DE189657C - - Google Patents

Info

Publication number
DE189657C
DE189657C DENDAT189657D DE189657DA DE189657C DE 189657 C DE189657 C DE 189657C DE NDAT189657 D DENDAT189657 D DE NDAT189657D DE 189657D A DE189657D A DE 189657DA DE 189657 C DE189657 C DE 189657C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
punch
sheet
punching
switched
pattern sheet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT189657D
Other languages
English (en)
Publication of DE189657C publication Critical patent/DE189657C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D53/00Making other particular articles
    • B21D53/82Making other particular articles perforated music sheets; pattern sheets, e.g. for control purposes, stencils

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 189657 KLASSE 7c. GRUPPE
HENRY PRICE BALL in NEW-YORK.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Dezember 1903 ab.
Bei bekannten Stanzmaschinen für Notenblätter oder Notenstreifen, bei welchen ein Musterblatt oder Musterstreifen mit Hilfe geeigneter Tastvorrichtungen und durch elektrischen Strom oder Luftdruck ausschaltbarer Stanzen die Anordnung der Löcher des Musters auf -das herzustellende Notenblatt überträgt, kann es bei dem schnellen" Gang der Stanzen oder der diese antreibenden Welle vorkommen,
ίο daß bei kleinen Ungenauigkeiten der Löcher des Musterblatts oder auch beim Nachgeben des Materials die Stanzen mehrmals niedergehen, wenn auch nur ein einziges Loch gestanzt werden soll. Ferner kann es auch vorkommen, daß einzelnen sehr schnell vorübergehenden, durch das Musterblatt hervorgerufenen Impulsen nicht von der Stanzvorrichtung Folge gegeben wird und somit das hergestellte Notenblatt dem Musterblatt nicht genau entspricht. Diesen
Übelständen soll durch die vorliegende Er-, findung dadurch abgeholfen werden, daß die Schaltvorrichtung für die Stanze so ausgebildet ist, daß letztere nicht vor Vollendung ihres Hin- und Hergangs wieder ausgeschaltet werden kann.
Nach der einen Ausführungsform wird dies dadurch erreicht, daß zwischen die Schaltvorrichtung, welche .ihre Impulse von dem Musterblatt empfängt, und das ausschaltbare Getriebe der Stanze ein besonderes, ebenfalls ausschaltbares Zwischengetriebe eingeschaltet ist, welches auch bei einem schnell vorübergehenden Impulse unbedingt eingeschaltet wird, also gewissermaßen diesen Impuls registriert und hierdurch den Antrieb der Stanze unbedingt auslöst, wenn auch die Zeitdauer des Impulses wesentlich geringer ist als ein Umlauf der die Stanze antreibenden Welle. Die Erfindung soll also die Herstellung vollkommen richtiger Notenblätter oder Notenstreifen sichern. Bei derartigen Stanzmaschinen ist zu berücksichtigen, daß die Stanzen bald Schlitze, bald einzelne Löcher, den Durchlochungen des Musterblatts entsprechend, zu bilden haben. Es müssen also bei derartigen Maschinen Vorkehrungen getroffen sein, die einmal zur Herstellung der Schlitze eine sehr schnelle Aufeinanderfolge der Stanzwirkungen erreichen lassen und ein anderes Mal die Aufeinanderfolge auch so regeln, daß zwischen den einzelnen Durchlochungen verhältnismäßig wenig Notenblattmaterial stehen bleibt. Zur Erreichung dieses Zwecks ist der Erfindung gemäß außer dem erwähnten Zwischengetriebe, welches das richtige Einschalten der Stanzvorrichtung auch bei schnell vorübergehenden Impulsen sichert, eine Einrichtung getroffen, durch welche das Zwischengetriebe bei dicht aufeinander folgenden Löchern des Musterblatts nach jedem Impulse, also nach j eder Stanzwirkung sicher ausgeschaltet wird, um erst dann wieder eingeschaltet]^ werden, wenn die Schaltvorrichtung einen neuen richtigen Impuls empfängt.
In den Zeichnungen veranschaulicht Fig. 1 schematisch eine Ausführungsform der Vorrichtung, bei der die Wirkung der Stanzen durch eine Luftdruckvorrichtung eingeleitet wird. Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach Linie x-x der Fig. 1, während die Fig. 3 und 4 Einzelheiten dar-
stellen. Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung, bei welcher die Wirkung der Lochstanzen durch Einwirkung elektrischer Ströme hervorgerufen wird. Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach Linie y-y der Fig. 5, während Fig. 7 eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung darstellt. Die Fig. 8, 11 und 12 zeigen verschiedenartige Muster- und Notenblätter, während die Fig. 9 und 10 Ausführungsformen einer Tastvorrichtung darstellen, mit der das Musterblatt zusammenarbeitet.
