DE179802C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M15/00—Arrangements for metering, time-control or time indication ; Metering, charging or billing arrangements for voice wireline or wireless communications, e.g. VoIP
- H04M15/10—Metering calls from calling party, i.e. A-party charged for the communication
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Electromagnets (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 179802 KLASSE 21 a. GRUPPE
Gesprächszähler für Fernsprechämter. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1906 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Apparate zur selbsttätigen Zählung der über eine Fernsprechleitung
geführten Gespräche und betrifft eine Anordnung, welche ermöglicht, nur solche Anrufe zu zählen, die tatsächlich zu
einem- Gespräch oder mindestens zu einer Verbindung führen. ·
Es ist bei Fernsprechämtern wichtig, die Anzahl von Verbindungen, die für eine bestimmte
Leitung in einem gewissen Zeitraum hergestellt werden, genau feststellen zu können, da sich in
vielen Fällen die Gebühr nach der Gespräcliszahl richtet oder für die Abonnementsbedingungen
mancher Gesellschaften diese Fest-Stellungen bei Einschätzung der Abonnenten in eine höhere oder niedrigere 'Gebührenklasse bestimmend
sind.
,Solche Feststellungen sind bisher entweder durch Anwendung eines Zählers gemacht worden,
der auf der Schalttafel angebracht und ,an die in Betracht kommenden Leitungen angeschlossen
ist, und der, nachdem die Gesprächsverbindung hergestellt ist, von der Gehilfin fortgeschaltet wird, eine Methode, die
einerseits eine bedeutende Mehrarbeit für die Gehilfin mit sich bringt und andererseits keine
besonders zuverlässigen Resultate ergibt; oder es kommt ein Zählapparat zur Anwendung,
der die Anrufe des betreffenden Teilnehmers selbsttätig zählt, eine Methode, die
weit davon entfernt ist, ein zuverlässiges Bild von dem Vorteil zu geben, den der Abonnent
durch seinen Anschluß hat, und für den er nach den hierin Betracht kommenden Abonnementsbedingungen
zahlt.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht dies in viel höherem Grade, da das nach derselben
angeordnete Zählwerk derart wirkt, daß es nur die in einem gewissen Zeitraum zu einem Gespräch
führenden Verbindungen der in Betracht kommenden Linie zählt. Dies wird dadurch erreicht, daß durch die erste, zur Herstellung
einer Sprechverbindung nötige Verrichtung der Gehilfin ■— also dadurch, daß sie
sich in Verbindung mit dem rufenden Teilnehmer setzt — ein den Elektromagneten des
Zählwerks enthaltender Stromkreis geschlossen wird, daß jedoch eine Fortschaltung des Zählwerks
erst dann erfolgt, wenn die Verbindung eine gewisse, im voraus festgesetzte Minimalzeit
gedauert hat. Die Zeitdauer wird je nach den örtlichen Verhältnissen so bemessen, daß
der anrufende Teilnehmer binnen dieser Frist bestimmt entweder die gewünschte Verbindung
oder die Antwort »besetzt« erhält.. In letzterem Falle wird also die Verbindung unterbrochen,
bevor das Zählwerk fortgeschaltet worden ist. Besonders ist in den Fällen, in denen eine Verbindung
zwischen Linien verschiedener Ämter verlangt wird, eine gewisse Zeit für das Fort-
schalten des Zählers notwendig; denn bei der Herstellung einer derartigen Verbindung
dauert es voa der Beantwortung des Anrufes durch das erste Amt eine Weile, bis die Prüfung
der gewünschten Leitung ausgeführt und die Verbindung hergestellt werden kann..
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des neuen Gesprächszählers dargestellt,
jedoch unter Fortlassung der Leitungen und
ίο Kontakte, durch welche der Apparat mit dem
Vielfachschalter und den in Betracht kommenden Teilnehmerleitungen verbunden wird.
Fig. ι zeigt den Apparat von vorn gesehen unter Fortlassung einzelner Teile; die Fig. 2
und 3 sind Schnitte nach den Linien A-B und C-D in Fig. 1; Fig. 4 veranschaulicht eine
Ausführungsweise für ein mit den vorstehend beschriebenen Zählern ausgestattetes Amt.
Dasselbe ist beispielsweise nach dem Zentralbatteriesystem eingerichtet und ist in allen
wesentlichen Teilen bekannt, weshalb die Wirkungsweise der Schaltung nur so weit beschrieben
werden soll, als sie den Gesprächszähler betrifft.
Von den zu dem Teilnehmer A führenden Leitungen d, b sind die Vielfachklinken c, sowie
die Abfrageklinke d parallel abgezweigt. Wird der Abfragestöpsel e in die Abfrageklinke
d eingesteckt, so wird außer dem Trennrelais/ der mit diesem in Serie oder parallel geschaltete
Elektromagnet 1 des im folgenden beschriebenen Gesprächszählers erregt, während
bei Stöpselung einer der Vielfachklinken c lediglich das Trennrelais / anspricht. Statt
den Elektromagneten 1 unmittelbar mit der Hülse der Abfrageklinke zu verbinden, könnte
man selbstverständlich auch ein Relais benutzen, das bei Stöpselung dieser Klinke anspricht
und seinerseits den Stromkreis des Zählwerkselektromagneten 1 schließt.
