DE192341C - - Google Patents

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DE192341C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L19/00Apparatus or local circuits for step-by-step systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 192341 -■ KLASSE 21 a. GRUPPE
Empfänger für Typendrucktelegraphen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1906 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Empfänger für Typendrucktelegraphen, . bei welchem die verschiedenen Buchstaben, Zahlen und dergl. durch eine bestimmte Anzahl von der Gebestelle aus entsendeter Induktionswechselströme eingestellt und beim Aufhören der Ströme abgedruckt werden. Der Empfänger ist nach der Erfindung zur Vereinfachung der Bauart derart eingerichtet,
ίο daß die den Druckhebel direkt beeinflussende Druckscheibe auf der Welle einer von einer Feder eines Elektromagnetankers gebremsten Scheibe befestigt ist, die durch einen auf ihr befindlichen Anschlag unter Vermittlung des Druckhebels stillgesetzt und von dem Anker eines anderen Elektromagneten freigegeben wird, wobei letzterer während der Hubbewegung des Druckhebels mit Hilfe einer Stütze desselben so gedreht wird, daß ein Anschlag des Ankers zur Stillsetzung der Bremsscheibe nach dem Druckvorgang in den Bereich des Anschlages der Bremsscheibe gelangen kann. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι ein Schaltungsschema der Empfängervorrichtung, Fig. 2 die Vorderansicht des Empfängers, Fig. 3 die Draufsicht desselben, Fig. 4 die axiale Verschiebung des bewegliehen Einstellhebels der Typenscheibenwelle. Beim Empfänger durchfließt der von der Geberstelle aus entsandte Induktionswechselstrom zuerst die Drahtwindungen zweier polarisierter Bremsmagnete b, b, sodann die Spule eines Arretiermagneten a, zwei polarisierte Einstellmagnete m, m und geht schließzur Erdplatte \.
Die Bremsscheibe t und Druckscheibe d sind auf einer durch ein Uhrwerk xl angetriebenen Welle w befestigt. Die Scheibe t ist größer als die Druckscheibe d, wodurch der Vorteil erzielt wird, daß schon mittels schwacher Induktionsströme die Scheibe t gebremst und angehalten werden kann. Solange nämlich als die Wechselstromstöße fortdauern, schwingt ein vor den Bremsmagneten b, b liegender Anker c hin und her, so daß eine an ihm befestigte Feder i abwechselnd mit dem einen oder anderen Ende gegen die Scheibe t drückt, wodurch dieselbe so lange festgehalten wird, bis das gewünschte Zeichen auf der Typenscheibe k gegenüber dem Papierbande / sich befindet. . In diesem Augenblicke hören die Induktionsstromstöße der Geberstelle auf, und die Feder i drückt daher nicht mehr gegen die Scheibe t, da sich Anker c nunmehr gerade vor die Bremsmagnete b, b legt. Die Scheibe t macht nun infolge ihrer vom Uhrwerk angetriebenen Welle b eine Umdrehung und mit ihr auch die Scheibe d, welche mittels eines an ihr vorgesehenen Daumens dl einen an sich bekannten Druckhebel ρ um seine Achse r verdreht. Dadurch wird das Papierband gegen die Typenscheibe angedrückt. Nach Abdrucken des Zeichens sinkt das die Papiertransportvorrichtung tragende Ende des Hebels ρ in die frühere Stellung durch eigene Last zurück. Diese Transportvorrichtung besteht aus einer um ihre Achse drehbaren Rolle 0, an deren einem Ende sich ein Zahnrad befindet, während eine zweite Rolle u an einem um eine im Druckhebel ρ gelagerte Achse beweglichen Hebel befestigt ist. Letzterer wird samt Rolle u durch eine (hier nicht gezeichnete) Feder auf die Rolle ο gedrückt, ferner wird
ein Hebel e in bekannter Weise mit seinem zugespitzten Ende gegen die Zähne der Rolle ο mittels Feder gedrückt, wodurch beim Heruntersinken des Hebels ρ die Rolle ο um einen bestimmten Drehungswinkel um ihre Achse und damit gleichzeitig auch der zwischen den beiden Rollen ο und u geführte Papierstreifen / weitergeschaltet wird. Damit die mit dem Druckdaumen dl versehene
ίο Scheibe d nach Aufhören der Induktionsstromstöße stets nur eine Umdrehung macht, und daher der Druckhebel ρ nur einmal gegen das Typenrad k drückt, ist auf der Scheibe t ein Anschlag y angebracht. Außerdem ist zu diesem Zwecke über dem Arretiermagneten a ein mit einem Anschlag s versehener Anker g derart drehbar gelagert, daß er stets in der ihm gegebenen Lage verbleibt.
