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Einrädrige Schubkarre Die Erfindung betrifft eine einrädrige Schubkarre,
insbesondere zum Befördern von Baumaterialien, wie Beton od.dgl., deren Karrenradachse
in einem Schwenkarm oder Schwenkgabelbügel gelagert ist, der aus einer in Bezug
auf die Karrengriffe jenseits des Karrenwannenschwerpunkts anschlagenden Ruhestellung
in eine näher bei den Karrengriffen anschlagende Fahrstellung schwenkbar ist. Eine
derartige Schubkarre hat die Eigenschaft, daß der Auflagepunkt des Karrenrades in
der Fahrstellung dicht unter dem Wannenschwerpunkt zu liegen kommt, so daß selbst
unter großer Last die Karre an den Handgriffen gehoben und transportiert werden
kann, in der Beladestellung jedoch genügend weit vom Wannenschwerpunkt entfernt
zu liegen kommt, um einen stabilen Stand sicherzustellen. Das Umschwenken aus der
einen in die andere Stellung erfolgt durch Niederdrücken der Handgriffe und damit
verbundenem Anschwenken des jenseits der Stützbeine befindlichen Karrenteils vom
Erdboden, wobei das Karrenrad unter Eigengewicht abwärts schwingt und ein wenig
über seine lotrechte Pendel lage nach der gegenüberliegenden Seite hinausschwingt,
wobei es dann durch Loslassen der Handgriffe mit dem Erdboden wieder Berührung findet.
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Bei einer bekannten Ausführung dieser Art ist die Schwenkachse über
dem Wannenboden und vor der Vorderkante der Wanne angeordnet. In der Fahr- wie auch
in der Ruhestellung liegt die Karrenradachse unter der Schwenkachse. Die beiden
Anschläge liegen in getrennten Ebenen. Diese aus der österr.Patentschrift 121 085
bekannte Schubkarre ist hauptschlich zur Aufnahme eines ;Iischkastens bestimmt.
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Demgegenüber ist Aufgabe der Erfindung, die Schubkarre mit einer
Wanne an sich üblicher Form in einer Größe auszurüsten, die wenigstens 100 Liter
flüssigen Beton faßt, uln die gesamte Charge einer hierfür ausgelegten :4ischmaichine
'aufneilmen zu können, deren rationeller Betrieb ein vollständiges Entleeren in
einer einzigen BetrS phase wünschenswert
macht, insbesondere bei
Kipptrommelmischern. Für eine derartigen Anforderungen entsprechende Schubkarre
ist die bekannte Ausführung wegen der geschilderten ;merkmale nicht geeignet.
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Zur Lösung der gestellten Aufgabe schlägt die Erfindung die Anordnung
der Schwenkachse unter dem l7annenboden der Schubkarre vor. Dadurch läßt sich die
Wanne, die aus Gründen der Transportierbarkeit über eine bestimmte Breite hinaus
nicht verbreitert werden darf und auch in ihrer Höhe beschränkt ist, so weit verlängern,
daß sie 100 Liter faßt, ohne daß sie von der üblichen bewährten Grundgestaltung
abzuweichen braucht.
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Die Erfindung bevorzugt eine Ausgestaltung, bei der die Schwenkachse
in Fahrtrichtung hinter der Vorderkante der Wannenausschüttrutsche angeordnet ist.
Damit gewinnt man bei einem Durchmesser für das luftbereifte Karrenrad, das gute
Fahreigenschaften hat, noch ausreichend Platz für eine Schwenkarm- oder Gabelbügel-Länge,
die einerseits das Karrenrad in der Fahrstellung genügend dicht an die Schwerpunktprojektion
heranschwenken läßt, andererseits die Vorderkante der Wannenausschüttrutsclle mit
einer möglichst niedrigen Höhe stehen läßt.
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In Weiterbildung des Erfindungsgedankens schlägt die Erfindung solche
Anschläge vor, daß die Karrenradachse in der Fahrstellung unter der Schwenkachse
und in der Beladestellung über der Schwenkachse liegt. Die Karre ist also dadurch
in der Fahrstellung höher als in der Beladestellung.
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Die niedrigere Stellung ermöglicht es, die Schubkarre in und beladenem
Zustand unter eine Mischmaschine üblicher Bauart, insbesondere einen Kipptrommelmischer,
zum unmittelbaren Überladen der Maschinen-Charge in die Schubkarrenwanne zu fahren,
dabei aber doch in der Fahrstellung unter Last eine dem Stütibein genügend Bodenfreiheit
einräumende Höhe beizubehalten, wobei die Oberkante der Wanne ringsum in einer annähern
waagrechten Ebene liegt.