Der Stromkreis des Elektromagneten 1 wird
nach dem vorstehend Gesagten von der Gehilfin durch die erste, zur Herstellung der vom
anrufenden Teilnehmer gewünschten Verbindung nötige Verrichtung geschlossen und erst
dann unterbrochen, wenn die Gehilfin die Verbindung wieder löst. Beim Schließen des
Stromkreises zieht der Elektromagnet 1 seinen Anker 2 an (Fig. 1 bis 3), welcher von einem
auf der Achse 4 drehbaren und in der Längsrichtung verschiebbaren Rohr 3 getragen wird.
An diesem Rohr sind zwei Arme 5 und 6 einstellbar befestigt, die das Rohr mit einer Nabe
umschließen und mit Stellschrauben versehen sind. Auf dem Rohr 3 sitzt ferner ein gleichfalls
mit Stellschrauben befestigter drehbarer Ring 15. Derselbe hält das untere Ende einer
Spiralfeder 7 fest, deren oberes Ende an einer um das Rohr 3 drehbaren Buchse 8 derart
befestigt ist, daß sie letztere entgegen dem Drehsinne eines Uhrzeigers zu bewegen sucht.
Auf dieser Buchse ist ein Arm 9 befestigt, dessen äußeres Ende sich gegen eine Führungsstange
10 anlegt. Da die Buchse 8 und damit das obere Ende der Spiralfeder 7 durch
die Führungsstange 10 daran gehindert wird, sich um die Achse 4 zu drehen, so sucht die
Feder 7, an deren unterem Ende der Ring 15 mit Rohr 3 befestigt ist, das letztere in der
Uhrzeigerrichtung zu drehen. Dieses Rohr 3 trägt auch den Anker "2, welcher durch die
beschriebene Anordnung von den Polen des Elektromagneten entfern t gehalten wird, solange
der Stromkreis nicht geschlossen ist. Die Arme 5 und 6 liegen jeder auf einer Seite einer
in Lagern eines Rahmens 14 ruhenden Welle 11, welche sich in ständiger und gleichmäßiger
Drehung befindet, sich aber in der Längsrichtung nicht verschieben kann. Bis auf eine gewisse
Entfernung von den Lagern ist die Achse mit Schraubengängen versehen, deren oberer
rechtsgängig und deren unterer linksgängig ist. Außerhalb dieser Schraubengänge und
zwischen ihnen ist die Welle 11 glatt.
Solange der Elektromagnet 1 stromlos ist, ruht das Rohr 3 auf dem Boden des Rahmens
14 und wird durch die Feder 7 so gehalten, daß der Anker 2 von dem Elektromagneten 1
entfernt ist, während der Arm 6 an dem unteren glatten Teil der Welle 11 anliegt. Sobald
man den Elektromagnetstromkreis schließt, wird der Anker angezogen, wodurch die Arme 5 und 6 so gedreht werden, daß
letzterer von der Welle 11 fortgezogen wird, während der erstere in den oberen Schrauben- 95
gang eingreift. Infolgedessen bewegt sich alsdann das Rohr 3 samt den von ihm getragenen
Teilen nach oben.
Hört der Stromfluß durch den Elektromagneten ι nicht auf, so wird die Aufwärtsbewegung
so lange fortgesetzt, bis der Arm 5 den obersten .glatten Teil der Welle 11 erreicht hat.
In dieser Stellung verbleiben die beweglichen Teile, bis der Elektromagnet wieder stromlos
wird, worauf der Anker abfällt und der bewegliehe Teil sich unter Einwirkung der Spiralfeder
7 zurückdreht, bis Arm 6 in den unteren Schraubengang" der Welle 11 eingreift. Da
dieser Schraubengang linksgängig ist, so werden die beweglichen Teile durch die Um- no
drehung der Welle 11 nach unten geführt, bis der Arm 6 wieder an dem unteren glatten Teil
der Welle 11 angelangt ist. Falls dagegen der Stromschluß nicht von genügend langer Dauer
ist, fangen die beweglichen Teile an, nach unten zu gehen, bevor sie die oberste Stellung
erreicht haben.
Der Arm 5 schlägt gegen die Welle 11 an, bevor der Anker 2 die Elektromagnetpole berührt.
Diese Anordnung ist getroffen, damit
einerseits Reibungswiderstand bei der Aufwärtsbewegung des Ankers vermieden wird
und damit andererseits der Elektromagnet den Anker bei Unterbrechung des Stromes leichter
loslassen kann.
