DE187809C - - Google Patents
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- DE187809C DE187809C DENDAT187809D DE187809DA DE187809C DE 187809 C DE187809 C DE 187809C DE NDAT187809 D DENDAT187809 D DE NDAT187809D DE 187809D A DE187809D A DE 187809DA DE 187809 C DE187809 C DE 187809C
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- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 187809 -KLASSE 53 e. GRUPPE
ALEXANDER SICHLER in LEIPZIG.
Molkereiprodukten.
Es ist bereits bekannt, das wasserunlösliche Kasein der Milch durch Einwirkung einer
wässerigen Lösung von dreibasischen, insbesondere phosphorsauren Alkalisalzen in die
wasserlösliche Form zu bringen und dadurch die Fetttröpfchen der Milch zum Zweck
der genauen Fettbestimmung in Freiheit zu setzen.
Weitere Versuche haben ergeben, daß es
ίο vorteilhaft ist und zur Beschleunigung der
Bestimmung dient, wenn man statt der phosphorsauren weinsaure Alkalisalze anwendet
und dazu so viel freies Alkali hinzufügt, bis der das Kasein lösende Wirkungswert der
dreibasischen phosphorsauren Alkalisalze erreicht wird.
Zur Ausübung des Verfahrens setzt man in geeigneten Butyrometergläsern zu 11 ecm
einer wässerigen Lösung, welche im Liter ungefähr gleiche Teile (z. B. je 8 g) Tartrat
und Alkalihydroxyd enthält, 10 ecm Milch und 0,8 ecm Isobutylalkohol, der zweckmäßig
mit einem fettlöslichen Farbstoff versetzt ist. Das Gemisch wird gut durchgeschüttelt, einige
Minuten auf etwa 45° erwärmt, nochmals kurz geschüttelt und zentrifugiert. Nach
kurzer Zeit hat sich das Fett quantitativ klar an der Oberfläche angesammelt.
Die Wirkung der dreibasischen phosphorsauren Alkalisalze beruht auf der hydrolytischen
Abspaltung von freiem Alkali, welches gemeinsam mit dem entstandenen Di- bezw. Monophosphat auf das Kasein lösend wirkt.
Trotzdem hierbei die Wirkung des Alkalis durch die spezifische Wirkung der Phosphate
ausgiebig unterstützt wird, ist doch eine Erhitzung auf 750 C. erforderlich. Diese höhere
Erwärmung auf etwa 75 ° ist etwas umständlich und zeitraubend und hat außerdem eine
Bräunung des Serums durch Karamelisierung des Milchzuckers zur Folge. Endlich besteht
die Gefahr, daß bei ungenügendem Schütteln in dem Niederschlag Spuren von Milchfett
festgehalten werden könnten.
Wenn auch diese Umstände die praktischen Ergebnisse nicht ungünstig beeinflussen, so
war man doch bemüht, sie zu beseitigen, um die alkalibutyrometrische Methode noch einfacher
zu gestalten. Bei Anwendung von wässerigen Lösungen der Tartrate neben freiem Alkali wird die höhere Erwärmung
entbehrlich, ein Ausfällen der Kalksalze sowie anderer Niederschläge während der kurzen
Dauer der Reaktion vermieden und ein fast wasserklares Serum erhalten.
Bei den neutralen phosphorsauren Salzen wirkt nicht nur das abgeschiedene Alkali,
sondern auch das Mono- bezw. Diphosphat auf das Kasein lösend. Anders bei Anwendung
von Tartrat, welches scheinbar die spezifisch kaseinlösende Wirkung der Phosphate
nicht besitzt; hier muß also, um den Wirkungswert der neutralen Alkaliphosphate 2U
erreichen, d. h. das Kasein bei der Reaktionstemperatur glatt in Lösung überzuführen, die
fehlende spezifische Wirkung der Tartrate
durch erhöhten Alkalizusatz ausgeglichen werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur alkalibutyrometrischen Fettbestimmung in Milch und anderen Molkereiprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man neben den fettlösenden Mitteln gleichzeitig weinsaure Alkalisalze unter Zusatz von so viel Alkali zur Lösung des Kaseins benutzt, · daß die kaseinlösende Wirkung der dreibasischen Alkaliphosphate erreicht wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE187809C true DE187809C (de) |
Family
ID=451471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT187809D Active DE187809C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE187809C (de) |
-
0
- DE DENDAT187809D patent/DE187809C/de active Active
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