DE187809C - - Google Patents

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DE187809C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/02Food
    • G01N33/04Dairy products
    • G01N33/06Determining fat content, e.g. by butyrometer

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  • Food Science & Technology (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 187809 -KLASSE 53 e. GRUPPE
ALEXANDER SICHLER in LEIPZIG.
Molkereiprodukten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Januar 1905 ab.
Es ist bereits bekannt, das wasserunlösliche Kasein der Milch durch Einwirkung einer wässerigen Lösung von dreibasischen, insbesondere phosphorsauren Alkalisalzen in die wasserlösliche Form zu bringen und dadurch die Fetttröpfchen der Milch zum Zweck der genauen Fettbestimmung in Freiheit zu setzen.
Weitere Versuche haben ergeben, daß es
ίο vorteilhaft ist und zur Beschleunigung der Bestimmung dient, wenn man statt der phosphorsauren weinsaure Alkalisalze anwendet und dazu so viel freies Alkali hinzufügt, bis der das Kasein lösende Wirkungswert der dreibasischen phosphorsauren Alkalisalze erreicht wird.
Zur Ausübung des Verfahrens setzt man in geeigneten Butyrometergläsern zu 11 ecm einer wässerigen Lösung, welche im Liter ungefähr gleiche Teile (z. B. je 8 g) Tartrat und Alkalihydroxyd enthält, 10 ecm Milch und 0,8 ecm Isobutylalkohol, der zweckmäßig mit einem fettlöslichen Farbstoff versetzt ist. Das Gemisch wird gut durchgeschüttelt, einige Minuten auf etwa 45° erwärmt, nochmals kurz geschüttelt und zentrifugiert. Nach kurzer Zeit hat sich das Fett quantitativ klar an der Oberfläche angesammelt.
Die Wirkung der dreibasischen phosphorsauren Alkalisalze beruht auf der hydrolytischen Abspaltung von freiem Alkali, welches gemeinsam mit dem entstandenen Di- bezw. Monophosphat auf das Kasein lösend wirkt.
Trotzdem hierbei die Wirkung des Alkalis durch die spezifische Wirkung der Phosphate ausgiebig unterstützt wird, ist doch eine Erhitzung auf 750 C. erforderlich. Diese höhere Erwärmung auf etwa 75 ° ist etwas umständlich und zeitraubend und hat außerdem eine Bräunung des Serums durch Karamelisierung des Milchzuckers zur Folge. Endlich besteht die Gefahr, daß bei ungenügendem Schütteln in dem Niederschlag Spuren von Milchfett festgehalten werden könnten.
Wenn auch diese Umstände die praktischen Ergebnisse nicht ungünstig beeinflussen, so war man doch bemüht, sie zu beseitigen, um die alkalibutyrometrische Methode noch einfacher zu gestalten. Bei Anwendung von wässerigen Lösungen der Tartrate neben freiem Alkali wird die höhere Erwärmung entbehrlich, ein Ausfällen der Kalksalze sowie anderer Niederschläge während der kurzen Dauer der Reaktion vermieden und ein fast wasserklares Serum erhalten.
Bei den neutralen phosphorsauren Salzen wirkt nicht nur das abgeschiedene Alkali, sondern auch das Mono- bezw. Diphosphat auf das Kasein lösend. Anders bei Anwendung von Tartrat, welches scheinbar die spezifisch kaseinlösende Wirkung der Phosphate nicht besitzt; hier muß also, um den Wirkungswert der neutralen Alkaliphosphate 2U erreichen, d. h. das Kasein bei der Reaktionstemperatur glatt in Lösung überzuführen, die fehlende spezifische Wirkung der Tartrate
durch erhöhten Alkalizusatz ausgeglichen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur alkalibutyrometrischen Fettbestimmung in Milch und anderen Molkereiprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man neben den fettlösenden Mitteln gleichzeitig weinsaure Alkalisalze unter Zusatz von so viel Alkali zur Lösung des Kaseins benutzt, · daß die kaseinlösende Wirkung der dreibasischen Alkaliphosphate erreicht wird.
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