DE287743C - - Google Patents

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DE287743C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J7/00Phosphatide compositions for foodstuffs, e.g. lecithin

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  • Biochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dairy Products (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • General Preparation And Processing Of Foods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-■ te 287743 KLASSE 30 h. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Oktober 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von in Wasser und verdünntem Alkohol löslichen, Lecithinbestandteile enthaltenden Präparaten, das im wesentlichen darin besteht, daß man Buttermilch mit geeigneten Mengen Ammoniak, Natronlauge und Ätzkalk behandelt, auf möglichst niedrige Temperatur abkühlt, filtriert und das Filtrat eindampft, den Rückstand mit 50 prozentigem Alkohol auszieht und den klaren Auszug gegebenenfalls konzentriert.
Ausführungsbeispiel.
100 1 Buttermilch werden mit 0,6 kg SaI-
!5 miakgeist der vom Deutschen Arzneibuch vorgeschriebenen Stärke innig gemischt, worauf bis zur beginnenden Klärung allmählich Natronlauge eingetragen wird. Hierzu genügen von einer 16 Prozent Natriumhydrat haltenden Lauge in der Regel 0,2 kg.
Die Flüssigkeit klärt sich bei gewöhnlicher Temperatur innerhalb 24 Stunden weiter, die Klärung kann aber auch durch vorsichtiges Erwärmen bis zu einer 40 ° nicht übersteigenden Temperatur beschleunigt werden. Sie erscheint nach dieser Zeit bzw. Behandlung opalartig geklärt.
Inzwischen werden 0,15 kg Ätzkalk mit Wasser gelöscht, das entstandene Pulver mit 2 kg Wasser zu einem Brei angerührt und dieser allmählich in die geklärte Milchflüssigkeit eingetragen.
Es entsteht eine dicke Ausscheidung, die sich teils absetzt, teils oben schwimmt. Durch Filtration wird diese Ausscheidung von der wasserklaren Flüssigkeit getrennt und letztere nunmehr bei einer 40 ° nicht übersteigenden Temperatur (zweckmäßig im Vakuum) bis auf ungefähr 2 kg konzentriert. Dieses Konzentrat ist eine ziemlich starre Masse, in der Wärme leichter fließend als in der Kälte. Beim Ausziehen mit 50 prozentigem Alkohol geht der weitaus größere Teil in Lösung, und diese Lösung enthält die nach dem Verfahren hergestellten Lecithinbestandteile. Dampft man diese (z.B. 10 kg soprozentigen Alkohol mit den Lösungsstoffen der etwa 2 kg Restbestandteile) ein, und zwar bei einer 40° nicht übersteigenden Temperatur, so erhält man schließlich annähernd 1J2 kg einer schwach alkalisch reagierenden, sehr schwer fließenden, fast zähen Flüssigkeit, welche sich bei dieser Temperatur nicht weiter konzentrieren läßt. Sie enthält annähernd 25 Prozent feste Stoffe, ist in Wasser und verdünntem Alkohol vollkommen klar löslieh und weist gewisse Reaktionen der Lecithine wie auch deren Wirkung auf. Die Vorteile derartig wasserlöslicher und in verdünntem Alkohol löslicher Präparate liegen nahe: sie lösen sich in den gebräuchlichen Getränken, wie Limonaden, Weinen, ja selbst Spirituosen und können so leicht eingenommen und noch leichter dosiert werden. Gerade die auf öl und reinen Alkohol beschränkte Löslichkeit der Lecithine erschwert deren medikamentöse Anwendung ungemein, und wohl in der Hauptsache werden sie aus diesem Grunde nur als Arzneistoffe betrachtet, während die Art ihrer
Zusammensetzung, ihres Vorkommens u. dgl. sie eigentlich mehr zum eigentlichsten Nahrungsmittel stempeln. Durch die Wasserlöslichkeit der nach vorliegendem Verfahren hergestellten Präparate ist eine weitaus größere Anwendungsmöglichkeit geschaffen, die noch durch die Haltbarkeit und das Nichtranzigwerden in erwünschter Weise ergänzt wird.
Der Gehalt des nach dem Verfahren gewonnenen Produktes an Lecithin wurde in folgender Weise ermittelt:
io g des nach dem Verfahren erhaltenen Endproduktes werden auf offenem Feuer zur Trockne gebracht und mit Salpeter verascht.
In der mit Wasser aufgenommenen filtrierten Lösung dieser Asche wird die Phosphorsäure als Magnesiumammoniumphosphat gefällt und nach dem Auswaschen und Glühen als Pyrophosphat gewogen. Der Wiegerückstand beträgt 0,254 g.
Diese Zahl mit 7,27 multipliziert, beträgt 1,8465, d.h. log der nach dem Verfahren hergestellten Endflüssigkeit enthalten 1,8465 bzw. die Endflüssigkeit selbst 18,465 Prozent Lecithinbestandteile.
Es muß ausdrücklich darauf verwiesen werden, daß diese Zahl nicht bei jedem Präparat konstant ist, sondern je nach der zur Verwendung kommenden Buttermilch wechselt, so daß Pyrophosphatrückstände bis zu 0,183 g. herab, jedoch nicht über 0,254 S bisher festgestellt wurden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von in Wasser und verdünntem Alkohol löslichen, Lecithinbestandteile enthaltenden Präparaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Buttermilch nacheinander mit geeigneten Mengen Ammoniak, Natronlauge und Ätzkalk behandelt, auf möglichst niedrige Temperatur abkühlt, filtriert, das Filtrat eindampft, den Rückstand mit 50 prozentigem Alkohol auszieht und den klaren Auszug gegebenenfalls konzentriert.
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