DE1946C - Bewegbare Zimmer-Heizvorrichtung ohne Feuerung und ohne Rauchrohr - Google Patents

Bewegbare Zimmer-Heizvorrichtung ohne Feuerung und ohne Rauchrohr

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DE1946C
DE1946C DENDAT1946D DE1946DA DE1946C DE 1946 C DE1946 C DE 1946C DE NDAT1946 D DENDAT1946 D DE NDAT1946D DE 1946D A DE1946D A DE 1946DA DE 1946 C DE1946 C DE 1946C
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DE
Germany
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DENDAT1946D
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English (en)
Original Assignee
O. van Hagen, Architekt, in München
Publication of DE1946C publication Critical patent/DE1946C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24HFLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
    • F24H7/00Storage heaters, i.e. heaters in which the energy is stored as heat in masses for subsequent release
    • F24H7/02Storage heaters, i.e. heaters in which the energy is stored as heat in masses for subsequent release the released heat being conveyed to a transfer fluid
    • F24H7/0275Storage heaters, i.e. heaters in which the energy is stored as heat in masses for subsequent release the released heat being conveyed to a transfer fluid using solid fuel
    • F24H7/0283Storage heaters, i.e. heaters in which the energy is stored as heat in masses for subsequent release the released heat being conveyed to a transfer fluid using solid fuel the transfer fluid being air

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  • Central Heating Systems (AREA)

