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Zahlenschloß mit veränderbarer Öffnungwkombination In Förderanlagen
besteht bisweilen der Wunsch, das von einem Absender an einen Empfänger abgesandte
Fördergut vor dem unberechtigten Zugriff dritter Personen zu schdtzen. Bei diesen
Fördergütern kann es sich zum Beispiel um geheim zu haltende Akten oder aber bei
in Krankenhäusern und Klinken vorhandenen Anlagen um Narkotika, Gifte oder ähnliche
Mittel handeln, die nicht jedem zugänglich sein sollen. In den beschriebenen Fällen
besteht daher die Ndtwendigkeit, die Förderbehälter durch verschließbare Verriegelungen
abzusichern. Eine Verriegelung, deren Verschluß mittels eines Schlüssels zu öffnen
ist, ist für solcheZwecke nicht anwendbar; da sie das Vorhandensein von einem zu
dem Verschluß passenden Schlüssel bei allen in Frage kommenden Absendern und Empfängern
voraussetzt.
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Die dadurch bedingte große Zahl von Schlüsseln würde aber die Gefahr
erhöhen, daß einer der Schlüssel in unberechtigte Hände fällt und damit der Austausch
des Schlosses und sämtlicher ihm angepaßter Schlüssel notwendig wird. Diese Nachteile
können bekanntlich dadurch beseitigt werden, daß eines der bekannten Zahlensch ösoer
verwendet wird, die eine mehrstellige Anzahl von möglichen Kombinationen aufweisen
und die Öffnung eines derartigen Schlosses durch Unbefugte nahezu ausschließen.
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In dem besonderen Fall, daß dermaßen verschlossene Förderbehält er
verhältnismäßig häufig in einer Förderanlage befördert erden, besteht nun aber die
Gefahr, daß Unbefugte die entsprechenden Förderbehälter kurzfristig an sich
nehmen
können und in mehreren systematischen Versuchen die Öffnungskombination des Schlosses
ermitteln, dessen Wirkung damit für alle Zeiten aufgehoben wäre.
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Es ist nun bereits ein Zahlenschloß vorgeschlagen worden, das diese
Nachteile beseitigt. Die im wesentlichen dem vorgeschlagenen Zahlenschloß zugrunde
liegende Aufgabe, eine veränderbare Öffnungskombination zu erzielen, twird hauptsächlich
dadurch erreicht, daß je Ziffer der Kombinationzei einander koaxial umgebende Hülsen
vorgesehen sind, die mittels eines Kupplungsstiftes funktionell miteinander verbindbar
sind, wobei der Kupplungsstift bei im geöffneten Zustand des Zahlenschlosses erfolgender
Verstel lung der Ö'ffnungskombination außer Eingriff mit der äußeren der beiden
Hülsen gebracht wird, so daß diese beliebig verstellbar ist. ¢ Der vorliegenden
Erfindung liegt im Prinzip die gleiche Aufgabe zugrunde; diese wird aber durch eine
andere -Konstruktion gelöst, die im Hinblick auf die Anzahl der benötigen Teile
und die fertigungstechnischen Belange eines solchen Zahlenschlosses günstiger ist.
Erfindungsgemäß ist das Zahlenschloß dadurch gekennzeichnet, daß jede Hülse eine
Innenringnut mit einer der Anzahl der Ziffern der Hülse entsprechenden Zahl von
der Verschlußachse zugewanten Mitnehmervertiefungen aufweist, von denen die der
eingestellten Üffnungsziffer der Hülse entsprechende Mitnehmervetiefung ein Gegenlager
eines beweglichen Kupplungskörpers bildet, der im geöffneten Zustand des Zahlenschlosses
in einer durchgehenden längsnut der Verschlußachse geführt ist und im, durch Verdrehung
der Hülsen sowie durch axiale Verschiebung der Verschlußachse herbeigeführten, verriegelten
Zustand des Zahlenschlosses auf dem Boden jeweils einer an der Verschlußachse vorgesehenen
Ringnut aufliegt, deren Seitenwände einer axialen Verschiebung der Verschlußachse
entgegenstehen, und daß in einer
Seitenwand der Ringnut jeweils
ein, um einen - der Teilung der Mitnehmervertiefungen oder einem Vielfachen davon
entsprechenden - Winkel gegenüber der Längsnut versetzter Einstich mit einer derart
bemessenen Tiefe angebracht ist, daß die jeweiligen Kupplungskörper bei durch Verschieben
der Verschlußachse betlirktem Aufliegen auf dem Boden der Einstiche nicht mehr im
Eingriff mit den Mitnehmervertiefungen der entsprechenden Hülsen stehen, so daß
diese zur Einstellung einer neuen Öffnungskombination beliebig verstellbar sind,
sehrend bei Rückstellung der Verschlußachse über die Seitenwände der Innenringnut
eine zwangsweise Einfülzrung der Kupplungskörper in die Ringnut erfolgt.
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Das erfindungsgemäße Zahlenschloß ermöglicht also in geöffnet er xage
ebenso wie das vorgeschlagene Zahlenschloß die Einstellung jeder möglichen neuen
O'ffnungskombination.
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Im wesentlichen wird dies dadurch erreicht, daß die Kupplungskörper
nach Verdrehen der die Verschlußachse umgebenden Hülsen um einen bestimmten Winkel,
in Einstiche der Verschlußachse eingreifen und dadurch nicht mehr in Eingriff mit
den Hülsen stehen, die daraufhin frei verstellbar sind. Als die funktionell günstigste
Form der Kupplungskörper ergibt sich dabei|3ine ballige Xontur, die insgesamt am
besten durch eine Kugeloberfläche realisiert werden kann.
