DE37776C - Differential-Bogenlampe zur Beleuchtung niedriger Räume - Google Patents

Differential-Bogenlampe zur Beleuchtung niedriger Räume

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DE37776C
DE37776C DENDAT37776D DE37776DC DE37776C DE 37776 C DE37776 C DE 37776C DE NDAT37776 D DENDAT37776 D DE NDAT37776D DE 37776D C DE37776D C DE 37776DC DE 37776 C DE37776 C DE 37776C
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DE
Germany
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arc
drum
armature
lamp
carbon
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Application number
DENDAT37776D
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English (en)
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O. LÜCK und P. BLASCHE in Dresden, Pragerstr. 14
Publication of DE37776C publication Critical patent/DE37776C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0087Controlling of arc lamps with a thread or chain

Landscapes

  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die Lampe in
Fig. ι in einer Vorderansicht, in
Fig. 2 in einer Seitenansicht dargestellt.
Fig. 3 und 4 sind Schnitte durch den eigentlichen Lampenkörper.
Fig. 5 ist eine untere Ansicht desselben.
Fig. 6 zeigt ein Detail und in
Fig. 7 ist eine schematische Darstellung des Stromkreises in der Lampe gegeben.
Das in einem Stück aus Eisen gegossene Gestell G dient zur Aufhängung der Lampe, zur Befestigung der Kohlenhalterführungen und bildet die Grundplatte für einen doppelten Elektromagnet M, Fig. 1 bis 3. Aufserdem befinden sich an dem Gestell die Schrauben o1 und o2, welche den Drehpunkt für den beweglichen Rahmen R bilden, sowie die positive und die negative Polklemme. Die Führung für den oberen oder positiven Kohlenhalter bildet das weite Messingrohr F1, welches an einem Arm des Gestelles G isolirt befestigt ist. In diesem Rohr schiebt sich lose eine zum Zwecke des Uebergewichtes über den unteren Kohlenhalter mit Blei ausgefüllte Hülse B, Fig. 6, welche einen Zapfen ς trägt. An diesem Zapfen, welcher durch einen Schlitz s, Fig. 2, des Führungsrohres F1 herausragt, ist der obere Kohlenhalter, wie in Fig. 6 gezeigt, angebracht.
Die Führung für den unteren Kohlenhalter stellt das ebenfalls isolirte Rohr F^ dar, in welchem sich der Stab K lose schiebt. Die Kohlenhalter hängen an leitenden Metallschnüren K1 K2, Fig. i, 3 und 5, welche in den Nuthen S1 S2 so befestigt sind, dafs, wenn das Kabel des oberen Kohlenhalters sich abwickelt, dasjenige des unteren sich aufwindet, und umgekehrt.
Den Querschnitt der Trommel T1 zeigen die Fig. 3 und 4; die Beschreibung derselben folgt weiter unten.
Bei A, Fig. 2, bildet der Rahmen R den Anker für den Magneten M. An dem Rahmen befinden sich aufserdem noch die Differentialmagnete jD1!)2, welche auf den den Hemmschuh h tragenden Anker α wirken.
Die Magnete D1 und D2 sind, wie aus der Zeichnung ersichtlich, verstellbar. Aufserdem ist auch der Hemmschuh h zum Verstellen eingerichtet.
Die Trommel T1 hat den Zweck, das "Zusammenlaufen der Kohlenhalter zu mäfsigen, ist also ein Ersatz für die bei vielen Lampen angewendeten Uhrwerke. Wie man aus Fig. 3 und 4 ersieht, besteht die Trommel aus zwei Theilen, einem walzenförmigen' Mittelstück, in welches zwei Nuthen S1 S2 zur Aufnahme der Zuleitungsschnüre K} K^ eingedreht sind, und aus einem hohlen Ring, in welchem auf dem Grunde der Höhlung noch eine kleine Hohlkehle eingedreht ist. Im Mittelstück ist gegenüberliegend der im Ring eingedrehten Hohlkehle eine eben solche eingestochen. In Fig. 4 ist die Höhlung des Ringes durch Scheidewände in eine Anzahl von Kammern ^b1C1Ci1 u. s. w. eingetheilt. Die horizontale Schraffirung, welche durch die Kammern e1/1 g1 hl geht, bedeutet die Füllung des betreffenden T.heiles der Trommel mit Quecksilber. Nimmt man nun an, die Scheidewände schlössen so dicht, dafs kein Quecksilber aus der einen
