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| D A N F 0 S S ved. Ing. M. Clausen, Nordborg (Dänemark) |
| gc |
| Steuerschalt für einen Plammenwächter" |
| Die Erfindung betrifft eine Steuerschaltung für einen Flammen- |
| wächter mit durch uhrwerklose Zeitgeber gesteuerter Vor-und |
Nachzündperiode.
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Die Anforderungen, die an moderne Flammenwächter gestellt werden,
sind sehr groß geworden. Sie müssen eine regelrechte Programmsteuerung aufweisen,
bei welcher eine Reihe von Zeitgebern (für die Vorzündperiode, für die Nachzündperiode,
für einen Sicherheitsschalter und so weiter) in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen
und voneinander in Tätigkeit treten sollen. Als Zeitgeber sind in erster Linie durch
den Strom beheizte Bimetallanordnungen verwendet worden. Bisher hat man grundsätzlich
für jede Aufgabe einen gesonderten Zeitgeber dieser Art eingesetzt ; insbesondere
benötigte man je einen Zeitgeber für die Vorzündgeriode und für die Nachzündperiode.
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Ziel der Erfindung ist es, die Anzahl der für eine Flammenwächter-Steuerschaltung
benötigten Bauelemente herabzusetzen, dabei aber die Funktionsfähigkeit des Flammenwächters
nicht zu beeinträchtigen.
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Dieses Ziel wird erfindungsgemêß dadurch erreicht, daß nur ein einziger
Zeitgeber mit zwei unterschiedlichen Kenngrößen für die Steuerung der Vor-und Nachzündperiode
vorhanden ist. Insbesondere kann ein vom Zeitgeber abhängiger Schalter seinerseits
den Zeitgeber steuern. Dies ist nicht nur zweckmäßig, um den Zeitgeber in Tätigkeit
treten zu lassen, sondern auch ein besonders einfaches Mittel, um einen Wechsel
in der wirksamen Kenngröße vorzunehmen.
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Billig, stabil und trotzdem sicher ist für den vorliegenden Verwendungszweck
ein Bimetallzeitgeber mit Schalter, dessen Haltedruck in der Arbeitsstellung geringer
ist als der Umschaltdruck in die Arbeitsstellung. In diesem Fall wäre der Umschaltdruck
die eine Kenngröße und der Haltedruck die andere Kenngröße. Es gibt jedoch auch
andere Zeitgeber, die mit zwei Kenngrößen ausgestattet sind, beispielsweise solche,
die mit der Aufladung und Entladung eines Kondensators arbeiten.
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Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Steuerschaltung ist es,
daß nicht nur die Zahl der Zeitgeber vermindert, sondern auch der Schalteraufwand
verringert wird. Insbesondere kann man für die Überwachung der Vor-und Nachzündperiode
sowie des Zeitgebers selbst mit einem einzigen Umschalter auskommen. Eine hierfür
geeignete Schaltung besteht darin, daß der Schalter des Zeitgebers an der über Thermostatschalter
und Fotorelaisschalter gespeisten Primärseite des Zündtransformators angeschlossen
ist sowie in der Ruhestellung den Zeitgeber und in der Arbeitsstellung das alsdann
mittels Selbsthaltekontakt direkt an den Thermostatschalter anschließbare Motorrelais
parallel zu dieser Primärseite schaltet.
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Bei einem solchen Aufbau der Steuerschaltung für einen Flammenwächter
ergibt sich ferner die Möglichkeit, daß dem Motorrelais zwei Widerstände nachgeschaltet
sind und daß zwischen einer Anzapfung der Motorrelaisspule und dem Verbindungspunkt
der beiden
Widerstände die Heizwicklung eines Sicherheitsschalters
und ein Ausschaltkontakt des Fotorelais liegt. Auf diese Weise ist der Sicherheitsschalter
derart geschaltet, daß das Motorrelais besonders sicher arbeitet.
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Überdies ist bei der erfindungsgemäßen Steuerschaltung sichergestellt,
daß die Anlage bei Unterspannung ausgeschaltet bleibt, wenn also die Netzspannung
für den Zündtrafo nicht ausreicht.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der Zeichnung. Es zeigen
: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Steuerschaltung für einen Flammenwächter und Fig.
2 die schematische Darstellung der Funktion des Bimetallzeitgebers mit Schalter
für die Einstellung der Vor-und Nachzündperiode.
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Die Erfindung wird zunächst anhand des Schaltbildes erläutert.
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Hierin sind sämtliche Kontakte in ihrer Ruhelage gezeigt. Der Thermostatschalter
KT hat die bei Erreichen der Betriebstemperatur sich ergebende offene Stellung.