Auf der Vorderseite des Apparates ist ein geeignetes Zählwerk 12 angebracht,, welches
links in Fig. 1 fortgenommen ist. Der Arm 9 greift durch einen Schlitz eines auf der Zählwerksachse
befestigten Armes 13 hindurch, der also auf- und niedergedreht wird, indem er den
Bewegungen der beweglichen Teile folgt. Das Zählwerk ist indessen so eingerichtet, daß es
erst dann fortgeschaltet wird, wenn der Arm 13, nachdem er seine oberste Stellung erreicht
hat, anfängt niederzugehen.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende : Nach Schließen des Elektromagnetstromkreises
wandern die beweglichen Teile und damit der Arm 13 nach oben. Wird der
Strom unterbrochen, bevor die beweglichen Teile ihre oberste Stellung erreicht haben, so
gehen sie wieder nach unten, ohne das Zählwerk fortzuschalten. Dauert dagegen der
Stromfluß so lange, bis der Arm 13 seine
oberste Stellung erreicht hat, so wird das Zählwerk eine Ziffer vorwärts geschaltet; die Abwärtsbewegung
tritt nach der Stromunterbrechung ein.
Um die Welle 11 können zwei, oder mehr der
beschriebenen Zähler angeordnet werden, sobald dafür Sorge getragen wird, daß die verschiedenen
Arme 5 und 6 miteinander nicht in Berührung kommen körinen.
Auf der Zeichnung sind zwei Apparate um die Welle 11 angeordnet dargestellt, die in
einem Winkel von i8o° zueinander. stehen.
Ferner könnten mehrere Apparate zusammengebaut werden, teils nebeneinander,
teils übereinander, in welch letzterem Falle die senkrechte Welle 11 und andere Teile für eine
Apparatreihe gemeinsam sein könnten.
Bei dem gezeichneten Apparat werden die beweglichen Teile unter Zuhilfenahme des
unteren Schraubenganges der Welle 11, die zwecks Beschleunigung der Bewegung eine
starke Steigung hat, nach unten bewegt, Diese Bewegung könnte- jedoch auch durch die
Schwerkraft, Federkraft oder irgend ein anderes geeignetes Mittel bewirkt werden.
Die Welle 11 kann durch einen Elektromotor
oder andere geeignete Mittel, die eine genügend konstante Umdrehungsgeschwindigkeit
erzeugen, gedreht werden. Durch Änderungen in der Geschwindigkeit kann der Zeitabstand
nach Belieben eingestellt werden, in dem das Zählwerk wirken soll.
In der Zeichnung ist die Welle 11 aufrecht
stehend dargestellt, sie kann aber ebensogut irgend eine andere Stellung einnehmen. Ferner
kann die Spiralfeder 7, besonders wenn Achse4 nicht senkrecht steht, fortfallen, indem sich
alsdann die Schwerkraft dazu benutzen läßt, um den Anker von dem Elektromagneten abzuziehen.
Außer der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsform kann die Erfindung noch zahlreiche,
andere Ausführungsformen erhalten; z. B. konnte man als Triebteil für den Zählwerksarm
13 Druckluft .oder das Vakuum in einem Zylinderbalg oder dergl. benutzen, indem
man die Ströme auf die Ventile einer solchen Triebeinrichtung z. B. durch Elektromagnete
einwirken läßt.
Claims (3)
1. Gesprächszähler für Fernsprechämter, gekennzeichnet durch ein von einer
besonderen Kraftquelle angetriebenes, erst nach einer gewissen Zeit die Fortschaltung
des Zählwerks bewirkendes Element, dessen Bewegung durch die Erregung eines Elektromagneten
eingeleitet wird.
2. Gesprächszähler nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine von einer besonderen
Kraftquelle ständig gedrehte Welle (11) mit Gewinde, sowie ein drehbares,
in der Längsrichtung verschiebbares und den Anker (2) des Elektromagneten (1) tragendes Rohr (3) mit einem Arm
(5) · zum Eingriff in das Gewinde und einem zweiten Arm (9) zum Fortschalten des Zählers (12), welches Rohr bei Erregung
des Elektromagneten zunächst derart gedreht wird, daß sein Arm mit dem Gewinde in Eingriff kommt, worauf es
durch letzteres in der Längsrichtung verschoben wird und nach einer gewissen Zeit
mittels des zweiten Armes das Zählwerk fortschaltet. .
3. Gesprächszähler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zurückführung
des Rohres(3)in die Anfängslage,
durch ein zweites auf der Welle (11) angebrachtes Gewinde bewirkt wird, in welches
ein dritter Arm (6) des Rohres nach Stromloswerden des Elektromagneten (1)
eingreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE196018T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DENDAT179802D Active DE179802C (de) | |||
| DENDAT196018D Active DE196018C (de) |
Family Applications After (1)
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|---|---|---|---|
| DENDAT196018D Active DE196018C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE196018C (de) |
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