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Elektrische Warmhalteplatte Die Neuerung bezieht sich auf eine elektrische
Warmhalteplatte, die aus einem flachen, vorzugsweise rechteckigen Behälter besteht,
der durch eine Deckplatte aus einem gutleitenden Metall abgedeckt und in dessen
Inneren ein Heizdraht gelagert ist. Die bekannten Warmhalteplatten dieser Art weisen
den Nachteil auf, dass sie eine erhebliche Dicke und ein grosses Gewicht aufweisen,
was sie unhandlich macht. Dieser Nachteil ist darauf zurückzuführen, dass die bekannten
Warmhalteplatten, die als Behälter ausgebildet sind, mit Schamotte als wärmespeichernde
Füllung versehen sind, also einem Werkstoff grosser Dichte, der ein entsprechend
hohes
Gewicht aufweist. Ausserdem erfordern derartige Warmhalteplatten eine grosse Menge
dieses Materials, um das erforderliche Speichervermögen aufzuweisen.
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Zur Beseitigung der Nachteile der bekannten Warmhalteplatten sieht
die Neuerung vor, dass die Bodenfläche des Behälters durch eine Platte aus Wärmeisolierstoff,
vorzugsweise Asbest, bedeckt und der Heizdraht in den übrigen Hohlraum ausfüllende
Glaswolle eingebettet liegt. Die Abdeckung der Bodenfläche mittels einer Platte
aus Wärmeisolierstoff, wozu sich Asbest besonders gut eignet, hat den Zweck, eine
Abgabe der Wärme nach unten zu vermeiden. Nach unten, nämlich in Richtung der Aufstellebene,
ist keine Wärmeabgabe erforderlich, vielmehr lediglich an die Deckplatte, auf die
etwa warmzuhaltende Speisen aufgestellt werden.
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Die Verwendung von Glaswolle als Füllstoff im Hohlraum führt dazu,
dass die Dicke der Warmhalteplatte insgesamt wesentlich geringer als die der bekannten
Warmhalteplatten sein kann. Glaswolle ist ein Werkstoff, der als sehr schlechter
Wärmeleiter in Verbindung mit den Lufthohlräumen nach seiner Aufheizung durch den
Heizdraht die Wärme ganz allmählich abgibt. Bei dieser Abgabe erfolgt eine laufende
Aufheizung der Deckplatte, bis diese die Temperatur der Glaswolle angenommen hat
und laufend weiter die gespeicherte Wärme beispielsweise an die auf der Warmhalteplatte
stehenden Speisen abgibt. Versuche haben ergeben, dass bei entsprechender Auslegung
des Heizdrahtes bereits eine Aufheizzeit von 4 Minuten ausreicht, um der Deckplatte,
die aus Kupfer bestehen kann, eine Wärme von 800 0 zu verleihen. Durch die weitere
Wärmeabgabe der Glaswolle
nach Unterbrechung des Stromkreises steigt
diese Temperatur um weitere 20° an, und es vergeht etwa eine Stunde, bis die Temperatur
wieder auf die Umgebungstemperatur abgesunken ist. Während dieser Zeit, während
der der Strom abgeschaltet sein kann, erfolgt eine laufende Wärmeabgabe und somit
ein Warmhalten von Gegenständen bzw. Speisen, die sich auf den Warmhalteplatten
befinden.
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Gemäss weiterer Neuerung kann in den Heizdraht ein Thermostat eingeschaltet
sein, der die Aufheizzeit festlegt und selbsttätig abschaltet, wenn die notwendige
Aufheizung der Füllung der Warmhalteplatte durchgeführt ist, und einschaltet, wenn
die Temperatur eine bestimmte Grösse unterschreitet.
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Um den Aufheizvorgang überwachen zu können, kann nach der Neuerung
vorgesehen sein, dass der Heizdraht an einem Durchbruch in einer Seitenwand des
Behälters vorbeigeführt ist, der durch einen durchsichtigen Körper verschlossen
ist, durch welchen der glühende Heizdraht von aussen her sichtbar ist. Auf diese
Weise ist die Möglichkeit gegeben, von aussen her zu kontrollieren, wann der Aufheizvorgang
abgeschlossen ist. Damit ist auch festgelegt, wann die Warmhalteplatte von ihrer
Stromzuführung getrennt werden kann, um von der Stromzufuhr getrennt beispielsweise
auf einem Tisch aufgestellt zu werden.
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Gemäss weiterer Neuerung können die beiden Enden des Heizdrahtes an
eine Gerätekupplung angeschlossen sein, die versenkt in der Längsseitenwand des
Behälters gehalten ist, so dass sie nicht über die Aussenkonturen des Behälters
vorspringt. Der Anschluss
an das Stromnetz kann mittels eines Steckers
in Verbindung mit einem Anschlusskabel erfolgen, gegebenenfalls auch mittels eines
Steckers, der an einer festen Wand befestigt ist, gegen welche die Warmhalteplatte
unter gleichzeitiger Kupplung der Gerätekupplung mit dem Stecker geschoben wird.
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Insbesondere im Hinblick auf eine derartige Anordnung sieht die Neuerung
vor, dass sich der durch einen durchsichtigen Körper verschlossene Durchbruch in
der der Gerätekupplung gegenüberliegenden Längsseitenwand des Behälters befindet,
also auf der Seite, die auf alle Fälle dem Beschauer zugewandt ist.
