DE186138C - - Google Patents

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DE186138C
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rollers
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    • G07DHANDLING OF COINS OR VALUABLE PAPERS, e.g. TESTING, SORTING BY DENOMINATIONS, COUNTING, DISPENSING, CHANGING OR DEPOSITING
    • G07D1/00Coin dispensers
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVIl86138 -
KLASSE 43«. GRUPPE
EDVARD LUDVIGSEN in KOPENHAGEN.
Geldauszahlvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Oktober 1905 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, mittels welcher Ein- und Auszahlungen stattfinden können, ohne daß der Verkäufer das Geld zu berühren genötigt ist.
Die Geldauszahlvorrichtung besitzt Walzen und Rohre zur Aufnahme und Ausgabe von Geldscheinen bezw. Geldstücken, welche Walzen und Rohre mit Einrichtungen versehen sind, die eine Ausgabe des Geldes aus dem Apparat gestatten, ohne dasselbe berühren zu müssen. Der Apparat besitzt ferner eine Einrichtung zum Sperren der Einrichtungen zur Geldausgabe und eine Kontrollstreifenschreibvorrichtufig.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Apparates dargestellt, und zwar zeigt . ■
Fig. ι einen Längsschnitt durch einen Teil des Apparates,
Fig. 2 einen Querschnitt durch denselben Teil,
Fig. 3 den ganzen Apparat im Grundriß,
Fig. 4 eine Einzelheit im größeren Maßstabe und
Fig. 5 einen Schnitt durch einen Teil des Apparates, gleichfalls im größeren Maßstabe. Der dargestellte Apparat besitzt Walzenpaare ι und 2, von denen auf der Zeichnung der Einfachheit halber nur eines zur Darstellung gebracht ist, da dieselben sich nur durch verschiedene Breite, den verschiedenen Geldscheinen entsprechend, voneinander unterscheiden. Die Walzen 1 und 2 jedes Paares sind mittels Handräder 3 und 4 (Fig. 1) drehbar, wenn eine von einer Feder beeinflußte Sperrstange 5 durch Hineinschieben aus einem der Einschnitte 6 ausgelöst ist. An der Walze ι ist bei χ ein Band von der Breite der Walze befestigt, welches, nachdem es in der Richtung des Pfeiles über eine Walze 7, die nur das Band leiten soll, geführt ist, bei y an der Walze 2 befestigt und auf dieselbe aufgerollt ist.
Wenn Geldscheine eingezahlt werden und das Handrad 3 gedreht wird, wird das Band von der Walze 2 auf die Walze 1 gewickelt, wobei die Geldscheine hineingeführt und zwischen den Schichten des Bandes aufgenommen werden, während dagegen die Geldscheine herausgeführt und auf eine Klappe 8 gelegt werden, wenn- das Handrad 4 gedreht wird.
Die Handräder 3 und 4 sind mit Höhlungen versehen, in denen Zahnräder, die in Verbindung mit den Walzen stehen, sich bewegen, welche Verbindung aber aufgehoben wird, wenn die Handräder in umgekehrter Richtung gedreht werden, indem solchen Falles eine Sperrklinke sich auslöst.
. Ferner besitzt der gezeichnete Apparat zur Aufnahme von Geldstücken Rohre 10, welche Glasrohre 9, die dem Durchmesser verschiedener Geldsorten entsprechen, umgeben und, um das Geld sichtbar zu machen, mit Längsschlitzen versehen sind. Wenn die Rohre 10 zu diesem Zwecke je mit einer Reihe kleiner Löcher versehen sind, können die Glasrohre fortgelassen werden.
Oben sind die Rohre 10 mit trichterförmigen Öffnungen 11, die in einem Einzahlbrett A ausmünden, versehen, um ein leich-
teres Einschieben der Geldstücke, die vom Käufer auf dem Einzahlbrett aufgezählt werden, in die Rohre zu ermöglichen. Das Einschieben der Geldstücke in die Rohre wird vom Verkäufer z. B. mittels einer Spatel bewirkt.
Das Einzahlbrett A kann auch beweglich eingerichtet sein, damit das Geld durch eine einfache Drehung des Zahlbrettes und ohne
ίο Gebrauch einer Spatel den Geldrohren oder, um später sortiert zu werden, einem besonderen Behälter zugeführt werden kann.
Unten ist jedes Rohr ίο mit einem von einer Feder beeinflußten Münzenschieber 12 (Fig. 2 und 3) versehen. Derselbe besteht aus einem stangenförmigen und einem plattenförmigen Teil, welch letzterer unmittelbar unterhalb der unteren Öffnung des Rohres mit einem der betreffenden Rohröffnung bezw.
Münzgröße entsprechenden Loch 13 versehen ist. Die Schieber 12 sind zwischen zwei Steuerungsplatten gelagert. Jeder Schieber 12 wird, wenn er hineingeschoben wird, ein aus dem Rohr kommendes Geldstück über ein Loch 14 der untersten der Steuerungsplatten hinschieben und, während dieses geschieht, die untere Öffnung des Rohres, welche in der obersten der Steuerungsplatten ausmündet, schließen. Durch das Loch 14 fällt die Münze auf ein Auszahlbrett B (Fig. 2), von welchem der Käufer durch eine Öffnung der Wandung des Apparates seine Rückzahlung selbst entnimmt.
