DE18861C - Verfahren zur Darstellung von gelben, braunen und rothbraunen Farbstoffen durch Paarung von Diazoverbindungen mit den von Resorcin ableitbaren Azoverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von gelben, braunen und rothbraunen Farbstoffen durch Paarung von Diazoverbindungen mit den von Resorcin ableitbaren Azoverbindungen

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DE18861C
DE18861C DENDAT18861D DE18861DA DE18861C DE 18861 C DE18861 C DE 18861C DE NDAT18861 D DENDAT18861 D DE NDAT18861D DE 18861D A DE18861D A DE 18861DA DE 18861 C DE18861 C DE 18861C
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Germany
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resorcinol
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pairing
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aktiengesellschaft für Anilin-Fabrikation in Berlin SO
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/02Disazo dyes
    • C09B33/04Disazo dyes in which the coupling component is a dihydroxy or polyhydroxy compound

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Das neue Verfahren beruht darauf, dafs das Resorcin (und seine Homologen, z. B. das Orcin), wenn sie bereits einen Diazorest aufgenommen haben, noch zum zweiten Male mit einer ganz beliebigen Diazoverbindung mit Leichtigkeit gepaart werden können.
Es entstehen hierbei Körper, die wir Oxybiazokörper nennen, und die zum Theil schöne und in Wasser lösliche Farbstoffe vorstellen.
Wir verfahren zur Darstellung dieser Körper folgendermafsen:
Ein primäres Amin wird mit Resorcin oder einem Homologen (in wässeriger oder alkalischer Lösung des letzteren) in genügend bekannter Weise gepaart.
Die Reaction läfst sich am Resorcin als Beispiel durch folgende allgemeine Gleichung wiedergeben :
R^NH21HCl+ NO2 H=i R1.NN. Cl+ 2 H2 Ο
Chlorhydrat eines
primären Amins.
Chlorhydrat der
Diazoverbindung
eines primären
Amins.
ι) R1 - NN. Cl+ C6 H4, (OH)2 .
Resorcin.
. NN. C6 H3 (OH)2
Oxyazoverbindung.
Die neu entstandene Oxyazoverbindung wird nun von uns als solche nicht rein abgeschieden; es wird vielmehr die- nach ihrer Entstehung mittelst Alkali sogleich wieder in Lösung gebrachte Verbindung (bezw. wenn sie leicht genug löslich ist, die bei der Reaction entstandene Lösung der Verbindung R1 · NN· C6 H3 (OH)2) sofort noch einmal mit einer Diazoverbindung der allgemeinen Formel Rri.NN· Cl gepaart nach folgender Gleichung:
2) R'1. NN. Cl+ R1.NN- C6H3(OH)2
Chlorhydrat der
Diazoverbindung
eines primären
Amins.
NN
C6 H2 (OH)3
Neuer Meta-Dioxyazofarbstoff.
Unter den primären Aminen R1 NH2 und R11 NH2, welche wir diazotiren und zur Paarung mit Resorcin und seinen Homologen in verschiedenartigen Combinationen benutzen, wollen wir folgende verstanden wissen:
Anilin und seine Homologen, Sulfanilsäure und ihre Homologen, Naphtylamin und seine Sulfosäuren, Amidophenol und seine Homologen, Amidophenoläther und seine Homologen, Amidonaphtol und seine Sulfosäuren, Amidobenzoesäure, Amidoazobenzol und seine Sulfosäuren.
Als Beispiele für obige im allgemeinen beschriebene Methode führen wir folgende specielle Darstellungsverfahren an:
I. Farbstoff aus Anilin, Resorcin und
Sulfanilsäure.
93 kg Anilin werden in bekannter Weise diazotirt und dann mit no kg Resorcin gepaart, das Product wird in Natronlauge gelöst und dann nochmals gepaart mit nach bekannter Methode dargestellter Diazosulfanilsäure, welche aus 173 kg Sulfanilsäure bereitet ist. Der Farbstoff wird mit Kochsalz aus der Lösung ausge-
fällt, durch eine Filterpresse abgeprefst und getrocknet.
Er bildet ein dunkelbraunes Pulver, ist leicht löslich in heifsem Wasser und läfst sich nach der für die Azofarbstoffe allgemein üblichen Weise färben. Man erhält auf Wolle und Seide schöne, rothbraune Nuancen.
II. Farbstoff aus Nitranilin, Orcin und
Nap h ty lainindisulfo säure.
Ersetzt man in obiger Vorschrift das Anilin durch 138 kg Nitranilin, und das Resorcin durch 124 kg Orcin und die Sulfanilsäure durch 300 kg Naphtylaminsulfosäure, so erhält man einen prächtig gelbbraunen Farbstoff.
III. Farbstoff aus Amidobutylphenolmethyläther, Resorcin und Xylidinsulfo-
säure.
Ersetzt man in Vorschrift I. das Anilin durch 180 kg Amidobutylphenolmethyläther und die Sulfanilsäure durch 201 kg Xylidinsulfosäure, so erhält man einen gelbbraunen Farbstoff, welcher besonders Seide in sehr lebhaften Tönen färbt.
IV. Farbstoff aus Xylidinsulfosäure,
Resorcin und Amidoazobenzol.
201 kg Xylidinsulfosäure werden in bekannter Weise diazotirt, dann mit Resorcin verbunden und schliefslich mit Diazoamidoazobenzolchlorhydrat aus 233 1J2 kg Amidoäzobenzolchlorhydrat gepaart.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    Das oben genauer beschriebene Verfahren zur Darstellung gelber, brauner und rothbrauner, in Wasser löslicher Azofarbstoffe, welche in einem Phenolrest zwei gleichartige oder verschiedenartige Azogruppen enthalten, durch Combination von Diazoverbindungen mit den gewöhnlichen, aus dem Resorcin, Orcin oder anderen Homologen erhältlichen Azoverbindungen.
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