DE629166C - Verfahren und Maschine zum gleichzeitigen Beschneiden und Naehen von Feston - Google Patents

Verfahren und Maschine zum gleichzeitigen Beschneiden und Naehen von Feston

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DE629166C
DE629166C DEH134013D DEH0134013D DE629166C DE 629166 C DE629166 C DE 629166C DE H134013 D DEH134013 D DE H134013D DE H0134013 D DEH0134013 D DE H0134013D DE 629166 C DE629166 C DE 629166C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines
    • D05C7/06Special-purpose or automatic embroidering machines for embroidering festoons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren und Maschine zum gleichzeitigen Beschneiden und Nähen von Feston Das Festonieren von Wäschestücken u. dgl. erfolgt allgemein in der Weise, daß der Festonsaum auf der Spezialmaschine genäht und dann das fertige Stück von Hand beschnitten wird. Dieses Verfahren hat wesentliche Nachteile, denn es erfordert nicht nur hohe Arbeitslöhne, sondern häufig werden die zu beschneidenden Stücke fehlerhaft abgeliefert, indem es vorkommt, daß der Deckfaden durchschnitten wird, wodurch sich beim Gebrauch der Saum an dieser Stelle löst.
  • Die angestellten Versuche, das Nähen und Ausschneiden des Festons in einem Arbeitsgang, und zwar mechanisch, vorzunehmen, waren mangelhaft, da die mechanische Ausschneidevorrichtung den Kurven nicht folgen konnte, daß einerseits Beschädigungen der Festonnaht vermieden wurden,- während andererseits häufig ein unsauberes Ausschneiden, besonders in den Ecken, erfolgte, wodurch nachher trotzdem ein Säubern von Hand erforderlich war.
  • Die vorliegende Erfindung vermeidet alle diese Übelstände durch Verwendung eines neuen Nähverfahrens und einer Nadel, die mit einem Schneidwerkzeug oberhalb des Nadelöhrs versehen ist. Das Nähen sowie das Ausschneiden erfolgt somit ebenfalls in einem Arbeitsgang.
  • Bei den heutigen Festonmaschinen wird die Naht so erzeugt, daß der Deckfaden mittels Fadenvorleger von der Vordernadel entnommen, zur Hinternadel geführt und durch diese festgenäht wird. Nach dem neuen Verfahren wird dieser Arbeitsgang in der umgekehrten Weise vorgenommen, indem der Fadenvorleger den Faden der Hinternadel nimmt und diesen der Vordernadel zuführt, welche das Festnähen vornimmt. Die Befestigungsnaht des -Fadens liegt also nicht an der Außenkante des Arbeitsstückes, sondern an der Innenkante der Festonnaht. Der Fadenvorleger erhält .hierzu eine besondere Ausbildung, von welcher einige Beispiele in der beiliegenden Zeichnung gezeigt werden. Durch eine neuartige Ausbildung der Vorlegerkurve wird die veränderte Arbeitsweise des Fadenvorlegers und dadurch der Maschine überhaupt bedingt. An der Hinternadel ist nun in einem entsprechenden Abstande oberhalb des Öhrs ein Messer in Winkel- oder ähnlicher geeigneter Form, dem jeweils herzustellenden Festonmuster entsprechend, angeordnet. Dieses Messer kann aber auch als Sonderstück hergestellt, über den Nadelschaft geschoben und mittels geeigneter Einrichtungen festgehalten-werden. Die Stichplatte erhält seit= lich des Nadelloches eine dem Messerquerschnitt entsprechende Aussparung mit scharfen Kanten, so daß das niedergehende Messer hier scherenartig wirkt. Da das Messer mit der hinteren Nadel eine Einheit bildet und dieses die Bewegung der Nadel zwangsläufig mitmacht, so wird der außerhalb der Festonnaht befindliche Stoff neben der Nadel bei jedem Arbeitshub der Nadel scharf abgetrennt. Die Außennaht ist also nach dem Durchgang des Arbeitsstückes, d: h. nach der Fertigstellung der Festonnaht restlos gesäubert, ohne daß die Fäden der Festonnaht irgendwie verletzt werden können oder aber noch irgendwie-Stoffreste stehenbleiben.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführung der Festonmaschine zur Ausübung des Verfahrens dargestellt, und zwar zeigt: -Abb. z den Kopf mit Arm einer Festonmaschine mit dem Antrieb für den Fadenvorleger sowie die Stichplatte in einer Seitenansicht, Abb. a die Festonmaschiüe von 'vorn gesehen, Abb. 3 die Hinternadel mit übergeschöbenem Stanzmesser, Abb. 4 verschiedene Ausführungsformen des Fadenvorlegers, Abb. 5 die Stichplatte von oben gesehen. Abb. 6 zeigt die Verknüpfung der beiden Oberfäden u und v mit dem Unterfaden x, wobei das an der hinteren Nadel im gleichen Arbeitsgang arbeitende Messer t die Außenkante des Festonbogens glatt geschnitten hat.
  • Abb. 7'zeigt, wie der hintere Faden u (Deckfaden) über die geschnittene Kante der vorderen Nadel p als Schlinge zugeführt wird.
  • Abb. 8 zeigt die- Stichbildung der Festonnaht, wobei der Fader' u der hinteren Nadel q an der Innenkante des Festonbogens festgeheftet wird. Das Messer t an der hinteren Nadel q schneidet im gleichen Arbeitsgang an der Außenkante des Festonbogens eine Fläche frei, über welche` der nächste Deckfaden zs beim Hochgehen der Nadeln q und p gelegt und durch den Vorlegegreifer n der vorderen Nadel p' (Abb. @) zugeführt wird.
  • Abb. g zeigt die Festonnaht von oben.