Die eine dieser Lagen erhält der Anker infolge Anziehung durch den Arretiermagneten α, wenn er durch die Wechselströme erregt wird. Hierdurch wird der Anschlag s nach unten gezogen x unter Freigabe des Anschlages y, wodurch nunmehr die allerdings noch gebremste Scheibe t frei zur -späteren Drehung wird, die bei Aufhören der Stromstöße sofort eintritt. In dem Augenblick nun, wo der Daumen d1 bei der Umdrehung der Scheibe d den Druckhebel ρ nach unten drückt, wird das linksseitige Ende des Ankers g mittels einer am Hebel ρ befestigten Stütze/ nach abwärts gedrückt, wobei das andere Ende mit dem Anschlag s sich hebt. Der Anschlag y legt sich infolgedessen kurz nach dem Abschnappen des Daumens d1 vom Druckhebel t an den Anschlag s, wodurch die Scheibe t wieder gehemmt wird.
Die Typenscheibe wird ebenfalls wie die Druckvorrichtung durch ein eigenes Uhrwerk x2 angetrieben. Um das Typenrad entsprechend den vom Geber kommenden Induktionsstromstößen in bekannter Weise schrittweise zu drehen, greift in ein mit der Typenscheibenwelle starr verbundenes Zahnrad v. ein durch die Magnete m, m in Schwingung versetzter Einstellhebel j ein. Hören die Stromstöße auf, so bleibt die Typenscheibe k stehen und infolge des nunmehr angehobenen Druckhebels ρ wird die entsprechende Type auf dem Papierstreifen abgedruckt.
Um nun nach jedem einmaligen Abdrucken des Zeichens das Typenrad in seine Anfangsstellung zu bringen, dient folgende Einrichtung.
Der Hebel j wird mittels eines drehbar gelagerten und durch den Vorbeigang eines auf der Bremsscheibe t angebrachten schiefen Nockens yl am Hebelende gedrehten Hebels a1 außer Eingriff'mit dem Zahnrad ν infolge seitlichen Verschiebens gebracht und gegen die Spiralfeder ch gedrückt. Am Hebel j ist eine kleine Scheibe q1 befestigt. Letztere hat eine Nut in dem vorspringenden Rande und kann gleichzeitig mit Hebel j horizontal verschoben werden. An dem Zahnrad ν ist ein kleiner Hebel q2 befestigt, derselbe wird durch eine (hier nicht sichtbare) Feder stets horizontal gehalten. Sobald nun der Hebel j von dem Zahnrade ν entfernt wird und dieses freigibt, wird gleichzeitig· der kleine Hebel q2 durch den Rand der Scheibe ^1 in die Höhe gedrückt. Das freigegebene Zahnrad ν dreht sich nun unter dem Antriebe durch das Uhrwerk x1 so lange weiter, bis der daran befestigte Hebel φ in die Nut im Rande der Scheibe q1 eingefallen ist. Dies entspricht der Nullage des Typenrades k. Der Hebel j wird sodann nach Vorbeigleiten des Daumensj^1 und Freigabe des Hebels a1 durch Feder ch wieder in das in Nullstellung festgehaltene Zahnrad ν hineingeschoben, dabei bewegt sich das Hebelende q2 aus der Nut der Scheibe ^1 heraus und das Zahnrad ν kann unter dem Einflüsse von Wechselstromstößen wieder schrittweise vorgehen.
Letztere Vorrichtung bildet jedoch keinen Bestandteil der Erfindung.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Empfänger für Typendrucktelegraphen, bei welchem die verschiedenen Buchstaben, Zahlen und dergl. durch eine bestimmte Anzahl von der Gebestelle aus entsendeter Induktionswechselströme elektromagnetisch eingestellt und beim Aufhören der Ströme abgedruckt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die den Druckhebel (p) in bekannter Weise antreibende Druckscheibe (d) auf der Welle einer von einer Feder (i) des Elektromagnetankers (c) gebremsten Scheibe (t) festsitzt, die mittels eines an ihr befestigten Anschlages (y) mittels des Druckhebels (p). . stillgesetzt und von dem Ankerhebel (g) eines anderen Elektromagneten (a) freigegeben wird.
2. Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankerhebel (g) während der Hubbewegung des Druckhebels (p) unter Vermittlung einer Stütze
(f) des letzteren so gedreht wird, daß ein Anschlag (s) des Hebels (g) behufs Stillsetzung der Scheibe (t) nach dem Druckvorgang in den Bereich des Anschlages (y) gelangen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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