DE142C - Ventilationsofen - Google Patents
VentilationsofenInfo
- Publication number
- DE142C DE142C DE000000000142DA DE142DA DE142C DE 142 C DE142 C DE 142C DE 000000000142D A DE000000000142D A DE 000000000142DA DE 142D A DE142D A DE 142DA DE 142 C DE142 C DE 142C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- air
- room
- chimney
- ceiling
- stove
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Landscapes
- Solid-Fuel Combustion (AREA)
Description
1877.
Klasse 36.
W. BORN in MAGDEBURG. Ventilations-Ofen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1877 ab.
Diese Ofenconstruction vereinigt die Eigenschaften und Vortheile der eisernen Oefen mit
denen der Kachelöfen. Die angenehme, gleichförmige Erwärmung durch letztere ist verbunden
mit der schnellen Heizung durch erstere.
Der Ofen ist dargestellt in den Figuren 1 bis 6 der beiliegenden Zeichnung.
Die Feuerung erfolgt auf einem Planroste, der mit feinen, geschliffenen Roststäben für jede Art
Brennmaterial in passender, freier Fugenweite eingerichtet wird; von einer Kunstfeuerung mit
Regulirung ist Abstand genommen, damit die Bedienung mit der möglichst geringsten Aufmerksamkeit
und Geschicklichkeit erfolgen kann, und wegen der Notwendigkeit, welche das
System in Bezug auf Ventilation mit sich bringt, so schnell als möglich ein recht grofses
Feuer zu machen und so kurze Zeit als möglich zu heizen.
Die Feuergase vertheilen sich über dem Roste, indem sie durch einige von einander abstehende
Chamotte-Formsteine Fgehen, welche gleichzeitig
das obere Mauerwerk tragen und eine solche Vertheilung der Feuerluft bewirken, dafs
dieselbe in dem LJ-förmigen Querschnitt Fig. 3, a, b, c, d, e, f, g, h zwischen Mauerwerk c, d,
e, f und Eisenmantel a, b, g, h, zum Theil
auch in der OefFnung O mitten durch Mauerwerk
hindurch in die Höhe steigen kann, um dann unter der eisernen Decke D, Fig. 1 und 5,
entlang nach unten in den Querschnitt, Fig. 3, i, k, I, m, n, o, f, q zu steigen, zwischen Mauerwerk
11, ο, p, q und Eisenmantel i, k, I, m.
Von unten führt dann das Rohr R die ausgenutzten Gase zum Schornstein.
Von besonderer Wichtigkeit ist hierbei die eigenthümliche, schlitzartig auseinander gezogene
Form der Züge und die »practisch ermittelte« Dimension der Breite von etwa 40 mm, durch
welche es erreicht wird, dafs beim stärksten Feuer der aus Gufseisen oder aus schmiedeeisernen
Blechen hergestellte Mantel niemals rothglühend werden kann. Ein speciell zur Erprobung dieses Satzes angelegter
Ofen, dessen ganzer Feuerraum über Rost voll böhmische Braunkohlen gepackt wurde, die mit
Steinkohlen gemischt waren, ist trotz des damit erzielten grofsen Feuers nicht glühend geworden.
Diese Anordnung der Züge gestattet aufserdem eine aufserordentlich schnelle und bequeme
Reinigung des Ofens. Zu dem Zwecke ist die Decke D in mehrere Theile zerlegt, welche in
»Sanddichtung« ruhen und mit den angebrachten Handgriffen leicht abgehoben werden
können. Darauf wird in die Decke D ein, jedem Ofen beizugebender, Holzrahmen eingesetzt,
welcher über den schlitzartigen Zügen auch einen feinen Schlitz erhält, durch den man
einen Draht steckt mit einer unten befestigten Bürste; mittelst dieser eigenthümlichen Vorrichtungen
erzielt man eine sehr schnelle, bequeme Reinigung, ohne dafs Rufs und Staub in die Wohnung dringen kann.
Wenn das Feuer noch in vollem Brennen ist, werden vorn die Thüren T T, Fig. 1 und 2,
geschlossen, so bald man die gewünschte Temperatur in dem zu heizenden Räume erreicht hat.
Der Ofen ist dabei von absoluter Gefahrlosigkeit, weil sich vom Rost bis in den Schornstein weder
eine Klappe noch ein Schieber vorfindet, jede Kohlenoxyd-Vergiftung und jegliche Explosion,
wie sie z. B. bei Meidinger Ofen vorkommen, ist vollkommen unmöglich bei diesen Anordnungen.
Das Zurückhalten der Wärme im Ofen erfolgt, nachdem die Thüren T T geschlossen
sind, dadurch, dafs man gleichzeitig die Thür K hinten am Ofen öffnet, so dafs der in Fig. 4
angedeutete Strom kalter Luft, welcher' durch den während der Heizperiode erwärmten Schornstein
abgesogen wird, den Abschlufs gegen das Entweichen der Wärme bildet. Man kann auf
diese Weise thatsächlich den Ofen Tag und Nacht lang unten offen stehen lassen und mit
Ausnahme der kurzen Zeit, wo gefeuert wird, continuirlich ventiliren, ohne dafs das
Zimmer abgekühlt wird.