Die in Fig. 7 veranschaulichte Ausführungsform der Vorrichtung besteht aus den Stanzen m, die durch geeignete Gestänge mit je einem Exzenter j verbunden sind, das lose drehbar auf . einer der beiden sich schnell drehenden Wellen i sitzt. Um an Länge zu sparen und die Anordnung übersichtlicher zu machen, sind die Exzenter in zwei Gruppen geteilt, von denen die eine auf der einen Welle, die andere auf der anderen Welle sitzt. Die beiden Gruppen sind um eine Stanzenbreite gegeneinander versetzt. Die mit zwei aufeinander folgenden Stanzen verbundenen Exzenter gehören verschiedenen Gruppen an. Auf den Wellen i sind Sperrscheiben starr befestigt, von denen je eine für jede Stanze m vorgesehen ist. Auf jeder Welle i sitzen also halb soviel Sperrscheiben, wie Stanzen vorhanden sind. Zu jeder Sperr Scheibe gehört je eine Exzenterscheibe /, an welcher eine unter Federwirkung stehende Klinke g3 angebracht ist. Diese Klinken werden für gewöhnlich durch doppelarmige Hebel s, die ebenfalls in zwei Gruppen angeordnet sind, außer Eingriff mit den Sperrscheiben gehalten, können jedoch beim Anziehen der zugehörigen Hebel s unter der Einwirkung ihrer Federn so in die Sperrscheiben eingreifen, daß sie von letzteren mitgenommen werden und somit auch die zu den Scheiben j gehörenden Stempel m bei der Umdrehung der Welle i eine Auf- und Abwärtsbewegung ausführen müssen. Die Stempel m sind nebeneinander in Gesenken 0 angeordnet, durch welche das herzustellende Notenblatt N mit Hilfe geeigneter Rollen P, Q hindurchgeführt wird. Die Rolle P wird durch Einrichtungen von einer der Wellen i aus angetrieben und steht ihrerseits durch ein Kettenradgetriebe 5, T mit der Welle einer Rolle V in Verbindung, deren Zähne X in die Führungslöcher U des über eine mit entsprechenden Löchern versehene Rolle Y geführten Musterstreifens A zwecks Bewegung desselben eingreifen. Nach Fig. 7 wird der Musterstreifen A, welcher auf die Walze Z aufgewickelt wird, durch ein Bad / hindurchgeführt, wobei er fest auf eine Stütze E gedrückt wird. In dieser Stütze sind für jede Lochreihe des Musterblatts oder für jede Stanze je zwei Kontaktstücke /, K angebracht, von denen das eine mit dem einen, das andere mit dem anderen Pol eines besonderen Elektromagneten w verbunden ist. Es sind also ebensoviel Elektromagnete wie Stanzen vorhanden. Die Anker ν dieser Elektroniagnete stehen je mit dem kurzen Hebelarm des zu der betreffenden Stanze gehörigen Winkelhebels s durch eine Schnur r in Verbindung. Kommt ein Loch des Muster- ■ Streifens A über die beiden Kontaktstücke /, K, so verbindet die Flüssigkeit des Bades / die beiden Kontaktstücke, wodurch der Stromkreis geschlossen und der Anker ν des betreffenden Elektromagneten abwärts bewegt wird. Der entsprechende Winkelhebel s wird dadurch angehoben und gibt die an der Exzenterscheibe j befestigte Klinke g1 frei, so daß dieselbe in die zugehörige Sperrscheibe der betreffenden Welle i eingreift. Infolgedessen muß die Exzenterscheibe der Drehung der Welle i folgen und die Stanze m in das Notenblatt N ein Loch stanzen. Diese Wirkung muß eintreten, wenn auch der Stromschluß nur ganz kurze Zeit dauert.. Zur Drehung des Winkelhebels genügt schon eine kurze Dauer