DE185671C - - Google Patents

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DE185671C
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Germany
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lever
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cord
disk
knife
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47FSPECIAL FURNITURE, FITTINGS, OR ACCESSORIES FOR SHOPS, STOREHOUSES, BARS, RESTAURANTS OR THE LIKE; PAYING COUNTERS
    • A47F13/00Shop or like accessories
    • A47F13/04Twine holders or cutters
    • A47F13/045Twine cutters also combined with twine holders

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

ft,
Ul 1L
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 185671 KLASSE 34/. GRUPPE
FRANZ HEIMANN und WILHELM NITSCHKE
in GLATZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. April 1906 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Schnurabschneidevorrichtung, vermittels welcher man . eine auf einer Rolle oder dergl. befindliche Schnur in gleichmäßigen Längen abschneiden kann. Diese Vorrichtung ist hauptsächlich für die Wurstfabrikation bestimmt, wo bekanntlich zum Abbinden der Wurstenden Bindfaden verwendet wird. Bisher wurde meistens zu
ίο diesem Zwecke der ■ Bindfaden von dem Wurstmacher mit dem Munde von der Bindfadenrolle abgezogen, da er die Hände zum Füllen des Darmes bedarf.
Die Schnurabschneidevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist dadurch charakterisiert, daß durch eine hin- und herschwingende Hebelbewegung sämtliche Teile in der erforderlichen Reihenfolge in Tätigkeit gesetzt werden, so daß vorerst durch die drehende Bewegung der Bewegungsscheibe ein Abwickeln der Schnur um eine bestimmte Länge erfolgt, worauf bei Stillstand der Bewegungsscheibe ein unter Federwirkung stehendes Messer ausgelöst wird, das nach abwärts fällt und die Schnur abschneidet, gleich darauf aber wieder angehoben und durch einen Sperrzahn in dieser Stellung erhalten wird.
Es wird demzufolge von einer Rolle aus die abzuschneidende Schnur über eine mit einer Ringnut versehene Bewegungsscheibe geleitet und in der Ringnut in bekannter Weise .durch kleine Rädchen, die zweckmäßig unter Federwirkung stehen, gehalten. Durch eine geeignete Sperräderanordnung wird bedingt, daß diese Bewegungsscheibe sich nur in einer Richtung drehen läßt, und zwar so, daß die über diese Scheibe geleitete Schnur mitgenommen und abgewickelt wird. Die Drehbewegung dieser Scheibe wird dadurch herbeigeführt, daß sich auf ihrer Achse ein Zahnrad befindet, in welches ein Zahnsegment eingreift, welches durch einen schwingenden Hebel bewegt wird. Mit dem Zahnrad ist fest verbunden ein Sperrad, oder letzteres sitzt fest auf der sich drehenden Achse, wobei in dieses Sperrad eine an der BewegungsscheibNe befestigte Klinke eingreift. Ein an der Bewegungsscheibe befestigter Sperrkranz dient zur Begrenzung des Umdrehungsweges, indem sich an dem Zahnsegment ein Sperrstift befindet, so daß, wenn dieser mit dem Sperrkranz in Eingriff kommt, eine weitere Drehung unmöglich gemacht ist. Es könnte auch die Einrichtung so getroffen werden, daß am Zahnsegment eine schwingbare Sperrklinke angeordnet ist, die mit einem zweiarmigen Hebel in Verbindung steht und eine Hebelschwingung eine Sperrklinkenschwin- ■ gung herbeiführt, sobald ein am Zahnsegment befindlicher Stift auf den Hebel aufschlägt. Statt dieser Einrichtung könnte naturgemäß
auch eine andere Einrichtung zur Begrenzung der Drehbewegung der Bewegungsscheibe getroffen sein.
Bei einer Drehung der Bewegungsscheibe wird die über diese Scheibe gelegte Schnur mitgenommen bezw. von der Rolle abgewickelt, und es empfiehlt sich, die abgewickelte Schnur durch ein Führungsröhrchen zu leiten.
