DE192040C - - Google Patents

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DE192040C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J35/00Other apparatus or arrangements associated with, or incorporated in, ink-ribbon mechanisms

Landscapes

  • Impression-Transfer Materials And Handling Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 192040 KLASSE 15g\ GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. März 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Stellvorrichtungen für den Farbbandführerhebel von Schreibmaschinen, insbesondere solchen mit sichtbarer Schrift und vorderem Anschlag, bei denen das Farbband nur während des Anschlagens einer Taste angehoben und danach wieder gesenkt wird, außerdem aber in Ruhe verbleibt, wenn die Typen beim Beschreiben von Wachs- und anderen Vervielfältigungspapieren unmittelbar auf das Papierblatt ohne Zwischenschaltung des Farbbandes schlagen sollen. Auch soll die Größe der Hubbewegung des Farbbandes in senkrechter Richtung eine wechselbare sein, um bei mehrfarbigen Bändern die verschiedenen Farbstreifen des Bandes beliebig in Schreibstellung bringen zu können.
Die Erfindung bezweckt, eine das Schaltorgan des Papierwagens mit dem den Farbbandführer tragenden Hebel verbindende Stange derart einzustellen, daß . unmittelbar nach Herstellung einer gewöhnlichen Schrift beispielsweise ein Wachsblatt ohne Farbband beschrieben werden kann und umgekehrt, oder aber um die verschiedenen Farbstreifen des mehrfarbigen Bandes nacheinander in .Schreibstellung bringen zu können. Zweckmäßig gelangt hierbei ein schwingbarer, den Farbband führer tragender Hebel zur Anwendung, wie er sich beispielsweise bei der Underwood-Schreibmaschine vorfindet, wobei jedoch gemäß der Erfindung der am inneren Armende befindliche, offene Schlitz des Farbbandführerhebels mit dem Schlitz des bekannten, am schwingbaren Schaltorgane fest angeordneten Armes sich zu einem Schlitz
• ergänzen, durch welchen eine schwingbare und verstellbare Stange sich erstreckt, so daß jede Schwingbewegung des Schaltorgans mittels des Armes auf den den Farbbandführer tragenden Hebel übertragen werden kann. Durch die Verwendung der schwingbaren Stange ist eine Einstellung der letzteren in beiden Schlitzen mit Bezug auf den Drehzapfen des Farbbandführerhebels möglich, so 4-5 daß bei den gleichen Bewegungen des Schaltorgans verschieden große Ausschläge des den Farbbandführer tragenden Hebels ermöglicht werden.
Außerdem ist ein Anschlagstück an einer Achse vorgesehen, um die jeweilige Stellung der schwingbaren Stange zu regeln, ohne daß hierdurch die Querbewegung des Farbbandes beim jedesmaligen Anschlagen einer Taste gestört wird. Demzufolge kann das Farbband aus seiner normalen unteren Stellung vor der Papierwalze über die Druckstelle geführt werden, um entweder den oberen oder unteren Streifen des Farbbandes, die abweichende Färbungen aufweisen, benutzen zu können.
Ferner läßt sich die schwingbare Stange in eine Stellung bringen, in welcher das Schaltorgan nicht länger auf den Traghebel des Farbbandführers einzuwirken vermag, so daß beim Anschlagen der Tasten das Farbband in seiner normalen Ruhelage verbleibt, wodurch beispielsweise ein unmittelbares Beschreiben der Wachsblätter ohne Zwischenschaltung des Farbbandes ermöglicht ist.
Auf den Zeichnungen ist Fig. 1 ein senkrechter Längsschnitt durch eine entsprechend eingerichtete Underwood-Schreibmaschine, bei welcher sich die einzelnen Teile in Ruhe-
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Stellung befinden und die das Schaltorgan mit dem Bandführerhebel verbindende Stange so eingestellt ist, daß der untere Streifen des Farbbandes beim Anschlagen einer Taste in Schreibstellung gelangt. Fig. 2 zeigt eine schaubildliche Ansicht des Schaltorgans mit Bandführerhebel nebst den angeschlossenen Stelleinrichtungen. Fig. 3 veranschaulicht einen senkrechten Schnitt durch die Stellvorrichtung in größerem Maßstabe in einer Lage, wenn der obere Streifen des Farbbandes in Schreibstellung gebracht werden soll, und Fig. 4 zeigt einen ähnlichen Schnitt mit einer solchen Stellung der Teile, in welcher das Schaltorgan das Farbband nicht zu beeinflussen vermag.