  • In den Abbildungen ist a der Kopf der Festonmaschine, b der Arm, c die Vorlegerkurve,. d der Rollenhebel zur Vörlegerkurve, e das obere Kugelgelenk, f das untere Kugelgelenk, g die Kugelgelenkstange, h die Fadenhebelkurve, i der Exzenter zum Fadenvorleger, j der. Exzenterhebel zum Fadenvorleger, k der Vorlegerhebel, l das -Gelenk zum #Fadenvorlegerhebel, m der Vorlegehalter, ei der Fadenvorleger, o der Nadelkloben, p die Vordernadel, q die Hinternadel mit Stanzmesser, r die Stichplatte, s das Stichplattenloch mit Aussparung für das Stanzmesser, t das auswechselbare Stanzmesser, u der Deckfaden, v der Nähfaden, w die Messerraste und x der Unterfaden.
  • Die Arbeitsweise ist nun folgende: Ist die Maschine eingefädelt, stellt man Nadelstange und Fadenhebel auf den höchsten Funkt, hebt den bekannten, nicht dargestellten Festonapparät samt Gummiwalze und Schleppfuß in die Höhe und schiebt den zu' benähenden Stoff von links nach rechts unter den Schleppfuß und die Walze. Jetzt bewegt man den Lüfterhebel nach unten, damit Walze und Schleppfuß fest auf dem Stoff aufliegen, setzt die Maschine in der Richtung des Pfeils (Abb. 2) in Bewegung und leitet den Stoff leicht nach. Ist der Nadelkolben auf dem Wege nach oben, so wird der Rollenhebel d; durch die Vorlegerkurv e c nach rechts gezogen und überträgt diese Bewegung auf die Kugelgelenkstange g und von hier auf das Gelenk L zum Fädenvorlegerhebel bzw. Vorlegehalter m, wodurch dieser den Fadenvorleger n zur Nadel q führt. Bei Weiterdrehung der Fadenvorlegerkurve c wird bei Austritt der Nadeln der Fadenvorleger n hinter die Nadel q gesenkt. Durch die rotierende Bewegung des Exzenters i, welcher seine Bewegung auf den Exzenterhebel j und den Vorlegerhebel k überträgt, wird der Fadenvorleger n dem Faden u zugeführt, so daß dieser erfaßt wird. Bei weiterer Drehung der Fadenvorlegerkurve c hebt sich der Fadenvorleger 7z aus dem Bereich der Nadel p und des Fadens v und wird im Weiterverlauf durch den Exzenter i bis vor die Nadel p geführt. Bei dieser Bewegung wird durch die Vorlegerkurve c der Vorleger n, welcher den Deckfaden at mitführt, vor die Nadel p gesenkt, so daß diese durch die Schlinge des Deckfadens q sticht. Bei weiterer Bewegung, Welche beim Einstich der Nadel stattfindet, führt die Vorlegerkurve c den Fadenvorleger sa nach links, wodurch der Deckfaden u freigegeben wird. Der Deckfaden u wird jetzt durch den Nähfaden v mittels Steppstich festgeheftet. Zu gleicher Zeit stößt die Nadel q den durch den Vorleger n freigegebenen Faden u durch den Stoff und führt ihn dem Greifer zu. Bei dieser Bewegung trifft das am oberen Teil der Nadel angeordnete Stanzmesser t auf den Stoff und trennt diesen bei seinem Eintritt in die Aussparung s, so daß die Nadel q bei ihrer Aufwärtsbewegung nunmehr den Deckfaden als Schlinge um die freie Außenkante zieht.
  • Der eigentliche Nähvorgang unterscheidet sich also von dem bei Festonnähmaschinen allgemein gebräuchlichen Arbeitsgange dadurch, daß nicht die Vordernadel p den Deckfaden und die Hinternadel q den Nähfaden führt, sondern umgekehrt q den Deckfaden und p den Nähfaden, wodurch die Heftnaht nicht an dem Außenrad der Festonbogen, sondern an deren Innenrad gebildet wird. Diese Umstellung wird notwendig, weil im anderen Falle das Stanzmesser t die Schlinge des Deckfadens zerschneiden würde. Auch bietet die getroffene Arbeitsweise den Vorteil, daß die durch das Messer t geschnittene glatte Stoffkante sofort beim Hochgehen der Nadel q von dem nächsten Deckfaden überdeckt bzw. umschlungen wird. Der Vorgang des Schlingens und Nähens des Deckfadens sowie des Abschneidens des Stoffes an der Festonbogenaußenkante, wie vorher beschrieben, wiederholt sich bei jedem Auf- und Niedergang der Nadeln p und q, welche, gemeinsam im Nadelkloben o befestigt, die Bewegung der Nadelstange mitmachen.
  • Bei dem neuen Verfahren wird somit die Außenkante des Festonbogens glatt geschnitten und gleichzeitig mit der vorderen Nadel der vorher gelegte Deckfaden an der Innenkante des Festonbogens festgeheftet, während nach dem Festheften die hintere Nadel den nächsten Deckfadenteil über die durch das Messer gesäuberte Kante legt, worauf dieser durch den Vorleger als Schlinge zur vorderen Nadel geführt wird, um hier beim nächsten Niedergang festgeheftet zu werden.
  • Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung umgeben die Deckfäden als geschlossene Decke die Stoffkante, wodurch nicht nur das Aussehen des Wäschestückes gewinnt, die Kante peinlichst sauber und gegen Beschädigungen wesentlich widerstandsfähiger ist, sondern auch jedes Nacharbeiten der Kanten wegfällt, da das Säubern der Kante und das Nähen in demselben Arbeitsgange und in derselben Zeit, in welcher heute auch die Naht hergestellt wird, vorgenommen wird.
  • Die Hinternadel q ist, wie bereits gesagt, oberhalb des Ohrs mit einem Messer beliebiger, dem jeweiligen Verwendungszweck entsprechender Form versehen. Dieses Messer, welches zur Ausübung des Verfahrens notwendig ist, kann nun auch als Sonderstück gearbeitet werden, so daß, wenn z. B. das Messer oder aber die Nadel brechen sollte, nicht beide Stücke unbrauchbar sind, sondern daß das jeweils unbeschädigte Stück mit einem neuen Gegenstück weiterverwendet werden kann. Statt das Messer an der Nadel selbst, wie dies Abb. 3 zeigt, zu befestigen, kann dieses auch am Nadelkloben oder an der Nadelstange befestigt sein. Bedingung ist nur, daß das Messer den Arbeitshub der Nadel zwangsläufig mitmacht.