des Stromschlusses. Sobald der Winkelhebel s die Sperr- ~ klinke g1 freigegeben hat, muß unter allen Umständen die Einschaltung der Klinke g1 erfolgen. Findet der Stromschluß nur kurze Zeit statt, d. h. liegt das betreffende Loch des Musterstreifens A nur ganz kurze Zeit über den Kontaktstücken /, K, so wird nach Einschaltung der Klinke der Winkelhebel s in seine Anfangsstellung zurückkehren, so daß die Klinke wieder ausgeschaltet wird, sobald die Welle i eine Umdrehung vollendet hat. Liegt ein Schlitz W des Musterstreifens A (Fig. 12) über den Kontaktstücken /, K, so wird die Erregung des Elektromagneten w anhalten und es bleibt somit die Klinke längere Zeit, d. h. für mehrere Umdrehungen der Welle i eingeschaltet. In diesem Falle wird in dem fortbewegten Notenblatt N durch schnell aufeinander folgende Stöße der Stanze ein Schlitz, wie aus Fig. 12 ersichtlich ist, hergestellt. Folgen sich die Löcher in dem Musterstreifen A dicht aufeinander, so muß, da in diesem Fall kein Schlitz im Notenblatt gebildet werden darf, nach jedem Hube der .Stanze die Klinke g1 ausgeschaltet werden. Das kann durch entsprechende Anordnung der beiden Kontaktstücke /, K in der Stütze £ erreicht werden. Durch entsprechende Anordnung der Kontaktstücke in der Stütze E wird der Zeitraum bestimmt, in dem zwei Impulse beim Vorhandensein einzelner runder Löcher im Musterstreifen aufeinander folgen können. Bei der Anordnung beider Kontaktstücke / und K in der Stütze E kann nämlich, wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, ein folgendes Einzelloch im Musterstreifen einen Stromschluß nur dann ermöglichen, wenn der Streifen sich so weit verschoben hat, daß das folgende Loch über beiden Kontaktstücken steht.
Wäre nur ein Kontaktstück in der Stütze E vorgesehen und das zweite Kontaktstück K so wie in Fig. 5 dargestellt angebracht, so könnte es vorkommen, daß nach dem Stoß der Stanze m die Umdrehung der Exzenterscheibe / noch nicht beendigt ist, wenn das folgende Loch im Musterstreifen bereits anfängt, das Kontaktstück in der Stütze E freizugeben. Infolgedessen würde der Stromschluß und somit das Anziehen des Winkelhebels dem vorhergehenden Stromschluß so schnell nachfolgen, daß der Winkelhebel s bereits wieder in der angehobenen Stellung steht, wenn die betreffende Welle i ihre für den vorhergehenden Stoß der Stanze eingeleitete Umdrehung noch nicht vollendet hat. Es muß also bei diesen Vorrichtungen dafür gesorgt werden, daß ein neuer Impuls bei dicht aufeinander folgenden Einzellöchern im Musterstreifen nicht früher stattfinden kann, als bis die die Stanzwirkung hervorrufende Welle i ihre Drehung vollendet hat. Diese Aufgabe ist gemäß Fig. 5 dadurch gelöst, daß zwischen die Winkelhebel s und die Elektro- -■■ magnetanker besondere Getriebe eingeschaltetsind; dabei braucht in der Stütze E in dem Bad I nur je ein elektrisches Kontaktstück / vorgesehen zu sein.
Nach Fig. 5 sind an dem Anker υ eines jeden Elektromagneten, zwei Schnüre r und q befestigt, von denen die eine (r) mit einem zweiarmigen Hebel ft, die andere (q) mit einem zweiarmigen Hebel 0 verbunden ist. Die Hebel ft und 0 werden durch Federwirkung in der in. Fig. ■ 5 veranschaulichten Stellung gehalten.
