DE18662C - Verfahren zur Darstellung von wasserdichtem Kunstleder aus Lederabfällen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von wasserdichtem Kunstleder aus Lederabfällen

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DE18662C
DE18662C DENDAT18662D DE18662DA DE18662C DE 18662 C DE18662 C DE 18662C DE NDAT18662 D DENDAT18662 D DE NDAT18662D DE 18662D A DE18662D A DE 18662DA DE 18662 C DE18662 C DE 18662C
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Germany
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leather
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artificial leather
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DENDAT18662D
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E. POLLAK in Wien II., Ferdinandstr. 15
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTjMT
KLASSE 28: Gerberei.
Nach diesem Verfahren werden Lederabfälle zu einem Kunstleder verarbeitet, welches den Einwirkungen der Feuchtigkeit widersteht und im Wasser sich nicht auflöst.
Es wird zu warmem Wasser Weizenstärke in solcher Menge hinzugesetzt, dafs nach erfolgter Auflösung der Stärke die Lösung noch immer dünnflüssig ist; während des Kochens wird eine geringe Quantität von Gummiarabicum beigegeben, und ferner eine Lösung (ungefähr Y20 der Wassermenge) von 1 Gewichtstheil Alaun in s Gewichtstheilen Wasser.
In diese Lösung werden nach Abkühlung die Abfallstucke gebracht.
Nachdem die Abfallstücke vollkommen durchfeuchtet sind, werden sie stückweise, unter Aufstreichung einer concentrirtenLösung vonKleister, innerhalb viereckiger Formen über einander gelegt und daselbst mittelst Hämmer geklopft.
Die so entstandenen Platten werden in eine Lösung von 1 Gewichtstheil Natronseife in 2 Gewichtstheilen Wasser gelegt und, nachdem sie durchfeuchtet sind, in die hydraulische Presse gebracht und sodann getrocknet.
Durch die neu entstandene fettsaure Thonerde, welche infolge hydraulischen Druckes das Kunstleder vollkommen imprägnirt, ist dasselbe vollkommen gegen Feuchtigkeit' geschützt und wasserdicht geworden.
Bei Verarbeitung von bereits gefetteten Fallspänen und Lederabfällen aller Art zu solchem wasserdichten , und unlöslichen Kunstleder ist folgendes Verfahren anzuwenden.
Die fetten Fallspäne werden in eine Flüssigkeit gebracht, welche auf 95 Theile Wasser 5 Theile Kali- oder Natronwasserglas von 380B. oder dementsprechende Quantitäten von 5ogrädigem Wasserglas enthält. In dieser Flüssigkeit, welche kalt oder lauwarm benutzt wird, bleiben die Fallspäne, je nach ihrem Fettgehalt, :/4 oder Y2 Stunde.
Nach dieser Zeit werden die Fallspäne aus der Flüssigkeit genommen, nachdem die anhängende Flüssigkeit abgelaufen ist, in eine Lösung von schwefelsaurem Zinkoxyd (Lösungsverhältnifs 5 : 100) gebracht und darin Y2 Stunde gelassen. Nach dieser Zeit werden die Fallspäne abgeprefst und können sofort für die Kunstlederfabrikation verwendet werden.
Statt des Wasserglases können alle Alkalien oder alkalisch reagirenden Salze, und statt des Zinkvitriols alle jene Salze verwendet werden, deren Basen mit Säuren unlösliche Verbindungen eingehen.
Die so zubereiteten Fallspäne und Abfallstücke werden sodann mit Kleister bestrichen, innerhalb viereckiger Formen über einander gelegt und daselbst mittelst Hammer geklopft. Die entstandenen Platten werden in die hydraulische Presse gebracht und getrocknet.
Durch dieses Verfahren wird das Fett, welches in den Abfällen enthalten ist, verseift und die lösliche Seife wird dann in eine unlösliche verwandelt.
Es wird hierdurch das frühere Entfetten der ,Fallspäne unnöthig, vielmehr das in den Fall-
spänen befindliche Fett für die Bildung der unlöslichen Seife, weiche den Fallspan wasserdicht macht, benutzt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansp.ru CH:
    Bei dem Verfahren der Erzeugung von Kunstleder durch Comprimiren von mit Klebmitteln durchfeuchteten und bestrichenen Lederabfällen die Behandlung der Lederabfälle mit alkalischen Seifen, welche bei ungefetteten Abfällen direct hinzugesetzt und bei gefetteten Abfällen durch Verseifen der in denselben enthaltenen Fette mit Alkali oder Wasserglas erhalten werden, und Fällung der Fettsäuren mittelst Salze, speciell Alaun und Zinkvitriol, deren Basen mit den Fettsäuren unlösliche Verbindungen geben.
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