DE18310C - Apparate zum Decken des Zuckers uiiter Anwendung von hydrostatischem oder pneumatischem Druck oder zu deren Benutzung zum Trocknen des Zuckers - Google Patents
Apparate zum Decken des Zuckers uiiter Anwendung von hydrostatischem oder pneumatischem Druck oder zu deren Benutzung zum Trocknen des ZuckersInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B50/00—Sugar products, e.g. powdered, lump or liquid sugar; Working-up of sugar
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Description
KAISERLICHES
PATENT/
FR. DEMMIN in BERLIN.
Das Batterierohr A, welches, Fig. 1, auf irgend welche Art an einem Gestell fest aufgehängt
oder, wie Fig. 2 zeigt, auf Rollen und Schienen ruhend, beweglich angeordnet sein
kann, ist mit nach unten gerichteten Stutzen versehen, deren Flantschen von solcher Dimension,
dafs die Formen B, in denen sich die zum Ausdecken fertige Füllmasse befindet, mit ihrem
oberen Rande angedichtet werden können und dergestalt Fig. 1 und 2 an den Batterierohren
zu hängen kommen.
Das Befestigen der Formen B geschieht mittelst Spannvorrichtungen, wie solche in Fig. 5 und 6
(das Batterierohr im Querschnitt dargestellt) angegeben sind, und sofern die Formen nicht mit
solchen, den Spannvorrichtungen entsprechenden bezw. genügend starken Kopfbändern versehen
sind, unter Anwendung der lose aufgeschobenen Ringe g. Zum luftdichten Anschlufs der Formen
gegen die Batterierohrflantschen werden Dichtungsscheiben von beliebiger Gestalt verwendet, im
besonderen sollen aber die Batterierohrflantschen eine solche, dem oberen Formenquerschnitt entsprechende
Dimension und Gestalt erhalten, um Dichtungsringe von kreisrundem Querschnitt
verwenden zu können, wodurch sich das Abdichten höchst einfach und sicher gestaltet. In
Fig. S und 6 sind diese Dichtungsringe mit b bezeichnet; dieselben sind, wie Fig. 5 zeigt, an dem
Flantsch selbst festgehalten, wobei der Formenrand an die Dichtungsringe b angeprefst wird, in
Fig. 6 hingegen reichen die Flantschen in die Form hinein und wird der lose eingelegte Dichtungsring
b gegen die Wandung der Form geprefst. Die, wie oben beschrieben, mit den
mit Füllmasse gefüllten Formen armirten Batterierohre, Fig. ι bezw. Fig. 2, werden nun wie
folgt behandelt: Bei offenem Lufthahn / wird durch Stellung des Hahnes q das Batterierohr A
mit dem Klärselrohr t, welches an ein Hochreservoir für Deckklärsel oder an ein Deckklärsel-Montejus
Anschlufs hat, verbunden, das Rohr A mit Deckklärsel gefüllt, während die
Luft durch den Hahn/ entweicht, worauf letzterer Hahn geschlossen wird. Jetzt drückt das Deckklärsel unter dem Druck des Hochreservoirs
oder Montejus direct auf die Füllmasse in den Formen und dringt in diese ein, den Grün- etc.
Syrup vor sich her verdrängend, welcher unten aus den Formen abfliefst. Sobald der abfliefsende
Syrup genügend helle Farbe zeigt, wird durch Drehung des Hahnes q das Klärselrohr
t abgestellt und das Batterierohr A mit Rohr s, welches an einen Luftdruckrecipienten
anschliefst, verbunden. Jetzt wird zunächst der Hahn r geöffnet, durch welchen das im Batterierohre
A befindliche Deckklärsel in ein Sammelrohr ausgedrückt wird, darauf Hahn r wieder
geschlossen und nun so lange unter Luftdruck gearbeitet, bis aus den Formen unten Flüssigkeit
nicht mehr abtropft. Hierauf wird auch Hahn q geschlossen, und die fertig ausgedeckten
Brode gelangen nun entweder auf einen Nutschapparat oder direct zum Trocknen.
Mit Batterierohr, Fig. 3, wird ganz in derselben Weise gearbeitet, wie für Fig. 1 bezw.
Fig. 2 oben beschrieben, nur dafs die Formen hier, wie Fig. 7 im Querschnitt dargestellt, in
Ablauftüllen ν ruhen und das Andichten der Formen an die Batterierohrflantschen von unten
vermittelst der auf einem Querbalken ruhenden Schrauben und Handräder u erfolgt.
Bei Anordnung Fig. 1, 2 und 3 mit zugehörigen Querschnitten, Fig. 5, 6 und 7, ist, wie
ersichtlich, darauf Bedacht genommen, das Ausfliefsen des Syrups aus den einzelnen Formen
vor Augen zu haben und leicht beobachten zu können, welches Brod eventuell schlecht gelaufen
oder noch nicht genügend ausgedeckt worden ist.
Für eine gleichmäfsige wie sparsame Verwendung von Deckkläre ist es aber wünschenswerth,
jeder einzelnen Form das zum Ausdecken des Zuckers nöthige Klärselquantum zuzumessen.
Um dieses zu ermöglichen, soll den Batterierohren in solchem Falle die Anordnung, wie
Fig. 12 im Querschnitt zeigt, gegeben werden. Hier ist das Batterierohr A nicht mit einfachen
Flantschen, sondern mit nach unten offenen, entsprechend grofsen Behältern C versehen, an
welch letzteren die Formen in gleicher Weise wie bei Fig. 5, 6 oder 7 luftdicht angeschlossen
werden.