Jeder der Hebel 0 hält eine Klinke g außer Eingriff mit einem Zahnrad h, welches fest auf einer Welle b sitzt; beispielsweise können zwei Wellen b vorgesehen sein, welche zusammen so viele Zahnräder h tragen müssen, als Hebel s bzw. Stanzen m vorgesehen sind: Zu jedem Zahnrad h gehört eine lose auf derselben Welle b sitzende Daumenscheibe/, an welcher die betreffende Klinke g angebracht ist. Beim Anziehen eines Ankers υ werden die Hebel 0, p der Federwirkung entgegen geschwungen, so daß der Hebel 0 die Klinke g freigibt. Die freigegebene Klinke schnappt in einen der Zähne des Rades h ein. Infolgedessen muß dann die Daumenscheibe J die Drehung der Welle b mitmachen, wobei die Daumenfläche dieser Scheibe / den sich an die Scheibe anlegenden Winkelhebel s so schwingt, daß derselbe die Klinke g1 der Scheibe j freigibt, also in das Sperrad auf der Welle i eingreifen läßt. Dieser Eingriff erfolgt nach einer halben Umdrehung der Scheibe / Durch diese Halbumdrehung kommt die Klinke g dieser Scheibe in den Bereich des zugehörigen Hebels ft, von dem sie je nach seiner Stellung entweder nicht berührt öder durch Berührung ausgeschaltet wird. Die Klinke g und der Hebel ft berühren sich bei der Drehung der Scheibe / nicht, wenn der Hebel ft die Stellung Fig. 5 besitzt, wenn also nach einmaligem Niedergang des Ankers ν und der dadurch bewirkten Freigabe der Klinke g der elektrische Stromkreis unterbrochen wird, bevor die Klinke g in den Bereich des Hebels ft kommt. Das Loch des Musterstreifens A muß also vorher über das Kontaktstück / vollständig hinweggegangen sein. In diesem Falle macht die Scheibe/mit der Klinke g eine volle Umdrehung. Dadurch, daß der Hebel 0 ebenfalls in seine Anfangsstellung (Fig. 5) zurückgelangt ist, wird bei Vollendung der· einmaligen Umdrehung die Klinke g ausgeschaltet. Es ist ersichtlich, daß selbst bei einem kurzen, mittels der Durchlochung Xles Musterstreifens hervorgerufenen Impulse die Klinke g und somit auch die durch die Welle i mitgenommene Klinke g1 unbedingt zum Eingriff gebracht werden muß, und daß somit auch durch einen kurzen Impuls das Stanzen eines Loches mit Hilfe des Stempels m veranlaßt werden muß. Befindet sich oberhalb des Kontaktstücks / ein Schlitz W des Musterstreifens A, so bleibt der betreffende Anker ν beständig angezogen, und somit werden auch die Hebel 0, ft in der Stellung verbleiben, in welcher der Hebel 0 das Eingreifen der- Klinke g in das Zahnrad h zuläßt und der Hebel ft die Klinke g auslösen muß. Dieses Auslösen erfolgt nach der halben Umdrehung der Scheibe/, und es bleibt somit dann diese Scheibe in einer derartigen Stellung, daß ihre Nase den Hebel s in ausgelöster Stellung hält und infolgedessen die Klinke g1 im Eingriff mit dem Sperrad der Welle i verbleibt. Solange diese Stellung beibehalten wird, erfolgt ein ununterbrochenes Stanzen von Löchern im Notenblatt, und es entsteht somit der in Fig. 11 veranschaulichte Schlitz im Notenblatt N. Erst dann, wenn der Schlitz W des Musterblatts über das Kontaktstück / vollständig hinweggegangen und so der Stromkreis unterbrochen ist, kann der betreffende Anker υ wiederum in die Höhe gehen und der Hebel ft die Klinke g freigeben, so daß diese von dem Rade h mitgenommen wird, bis sie durch den ebenfalls in die Ruhelage zurückgekehrten Hebel 0 wiederum" ausgelöst wird. Dieses Mitnehmen der Klinke g und damit der Scheibe/bewirkt, daß auch der Winkelhebel s freigegeben wird und in seine Anfangsstellung zurückschwingt und somit die Klinke g1 ausgelöst wird. Durch Einschaltung der Getriebeteile 0, ft, g, f, h ist es zu erreichen, daß nach dem Stanzen eines Loches im Notenblatt der durch das nächstfolgende Loch im Musterblatt hervorgerufene Impuls auf die Hebel 0, ft übertragen wird, bevor noch die Exzenterscheibe j ihre Umdrehung beendigt hat. Die Umdrehung der Scheibe i bzw. die Wirkung der Stanze m wird in keiner Weise durch eine erneute Drehung der Hebel 0, ft beeinflußt. Ferner muß die
Scheibe f bei einer vollen Umdrehung den Hebel s so bewegen, daß er nach Loslassen der Klinke g1 diese bei Vollendung der Umdrehung der Scheibe j außer Eingriff mit dem Sperrad bringt. Infolgedessen kann bei einer vollen Umdrehung der Scheibe /, wenn diese Umdrehung ohne Unterbrechung stattfindet, wie es bei einzelnen runden Löchern im Streifen A der Fall ist, die Stanze m nur ein einziges Mal
ίο abwärtsgehen, selbst wenn die Wellen i sich bedeutend schneller umdrehen als die Wellen b. Zwischen der Herstellung des Stromschlusses, durch den das Zwischengetriebe eingeschaltet wird, und dem Einschalten der Stanze liegt so viel Zeit, daß das Notenblatt sich in entsprechender Weise wie das Musterblatt verschieben kann; es können deshalb mit größerer Sicherheit dicht beieinander liegende Einzellöcher im Notenblatt gebildet werden.