Die Typenhebel 1, welche je eine Type 2 und eine Type 3 tragen, schlagen rückwärts auf das Farbband 4 gegen die Papierwalze 5, die lotrecht angehoben und gesenkt werden kann, um abwechselnd mit den Typen 2 und 3 schreiben zu können. Beim jedesmaligen Anschlag einer Typentaste wird das Farbband in Schreibstellung hochgeführt und danach wieder gesenkt, um das Geschriebene sichtbar zu machen. Diese Bewegungen werden mit Hilfe eines Farbbandführers 6 bewerkstelligt, der mittels Zapfens 7 lösbar an das freie Ende eines gekrümmten Hebelarmes 8 angelenkt ist. In seinem oberen Teile ist der Farbbandführer 6 an den Führungsteil 9 für die Typenhebel an der Druckstelle geführt, der auf einem Segment 11 sitzt, in dessen Schlitz der . untere Teil des Farbbandführers gleitet. Der Hebel 8 sitzt schwingbar auf einem Zapfen 12 des an der umstellbaren Führungsschiene für den Papierwagen angeschlossenen Winkelstückes 13, so daß der Hebel 8 und der Farbbandführer gemeinsam mit der Papierwalze angehoben werden können, während dem Hebel 8 außerdem mittels seines kurzen aufrechten Armes 14 eine Drehbewegung erteilt werden kann. Das winkelförmige Schaltorgan 16 trägt einen aufrechten geschlitzten Arm 17, der bei jedem Anschlag einer Taste eine Vor- und Rückwärtsbewegung erlangt, wobei der Schlitz eine derartige Größe aufweist, daß ein Anheben der Teile mit der Papierwalze ungehindert erfolgen kann.
Der aufrechte Arm 14 des Hebels 8 besitzt einen am oberen Ende offenen Längsschlitz 15, der sich in Linie mit dem Schlitz des Armes 17 befindet. Das Schaltorgan ist auf einem beim jedesmaligen Anschlag einer Taste hin und her gehenden Rahmen 18 angeordnet, dessen hinteres Ende gelenkig mit schwingbaren Armen 19 verbunden ist, wäh-. rend sein vorderes Ende sich mittels einer verschiebbaren Zunge 20 auf das Segment 11 stützt. Durch den Schlitz 15 des Hebelarmes 14 und den Schlitz 17 des Schaltorgans ist eine Stange 21 lose geführt, welche mit den auf ihren Enden befestigten Stangen 22 und 23 einen schwingbaren Bügel bildet. Die unteren Enden der parallelen Stangen 22, 23 sind mit einem Paar Arme 25 gelenkig verbunden, die feststellbar auf einer wagerechten drehbaren Achse 26 sitzen, so daß also die schwingbare Bügelstange 21 mit dem Schaltorgan sich frei vor- und rückwärts zu bewegen vermag, wobei die erlangte Bewegung durch den Arm i~4 des Hebels 8 auf den Bandführer 6 übertragen wird, der das Farbband 4 entsprechend hoch und tief stellt.
Gemäß den Fig. 1 und 2 nimmt die Bügelstange 21 ihre unterste, dem Drehzapfen 12 des Hebels 8 nächste Stellung ein, so daß der Anschlag des Hebels 8 und damit die Verschiebung des Farbbandes beim jedesmaligen Anschlagen einer Taste am größten ausfällt. Demzufolge wird der untere Streifen 27 des Farbbandes in Schreibstellung gebracht. Der Achse 26 kann eine Drehung erteilt werden, durch die der schwingbare Bügel · angehoben und in die in Fig. 3 gezeigte Stellung gebracht wird, in welcher sich die Stange 21 in einer vom Drehzapfen 12 des Hebels 8 entfernteren Stellung befindet, so daß der letztere einen nur entsprechend kleineren Ausschlag und das Farbband einen geringeren Hub erlangt. Demzufolge wird nur der obere Streifen 28 des Farbbandes in Schreibstellung geführt.
Die Einstellung des schwingbaren Bügels wird mit Hilfe eines Winkelhebels 29 bewirkt, dessen vorderes Ende einen Knopf 30 zum Anfassen trägt. An den anderen Arm dieses Winkelhebels ist mittels einer Lenkstange 31 ein auf der drehbaren Achse 26 befestigter Arm 31^ angeschlossen.
In den Fig. I und 2 nimmt der Knopf oder Griff 30" seine unterste Stellung ein, wird er jedoch in seine oberste Stellung gebracht, so erlangt die Achse 26 eine derartige Drehung, daß die Bügelstange 21 aus dem Schlitz 15 des Hebels 8 heraustritt. und die durch das Anschlagen der Tasten erzielten Bewegungen des Schaltorgans nicht auf den Hebel 8 übertragen werden, der letztere also in Ruhe und das Farbband in seiner unteren normalen Stellung verbleibt (s. Fig. 4); die Typen werden demzufolge ohne Zwischenschaltung des Farbbandes unmittelbar auf das Papierblatt oder die Papierwalze schlagen.