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Die gesamte Steuerschaltung wird über die Netzleiter 1 und 2 von einer
Wechselstromquelle U gespeist. Ein Spannungsteiler, bestehend aus dem Widerstand
R1 und dem stabilisierenden Widerstand R6 ermöglicht es, dem eigentlichen Flammenwächter
eine konstante Spannung zuzuführen. Dieser Flammenwächter besteht in bekannter Weise
aus einem gleichrichtenden Fotoelement P in Reihe mit einem Fotorelais F, das mit
zwei Unterbrecherkontakten F1 und F2 ausgestattet ist. Parallel zum Fotorelais F
ist ein Kondensator C geschaltet.
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An den Netzleiter 1 ist ferner der Umschalter S1 eines Sicherheitsschalters
gelegt, dessen Heizwicklung S. später noch näher beschrieben wird. Beim Ansprechen
dieses Sicherheitsschalters legt sich der Kontakt S1 um und schaltet die Glimmlampe
Gl ein, die in Reihe mit dem Widerstand RS liegt.
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Befindet sich der Umschaltkontakt S1 in seiner Ruhelage und ist der
Thermostatschalter KT geschlossen, dann steht der Zündtransformator Z und der Zeitschalter
T über den Ausschaltkontakt F1 unter Spannung. Hierbei ist der Zeitschalter über
einen Widerstand R2 und seinen eigenen Umschaltkontakt T1 mit der Verbindungsleitung
zwischen Kontakt F1 und Primärseite des Zündtransformators Z verbunden.
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Beim Stromdurchgang erwärmt sich das Bimetall des Zeitschalters T
und schaltet nach einer Zeit a, die der Vorzündperiode entspricht, den Schalter
T1 um. In Fig. 2 ist veranschaulicht, daß diese Umschaltung erfolgt, wenn der Bimetallschalter
eine dem Umschaltdruck entsprechende Kraft erzeugt. Von diesem Zeitpunkt an kühlt
das Bimetall wieder ab, bis nach einer Zeit b, die der Nachzündperiode entspricht,
der Haltedruck des Umschalters T1 unterschritten wird, worauf dieser Umschalter
wieder in seine Ruhelage zurückkehrt. Dadurch kann weder bei einem schlechten Kontakt
am Schalter T1 noch bei einer defekten Heizwicklung des Zeitschalters T eine Funktion
entstehen.
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Nach Umschalten des Kontaktes T1 schaltet das Motorrelais M1 ein.
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Gleichzeitig wird die Heizwicklung S des Sicherheitsschalters über
die angezapfte und daher als Spartransformator dienende Spule des Motorrelais M1
gespeist. Das Motorrelais ist über den Kontakt M31 den direkt zwischen das Motorrelais
und den Thermostatschalter KT gelegt ist, selbsthaltend. Zugleich schließen auch
die Kontakte M1 und Mop, die den Motor A unter Spannung setzen.
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Da der Zündtransformator Z in der Vor-und Nachzündperiode stets eingeschaltet
ist, zündet der Brennstoff. Hierauf zieht das Fotorelais F an, wodurch die Kontakte
F1 und F2 unterbrochen werden.
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Dadurch wird einerseits der Zündtransformator und andererseits die
Heizwicklung S des Sicherheitsschalters ausgeschaltet. Entsteht keine Flamme, so
bleibt der Sicherheitsschalter unter Strom.
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Nach kurzer Zeit wird der Umschalter S betätigt und die ganze Anlage
außer Betrieb gesetzt. Das Einschalten muß dann manuell erfolgen.
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Erlöscht die Flamme während des Betriebs, so schließt der Kontakt
F1 sofort wieder, der Zündtransformator Z steht wieder unter Spannung und ein erneuter
Zündversuch wird eingeleitet. Entsteht trotz. dem keine Flamme, schaltet der Sicherheitsschalter,
der infolge des wieder geschlossenen Kontaktes F2 wieder Strom führt, die An-
| lage aus. |
| In Reihe mit dem Motorrelais M sind zwei Widerstände R3 und
R4 |
| geschaltet. An dem Verbindungspunkt dieser beiden Widerstände
ist |
| die Heizwicklung S über den Ausschaltkontakt F2 angeschlossen. |
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Das andere Ende der Heizwicklung S des Sicherheitsschalters liegt,
wie bereits erwähnt, an der Anzapfung der als Spartransformator ausgebildeten Spule
des Motorrelais M. Dadurch wird erreicht, dass das Relais langsam anzieht und schnell
abfällt. Man verhütet damit ein Einschalten der Anlage, wenn die Netzspannung für
den Zaun transformator unzulänglich ist.
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Wird ein Zündversuch mit falschem Licht eingeleitet, ist der Zündtransformator
und der Zeitschalter stromlos. Bei fehlender Netzspannung oder Kontaktprall im Thermostatschalter
wird die Anlage sofort ausgeschaltet, da das Motorrelais M seinen Selbsthaltekontakt
M3 auslöst.