellerfirma ein standartisiertes Lichtstrom Zeit-Diagramm besitzen. Damit ist in besonders gün stiger Weise gewährleistet, daß die gemäß der Erfin dung festzulegenden Entfernungs-Belichtungszeit Paarung stets zu optimalen Belichtungsverhältnissei führen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 64!

Claims (2)

einem Objektiv kleinerer Lichtstärke z. B. 1:8 ausPatentansprüche: gestattet, wobei zwecks Erreichen günstigster Schärfentiefe-Zonen in Anpassung an die Aufnahmeob-
1. Phptographische Kamera mit einem mittels jekte die Möglichkeit der Einstellung auf zwei bis eines EntfemungsteUers einstellbaren, einen kon- S drei, meist durch Symbole gekennzeichneten fcntferstanten Blendenwert aufweisenden Objektiv so- nungswerte gegeben ist Auf Grund des Fehlens einer wie einem Objektiv-Verschluß mit einer minde- einstellbaren Blende ist bei diesen Kameras jedoch stens zwei Belichtungszeiten erbringenden Zeit- eine Lichtmengendosierung in Abhängigkeit von der bildungseinrichtung, von denen die eine Beiich- Entfernung nicht möglich. Mit der Bedienungsanleitungszeit sowohl für Tageslichtaufnahmen bei be- ίο tung dieser Kamera ist deshalb die Anweisung gegedecktem Himmel als auch zur Erfassung der vol- ben, daß Blitzüchtaufnahmen innerhalb eines beien Lichtabstrahlung einer Blitzlampe bei Durch- stimmten eingeschränkten Entfernungsbereichs, z. B. führung von Blitzlichtaufnahmea geeignet ist und 1,5 bis 3 m, durchgeführt werden sollen. Dabei verdie andere Belichtungszeit für Tageslichtaufnah- hält es sich im allgemeinen so, daß bei der größten men bei Sonnenschein vorgesehen und daher kür- 15 angegebenen Entfernung von 3 m eine normale Bezer ist, vorzugsweise von etwa der halben Dauer lichtung des Negativs erzielt wird, während kürzere der ersten, dadurch gekennzeichnet, Aufnahmeentfernungen überbelichtete Aufnahmen daß der Entfernungsstdler (12) mit einem Ein- zur Folge haben können. Dies kann unter Berückfluß auf die Zeitbildungseinrichtung ausübenden sichtigung des relativ niedrigen Kaufpreises einer sol-Blitz-Zeitsteller (14) verbunden ist und daß der ao chen Kamera sowie unter dem Gesichtspunkt, daß der Belichtungseinsteilung dienende Steller (10) bei solchen Kameras häufig Schwarz-Weiß-Filme veraußer den verschiedenen Belichtungszeiten ent- wendet werden, in Kauf genommen werden, denn sprechenden Einstellagen eine besondere Einstell- Schwarz-Weiß-Filme ergeben im Falle einer Uberbelage »Blitz« aufweist, in der der Einfluß des Be- lichtur? um etwa zwei Blendenstufen immer noch lichtungszeitstellers aufgehoben und an dessen as kopierfähige, akzeptable Photos. Im Hinblick auf die Stelle der mit dem Entfemungssteller in Verbin- zunehmende Verwendung von Farbfilmen, auch bei dung stehende Blitz-Zeitsteller wirksam ist, der- Kameras mit niedrigem Kaufpreis, bedeutet der geart, daß einer kleinen Entfernung eine kurze Be- sclSülderte Zustand indessen ein echter Mangel, da lichtungszeit und einer größeren Entfernung eine der Belichtungsspielraum bei Farbfilmen wesentlich längere Belichtungszeit zugeordnet ist. 30 geringer als bei Schwarz-Weiß-Fflmen ist. Insbeson-
2. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dere deutlich kann dieser Mangel bei Porträtaufnahdadurch gekennzeichnet, daß Entfernungssteiler men in Erscheinung treten, weil dort einerseits die (12) und Blitz-Zeitsteller (14) zu einer Einheit Aufnahmeentfernung meist nur etwa 1,5 m beträgt, zusammengefaßt sind. während andererseits eine möglichst ausgeglichene
35 Belichtung und natürliche Farbwiedergabe gefordert wird, wenn diese Aufnahmen bei den photographier-
ten Personen Anklang finden sollen.
Beachtung verdient in diesem Zusammenhang ferner der weitere Umstand, daß Kameras vorstehender
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