ίο Um ein Abschneiden der durch das Führungsrädchen vortretenden Schnur zu bewirken, befindet sich vor dem Röhrchenende ein entsprechend geführtes und unter Federdruck stehendes Messer, welches durch einen Sperrhebel im angehobenen Zustande so lange gehalten wird, bis bei einer Zurückbewegung des Zahnsegmentes durch eine gelenkige Stange und Winkelhebelverbindung dieser Sperrhebel zur Seite bewegt und so das Messer frei wird, so daß es unter Federdruck nach abwärts fällt und dabei die Schnur abschneidet. Mit dem Zahnsegment steht ferner noch eine Winkelhebeleinrichtung in Verbindung, durch welche nach erfolgtem Abschneiden das Messer wieder so weit angehoben wird, bis es durch den Sperrhebel festgehalten wird.
Eine derartige Abschneidevorrichtung ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform zur Darstellung gebracht, und zwar in Fig. 1 teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt nach der Ebene A-A von Fig. 4, in Fig. 2 in Ansicht, in Fig. 3 in Oberansicht und Fig. 4 im Schnitt nach der Ebene B-B von Fig. 2, und Fig. 5 zeigt das Messer und dessen Bewegungsvorrichtung von vorn gesehen.
Auf der Achse 6 befindet sich fest ein Zahnrad 7 und ein Sperrad 8. In das Sperrrad 7 greift ein Zahnsegment 9, welches um die feste Achse 10 drehbar und mit dem Hebel 11 verbunden ist. In das Sperrad 8 greift eine unter Federwirkung stehende Sperrklinke 12, die an der mit einer Ringnut versehenen Bewegungsscheibe 13 befestigt ist. Bei einer Drehung des Hebels 11 nach rechts wird daher infolge der Übersetzung des Segmentes 9 und des Rades 7 eine Drehung der Scheibe 13 nach links erfolgen, wodurch die Schnur 14 von der Rolle 15 abgewickelt und mitgenommen wird. Die Schnur 14 wird in der Ringnut der Scheibe 13 durch unter Federwirkung stehende Rädchen 16, die in entsprechender Anzahl vorhanden sind, gehalten. Um die Bewegung des Hebels 11 nach rechts zu begrenzen, ist in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel das Zahnsegment 9 mit einem Ansatz 17 versehen, welcher mehrere Löcher 18 enthält, die zur Aufnahme eines Stiftes 19 bestimmt sind; ferner befindet sich fest an der Scheibe 13 ein Sperrkranz 20. Sobald der Stift 19 gegen einen Zahn des Sperrkranzes 20 stößt, ist eine weitere Drehung des Hebels 11 unmöglich gemacht. Bei einer Zurückbewegung des Hebels 11 nach links bleibt die lose auf der Achse 6 befindliche Scheibe 13 stehen.
Um das bei jeder .Schwingung des Hebels 11 nach rechts von der Rolle 15 in gleichmäßigen Längen abgewickelte Schnurende abzuschneiden, wird die Schnur durch ein Röhrchen 21 geführt, aus welchem sie nach einer Hülse 22 gelangt; zwischen dem Ende des Röhrchens 21 und der Hülse 22 ist ein kleiner Zwischenraum gelassen. Das Abschneiden erfolgt durch ein Messer 23, und zwar dann, wenn der Hebel 11 nach links zurückbewegt wird und demzufolge die Schnur stillsteht. Das in Führungen bewegliche Messer 23 steht unter Wirkung einer Feder. <· Der eine Führungsteil ist (s. Fig. 5) mit einem Sperrzahn versehen, in welchen, sobald das Messer angehoben ist, ein um einen Zapfen schwingbarer und unter Federwirkung stehender Sperrhebel 24 eingreift. An das untere Ende dieses Sperrhebels 24 legt sich das eine Ende eines Winkelhebels 25, welcher durch eine gelenkige Stangenverbindung 26 mit einem auf der Welle 6 lose sitzenden Segment 27 in Verbindung steht. Dieses Segment 27 besitzt einen Sperrstift 28 (Fig. 4). Ein unter Federwirkung stehender zweiarmiger Hebel 29 ist am Segment 30 gelagert, welches durch Stifte 31 mit dem Segment 9 in fester Verbindung steht. Wird der Hebel 11 nach rechts bewegt, so gleitet der Hebel 29 über den Stift 28 einfach hinweg. Erfolgt aber eine Schwingung des Hebels 11 nach links, so kommt das Ende des dann festgelegten Hebels 29 mit dem Stifte 28 in Berührung, so daß das lose auf der Achse 6 sitzende Segment 27 eine kleine Drehung ausführen muß. Durch die gelenkige Stangenverbindung 26 wird der Winkelhebel 25 etwas gedreht und dadurch der Sperrhebel 24 mit dem Sperrzahn der Führung des Messers 23 außer Eingriff gebracht, so daß das Messer unter Federdruck nach abwärts fällt und so die Schnur 14 abgeschnitten wird. Die auf den Sperrhebel 24 wirkende Feder bringt den Sperrhebel und den Winkelhebel 25 nebst zugehörigem Gestänge wieder in die frühere Lage.