Zwecks Sicherung der Bügelstange 21 in den einzelnen ihr erteilten Stellungen gelangt eine auf der drehbaren Achse 26 befestigte sektorförmige Einstellplatte 33 zur Anwendung, die auf ihrem Umfange drei Einkerbungen 32, 34 und 35 aufweist zur Aufnahme eines federnden Sperrzapfens 36 des'
Rahmengestelles. Sitzt der Sperrzapfen 36 in der Einkerbung 32 (Fig. 2), so tritt der untere Farbstreifen 27 des Bandes beim Anschlagen einer Taste in Tätigkeit; befindet sich jedoch der Sperrzapfen in der Einkerbung 34, so wird mit dem oberen Farbstreifen des Bandes geschrieben, und legt sich endlich der Sperrzapfen in die Einkerbungen 35, so bleibt das Farbband beim Anschlagen der Tasten außer Tätigkeit. Durch entsprechendes Einstellen des Knopfes. 30 kann man also abwechselnd mit dem einen oder anderen Farbstreifen oder auch ganz ohne Farbband schreiben.
Bei der veranschaulichten Underwood-Schreibmaschine sitzt die Papierwalze 5 in einem auf der Zeichnung nicht dargestellten Wagen, der mittels einer Rolle 39 auf der Führungsschiene 40 läuft, die mitsamt den angeschlossenen Einrichtungen durch Niederdrücken der Taste 41 angehoben werden kann, damit auch die Typen 3 in Tätigkeit zu treten vermögen. Beim Anheben der Führungsschiene 40 wird außer dem Papierwagen nebst Walze auch der Farbbandführer 6 sowie der Hebel 8, 14 mitgenommen , so daß die Beziehung zwischen dem Farbband und der Papierwalze die gleiche bleibt.
Die Achse 26 sitzt drehbar in den Seitenteilen 42 des mit der Führungsschiene 40 für den Papierwagen ein Ganzes bildenden schwingbaren Rahmens, der mittels Drehzapfen 43 drehbar im Gestell der Maschine gelagert ist, so daß also bei der Höheneinstellung der _ Papierwalze die gesamte Einrichtung gemäß Fig. 2 außer dem Schaltorgan 16, 17 an der Auf- und Abbewegung des Papierwagens teilnimmt. An diesen Bewegungen nimmt auch die mit der sektorförmigen Einstellplatte 33 verbundene Lenkstange 31 teil, ohne sie auf den Knopf 30 zu übertragen, so daß also nach dem Anheben des Papierwagens eine Einstellung der drehbaren Achse 26 mittels des Knopfes 30 in gleicher Weise wie vorher, erfolgen kann. Es kann also ein beliebiger Farbbandstreifen in Schreibstellung gebracht bzw. das Farbband außer Tätigkeit gesetzt werden, gleichgültig, ob mit den oberen Typen 3 oder mit den unteren Typen 2 der Typenhebel geschrieben wird.
Da beim Anheben der Papierwalze der Angriffspunkt 7 des Hebels 8 am Farbbandführer 6 einen größeren Ausschlag erhält als 55 die Führungsschiene 40, so ergibt sich der Nachteil, daß das Farbband in eine höhere Lage zur Druckstelle gelangt, als es sich in der Normalstellung, d. h. in der unteren Stellung der Papierwalze befindet. Um da- 60 her bei der Höheneinstellung der Papierwalze für den Farbbandführer 6 eine der Normalstellung des Farbbandes zur Druckstelle entsprechende Stellung herbeizuführen, ist der Schlitz des Armes 17 am Schalt- 65 organ 16 schräg nach vorn und aufwärts gerichtet.
Die einzelnen Konstruktionsteile des Erfindungsgegenstandes können Abänderungen unterworfen werden, sofern sie das Wesen der Erfindung nicht beeinträchtigen. '

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Stellvorrichtung für den Farbbandführhebel von Schreibmaschinen mit einem beim jedesmaligen Tastenanschlag hin und her gehenden, mit einem aufrechten Schlitz versehenen Arm des Schaltorgans, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz des letzteren derart dem offenen Schlitz des freien Armendes des den Farbbandführer tragenden doppelarmigen Hebels gegenüberliegt, daß beide Schlitze sich zu einem Schlitz ergänzen, durch welchen eine schwingbare und verstellbare Stange hindurchgeht, die entsprechend ihrer Einstellung die dem Schaltorgan erteilte Bewegung in mehr oder weniger verstärktem Maße oder gar nicht auf den doppelarmigen Hebel und damit auf das Farbband überträgt.
2. Stellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingbare Stange (21) an Arme (25) einer drehbaren Achse (26) gelenkig angeschlossen ist, die von der Vorderseite der Maschine von Hand aus drei verschiedene Stellungen erhalten kann.
3. Stellvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Achse (26) in den Seitenteilen des bekannten, die umstellbare Laufschiene (40) für den Papierwagen tragenden Rahmens gelagert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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