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Elektrisch beheizter Speicherherd Zusatz zum Patent 623 708
Das
Patent 623 7o8 bezieht si-ch auf eine mit einem Wärmespeicher versehene Einrichtun-
zum Kochen, Braten, Backen o. dgl. Als w.
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ärmespeicher werden Speichergefäße verwendet, die mit verdampfbarer
Flüssigkeit als Speichermittel angefüllt sind, und an die die K-ochplatten angeschlossen
sind. Nahe den Speichergefäßen ist ein nach außen isolierter Brat- oder Backofen,
der für sich beheizt werden kann, untergebracht. Bei e-iner Ausführung dieser Einrichtung
wird als Wärmequelle für die Speichergefäße und den Brat-oder Backofen der elektrische
Strom benutzt.
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Der elektrisch beheizte Speicherherd nach Patent 623 708 mit
in Speichergefäßen eingeschlossener verdampfbarer Flüssigkeit als Speichermittel,
an die Speichergefäße angeschlossenen Kochplatten und einem nahe den Speichergefäßen
angeordneten nach außen isolierten Brat- oder Backofen mit unmittelbarer Beheizung,
in welchern ein den elektrischen Strom direkt ein- oder ausschaltender Temperaturregler
vorgesehen ist, der bei Erreichung einer eingestellten Temperatur den Strom auf
den Heizkörper des Speichergefäßes umschaltet und ihn wieder für (len Brat-oder
Backofen einschaltet, wenn die Temperatur in letzterem einige Grad' gesunken ist,
wird nun gemäß der Erfindung dahin weiter ausgebildet, daß ein von Hand zu steuernder
Umscha.Iter angeordnet ist, durch welchen der Heizstrom auf den Speicher oder den
Brat-oder Backofen schaltbar oder von ihnen abschaltbar ist, und daß ferner ein
den elektrischen Strom direkt ein- oder ausschaltender Temperaturregler für ein
Speichergefäß vorgesehen ist, der den elektrischen Hei7strorn bei einer Temperatur
zwischen 250 und VO'
unterbricht und ei-nige Grad tiefer wieder einschaltet.
Falls beim Umschalten des elektrischeu Stromes auf den Heizkörper des Speichergef
äßes die Temperatur dieses die Höchstgrenze erreicht hat und der 'hier angebrachte
Temperaturregler diesen Stromkreis geöffnet hält, bleibt die Stromzuführung zum
Herd solange unterbrochen, bis einer der beidenTeniperaturregler den Stromkreis
wieder schließt.
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In der Natur der Wiärmespeicherung in einer verdanipfbaren Flüssigkeit
liegt es, da13 die Speicherteniperatur vorteilhaft höchstens etwa 300' C
ist. Bei diesen niedrigen Spei-Cherteniperaturen von höchstens 1)()o#-
C und
bei der im allgemeinen guten Isolation der Speichergefäße
fallen die Abwärmeverluste gering aus, so daß im Falle der Benützung - el
des Bratofens für Kochzwecke allein die Energiezufuhr zum Speichergefäß nur selten
ein7 setzen wird. Wird aber gleichzeitig noch, auf den Kochplatten gekocht, so kann
mindestens ein Teil der Wärmeentnahme durch Zufuhr der für den Bratofen nicht mehr
benötigten Energie zum Heizkörper des SpeicheTgefäßes gedeckt werden. Dank dieser
Maßnahme ist es nicht erforderlich, die Speidliergefäße allzu groß und mit großer
Oberfläche auszufÜhren. Das Kochen ist auch im Stoßbetrieb zu jeder Zeit möglich.
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Um allen Bedürfnissen im Brat- und Backprozeß des Bratofens Rechnung
zu tragen, kann ein Handschalter vorgesehen sein, durch den die Oberhitze oder die
Unterh-itze bei diesen allein eingestellt werden.kann, oder aber beide zusammen,
und zwar so, daß der Temperaturregler des Bratofens bei einer dem Backprozeß entsprechenden
Temperatur den Strom direkt aus-, um- oder einschaltet. Der Speicherherd kann so
ausgebildet werden, daß die Einstellung der für den Back- oder Bratprozeß erforderlichen
Temperatur von außen her am Tem#eraturregler erfolgen kann. Dieser Temperaturregier
versieht außerdem noch den Dienst eines Sicherheitssc#halters, denn ohne denselben
würden beim Bratofen sehr hohe Temperaturen erreicht, die dem Kocligut und der Konstruktion
schädlich sein könnten.
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Werden Maßnahmen getroffen, um die Einstellung der maximalen Temperatur
am Temperaturregler des Speichergefäßes ebenfalls von außen zu ermöglichen, so kann
beispielsweise bequem bei mehrtigiger Abwesenheit die Temperatur so tief gehalten
werden, daß die Wärmeverluste infolge des geringen Gefälles gegen die 1-Tingebung
während dieser Zeit verschwindend klein sind. Bei Rückkehr ist dann durch Einstellung
des Temperaturreglers des Speichergefäßes in seine frühere Lage die Kochtemperatur
innerhalb kurze17 Zeit wieder erreicht, so daß der Herd nicht während so -langer
Zeit aufgeheizt werden inuß, wie wenn er während der Abwesenheit ganz ausgeschaltet
gewesen wäre.