Claims (2)

  1. PATLNTANSPRÜCIIE: I. Verfahren zum gleichzeitigen Beschneiden und Nähen von Feston aizf Festonnähmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkante der Festonbögen durch ein mit der hinteren Nadel in gleichem Arbeitsgang arbeitendes Messer glattgeschnitten, alsdann über diese Kante der Deckfaden durch die Hinternadel geführt und jetzt durch den durch die Vorlegerkurve gesteuerten Vorleger der Deckfaden als Schlinge der Vordernadel (Heftnadel) zugeführt wird, welche an der Innenkante der Festonbögen die. Heftnaht erzeugt.
  2. 2. Festonnähmaschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinternadel (q) oberhalb des Öhrs ein Stanzmesser (t) trägt, welches bei Einstich des Deckfadens nachfolgend die Außenkante glattschneidet, worauf die Nadel (q) den Deckfaden (u) über die glattgeschnittene Stoffkante legt, alsdann der Deckfaden durch den Fadenvorleger (n) zu der den Steppstich ausführenden Nadel (p) geführt und beim nächsten Arbeitshub an der Festonbogeninnenkante geheftet wird.
DEH134013D 1932-11-15 1932-11-15 Verfahren und Maschine zum gleichzeitigen Beschneiden und Naehen von Feston Expired DE629166C (de)

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