DE185444C - - Google Patents

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  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur mechanischen Teilung von Winkeln und Kreisen.
Das Verfahren ■ besteht im wesentlichen darin, daß in einem Kreise mit. beliebigem Durchmesser auf dem zu jedem Winkel gehörenden Radius die den Winkeln von einem bestimmten Anfangspunkt aus entsprechenden Bogenlängen und deren Hälften bezw. bestimmte andere Bruchteile derselben (1Z3, Y6,Y7 usw.) von der Peripherie nach dem Mittelpunkt proportional aufgetragen und die so gefundenen Punkte in entsprechender Weise durch Kurven verbunden werden.
Wird ein Zeiger nun unter bestimmtem Winkel über diesen Kurven eingestellt, so kann bei dieser Stellung am Zeiger die zugehörige Bogenlänge des halben oder eines bestimmten anderen Teiles bezeichnet und durch Zurückdrehen des Zeigers, bis diese Marke die Kurve der ganzen Bogenlänge schneidet, der zugehörige Teilwinkel abgelesen werden.
Die dem Verfahren zugrunde liegende Konstruktion ist in Fig. 1 schematisch veranschaulicht.
Auf den einzelnen Radien werden vom Umfang aus zunächst Strecken aufgetragen, welche den durch die einzelnen Radien von einem Anfangspunkt O aus gebildeten Bogenlängen proportional sind. (Würde man die ganzen abgewickelten Bogen nehmen, so würde die Kurve zu ausgedehnt und sich zu sehr dem Mittelpunkt nähern, was unzweckmäßig wäre.)
In Fig. ι wurde z. B. auf dem, dem Winkel 450 entsprechenden Radius M A zunächst der fünfte Teil des zugehörigen Bogens OA, d. h. eine Strecke von .
2Γ 7Γ
= AB,
auf dem zum Winkel 900 gehörenden Radius MD der fünfte Teil des Bogens OD, d. h. eine Strecke von , .
2Γ7Γ
4-5
= DC,
aufgetragen usf. und sämtliche Endpunkte B, C usw. durch eine Kurve 1 verbunden.
Ferner wurden auf jedem Radius ,noch der Hälfte des zugehörigen Bogens proportionale Strecken A B1, D C1 usf. aufgetragen und diese ebenfalls durch eine Kurve 2 verbunden. In ähnlicher Weise werden sodann proportionale /Strecken von Y3, Y5, Y7 usf. des zugehörigen Bogens auf den Radien aufgetragen und durch die gefundenen Punkte die Kurven gezeichnet.
Bringt man nun über diesen Kurven einen im Mittelpunkt M über dem mit Gradeinteilung versehenen Kreis drehbaren, zweckmäßig mit einer verstellbaren Marke versehenen Zeiger an und stellt denselben z. B. auf 900 ein, so entspricht das Stück C D einem Fünftel der zugehörigen Bogenlänge O D. Will man nun den Winkel 900 halbieren, so kann bei dem betreffenden Punkt der Kurve 2, nämlich C1, auf dem Zeiger die der halben Bogenlänge entsprechende Strecke abgelesen und durch die verschiebbare Marke festgelegt werden. Der zugehörige Teilwinkel wird nun
einfach in der Weise gefunden, daß man den Zeiger so weit zurückdreht, bis die Marke die den ganzen Bogenlängen entsprechende Kurve ι schneidet. Die Marke hat dabei den Bogen C1 B beschrieben und befindet sich nun beim Punkte der Kurve i. Diese Stellung des Zeigers entspricht' dann dem halben Winkel, welcher an der Gradeinteilung ohne weiteres abgelesen werden kann.
ίο In gleicher Weise können, wie oben schon angedeutet, auch die Winkel in beliebige andere Teile, z. B. Y3, Y5, Y7 usw., geteilt werden, wenn noch die durch die diesbezüglichen Bruchteile der Bogenlänge bestimmten Kurven 3, 5, 7, wie aus Fig. 2 ersichtlich, eingetragen werden.
Die Bestimmung der Winkelteile erfolgt ebenso wie oben beschrieben; auf diese Weise können die Winkel auch in sechs Teile durch hintereinanderfolgeride Teilung in zwei und drei Teile oder in zehn Teile durch hintereinanderfolgende Teilung in zwei und fünf Teile usf. geteilt werden.
Zweckmäßig wird, wie aus Fig. 2 ersichtlieh, um Winkel zwischen ο und 900 genau teilen zu können, für die Kurven im ersten Quadranten ein größerer, etwa doppelt so großer Maßstab gewählt, da sonst die Kurven gegen Punkt Ο zu stark zusammenlaufen.
Die Kurve 2 im ersten Quadranten, die eine unmittelbare Fortsetzung der Kurve 1 der übrigen Quadranten bildet, hat in diesem Fall, wo es sich um einen doppelt so großen
' Maßstab der Kurve handelt, für die letztgenannten Quadranten als Kurve 1 zu dienen, so daß mit deren Hilfe ohne weiteres auch solche Winkel geteilt werden können, deren Teilwinkel innerhalb des ersten Quadranten
' \ liegen. . ■ .
In solchen Fällen, in denen durch die gewählte Vergrößerung der Kurven des ersten Quadranten sich keine dieser Kurven mit der Kurve ι für die übrigen Quadranten deckt, muß selbstredend die zur Ermittlung der Teilwinkel erforderliche Kurve 1 in gleichem Maßstab auch auf dem ersten Quadranten angegeben sein.
Für größere Ausführungen, z. B. für die Kurven 11, 13, 17 usw., kann man, um möglichst genaue Ablesungen zu ermöglichen, einen Teil der Kurven auf der einen Seite und einen Teil auf der anderen Seite der Scheibe anbringen und die Scheibe mit einem doppelten Zeiger versehen.
Zur Teilung von geschlossenen Kreisen läßt sich die Vorrichtung selbstverständlich auch benutzen; es wird der Zeiger dann einfach auf 3600, die Marke auf die dem gewünschten Bruchteil entsprechende Bogenlänge eingestellt und der zugehörige Winkel bestimmt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. .Verfahren zur mechanischen Teilung von Winkeln in gleiche Teile, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines Zeigers auf in einem Kreis eingetragenen Kurven, welche durch die auf den einzelnen Radien proportional vom Kreisumfang aus aufgetragenen, zu den Zentriwinkeln gehören- den Bogenlängen und deren Bruchteile bestimmt sind, die den gewünschten Bruchteilen des Winkels entsprechenden Bogenlängen abgelesen und der Teilwinkel durch Zurückdrehen des Zeigers über den der abgelesenen Bogenlänge entsprechenden Punkt der der ganzen Bogenlänge proportionalen Kurve bestimmt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine die Gradeinteilung und die Kurven nach Anspruch 1 tragende Scheibe mit einem drehbaren, mit verschiebbarer Marke versehenen Zeiger.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Kurven nach Anspruch 1 im ersten Quadranten außer dem ,für die übrigen Quadranten gewählten Maßstab noch ein größerer, zweckmäßig doppelt so großer Maßstab gewählt wird, zu dem Zweck, bei der Teilung von Winkeln zwischen ο und 900 genauer ablesen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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