Es ist einleuchtend, daß man eine beliebige Summe durch entsprechend wiederholtes Einschieben der Sperrstangen 5 und der Münzenschieber 12 auszahlen kann.
Zum Sperren der Einrichtungen zur Geldausgabe besitzt der Apparat eine verstellbare Stange 28, welche mittels eines Hebelgestänges mit einer drehbar angeordneten Unterlage .15 für einen Schlitten 16 in Verbindung steht, in dessen Innerem eine Walze 17 angeordnet ist. Die Walze 17 ist mit einem in eine Zahnstange der Unterlage 15 eingreifenden Zahnrade verbunden. Zwischen der Walze 17 und einer Reibwalze 19 ist ein zum Mar-■ kieren der Zahlungssummen bestimmter Papierstreifen geführt, der, von einer Rolle 18 kommend, an einer Walze 20 befestigt ist. Die Walzen 17 und 20 werden durch eine Feder gegeneinander gedrückt. Unterhalb des Schlittens 16 ist ein durch eine Feder beeinflußter Haken 21 angeordnet, der in einen hakenförmigen Vorsprung 22 der Wand des Apparates eingreift (Fig. 4). Die Unterlage 15 ist von einer Feder 23 beeinflußt.
Bei der Verschiebung des Schlittens 16 auf der Unterlage 15 durch den Verkäufer führt die Walze 17 mit Hilfe der Reibwalze 19 den zum Markieren der Zahlungssummen bestimmten Papierstreifen unter eine Glasplatte, wobei gleichzeitig der Haken 21 aus dem Vorsprunge 22 ausgelöst wird, so daß die Unterlage 15 frei und, von der Feder 23 beeinflußt, gegen den Käufer gedreht wird, der dann lesen kann, was vom Verkäufer auf dem Papierstreifen notiert wurde. Der Papierstreifen kann, weil die Welle der Walze 17 mit Zahnkupplungen versehen ist und somit nicht rückwärts gedreht werden kann, nicht zurückgezogen werden.
Die Stange 28 ist auf der Sperrstange 5 und den Schiebern 12 verstellbar angeordnet und mit dem einen Ende eines Hebels 27 gelenkig verbunden, dessen anderes Ende an einem Winkelarm 26 angelenkt ist. Die senkrechte drehbare Achse 24, die die Unterlage 15 des Schlittens 16 trägt, ist mit Nocken 25 versehen, welche, wenn die Achse 24 gedreht wird, den Winkelarm 26 vorwärts und rückwärts bewegen können, derart, daß, wenn die Unterlage 15 in die in Fig. 3 der Zeichnung strichpunktierte Grenzlage geschwungen wird, die Stange 28 dadurch ebenfalls in die strichpunktiert gezeichnete Lage gebracht wird, so daß der Apparat frei ist, während die Stange 28 sonst die Beweglichkeit der Sperrstange 5 und der Münzenschieber 12 aufhebt und somit den Apparat sperrt.
Zur weiteren Sicherung kann die Unterlage 15 des Schlittens 16 noch mittels eines beliebigen Schlosses mit der Wand bdes Apparates verbunden werden. Die Geldauszahlvorrichtung kann mit einer Rechenvorrichtung leicht verbunden werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    1, Geldauszahlvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Spefrstange (5) für die Walzen (i, 2) zur Aufnahme und Ausgabe von Papiergeld und die Münzenschieber (12) für die Geldrohre (9, 10) durch Stangen und Hebel mit einem Schlitten (16), der auf einer drehbaren Unterlage (15) gleitet und eine bekannte Kontrollstreifenschreibvorrichtung enthält, derart verbunden sind, daß die Sperrstange (5) und die Münzenschieber (12) freigegeben sind, wenn die Schreibvorrichtung dem Käufer, dagegen verriegelt sind, wenn die Schreibvorrichtung durch Drehung der Unterlage (15) um i8o° dem Verkäufer zugewendet ist.
    2. Geldaüszahlvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein über Walzen (1, 2) geführtes Band von der Breite der einzulegenden Geldscheine, zwischen dessen Schichten die Geldscheine gleicher Art eingerollt werden, wenn die Walze (1), nachdem ' die Sperrstange (5)
    aus einem Randeinschnitt (6) ausgerückt worden ist, gedreht wird, während, die Geldscheine zwischen den Walzen (i, 2) auf eine Klappe (8) herausbefördert werden, wenn die andere Walze (2) gedreht wird.
    . 3; Geldauszahlvorrichtung nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch eine die Sperrstange (5) und die Münzenschieber (12) verriegelnde und freigebende Stange (28), die durch die Drehung der Schlittenunterlage (15) vor- und zurückgeschoben wird.
    4. Geldauszahlvorrichtung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (16) bei seiner Verschiebung auf der drehbaren Unterlage (15) eine Sperrung (21,22) zur Verhinderung der Drehung der Unterlage (15) auslöst und gleichzeitig die Fortschaltung des Kontrollstreifens der Schreibvorrichtung bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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