Description

1878.
Klasse 36.
OTTO van HAGEN in MÜNCHEN. Bewegbare Zimmer-Heizvorrichtung ohne Feuerung und ohne Rauchrohr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Februar 1878 ab.
Dieser Zimmer-Heizofen unterscheidet sich von den bisherigen dadurch, dafs er weder Feuerung noch Rauchrohr hat und lediglich zur Aufnahme von Heizkörpern dient, welche vorher aufserhalb des zu heizenden Raumes glühend gemacht und dann in den Ofen eingesetzt werden. Die eigenthümliche Construction des letzteren bewirkt eine ausgiebige Circulation der Zimmerluft, welche dem Heizkörper in regelmäfsigem Zuge zugeleitet wird und sich, nachdem sie von demselben erwärmt wurde, wieder im Zimmer verbreitet.
Der Ofen besteht aus drei Theilen, und zwar (s. Fig. 1):
1. Untersatz A mit Luftzuführungsrohr a.
2. Mittelsatz B mit Heizkörper.
3. Aufsatz (Helm, Haube) C.
i. Der Untersatz (das Gestell) A besteht aus einem eisernen Drei- oder auch Vierfufs, ist auf Rollen fahrbar, hat in der Mitte ein Luftzuführungsrohr α α, um die Zimmerluft am Fufsboden anzusaugen und in den Apparat zu leiten, und oben einige Wasserbehälter b b, um die Zimmerluft feuchtwarm zu halten.
. ■ 2. Der Mittelsatz B besteht aus einem äufseren Cylindermantel von Eisenblech c c und eben solchem Boden, welch letzterer in der Mitte eine runde Oeffnung hat und unten unmittelbar über dem Chamottboden ringsum mit kleinen Zugöffnungen d d versehen ist, die durch Schieber zum Reguliren der Zimmerwärme beliebig geschlossen oder geöffnet werden können. Oben befindet sich eine Rinne e e mit Sandfüllung. Auf dem Eisenblechboden ruht ein kranzartiger Chamottboden // mit runder Oeffnung in der Mitte. Dieser Chamottboden trägt einen Chamottcylinder gg. Zwischen Chamottcylinder gg und äufserem Eisenblechcylinder c c ist ein Zwischenraum gelassen. Innerhalb dieses Chamottcylinders ruht auf dessen Chamottboden// der eigentliche Heizkörper h h, welcher verschiedene Formen und Gröfse haben kann, wie Fig. i, 2 und 3 im Profil und im Grundrifs zeigen. Derselbe wird aus einer feuerfesten Masse (Schmiedeisen, Chamott, Gufsstahl) hergestellt und in einer besonders eingerichteten Kohlen- oder Koksfeuerung in der Küche oder sonst einem passenden Orte bis zur Glühhitze erwärmt. Die Heizkörper, wie sie z. B. Fig. 1 und 2 zeigen, werden mittelst Feuerhaken in glühendem Zustande aus der Feuerung herausgehoben und in den Apparat eingestellt; die Heizkörper, wie in Fig. 3, 4 und 5, werden mittelst Zangen gehoben.
3. Der Aufsatz (Helm) C ist halbkugelförmig, kann aber auch eine kegelförmige Gestalt haben. Der äufsere Mantel ist wieder Eisenblech und hat ihnen einen zweiten Mantel von Eisenblech. Zwischen beiden Mänteln ist Sand eingefüllt (s. Fig. ι und 2), es kann aber auch (nach Fig. 3) ein schmiedeisernes Gerippe hergestellt und mit kleinen Fensterchen aus amerikanischem Mika oder Marienglas (Glimmerschiefer) geschlossen werden. Oben ist eine nach Art der luftdichten Ofenthüren luftdicht zu schliefsende runde Oeffnung mit Klappe i. Durch sein Eigengewicht drückt sich dieser Helm T in die Sandrinne e des Mittelsatzes ein und bewirkt so eine luftdichte Schliefsung zwischen beiden Theilen.
Alle drei Theile sind tragbar und können von einer einzelnen Person leicht gehandhabt werden. In seiner Zusammenstellung ist der ganze Apparat nicht höher wie 1,5 bis 1,8 m, kann also auch in den niedrigsten Zimmern Aufstellung finden. Zum Gebrauche des Apparates hat man nur den Mittelsatz zur jedesmaligen Füllung nach der Küche zu tragen und dort den Einsatz einzustellen; so gefüllt wird derselbe im Zimmer auf den Untersatz gehoben und mit dem Helme geschlossen. Untersatz oder Gestell und Aufsatz oder Helm können im Zimmer verbleiben, und nach erfolgter Heizung eines Zimmers kann der ganze Apparat aus dem geheizten in ein anderes zu heizendes Zimmer gerollt oder nach Bedürfnifs aus den Zimmern ganz entfernt werden.
Man hat es vollständig in seiner Gewalt, je nach Belieben eine schnelle, mittelmäfsige oder langsame Zimmererwärmung zu erzielen. Soll ein Zimmer schnell erwärmt werden, so wird (Fig. 1) die obere Klappe i geöffnet, die unteren Luftschichten des Zimmers treten durch das Rohr a und die Oeffnungen d in den Apparat ein und oben wieder aus. Nach einiger Zeit wird dann die Klappe i geschlossen (Fig. 2) und es folgt eine mäfsig schnelle Erwärmung. Nach wieder einiger Zeit werden alsdann auch die Oeffnungen d theilweise oder sämmtlich geschlossen (Fig. 3), und es findet eine ganz langsame, an-

Claims (11)

