DE185657C - - Google Patents
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- DE185657C DE185657C DENDAT185657D DE185657DA DE185657C DE 185657 C DE185657 C DE 185657C DE NDAT185657 D DENDAT185657 D DE NDAT185657D DE 185657D A DE185657D A DE 185657DA DE 185657 C DE185657 C DE 185657C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/02—Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32«. GRUPPE
EDUARD ZICKWOLFF in SIEGEN i.W.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. April 1905 ab.
Die bereits bekannten Vorrichtungen zum mechanischen Schließen, öffnen und Tauchen
von Glasblaseformen unter Vermittelung von Tritthebeln sind in ihrer Gesamteinrichtung
von der Bauart gemäß der Erfindung sehr wesentlich verschieden.
Der neue Apparat ist in seiner Gesamteinrichtung wesentlich einfacher; besonders in-,
folge der Anwendung beweglicher Zugverbindüngen bedarf er keiner verwickelten Verbindungsglieder,
um den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Diese beweglichen Zugverbindungen behindern das Emporschwingen und
Eintauchen der Blaseform usw. in keiner Weise. . Der Apparat erfordert zu seiner
Handhabung nur einer sehr geringen Kraftanstrengung, und der Verschluß der Blaseform
ist trotzdem unbedingt sicher. Auch kann der Apparat überall in der Hütte hingestellt
und benutzt werden, da er infolge seiner geringen Höhe nicht wie manche der bekannten Vorrichtungen im Hüttenflur versenkt
aufgestellt zu werden braucht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des Apparates in der Ruhestellung.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Apparates
in der Stellung, welche er einnimmt, nachdem der Glasbläser auf das Trittbrett getreten ist.
Fig. 3 ist ein Grundriß in der Stellung
nach Fig. 2.
Fig. 4 stellt schematisch die Stellungen des Schließhebelwerkes dar.
An dem Wasserbehälter oder Tauchkasten b
sind beiderseits die Lager α und a1 befestigt.
In diesen Lagern a, a1 ist die Plattform c in
Verbindung mit der Achse d drehbar gelagert.
Auf der Plattform ist befestigt mittels des Scharnierbolzens e die hierauf bewegliche zweiteilige
Blaseform f,/1. Die beiden Achsen i und z'1
sind die Träger der Schließhebel h und h} nebst
den zugehörigen Federn k und k1. Auf dem einen Ende der Achse d befindet sich die
Ketten- oder Seilrolle / und auf dem anderen Ende der Gewichtshebel m mit hierauf verschiebbarem
Gegengewicht g zum Ausgleichen bei der Kippbewegung.
Der Tauchkasten b ist ferner mit einem Aufbau verbunden, der als Träger des Tretwerkes
dient. Das Trittbrett t ist auf der Achse ο bis zu gewissen Grenzen drehbar,
mit diesem Trittbrett ist fest verbunden der Hebel n. Auf der Achse 0 sitzt- ferner die
hohle Welle n> und mit ihren beiden Enden sind fest verbunden die beiden Hebe.lj? undj?1.
Der Hebel ρ ist ein Winkelhebel und sein Arm q ist als zweiter Fußtritt ausgestaltet.
Dieser Fußtritt bewegt sich in einem Ausschnitt des Trittbrettes t (Fig. 3). Der Hebelarm
η ist mit der Kettenrolle / und die beiden Hebelarme ρ und p1 mit den doppelarmigen
Hebeln h und h1 (Fig. 3) durch bewegliche
Ketten oder Seile verbunden. Mit dem Aufbau ist ferner eine erste Treppenstufe u verbunden.
Besteigt der Glasbläser den Apparat, so drückt er durch sein eigenes Gewicht das
Trittbrett nieder, so daß es in die Stellung nach Fig. 2 gelangt. Der mit dem Trittbrett
fest verbundene Hebel η wird nämlich hierdurch in der Richtung des Pfeiles bewegt
und hierbei die Kettenrolle / mittels der Zugverbindung um 90 ° gedreht. Die Plattform c
kommt infolge ihrer Verbindung mit der
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Achse d in ihre wagerechte Stellung, und die auf ihr befestigte Blaseform sowie die
Achsen i, i1 in ihre lotrechte oder Arbeitsstellung
nach Fig. 2. Hat der Glasbläser sein Glas in die geöffnete Glasform f,fl eingeschwenkt,
so drückt er mit einem Fuß auf den zweiten Trethebel q; infolge der Zugverbindung
der Hebelarme ρ und pl mit dem als Leitsektoren ausgebildeten Hebelarmen
der Hebel h, hl (Fig. 4) wird die Glasblaseform geschlossen; der Glasbläser kann jetzt
sein Glas fertig blasen. Nachdem dieses geschehen, gibt er den Fußtritt q wieder frei.
