DE193780C - - Google Patents
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- DE193780C DE193780C DE1907193780D DE193780DA DE193780C DE 193780 C DE193780 C DE 193780C DE 1907193780 D DE1907193780 D DE 1907193780D DE 193780D A DE193780D A DE 193780DA DE 193780 C DE193780 C DE 193780C
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- grains
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
- B02B3/04—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming by means of rollers
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
Landscapes
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 193780 -KLASSE 50«. GRUPPE
ADOLF BECK und EDUARD ANGERMÜLLER in COBURG.
Verfahren und Vorrichtung zum Enthülsen von Getreide.
. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1907 ab.
Verfahren und Einrichtungen zur Entfernung der Hülsen vom Getreide sind bereits
in verschiedenen Ausführungen bekannt. Teils werden danach die Getreidekörner in trockenem,
teils in nassem Zustande, teils sogar unter Wasser bearbeitet, und die Entfernung
der Hülsen geschieht in mehr oder minder vollkommener Form. Bei den bekannten Verfahren
wird aber das eigentliche Korn in ungünstiger Weise beeinflußt. Durch die Behandlung
wird entweder das Korn für den Mahlprozeß schlechter geeignet, oder die dem
Mehle innewohnenden, aromatischen und wohlschmeckenden Stoffe werden zerstört, Kleber
und Eiweißgehalt werden nachteilig beeinflußt, und . in allen Fällen entstehen Verluste an
Getreide, indem keines der bekannten Verfahren imstande ist, zu erreichen, daß lediglich
die Hülsen, und nur diese, abgetrennt werden.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun ein neues Verfahren und eine Schälvorrichtung
zum Enthülsen von Getreide. Das Verfahren geht von der Beobachtung aus, daß es zur Vermeidung dieser vorgenannten
Übelstände bei- der Entfernung der Hülsen in allererster Linie auf die richtige Art und
Weise, auf das rechte Maß. und auf die Temperatur der Befeuchtung ankommt. Trockene
Körner erscheinen zur zweckentsprechenden Enthülsung nicht geeignet und nasse, nur
dann, wenn weder zu wenig noch zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist, sondern wenn die
die Getreidekörner umhüllenden Zellengewebe, die Hülsen, mit Feuchtigkeit gerade gesättigt
sind, und zwar bei einer verhältnismäßig niederen Temperatur. Nur dadurch wird erreicht,
daß ausschließlich die Hülse von dem Korn abgeht, während dieses selbst, sowohl hinsichtlich seines Volumens als seiner Eigenschäften,
wie Aroma, Wohlgeschmack, Klebergehalt usw., unverändert bleibt.
Das neue Verfahren besteht demgemäß darin, daß man das zu enthülsende Getreide
zunächst einem Wasserbad, und zwar von etwa 8 bis 10° C, .bei welcher Temperatur
nachteilige Veränderungen des Kornes ausgeschlossen sind, aussetzt so lange, bis das
Zellengewebe (Hülsen) mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Diese Dauer der Befeuchtung ist
verschieden, je nach der Getreideart; bei Roggen beträgt sie ungefähr 15 Minuten.
Nachdem der richtige Grad der Durchtränkung der Hülsen erreicht ist, nimmt man
das Getreide aus dem Wasser und trocknet es beispielsweise mittels Filtertücher kurz ab,
d. h. man entfernt die überschüssige, den Körnern außen anhaftende Nässe. Unmittelbar
hierauf, d. h. ehe die Hülsen erst wieder etwas von dem aufgesaugten Wasser ver-Heren,
bringt man die Körner in eine Schälvorrichtung. Ihr Zustand ist in diesem Augenblick
folgender: Äußerlich sind sie trocken, damit die Schälvorrichtung nicht verstopft
und verschmiert wird; das Zellengewebe.der Hülsen dagegen ist mit Wasser gesättigt, so
daß es leichtem Druck und leichter Reibung nachgibt; das eigentliche Korn innerhalb der
Hülse ist trocken und von Feuchtigkeit und Temperatur in keiner Weise angegriffen und
verändert.