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Eine Bezugsachse, anhand derer die Öffnungskombination einzustellen
ist, wird in vorteilhafter Weise dadurch geschaffen, daß am Gehäuse des Zahlenschlosses
ein in die Längsnut der Verschlußachse eingreifender Bolzen befestigt ist, der die
Verschlußachse gegen Verdrehung sichert. Die axiale Verschiebung der Verschlußachse
wird zweckmäßigerweise durch einen Anschlag am Gehäuse des Zahlenschlosses verhindert
bzw. begrenzt. Dabei kann eine Bedienungsvereinfachung, insbesondere bei kleinen
PörderbehälBern,gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch erzielt werden
daß
eine im Gehäuse des Zahlenschlosses geführte Feder die zum Öffnen
des Zahlenschlosses notwendige axiale Verschiebung.der Verschlußachse herbeiführt.
Die dazu notwendige Einstellung der Öffnungakombination wird dadurch wesentlich
erleichtert, daß die Bahn zwischen den Hülsen und dem Gehäuse des Zahlenschlosses
mit Raststellungen versehen ist, die zweckmäßigerweise der Teilung der Mitnehmervortiefungen
in den Hülsen entsprechen.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind den Figuren 1 bis 3 zu entnehmen,
die jeweils einen Längsschnitt und einen Querschnitt durch das Zahlenschloß in den
drei Stellungen "Öffnung", "Verschluß" und "Verstellung der Öffnungskombination"
darstellen.
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Bei der in der Figur 1 dargestellten Lage der Verschlußachse 1 befindet
sich das vordere Ende 1a derselben nicht im Eingriff mit der Bohrung 2a des Gehäuses
2 des Zahlenschlosses. Der Lagerblock 3 laßt sich somit über eine nicht dargestellte
Drehlagerung gegenüber dem Gehäuse 2, beispielsweise aus der Zeichenebene heraus,
verschwenken.
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Von den Hülsen ist nur eine ," im Schnitt dargestellt, eine weitere
'5+ lediglich strichpunktiert angedeutet.
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Sämtliche Kupplungskörper,also auch der dargestellte kugelförmige
Kupplungslcörper 4a, befinden sich in der Öffnungsstellung des Zahlenschlosses einerseits
innerhalb der durchgehenden Längsnut ib der Verschlußachse 1 und andererseits im
Eingriff mit den an der Innenringnut 4b angeordneten Mitnehmervertiefungen 4c, so
daß eine Verdrehung der Hülsen 4, 5 nicht mehr möglich ist. Die Ringnuten 1c sowie
die Einstiche id der Verschlußachse 1 weisen also im geöffneten Zustand des Zahlenschlosses
keine Verbindung zu den Kupplungskörpern 4a auf. Weiterhin ist der Figur 1 die lage
des drehsichernden Bolzens 6 sowie die Ausbildung der Raststellungen 7 zu entnehmen.
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Zum Verschluß des Zahlenschlosses wird die Verschlußachse 1 um die
Strecke 'a' in Richtung des Gehäuses 2 des Zahlenschlosses verschoben, so daß das
vordere Ende 1a der Verschlußachse 1 in die Bohrung 2a des Gehäuses 2 eingreift.
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Die Kupplungskörper 4a befinden sich nun innerhalb der Ringnuten ic,
so daß die Hülsen 4, 5 beliebig verdreht werden können. Bei Verdrehung aus der Ausgangslage
verlassen dabei die Kugeln 4a ihre Lage gegenüber der durchgehenden Längsnut Ib
der Verschlußachse 1, so daß die Seitenflächen ici und lc2 der Ringnuten 1c ein
Verschieben der Verschlußachse 1 verhindern. Die Lage des Kupplungskörpers 4a nach
Verdrehen der Hülse 4 um den Winkel « ist dabei dem Querschnitt durch das Zahlenschloß
im Bereich der Hülse 4 zu entnehmen.
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Die Verstellung der Öffnungskombination erfolgt im ausgeschwenkten
Zustand des Lagerblockes 3 bei gboffnetem Zustand des Zahlenschlosses, wobei nach
Einstellung der Öffnungskombination und Verdrehen der Hülsen 4, 5 um den Winkel
ß eine derartige Lage der Kupplungskörper 4a bezüglich der Verschlußachse 1 hergestellt
ist, daß die Kupplungskörper 4a sich direkt in Höhe von in den Seitenwänden icl
der Ringnuten 1c vorgesehenen Einstiche ld befinden. Dadurch wird eine weitere Verschiebung
der Verschlußachse um den Betrag 'b' möglich, was zum Einfallender Kupplungskörper
4a in die Einstiche 7d führt. Die Kupplungskörper 4a sinken dabei so tief in die
Einstiche 1d hinab, daß sie außer Eingriff mit den Mitnehmervertiefungen 4c geraten.
In dieser Stellung ist nunmehr eine beliebige Verdrehung der Hülsen 4,5 möglich,
die zur Einstellung jeder möglichen Ziffernkombination verwendet werden kann. Wenn
die der neu eingestellten Ziffernkombination entsprechenden Mitnehmervertiefungen
4c den entsprechenden Kupplungskörpern 4a gegendberstehen, dann werden beim ZurUckstellen
der Verschlußachse 1 um die Strecke 'b' die
Eupplungskörper 4a durch
die Innenringnuten 4b zwangsläufig mitgenommen.
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In geschlossenem Zustand des Zahlenschlosses (Fig.2) ist das Verschieben
der Verschlußachse 1 um die Strecke 'b' durch das Gehäuse 2 verhindert, so daß keine
Verstellung der Öffnungskombination durch Unbefugte erfolgen kann.
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5 Figuren 7 Ansprüche