Wird das Batterierohr, Fig. 1, mit solchen Behältern versehen gedacht, so würde in folgender
Weise gearbeitet werden:
Bei offenem Lufthahn p wird aus einem Reservoir durch Rohr t Deckklärsel in das Batterierohr
A geführt, wobei die einzelnen Behälter C sich mit Deckklärsel füllen. Hierauf wird Hahn q
und p geschlossen, dagegen Hahn r geöffnet und das Batterierohr A mit dem Luftdruckrohr s
verbunden, wobei das im Batterierohr A befindliche Deckklärsel durch Hahn r abfliefst.
Hierauf wird Hahn r geschlossen und nun unter Luftdruck weiter gearbeitet, wobei das in den
Behältern C befindliche Deckklärsel durch das zugehörige Zuckerbrod gedrückt wird und dieses
ausdeckt. Werden verschiedene Deckklären gegeben, so werden die Behälter C dementsprechend
kleiner gehalten und wird die oben beschriebene Manipulation so oft wiederholt, als die Zahl der
verschiedenen Deckklären solches verlangt.
Fig. 13 zeigt noch die Anordnung eines Batterierohres, bei welcher jeder Behälter C
durch besonderen Fülltrichter d von oben mit Deckklärsel befüllt werden kann.
. Sofern nun während der Deckarbeit bezw, gegen Ende derselben gleichzeitig das Abnutschen
der Zuckerbrode erfolgen soll, erhält die Batterie die Anordnung Fig. 4. Hier ist
das obere Batterierohr A, wie für Fig. 1 beschrieben, angeordnet, während von unten an
die Formen das Nutschrohr JD mittelst Schrauben ο angeschlossen werden kann, und welches
andererseits durch Schlauch k mit dem Nutschpumpenrohre in Verbindung steht. Bei einer
solchen Doppelverbindung mufs auf die ungleichen Höhen der Blechformen Rücksicht genommen
werden; dieses ist, wie Fig. 9 und 11 im Querschnitt zeigt, mittelst der Gummibuffer m
bezw. η erreicht, welche gleichzeitig auch zur Abdichtung der Formen gegen das Nutschrohr
dienen. '.'■■'■'■:
Eine solche Verbindung mit dem Nutschrohr kann auch bei Anordnung Fig. 3 erreicht werden,
indem an Stelle- der offenen Ablauftüllen v, Fig. 7, die Ablaufknierohre w, Fig. 10, verwendet
werden, welche mittelst Schläuche χ an das Nutschpumpenrohr angeschlossen sind.
Haben die Formen nicht den kreisrunden, sondern einen viereckigen oder vielseitigen Querschnitt,
so können dieselben an Stelle des oberen Randbandes ein angenietetes Pafsstück/, wie in
Fig. 8 angegeben, erhalten, welches oben in die kreisrunde oder auch ovale Basis ausläuft
und so das luftdichte Anschliefsen dieser an die Batterierohre in beschriebener Weise mittelst
Dichtungsringe von kreisrundem Querschnitt ermöglicht.
Für viereckige oder vielseitige Kastenformen dient die Anordnung Fig. 14, wo A1 wieder
das Batterierohr ist, an welches mittelst der mit Siebboden versehenen Ablaufbecken y und
Schrauben ζ die Formen B1 angedichtet werden.
Diese Kastenformen können ebenfalls, um das Abdichten zu erleichtern, mit Pafsstücken, wie
in Fig. 8 beschrieben, versehen werden.
Die Batterierohre, Fig. 1,2 und 3, sollen auch behufs Trocknens des Zuckers in der Form
verwendet werden, indem entweder warme, trockene Luft durch den Zucker von oben nach
unten hindurchgedrückt oder, in umgekehrter Weise, von unten nach oben durchgesogen
wird, wobei die Batterien in einem abgeschlossenen, entsprechend geheizten Gebäuderaum aufzustellen
sind.
Claims (4)
1. Die in der Zeichnung abgebildeten Batterierohre und deren Benutzung zum Ausdecken
bezw. auch zum Trocknen von Zucker, wobei die ersteren mit Flantschen oder aber
den Behältern C versehen und diese den Zuckerformen entsprechend so gestaltet sind,
dafs ein Andichten der runden Spitz- oder auch Kastenformen an die Batterierohre
unter Anwendung von Dichtungsscheiben direct möglich ist.
2. Die in der Zeichnung veranschaulichte Combination der Batterierohre mit dem Nutschrohre,
wobei die Formen entweder zwischen Batterie- und Nutschrohr unter Anwendung
von Gummibuffern eingespannt werden oder die Ablaufkniee w mittelst der Schläuche χ
mit dem Nutschrohre verbunden sind.
Die Anwendung der Gummibuffer m bezw. η zum Abdichten der Zuckerformen gegen die Nutschrohre.
Die Anwendung der Gummibuffer m bezw. η zum Abdichten der Zuckerformen gegen die Nutschrohre.
4. Das Pafsstücky an Zuckerformen, welches den Zweck hat, Formen von viereckigem
oder mehrseitigem Querschnitt eine runde Basis zu geben, wobei die Formen im Längsschnitt
entweder Spitzformen, wie B, oder Kastenformen, wie JB1, sein können.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18310C true DE18310C (de) |
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ID=295197
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DENDAT18310D Active DE18310C (de) | Apparate zum Decken des Zuckers uiiter Anwendung von hydrostatischem oder pneumatischem Druck oder zu deren Benutzung zum Trocknen des Zuckers |
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