DE186704C - - Google Patents

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DE186704C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/02Devices for withdrawing samples
    • G01N1/04Devices for withdrawing samples in the solid state, e.g. by cutting
    • G01N1/06Devices for withdrawing samples in the solid state, e.g. by cutting providing a thin slice, e.g. microtome

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 186704 KLASSE 42 Ji. GRUPPE
Dr. HECTOR LEBRUN in BRÜSSEL
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1906 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung, vermittels welcher die sehr dünnen Scheiben, welche mittels des Mikrotoms von dem das Untersuchungsobjekt einhüllenden Paraffinblock abgeschnitten werden, unmittelbar nach dem Abschneiden in zusammenhängender Reihe auf eine drehbare ■ Präparatenscheibe aufgelegt werden können. Fig. ι zeigt eine perspektivische Ansicht
ίο des Apparates. Derselbe besteht aus einem Mikrotom von im wesentlichen bekannter Anordnung und einem doppelten Schlittensupport m, i, auf welchem die gläserne Präparatenscheibe ο drehbar gelagert ist. Das Schneidemesser c des Mikrotoms ist in wagerechten Armen a, von denen der eine an der Führungsschiene b, der andere an dem erhöhten Lagerbock der Handradwelle angeschraubt ist, gelagert. Der das Untersuchiingsobjekt einhüllende Paraffinblock ρ ist an der geriffelten Scheibe q befestigt, welche mit einem doppelten Schlittensupport s, \ starr verbunden ist. Die Kurbel t, welche auf die Welle des Handrades u aufgekeilt ist, teilt dem in der Schiene b geführten Schlitten ^ eine auf- und niedergehende Bewegung mit. Der Schaltklinke r wird in einer in der Figur nicht zur Darstellung gebrachten Weise durch die Drehung des Handrades u eine Schwingbewegung mitgeteilt. Die Schaltklinke r wirkt auf ein fein verzahntes Rad ν ein und dreht so durch die Vermittelung eines kleinen Vorgeleges eine auf der Zeichnung nicht sichtbare feine Gewindespindel. Diese Gewindespindel wirkt auf den Schlitten s ein, derart, daß bei jeder Umdrehung des Handrades u dieser Schlitten s und damit der mit dem Schlitten fest verbundene Paraffinblock ρ um einen sehr kleinen Betrag wagerecht gegen die Messerschneide zu vorgeschoben wird.
Das Zerschneiden des Paraffinblockes geht, wie bekannt, folgendermaßen vor sich: Beim Niedergehen des Blockes wird eine dünne Scheibe von dem Blocke abgetrennt, die auf der Fläche des Messers liegen bleibt. Wird nach beendetem Anhub und Vorschub des Blockes die zweite Scheibe abgeschnitten, so schiebt diese die erste Scheibe vor sich her, wobei die zusammenstoßenden Kanten der dünnen Scheiben aneinander ankleben. Auf diese Weise entsteht ein fortlaufendes Band von Schnitten durch das Untersuchungsobjekt. Um dieses Band in ununterbrochener Reihe auf der kreisrunden Glasscheibe 0 auflegen zu können, wird dem' Paraffinblock nicht die Form eines Quaders, wie bisher üblich, sondern die Form eines Zylinderringsektors oder eines Prismas mit Trapezquerschnitt gegeben. Dadurch kann erreicht werden, daß das Band von Schnitten sich in konzentrischen Kreisen oder in Spiralen auf der Scheibe 0 auflegen läßt, ohne am inneren Rande sich in Falten zu legen. Zweckmäßigerweise läßt man die schmale Langfläche des Prismas nach hinten zu sich verjüngen, damit das Band auf der Scheibe nach Möglichkeit auch den stärker gekrümmten inneren Kreisen sich anzupassen vermag.
Die zur Aufnahme der gläsernen Präparatenscheibe ο dienende Platte e ist nach Fig. ι auf einem doppelten Schlittensupport m, i drehbar gelagert, welcher in den Fig. 2 und 3 im Querschnitt und Längsschnitt gezeichnet ist, Die Bewegung der Schlitten kann entweder durch Gewindespindel, wie gezeichnet, oder mit freier Hand bewirkt werden. Der Schlitten i kann entbehrt werden, da das Heranholen des herabhängenden Bandes beim Beginne des Zerschneidens auch durch eine Drehbewegung der Scheibe geschehen kann. Die Drehbewegung der Scheibe kann auch entweder ebenfalls von Hand bewirkt und der Lieferung des Bandes angepaßt werden; oder sie kann durch ein in der. Säule g angeordnetes Uhrwerk erzeugt werden, wobei dann die Drehgeschwindigkeit des Handrade u der Drehbewegung der Scheibe angepaßt werden muß. Das Handrad u kann auch mit Hilfe eines Fußtrittes nach Art der Nähmaschinenantriebe in Umdrehung versetzt werden.
In den Fig. 4 und 5 ist eine zweite Ausführungsform der Bewegung der Platte e gezeichnet. Hier ist die in Richtung parallel zur Messerschneide längs den Führungsflächen m sich vollziehende Schlittenbewegung der Präparatenscheibe 0, vermöge der nach einer ganzen Umdrehung der Präparatenscheibe und nach Auflegen eines Bandes χ auf den äußeren Rand die inneren Teile der Scheibe unter den Paraffinblock ρ gebracht werden können, so daß das Band in mehreren konzentrischen Kreisen (oder in einer Spirale) auf die Scheibe aufgelegt werden kann, ersetzt durch eine Drehbewegung um einen Zapfen w, welcher unterhalb der Handradwelle angeordnet sein kann. Das Schlittengerüst m wird hierdurch entbehrlich und die seitliche Bewegung der die Präparatenscheibe tragenden Säule g ist bei dieser Anordnung nicht mehr eine geradlinige, sondern verläuft nach einem flachen Kreisbogen um den Punkt w. Das Schlittengerüst i, vermöge dessen die Säule in Richtung senkrecht zur Messerschneide geradlinig verschoben werden kann, ist hier beibehalten. Dasselbe kann, wie oben erwähnt, auch entbehrt und die Säule g mit der Platte i starr verbunden werden. Die Präparatenscheibe 0 der Fig. 4, welche keine Durchbohrung in der Mitte aufweist, wird durch die aufgebogenen Ränder y der Auflageplatte e zentriert.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum unmittelbaren Auflegen der mit Hilfe eines Mikrotoms hergestellten Schnitte ■ auf die Präparatenscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe unter dem Schneidemesser (c) auf einem einfachen oder doppelten Schlittensupport fm, i) in zwei zueinander senkrechten Richtungen verschiebbar und um eine senkrechte Achse drehbar gelagert ist.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenbewegung" des Supportes in der einen Richtung durch eine Drehbewegung um einen senkrechten Zapfen ' (w) ersetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2002061393A3 (de) * 2001-02-01 2002-12-27 Hess Consult Gmbh Mikrotom

Cited By (2)

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WO2002061393A3 (de) * 2001-02-01 2002-12-27 Hess Consult Gmbh Mikrotom
RU2287143C2 (ru) * 2001-02-01 2006-11-10 Хесс Консалт ГмбХ Микротом

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