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Ein Ausführungsbeispiel eines Speicherlierdes gemäß der Erfindung
ist auf derZeichnung dargestellt, in welcher Fig. i im Vertikalschnitt einen Zweiplattenherd
mit Bratofen darstellt, Fig. 2 (las SChaltUngsscheina und F ig.
3 eine Abänderung dieses Schemas.
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i ist (las Hochdruckspeichergefäß mit der angeschlossenen Kochplatte
2. Die elektrische Be heizung geschieht durch eine Heizpatrone bei 3, welche
zusammen mit einem Teniperaturregler 4 an einem Isolierkörper 3" angeordnet
ist. Der Regler 4 schaltet direkt den Strom aus, wenn die Speicherflüssigkeit im
Gefäß beispielsweise die Temperatur von etwa 26o' C erreicht :hat. Durch
die metallische Verbindung 5 wird W;;rme dem Niederdruckspeichergefäß6, an
welches dieKochplatte 7 angeschlossen ist, zugeführt. Wenn nicht gekocht
wird, sind die beiden Kochplatten - und 7 durch den Isolierdeckel
8 zugedeckt. DJe beiden Speichergefäße i und 6
sind mittels der Isolierung
9 nach außen abisoliert. Verlustwärine von den Speichergefäßen dient zur
Erzeugung von warmem Wasser im Boiler io, welcher die Gefäße i und 6 umschließt.
Der Bratofen ii, eingerichtet für Direktbeheizung mit Oberhitze 12 und Unterhitze
13, ebenfalls nach außen gut abisoliert. ist in der Nähe der Speichergefäße angeordnet,
so daß er sozusagen zur Teilspeicherung dient. Durch die Abwärme dieser Speichergefäße
wird er beispielsweise auf einer Temperatur von 8o' C gehalten, bei welcher
Speisen noch warmgehalten und Teller gewärmt werden können. fm Falle des Gebrauches
zum Backen oder Braten wird die Unterhit7e oder die Oberhitze oder beide zusammen
eingesclialtet, und zwar so lange, bis der Temperaturregler 14 des Bratofens den
Strom aus- oder umschaltet. Die beiden Regler 4 und i-[ sind von außen einstellbar.
Dadurch, daß der Bratofen vor Beginn des Backens gegenüber der Rauniteniperatur
schon eine erhöhte Temperatur hat, ist die nötige Temperatur für (las Braten tindBacken
bei Einschalten des Stronies auf den Bratofen schnell erreicht.
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Im Schaltschenia nach Fig. 2 bezeichnen 15 und 16 die Heizstronizufuhrleitung.
Am einen Leiter 15 sind angeschlossen die Heizdrähte für die Dackofenober- und -unterhitze
12 bzw. 13 und die Heizpatrone 3 des Speichergefäßes i. Der andere
Leiter 16 führt nach einem Uinschalter 17, durch welchen der Heizstroin auf
den Backofen orler den Speicher eingeschaltet oder ausgeschaltet werden kann. fin
einen an den Umschalter 17 angeschlossenen Stronizweig nach dem Backofen liegt der
Temperaturregler r4 und ein Handsclialter 18 für den Backofen, während im anderen
an den Unisclialter 17 allgeschlOS-senen Stronizweig'der Temperaturregler4
für den Speicher und die S(#hiile]7si(flierting io liegt. 1)er Teniperaturregler
r-# kann von dein ersten nuf den zweiten Stronizweig unischalten. Durch den Uinschalter
17 ka1111 der Strom auf den Backofen oder auf den Speieher geschaltet oder
ausgeschaltet werden. Der Backofenschalter 18 gestattet, falls der Strom
durch den L'inselialter 17 auf den
Backofen geschaltet ist,
die Oberhitze oder die Unterhitze oder beide zusammen einzu-,;clialten. Der Strom
bleibt dann hier so lange eingeschaltet, bis die gewünschte Temperatur iin Backofen
'erreicht ist, worauf dann der Temperaturregler 14 des Backofens den Strom auf den
Speicher umschaltet, indem dann die Kontaktgebung bei 2o unterbrochen und bei 21
hergestellt wird. Hier bleibt er so lange eingeschaltet, bis die Temperatur im Backofen
uni einige Grade unter die eingestellte Temperatur gesunken ist oder die Temperatur
des Speichers die gewünschte maximale Höhe erreicht hat, worauf der Temperaturregler
4 des Speichers den Strom dort unterbricht. Die Schmelzsicherung ig unterbricht
den Strom im Falle des Versagens des Speichertennperaturreglers durch Ausschnielzen
eines Metalles.
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Fi '-. 3 zeigt eine Abänderung des Schaltungsschema,s nach
Fig. 2, indem die beiden Umschalter 17, IS zu einem einzigen sechspolig en Umschalter
22 vereinigt sind. Von diesem Umschalter führen die Leitungen 23
und 24 zu
den Heizdrähten der Backofenober- und -unterhitze 12 bzw. 13, die Leitung
2## ist die eine Heizstromzufuhrleitung, und die Leitung 26 führt zur H.eizpatrone
3 des, Speichergefäßes i. Dieser Umschalter 22 hat die gleichen Funktionen
wie die Umschalter 17 und 18 der Fi-. 2, indem er gestattet, die 01)er- und
Unterhitze des Backofens oder beide zusammen oder aueli den Speicher ein-und auszuschalten.
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Anstatt 6polig könnte der.Umsehalteraueli ##pOlig oder 4poli
'g sein, wenn in letzterem Fall (las Ausschalten außerhalb des Herdes vorgenommen
wird.
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