haltende Erwärmung statt, passend für Schlafzimmer während der Nacht. Der Heizkörper h im Grundrifs, Fig. 3, ist eine spiralförmig gebogene Blechtafel, der Chamottboden f dazu ist mit runden Oeffnungen versehen, wie die punktirten Kreise andeuten.. Die Fig. 4 und 5 sind Grundrisse verschiedener Querschnitte der Heizkörper h zu kleineren Apparaten, für Eisenbahn waggons und Schiffskajüten. Es können aber auch in den Chamottcylinder g zwei, drei oder mehr 25 bis 30 cm lange Stücke alter Eisenbahnschienen eingestellt oder der ganze Cylinder g mit alten Schienenlaschen, Schraubenbolzen etc. angefüllt werden. Der Chamottboden / wird für solchen Fall mit einer grofsen Anzahl kleiner Löcher von 1 bis 1,5 cm Durchmesser hergestellt. Fig. 6 ist Grundrifs und Profil der in der Küche aufzustellenden Feuerung im lichten Räume, ohne Ummantelung dargestellt und zu vier Heizkörpern nach Fig. 1 berechnet. Nimmt man zur Ummantelung die Länge eines Ziegels (25 cm) an, so ergiebt sich, dafs diese Feuerungsanlage nicht gröfser ausfällt als ein gewöhnlicher Kochherd. Da diese Feuerung gewöhnlicher Construction ist und nichts Neues enthält, so ist sie in der Zeichnung nur angedeutet. Fig. 7 und 8 sind Grundrisse zu Feuerungen mit Heizkörpern nach den Fig. 2, 4 und 5. Als Vortheile der neuen Heizmethode giebt der Erfinder an:
1. Jede Feuerung in den Zimmern selbst wird vermieden, also auch die damit verbundene Gefahr, Verunreinigung und Bedienung der bis jetzt gebräuchlichen Oefen.
2. Unter den Gefahren, die mit dem neuen Apparat von den Zimmern abgehalten werden, sind hauptsächlich Verbrennen der Kinder und Vergiftung durch Kohlenoxydgas zu nennen.
3. Räume, die bisher nicht erwärmt werden konnten (Schlafkammern oder kleine Stuben und Nebenräume der Wohnungen), weil kein Schornsteinrohr vorhanden, können im Bedarfsfalle erwärmt und im Winter also eher nutzbar gemacht werden.
4. Alle zu Ofenheizungen bestimmten Schornsteinanlagen oder sonstige Röhren und Kanäle zu Centralheizungen, durch welche die Wände geschwächt werden, fallen fort.
5. Für jede Wohnung ist nur in der Küche neben der Küchenfeuerung noch eine besondere Feuerungsanlage für die Heizkörper oder Einsätze A der neuen Oefen nöthig.
6. Ersparung an Baukosten durch Fortfall der Schornsteinröhren und der jetzt gebräuchlichen Zimmeröfen, die oft recht theuer sind.
7. Raumersparung in den Zimmern.
8. Die neuen Heizapparate können, da sie auf Rollen fahrbar sind, in jeder beliebigen Zimmerecke oder auch in der Mitte des Zimmers aufgestellt und nach geschehener Heizung aus dem Zimmer ganz entfernt werden.
9. Der Apparat ist billiger als der billigste Ofen, leistet in sanitärer Beziehung dasselbe wie ein Kachelofen und ist nicht so schädlich wie die eisernen Oefen der verschiedenen Constructionen, da nur Schmied- oder Walzeisen zur Verwendung kommt und Gufseisen ganz ausgeschlossen ist.
10. Er ist ein vortrefflicher Eisenbahn-Waggonofen, indem auf bestimmten Stationen der ganzen Strecke die Ersetzung der erkalteten Einsätze durch erwärmte stattfinden kann und er sonst gar keiner weiteren Bedienung bedarf. Aus ähnlichen Gründen auch als Kajütenofen vortheilhaft.
11. Dadurch, dafs die Feuerung in den Küchen mit Kohlen, Koks u. s. w. geschieht und Holzfeuerung vermieden wird, dürfte auch ein Vortheil in national-ökonomischer Beziehung zu verzeichnen sein.
Dafs der Apparat für bessere Wohnungen und Luxusräume hübscher als auf beiliegender Zeichnung ausgestattet werden kann, versteht sich von selbst.
Patent-Anspruch: Im allgemeinen: Ein transportabler Zimmer-Heizofen, der zur Aufnahme von Heizkörpern dient, die aufserhalb des zu heizenden Raumes erwärmt werden, und derart eingerichtet ist, dafs die Zimmerluft durch regelmäfsige und regulirbare Circulation um den Heizkörper gleichmäfsig und vollkommen erwärmt wird, wie dies oben beschrieben wurde.
Im besonderen: Die oben beschriebenen und in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Ofenconstructionen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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