Die Schälvorrichtung, welche in der beiliegenden Zeichnung in Fig. ι im Querschnitt
und in Fig. 2 im Längsschnitt dargestellt ist, besteht aus einer Gummiwalze a, die an.ihrem
Umfange geriffelt ist, und aus einem darum gelegten Drahtsiebmantel b, der einerseits fest,
andererseits an Federn'aufgehängt ist. Das in den Trichter d, in welchem sich eine entsprechende
Zuführungswalze befindet, aufgegebene Getreide fällt zwischen . den Siebmantel b und die Walze a, infolge deren Rotation
es allmählich dem Auslauf e zugeführt wird.
Infolge der regulierbaren, federnden Aufhängung des Siebmantels läßt sich der Druck
bestimmen, unter welchem die Getreidekörner
' zwischen Mantel und Walze stehen; er wird
so gewählt, daß kein Quetschen, sondern nur ein leichtes Reiben stattfindet, infolgedessen
die Hülsen in kleinen Schuppen abgerieben werden, ohne Verletzung des eigentlichen
Kornes.
Je nach der Getreideart ist die Schäldauer verschieden; bei Roggen genügt ein etwa
acht bis zehnmaliges Herumführen der Körner, um die Hülsen vollständig zu entfernen.
Die abgeriebenen Hülsenschuppen fallen durch den Siebmantel heraus; die unter den
bei e auslaufenden Körnern etwa noch befindlichen Hülsenteilchen können durch einen
am Auslauf eventuell noch vorzusehenden Windapparat_/ abgeblasen werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche: .■ i. Verfahren zum Enthülsen von Getreide, dadurch .gekennzeichnet, daß die Körner so lange einem Wasserbad von . 8 bis 100C. ausgesetzt werden, bis' ihr Zellengewebe (Hülsen) mit Feuchtigkeit gerade gesättigt ist, hierauf die ihnen außen anhaftende Nässe durch kurzes Abtrocknen entfernt wird und die Körner alsdann unmittelbar, d. h. ohne Verlust an aufgesaugter Feuchtigkeit, in eine reibend wirkende Schälvorrichtung gebracht werden, zum Zwecke, die Hülsen ohne Verlust an Korn, aromatischen Stoffen und Kleber entfernen zu können.
- 2. Schälvorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine geriffelte Gummiwalze, um welche ein Drahtsiebmantel so federnd herumgelegt ist, daß die zwischen beide aufgegebenen Körner unter ganz leichtem Druck stehen und die Hülsen in kleinen Schuppen, ohne Verletzung des eigentlichen Kornes, abgerieben werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT34739D AT34739B (de) | 1907-01-03 | 1908-03-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Enthülsen von Getreide. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193780C true DE193780C (de) |
Family
ID=456983
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907193780D Expired - Lifetime DE193780C (de) | 1907-01-03 | 1907-01-03 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193780C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164210B (de) * | 1959-01-05 | 1964-02-27 | Theodore Earle | Verfahren zum Entfernen der Epidermis-Schicht von Getreidekoernern |
| DE1218261B (de) * | 1963-09-25 | 1966-06-02 | Truman B Wayne | Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von braunem Reis |
| FR2577822A1 (fr) * | 1985-02-27 | 1986-08-29 | Buehler Ag Geb | Dispositif ecorceur a cylindres caoutchoutes, et cylindre equipant ce dispositif, notamment pour l'ecorcage des baies et graines de cafeier |
-
1907
- 1907-01-03 DE DE1907193780D patent/DE193780C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164210B (de) * | 1959-01-05 | 1964-02-27 | Theodore Earle | Verfahren zum Entfernen der Epidermis-Schicht von Getreidekoernern |
| DE1218261B (de) * | 1963-09-25 | 1966-06-02 | Truman B Wayne | Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von braunem Reis |
| FR2577822A1 (fr) * | 1985-02-27 | 1986-08-29 | Buehler Ag Geb | Dispositif ecorceur a cylindres caoutchoutes, et cylindre equipant ce dispositif, notamment pour l'ecorcage des baies et graines de cafeier |
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