DE190018C - - Google Patents

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DE190018C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B15/00Machines for sewing leather goods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES /k
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 190018 KLASSE 52 a. GRUPPE
UNITEDSHOEMACHINERYCOMPANY in BOSTON und PATERSON.
Das Oberleder der aufzuzwickenden Schuhe wird in der Regel etwas größer geschnitten, als zum .Zwicken notwendig ist, so daß nach Befestigung des Oberleders ein freier Rand yon verschiedener, doch häufig beträchtlicher Breite über die Sohlenkante hinüberragt. Beim Einstechen schmaler Schuhe und besonders beim Nähen der Gelenkteile verursacht der der Naht gegenüberliegende freie
ίο Rand Hinderungen, und es ist Gefahr vorhanden, daß derselbe von der Nadel oder von der Vorschubahle durchstochen .wird oder daß eine störende Einwirkung auf das Einlegen der Fadenschleife in die Nadel durch den Fadenvorleger eintritt. Um derartigen Störungen vorzubeugen, ist entweder ein vorhergehendes Beschneiden des Oberleders oder eine andere zeitraubende Vorkehrung seitens des Arbeiters nötwendig.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine besondere Schutzvorrichtung für Schuhwerknähmaschinen mit Hakennadeln, welche den erwähnten Ubelständen abhilft und den Arbeiter der Notwendigkeit enthebt, besondere Vorkehrungen zu diesem Zwecke zu treffen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Anwendung bei der in der deutschen Patentschrift 47756 beschriebenen Goodyear-Schuhwerknähmaschine dargestellt.
Der Arbeitsgang und die Bauart der Hakennadel ι, des Fadenvorlegers 2, der Vorschubahle 3 und des Rißführers 4 entsprechen der in der erwähnten Patentschrift beschriebenen Maschine. Die Vorschubahle 3 und der Rißführer 4 sind auf einem Schlitten 5 angeordnet, welcher diesen Werkzeugen die seitlichen, zum Vorschub des Werkstückes dienenden Bewegungen erteilt; der Schlitten 5 bildet somit einen Teil der Vorschubvorrichtung.
Die Schutzvorrichtung, die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, besteht aus einer kleinen, nach außen geneigten Platte 6, welche mit einem geschlitzten Schenkel 7 versehen ist. Die Schutzvorrichtung ist am Träger 8 des Rißführers 4 angeordnet und wird durch dieselben Klemmschrauben 9, welche den Führer 4 halten, festgeschraubt.
Während die Vorschubahle 3 niedergeht und in den Riß eintritt, die Nadel 1 zurückgezogen wird und der Fadenvorleger in Ruhe ist, nimmt die Schutzvorrichtung die in Fig. 1 gezeigte Stellung vor der Vorschubahle ein und hält den hervorstehenden, der in der Bildung begriffenen Naht gegenüberliegenden Rand des Oberleders von der Vorschubahle entfernt, wie in Fig. 3 deutlich sichtbar ist.
Bei der nachfolgenden, nach links (vom Arbeiter) gerichteten Vorschubbewegung der Ahle und des Führers 4 wird die Schutzvorrichtung infolge ihrer vorherbeschriebenen Befestigungsweise mit der Vorschubvorrichtung bewegt und gelangt in die in Fig. 2 gezeigte Lage, gerade vor die Nadel. Wäh-
rend des Vorwärtsganges der Nadel und während des Einlegens des Fadens durch den Fadenvorleger hält die Schutzvorrichtung den gegenüberliegenden überschüssigen Rand des 5 Oberleders außerhalb des Wirkungsbereichs dieser Werkzeuge. Die Seitwärtsbewegung der Schutzvorrichtung 6 ist zwar kein wesentliches Merkmal der Erfindung, doch ist dieselbe nützlich, da es hierdurch möglich wird,
ίο eine sehr schmale Schutzplatte anzuwenden, welche den Arbeiter nicht verhindert, die Arbeit genau zu sehen, und in keiner Weise störend auf die Handhabung des Werkstückes einwirkt. Die Seitwärtsbewegung verhindert auch jede Hemmung des Vorschubes, welche etwa durch Reibung der Schutzplatte an der Sohle oder an dem Oberzeug des Schuhes entstehen könnte. Der geschlitzte Schenkel gestattet ein senkrechtes Einstellen der Schutzvorrichtung, und die einfache Art der Befestigung ermöglicht, die Anbringung der Vorrichtung ohne sonstige Änderungen ' an der Maschine vorzunehmen oder Zusatzteile anzuwenden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    . I. Schuhwerknähmaschine zum Annähen des Oberleders an die Brandsohle, gekennzeichnet durch eine Schutzvorrichtung (6), die das Zusammentreffen der Nadel (1) sowie des Fadenvorlegers (2) oder der Vorschubahle (4), wenn eine solche vorhanden ist, mit denjenigen Teilen des Oberleders verhindert, die auf der gegenüberliegenden, der Bearbeitung gerade nicht unterzogenen Seite des Werkstückes hevorragen.
  2. 2. Schuhwerknähmaschine nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (6) mit - der Vor-Schubvorrichtung (3,4,5) in der Vorschubrichtung· bewegt wird und durch die Vorschubbewegung vor die Nadel (1) und den Fadenvorleger (2) gebracht wird.
  3. 3. Schuhwerknähmaschine nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung (6) an dem Träger (8) des Rißführers (4) angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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