Durch die Wirkung der Federn k und kx wird
alsdann die Glasblaseform wieder geöffnet, der Glasbläser schwenkt das erblasene Glas
aus der Form aus und verläßt hiernach den Apparat, wodurch das Trittbrett t frei wird.
Die Glasblaseform kippt in diesem Augenblicke durch ihr eigenes Gewicht wieder in
das Wasser des Tauchkastens ein (Fig. 1). Dieser Vorgang wiederholt sich bei jedem zu
erblasenden Glase.
Die Bauart und Wirkung des Hebelwerkes
zum Schließen und öffnen der Blaseform ist folgende. Mit den beiden Hälften der Blaseform
f, fl sind fest verbunden die beiden
Schließarme s und.?1; sie sind gabelartig mit einem längeren Schlitz versehen (Fig. 3 und 4).
In diese Schlitze greifen kulissenartig die beiden Zapfen r und r1 der Schließhebel h
und hl ein.
Die beiden Schließhebel sind doppelarmig, ihre äußeren Arme sind nach vorliegender
Ausführungsform mit Leitsektoren für die Zugkettenverbindung versehen (Fig. 3), zum
Zwecke, eine von der jeweiligen Winkelstellung dieser Hebel unabhängige, sich stets
gleichbleibende Zugwirkung zu erzielen.
Die beiden Hebel h und h1 sind ferner
drehbar auf den lotrechten Achsen i und i1
und werden bei ihrer Drehbewegung beeinflußt durch die beiden Schraubenfedern k
und kl. Bei dem Schließen der Blaseform werden diese Federn mehr angespannt. Nach
Freigabe des Fußtrittes q wirken diese Federn im umgekehrten Sinne in der Richtung der
Pfeile χ und x1. Die Blaseform wird hierdurch
wieder geöffnet, und zwar beide Hälften gleichzeitig. Nach vorliegender Ausführungsform ist die gleichzeitige Bewegung der
beiden Hälften gewählt, um Gläser mit vertieften Böden mit Hilfe dieses Apparates erblasen
zu können.
Der Apparat kann jedoch auch so ausgeführt werden, daß nur eine Hälfte der Blaseform
beweglich ist, während die andere unbeweglich bleibt; in diesem Falle könnte eine
Hälfte der Schließvorrichtung ganz wegfallen.
Die Wirkung der Schließhebel während des Schließens der Blaseform verläuft ungleichförmig.
Bei Beginn des Schließens ist sie rasch; je mehr die Blaseform geschlossen
wird, verlangsamt sich die Bewegung, indem die Hebelarme h und /21 sich immer mehr
einer rechtwinkligen Stellung zu den Schließarmen s und s1 nähern (Fig. 4) und annähernd
in ihre Leergangstellung gelangen. Infolge dieser Bauweise erfolgt der Schluß der Blaseform
ohne große Kraftanstrengung und doch sehr fest, und die Blaseform vermag sich, nachdem sie geschlossen ist, nicht mehr zu
öffnen, ohne daß der Fußtritt q freigegeben wird.
Zu bemerken ist, daß einzelne Teile der vorliegenden Tretvorrichtung bei anderen
Tretwerken zum öffnen und Schließen sowie Eintauchen der Blaseform bekannt sind.
Bekannt in diesem Sinne ist die Kippbewegung der geteilten, in aufrechter Stellung um
ein senkrechtes Scharnier sich öffnenden Form um eine wagerechte Achse zwecks Eintauchens
und die Anordnung des den Formenarm bewegenden Hebels in der Weise, daß der Hebel nahe der Schließstellung der
Formenteile etwa senkrecht gegen den Formenarm wirkt. Diese Einrichtungen und die Verwendung
von Ketten als biegsame Zugverbindungen sind nur im Zusammenhange beansprucht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Tretvorrichtung nebst Tauchkasten für Glasblaseformen, bei welcher die geteilte Blaseform um ein senkrechtes Scharnier sich schließt und öffnet und auf einer um eine wagerechte Achse kippenden Plattform steht, gekennzeichnet durch die Anordnung von zwei (oder einem) zweiarmigen, an dem einen Ende in eine kulissenartige Aussparung des Formenarmes fs, S1J eingreifenden, am anderen Ende mit Leitsektoren für Zugketten verbundenen Hebeln (h, hl) auf senkrecht auf der Plattform (c) stehenden Achsen (Ϊ, V-) und in solcher Stellung zur Form ff, /1J, daß beim Anziehen der Zugketten mittels des Tretwerkes (q,p) die Hebel fh, hl) in der End- oder Schlußstellung senkrecht gegen die Formarme fs, s1) stehen, und daß infolge der beweglichen Kettenverbindung das Emporschwingen und Eintauchen der Form nicht behindert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE185657C true DE185657C (de) |
Family
ID=449475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT185657D Active DE185657C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE185657C (de) |
-
0
- DE DENDAT185657D patent/DE185657C/de active Active
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