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Aus Gründen der Einfachheit liegen die beiden Anschläge gemäß einem
weiteren Vorschlag der Erfindung in einer Ebene.
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Die Ebene liegt zweckmäßig parallel zur Wannenausschüttrutsche.
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Sowohl in Fahr- alo auch in Beladestellung hält dabei das
Karrenrad
gleichen Abstand von der Wannenausschüttrutsche.
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Die Wannenausschüttrutsche wird dabei verhältnismäßig weit vor laden
und bedarf daher einer an sich bekannten Stütze in Richtung auf das Schwenkarmlager
zu. Die Gröese der Last erfordert andererseits auch einen an sich bekannten vor
das Karrenrad ragenden Kippbügelausleger zum Kippen der Schubkarre zwecks Ausleerens
der Wanne über die Wannenausschüttrutsche. Um für die Stütze ein statisches Optimum
zu erreichen, das ihr zugleich beim Kippen um den Kippbügelausleger die Funktion
einer ständig wirksamen Stoßstange verleiht, wird von der Erfindung noch vorgeschlagen,
daß die Stütze einem Kreisaussohnitt um die ideelle Kippachse des Kippbügelauslegers
folgt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 eine Längsseitenansicht in Beladestellung, Fig. 2 eine Draufsicht
zu Fig. 1, Fig. 3 eine Längsseitenansicht in Fahrstellung, Fig. 4 eine Längsseitenansicht
in Rippstellung.
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Die Wanne 1 ist zusammen mit ihrer Ausschüttrutsche 2 aus einem Stück
Tiefziehblech gezogen und auf den beiden Holmen 3 befestigt, vorzugsweise im Bereich
der Stützbeine 4, die untereinander bei 5 verstrebt sind, wobei die Teile 4 und
5 aus einem gemeinsamen Rohr geformt sind. Die Holme 3 enden an ihrem einen Ende
in den Handgriffen 6 und an ihrem anderen Ende in einem vor das Karrenrad 7 ragenden
KippbügeA-ausleger 8. Einem Kreisausschnitt 9 um die ideelle Kippachse 10 des Kippbügelauslegers
8 folgt eine Stütze 11 zwischen der Ausschüttrutsche 2 und der Konsole 12 mit ihrem
Schwenklager 13 für den Schwenkarm oder Schwenkgabelbügel 14, in dem das Laufrad
7 bei 16 gelagert ist. Stütze 11 und Konsole 12 sind aus einem Teil geformt und
mit den Holmen 3 bei 17 verbunden.
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Der Scllwenkgabelbügel 14 stützt sich entweder auf dem einen oder
auf dem anderen Teil einer Ebene ab, die somit Anschläge 15 für 0 zwei um 180 verschwenkte
Schwenkstellungen bildet. Die gemeinsame Ebene der Anschläge 15 liegt parallel zur
Wannenausschüttrutsche 2. In der Beladestellung der Fig.l kommt die Karrenradachse
16 durch die Anschlagsebene 15 über der Schwenkachse 13 zu liegen, womit die Karrenhöhe
niedriger wird, in
der Fahrstellung der Fig. 3 kommt die Karrenradachse
16 durch die Anschlagsebene 15 unter der Schwenkachse 13 zu liegen, womit die Karrenhöhe
höher wird. In der Fahrstellung liegt der Stützpunkt des Laufrades auf dem Erdboden
dichter bei dem Schwerpunkt s und hat das Stützbein 4 ausreichende Bodenfreiheit,
wie Fig. 3 zeigt. In der Beladestellung befindet sich der Stützpunkt des Laufrades
7 auf dem Erdboden weiter weg von der Projektion des Schwerpunktes s und ist wegen
der erniedrigten Karrenhöhe h unter einen lipptrommelmischer m im unbeladenen Leerzustand
fahrbar. Beim Kippen gemäß Fig. 4 zum Entleeren des Wanneninhalts über die Wannenausschüttrutsche
2 in einen Trog t oder in Schalungen wird die Karre um die ideelle Kippachse 10
des Kippbügelauslegers 8 hochgekippt. Dabei bilden die/Kreisausscnitten9 folgenden
Vorderkanten der dreieckförmigen Flügelrippen der Stütze 11 ständig wirksame Stoßstangen
zum Schutz der annenausschüttrutsche 2 neben ihrer Abstützwirkung.
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Die Erfindung ermöglicht sowohl in der in Fig0 1 als auch in der
in Big.3 gezeigten Betriebsstellung eine Waagerechthaltung der Wannenoberkante ringsum
und damit die Nutzung des gesamten Wannenvolumens.