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Zweckmässigerweise ist der Aufbau der Warmhalteplatte derart gewählt,
dass die aus Silber, Kupfer oder einem anderen gut leitenden Werkstoff bestehende,
den Behälter abdeckende Deckplatte mittels Schrauben auf dem Behälter festgehalten
ist, die in die Deckplatte von unten durch den Behälter greifen und mit ihrem unteren
Ende jeweils in einem Fuß der Warmhalteplatte befestigt sind.
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In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel nach der Neuerung dargestellt.
Es zeigen : Fig. 1 in schaubildlicher Darstellung die Warmhalteplatte gemäss der
Neuerung, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 einen
Schnitt nach der Linie 111-111 der Fig. 1.
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Die in den Figuren dargestellte Warmhalteplatte setzt sich u. a. aus
dem beispielsweise aus einem vernickelten Tiefziehblech gebildeten Behälter l, der
den Behälter von oben verschliessenden Deckplatte 2, unter dem Behälter vorgesehenen
Kugelfüssen 3 und den beiden Handgriffen 4 zusammen. Die Deckplatte 2 kann aus Silber,
Kupfer oder einem anderen gut leitenden Metall bestehen.
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Die Füsse 3 und die Griffe 4 sind vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt.
Der Behälterboden 5 des Behälters 1 ist durch die Asbestplatte 6 bedeckt. In den
verbleibenden Hohlraum des Behälters 1 ist unterhalb der Deckplatte 2 Glaswolle
7 eingebracht, in welcher der Heizdraht 8 eingebettet liegt. Dessen beide Enden
sind an die insgesamt mit 9 bezeichnete Gerätekupplung angeschlossen, die eine bekannte
Ausbildung aufweist und in der Längsseitenwand 10 des Behälters 1 versenkt ist.
In den Heizdraht 8 ist der Thermostat 11 eingeschaltet, der nach einer bestimmten
Anheizzeit den Stromkreis selbsttätig unterbricht. Der Heizdraht 8 ist mit einer
grossen Anzahl Windungen in einer Ebene in der Glaswolle 7 verlegt. In der Längsseitenwand
12 des Behälters 1 ist der mit 13 bezeichnete Durchbruch vorhanden, der durch den
durchsichtigen Körper 14 verschlossen ist. Der Heizdraht 8 ist derart verlegt, dass
er frei an dem Durchbruch 13 in der Längsseitenwand 12 des Behälters 1 vorbeiführt
und durch den durchsichtigen Körper 14 von aussen her sichtbar ist. Dadurch ist
die Möglichkeit gegeben, von aussen her zu erkennen, wenn der Heizdraht stromdurchflossen
ist. Der durchsichtige Körper kann als sog. magisches Auge eingefärbt sein.
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Die Deckplatte 2 ist auf dem Behälter 1 mittels Schrauben 15 befestigt,
die von unten durch den Behälter ragen. Das untere Ende der Schrauben 15 ist jeweils
in einen Kugelfuß 3 eingeschraubt, der gewissermassen den Kopf der Schraube bildet.
Mittels der Schrauben 15 sind so jeweils die Deckplatte 2 und die Kugelfüße 3 fest
mit dem Behälter 1 verbunden.
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Wird durch Anschliessen der Gerätekupplung an einen Stecker der Heizdraht
8 von Strom durchflossen, so gibt er seine Wärme an die Glaswolle 7 im Behälterinneren
ab. Nach einer gewissen Aufheizzeit schaltet der Thermostat selbsttätig ab, unterbricht
also den Stromkreis. Während der Aufheizzeit ist der glühende Heizdraht durch den
durchsichtigen Körper 14 von aussen sichtbar.
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Nachdem die Glaswolle 7 im Innern des Behälters 1 aufgeheizt ist,
wirkt sie als Wärmespeicher, der die gespeicherte Wärme laufend an die Deckplatte
2 und über diese nach aussen abgibt. Die allmähliche Wärmeabgabe durch die Glaswolle
7 führt dazu, dass noch nach dem Unterbrechen des Stromkreises eine Temperatursteigerung
in der Deckplatte 2 auftritt. Mit der Wärmeabgabe durch die Deckplatte 2 tritt ein
allmähliches Absinken der Temperatur der Glaswolle 7 auf. Versuche haben ergeben,
dass das Speichervermögen der Glaswolle derart ist, dass die Deckplatte 2 bis zu
einer Stunde warm bleibt und die Warmhalteplatte während dieser Zeit wärme abzugeben
in der Lage ist, ohne dass ein erneutes Aufheizen durch Schliessen des Stromkreises
erforderlich ist. Ist die Warmhalteplatte an den Stromkreis angeschlossen, jedoch
nach Erreichen der Anheiztemperatur durch den Thermostaten abgeschaltet, so erfolgt
ein selbsttätiges Einschalten durch den Thermostaten, wenn die Temperatur der Platte
einen eingestellten Wert
unterschreitet. So ist gewährleistet, dass
die Warmhalteplatte stets eine erforderliche Mindesttemperatur aufweist und nach
dem Trennen der Kupplung an die Stelle verbracht werden kann, an der sie z. B. als
angewärmtes Tablett benötigt wird.