Nach dem in den Fig. 1 bis 4 veranschaulichten Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist an Stelle der elektrischen Vorrichtung, die zur Einschaltung der Zwischengetriebe dient, eine Luftdruckvorrichtung vorgesehen. Letztere besteht aus einem luftdichten Behälter B, in welchem durch die Blasebälge C Luftleere. erzeugt werden kann. In dem Behälter B ist eine der Anzahl der Lochreihen im Musterstreifen entsprechende Anzahl Blasebälge F vorgesehen, die mit je einer Öffnung D der Stütze E für den Musterstreifen in Verbindung stehen. Tritt ein Loch des Musterstreifens über die Öffnung D, so wird der zugehörige Blasebalg durch die eintretende Luft aufgeblasen, wodurch eine an der Stange des Blasebalgs angebrachte Ventilscheibe so verschoben wird, daß eine Verbindung zwischen dem Innern des Behälters B und dem Kanal G hergestellt wird. Letzterer führt nach einer unter Federwirkung ausgedehnten, balgartigen Tasche H. Beim Aufblasen eines Balgs F wird also der Luftdruck in der Tasche H vermindert und somit durch, den . Überdruck der äußeren Luft die Tasche H zusammengedrückt, d. h. die bewegliche Wandung dieser Tasche gegen den Behälter gezogen. Die bewegliche Wandung dieser Tasche H steht in ähnlicher Weise, wie oben von den Ankern ν der Elektromagnete w beschrieben ist, durch Schnüre r, q mit den Hebeln 0, f in Verbindung.
Die Wirkung dieser Einrichtung entspricht der gleichartigen Einrichtung nach Fig. 5. Die Wellen b erhalten ihren Antrieb durch die Riemenscheibe c und stehen untereinander durch die Zahnräder d in Verbindung. Nach dem Ausführungsbeispiel Fig. 1 ist nur eine Welle i vorgesehen, welche mit Hilfe des Zahn-
■·, rads β von der Welle b aus angetrieben wird. Die sich gegen die Daumenscheiben/ anlegenden Winkelhebel s greifen mit Zapfen t in Schlitzführungen u (Fig. 3) je eines Bügels k ein und bewirken bei ihrer durch die Daumenscheiben f hervorgerufenen Schwingung eine. Verschiebung der die exzentrische Welle i umfassenden Bügel k. ■'...■
Die Bügel k sind derart ausgebildet, daß sie für gewöhnlich, mit ihrer erweiterten Schlitzöffnufig die Welle i umgeben, so daß bei Drehung der letzteren trotz der Exzentrizität derselben keine Bewegung der Bügel und der an diesen angebrachten Stanzen m stattfindet. Wird einer der Bügel k durch einen der Hebel s in die Stellung Fig. 3.geschwungen, so kommt der andere Teil der Bügelöffnung um die Welle i zu liegen und somit muß dann der Bügel und auch die betreffende Stanze m bei Drehung der Welle i eine Auf- und Abwärtsbewegung ausführen. Die Welle i besitzt etwa die vierfache Geschwindigkeit' der Wellen b. Eine der Wellen b wird von einem Bügel I umfaßt (Fig. 4), von denen je einer an jedem Ende der Welle vorgesehen sein kann. Diese Bügel I stehen durch geeignetes Gestänge mit Stanzen η in Verbindung, welche die den Führungslöchern U der Musterstreifen A (Fig. 12) entsprechenden Löcher in dem Notenblatt bilden.
Bewegen sich die Streifen A, N mit derselben Geschwindigkeit, so werden die gestanzten Löcher im Notenstreifen N denselben Abstand voneinander haben wie die Löcher in dem Musterblatt A, wobei natürlich darauf zu achten ist, daß die Größe der Vorwärtsbewegung des Streifens N in einem bestimmten Verhältnis zur Umdrehungszahl der Welle i steht. Gibt man durch Auswechseln der Getrieberäder dem Notenstreifen N eine geringere Geschwindigkeit als dem Musterblatt A, so wird natürlich der Abstand zwischen zwei Löchern im Notenstreifen kleiner als derjenige der Löcher im Musterblatt, so daß man also hierdurch die Möglichkeit hat, von verhältnismäßig sehr großen, genau hergestellten Musterblättern diesen im kleineren Maßstabe genau entsprechende Notenstreifen herzustellen.