Ist das Abschneiden erfolgt, so wird durch die Schwingung des Hebels 11 weiter nach links, also so lange die Scheibe 13 noch feststeht, das Messer 23 wieder angehoben. Dies wird in der gezeichneten beispielsweisen Ausführungsform dadurch erreicht, daß das Messer 23 mit zwei nach abwärts ragenden Stiften 32 versehen ist und auf einer Welle 33
zwei entsprechende Arme 34 befestigt sind und sich am Ende der Welle 33 ein Arm oder eine Scheibe 35 befindet, die durch eine Stange 36 mit dem Segment 30 in gelenkiger Verbindung steht. Bei einer Drehung des Hebels 11 nach erfolgtem Abschneiden weiter nach links treffen die Arme 34 auf die Stifte 32 und heben somit das geführte Messer, bis es durch den Sperrhebel 24 wieder gehalten wird. Bei einer Schwingung des' Hebels 11 nach rechts kommen die Arme 34 mit den Stiften 32 außer Berührung.
Der ganze Mechanismus befindet sich in
einem entsprechenden Gestell angeordnet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schnurabschneidevorrichtung mit Bewegungsscheibe, welche mit einer Ringnut und . in dieser befindlichen Gegenrädchen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die über die Bewegungsscheibe geführte Schnur in gleichmäßigen Längen dadurch abgewickelt wird, daß bei Schwingung eines Hebels (11) ein mit diesem verbundenes Zahnsegment (9) in ein auf der Achse (6) der Bewegungsscheibe sitzendes Zahnrad (7) eingreift und so eine umgekehrte Drehung dieses Zahnrades veran-
    laßt, durch welche mittels eines auf der Achse sitzenden Sperrades (8) und einer an der Bewegungsscheibe (13) befindlichen Sperrklinke (12) die Bewegungsscheibe mitgenommen und deren Drehung durch einen an der Bewegungsscheibe befestigten Sperrkranz (20) und am Segment (9) befindlichen, beliebig einstellbaren Sperrstift (19) begrenzt wird, wobei die von der Bewegungsscheibe in bekannter Weise durch ein Röhrchen (21) geführte Schnur bei entgegengesetzter Drehung des Hebels (11) und Zahnsegmentes (9), während die Bewegungsscheibe (13) still steht, durch ein Messer (23) dadurch abgeschnitten wird, daß dieses unter Federwirkung stehende Messer mittels eines Sperrhebels (24) so lange in angehobener Stellung gehalten wird, bis durch eine gelenkige Stangenverbindung (26) und durch einen Winkelhebel (25) der Sperrhebel (24) zur Seite gedrückt und so das Messer freigegeben wird, welches nach erfolgtem Niederfallen durch Arme (34), die von dem schwingenden Segmente (30) aus bewegt werden, wieder so weit hochgehoben wird, bis es durch den Sperrhebel (24) wieder gehalten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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