Mit dieser Anordnung ist es ermöglicht, die seither in den Schornsteinen unbenutzt verloren
gegangene Wärme vollständig auf Luft - Erneuerung auszunutzen; zwanzig bis zweiundzwanzig
Stunden lang kann der Schornsteiu für die Luft-Erneuerung vollständig verwendet werden;
man hat mit dieser Einrichtung also ein äufserst einfaches und billiges Verfahren, die Luft-Erneuerung
umsonst in jede Wohnung mit Vermeidung aller anderweiten künstlichen Vorrichtungen
einzuführen.
Man hat bei einzelnen Heiz-Systemen gleichzeitig beim Feuern auch den Schornstein zum
Absaugen der Luft benutzt; das konnte aber
Claims (6)
1. Die Anordnung schlitzartiger Züge zwischen schlechten und guten Wärmeleitern zwecks
gleichzeitiger schneller Abgabe und Aufspeicherung der Wärme, sowie zwecks Verhütung
des Glühendwerdens der als gute Leiter dienenden Metallplatten, wie oben beschrieben.
2. Die Anordnung von Kanälen am Fufse des Ofens vom Zimmer nach dem Schornstein zwecks
Luft-Erneuerung im Zimmer bei gleichzeitiger Zurückhaltung der aufgespeicherten Wärme,
wie oben beschrieben.
3. Die Anordnung von Kanälen am Ofen von aufsen durch den Ofen nach dem Zimmer
bezw. unter der Decke des Zimmers von aufsen in das Zimmer behufs Erneuerung derZimmerluft, gleichzeitiger Dienstbarmachung
der an der Decke befindlichen, warmen Luftschichten bei Vermeidung der Zugluft und
bei gleichzeitiger Oeffnung des unter 2 angegebenen Kanals vom Zimmer in den Schornstein,
wie oben beschrieben.
4. Die bequemen Reinigungsvorrichtungen mit Einsetzen eines Holzrahmens in die Decke
des Ofens bei Verhinderung des Eintritts von
. Rufs und Staub in die Zimmer während des Reinigens, wie oben beschrieben.
5. Die Nutzbarmachung aller vorhandenen, direct geheizten Schornsteine als Ventilatoren für Luft-Erneuerung
bei gänzlicher Oeffnung der Schornsteine während 20 — 22 Stunden des Tages,
wie oben beschrieben.
6. Die Construction der Vereinigung aller dieser Vortheile in ein in einander greifendes, in
■ sich geschlossenes System eines, Ventilations-Ofens.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE142T | 1877-07-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE142C true DE142C (de) |
Family
ID=70917884
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000000142DA Expired - Lifetime DE142C (de) | 1877-07-26 | 1877-07-26 | Ventilationsofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE142C (de) |
-
1877
- 1877-07-26 DE DE000000000142DA patent/DE142C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3750611T2 (de) | Konvektorheizung. | |
| DE3044691A1 (de) | Klimatisierungseinrichtung fuer einzelraeume u.dgl. mit einer heizeinrichtung | |
| DE142C (de) | Ventilationsofen | |
| CH677697A5 (en) | Furnace with movable glass windows | |
| EP1411295A1 (de) | Ofen oder Kleinfeuerungsanlage | |
| DE102011052267B4 (de) | Hallendeckenheizsystem mit brennwerttechnik | |
| DE2821C (de) | Heiz-System für Oefen | |
| DE833691C (de) | Kuechenherd in Verbindung mit Warmluftheizung | |
| DE16075C (de) | Neuerungen an Tafelherden | |
| AT222851B (de) | Einrichtung zur Beheizung von Räumen | |
| EP1939530B1 (de) | Zusatzeinrichtung für Kaminöfen | |
| DE814645C (de) | Heizofen, insbesondere fuer Haushaltszwecke | |
| DE800247C (de) | Vorrichtung zur Raumheizung durch Luftumwaelzung | |
| DE29900121U1 (de) | Kaminofen | |
| DE3416115C2 (de) | Wasser/Luft-Heizkessel | |
| DE468234C (de) | Feuergas-Luftstromerwaermer | |
| DE833396C (de) | Heissluftherd | |
| DE102006010717B4 (de) | Vorrichtung zur Verbrennung fester Brennstoffe | |
| DE29708859U1 (de) | Saunaofen | |
| AT377353B (de) | Luftheizkoerper | |
| AT392689B (de) | Heizungsanlage mit einem vorzugsweise geschlossenen ofen fuer fest- und/oder fluessigbrennstoffe | |
| AT255081B (de) | Lufterhitzer | |
| DE879595C (de) | Kochherd mit tiefliegendem Rost | |
| DE266C (de) | Kochherd | |
| DE1005709B (de) | Warmwasserheizkessel fuer Sammelheizungsanlagen in Verbindung mit einem Heizofen |