In den Fig. 9 und 10 ist eine Tastvorrichtung am Musterblatt A dargestellt, und zwar wird hiernach das Musterblatt - über eine Walze L geführt, die in elektrischer Verbindung mit einer Polklemme eines Elektromagneten steht, und über welcher ein Arm M angeordnet ist, der mit der zweiten Klemme des Elektromagneten verbunden ist. Dieser Arm M vermag in die Löcher des Musterblatts A einzutreten und gelangt hierbei in Berührung mit der Walze L, so daß der Stromkreis geschlossen wird und in analoger Weise, wie es mit Bezug auf Fig. 5 beschrieben ist, die Getriebe zur Wirkung gebracht werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Lochen von Notenstreifen für mechanische Musikinstrumente und von anderen nach einer Musterkarte zu
    lochenden Karten, bei welcher die durch die Löcher im Musterblatt hervorgerufenen Impulse durch elektrischen Strom oder Luftdruck auf die Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten der Stanze übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Impuls eingestellte Schaltvorrichtung die von ihr eingeschaltete Stanze nicht vor Vollendung ihres Hin- und Hergangs wieder ausschalten kann, so daß die Stanze ein Loch im Notenstreifen selbst dann ausstanzen muß, wenn vor Beendigung der Stanzwirkung der Impuls aufgehört hat.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ausschaltbaren Getriebe der Stanze und der vom Musterblatt beeinflußten Schaltvorrichtung ein ebenfalls ausschaltbares Zwischengetriebe eingeschaltet ist, welches seinerseits die Einschaltung ao des Stanzengetriebes bewirkt und durch die vom Musterblatt beeinflußte Schaltvorrichtung eingeschaltet wird, so daß zwischen dem Impuls und der Stanzwirkung eine gewisse Zeit verstreichen muß.
  3. 3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ' das Musterblatt in einem Bade über zwei Kontaktstücke (J, K) geführt wird, von denen das eine mit dem einen, das andere mit dem anderen Pol eines auf die Schaltvorrichtung einwirkenden Elektromagneten verbunden ist, so daß nur dann ein Stromschluß erfolgen kann, wenn das in dem Musterblatt vorgesehene Loch den 'Zutritt der Flüssigkeit des Bades zu beiden hintereinander liegenden Kontaktstücken gestattet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT189657D Active DE189657C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE189657C true DE189657C (de)

Family

ID=453181

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT189657D Active DE189657C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE189657C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE637951C (de) Druckvorrichtung
DE677804C (de) Vorrichtung zum Einstellen eines Organs, insbesondere eines Typentraegers
DE189657C (de)
DE949157C (de) Anordnung zum spaltenweisen Lochen mit automatischer Nullenlochung
DE1952880A1 (de) Lochmaschine
DE688251C (de) Druckende Lochkartenmaschine
DE1290567B (de) Fernschreibsystem
DE1424192B2 (de) Lochvorrichtung fuer streifenlocher
DE1549824C3 (de) Schneilocher zum Lochen von Datenträgern im Start-Stop-Betrieb
DE271693C (de)
DE292428C (de)
DE254073C (de)
AT22163B (de) Lochapparat für Papierstreifen zum Antrieb von Wheatston'schen und anderen Fernschriebern.
DE1081258B (de) Vorrichtung zum Lochen von bandfoermigen Aufzeichnungstraegern
DE7334C (de) Neuerungen- an Typendruck - Telegraphen-Apparaten
DE17270C (de) Elektrischer Wächterkontrolapparat
AT20738B (de) Vorrichtung zum Lochen von Papierstreifen u. dgl.
DE152299C (de)
DE17985C (de) Neuerungen an elektrischen Signalwerken
DE226333C (de)
DE530142C (de) Telegraphische Empfangsanlage, bei der ein von einem einzigen Empfangsmagneten gesteuertes Zwischenglied mechanisch mit einer Reihe von Waehlern zusammenwirkt
DE525449C (de) Kartenlochmaschine
DE515842C (de) Tabelliermaschine fuer Lochkarten mit einer von der normalen abweichenden Anzahl vonLochstellen in den Kartenspalten
DE180835C (de)
DE935812C (de) Verbindung einer Kartenlochmaschine mit einer kartengesteuerten Tabelliermaschine