Kammer in die andere gelangen könnte, so mUfste, um die Trommel in rotirende Bewegung zu setzen, eine Kraft angewendet werden, welche grofs genug wäre, um die betreffende Quecksilbermenge zu heben. Das Uebergewicht, welches für diese Lampe bestimmt ist, würde aber bei weitem nicht genügen, um diese Bewegung zu veranlassen; da nun aber durch die im Ring und im Mittelstuck eingedrehten Hohlkehlen eine Communication der Kammern hergestellt ist, so genügt schon eine geringe Kraft, um die Trommel in Bewegung zu setzen, welch letztere auch dann noch mäfsig bleibt, wenn die die Rotation bewirkende Kraft entsprechend vergröfsert wird.
Die Trommel kann sich eben nicht schneller bewegen, als es die Zeit gestattet, welche zum Durchlassen einer gewissen Quecksilbermenge durch die von den Hohlkehlen gebildeten kleinen halbrunden Oeffnungen nöthig ist.
Von grofsem Vortheil dabei ist der - Umstand , dafs das Uebergewicht des oberen Kohlenhalters so bedeutend sein kann, dafs etwaige durch Schmutz oder Oxyd herbeigeführte Reibungen an den Kohlenhalterführungen gar nicht in Betracht kommen und die Kohlenhalter jederzeit langsam und sicher zusammenlaufen.
Durch guten Verschlufs wird dafür gesorgt, dafs das Quecksilber niemals auslaufen kann.
In Fig. 7 ist der Stromlauf schematisch dargestellt. Abweichend von . der eigentlichen Construction sind hier die Schnurläufe S1 und S2 als Scheiben gezeichnet, welche sich um keine gemeinschaftliche Achse drehen.
Der Strom geht erstens von der Polklemme -f- aus durch ein elastisches Kabel an den Punkt des Schnurlaufes S\ an welchem die leitende Aufhängeschnur für den oberen Kohlenhalter, die Kohlen, welche zuerst zusammenstehen, dann durch den unteren Kohlenhalter und seine Aufhängung nun in den Magneten M und durch den Magneten D1 zur — Klemme (Hauptschlufs).
Zweitens von + durch einen Graphitwiderstand W und den Magnet Z)2 zur — Klemme (Nebenschlufs).
Die Wirkung des Stromes ist folgende:
Geht kein Strom durch die Lampe, dann hängt der Rahmen R mit dem ganzen Obertheil der Lampe in einer schrägen Stellung. Sobald nun Strom durchgelassen wird, zieht der Magnet M den Rahmen R bei A an und versetzt ihn in horizontale Lage. Dadurch kommt der Schnurlauf S1 etwas höher und S2 entsprechend niedriger zu stehen.
Infolge dessen werden die Kohlenhalter mit den Kohlen aus einander gezogen, und der Lichtbogen entsteht. Zur Regulirung dieses erstmaligen Auseinanderziehens kann ein verstellbarer Anschlagstift angebrächt werden. Für die .fortgesetzte Regulirung des Lichtbogens sind die Differentialspulen D1 und Z)2 da. Erstere hält bei zu kleinem Lichtbogen durch Anker α und Hemmschuh h die Trommel T1 an; letztere bezweckt das Umgekehrte bei zu grofsem Lichtbogen.
Beim Ausschalten kippt der obere Theil der Lampe wieder in die schräge Stellung zurück.
Eine Variante der in den Fig. i, 2, 3, 4und 5 dargestellten Anordnung der Trommel T1 ist in Fig. 8, 9 und 10 dargestellt.
Bei dieser Construction der Trommel sind die Differentialmagnete so angeordnet, dafs die beiden Kerne D2 Z)2 durch eine eiserne Brücke magnetisch verbunden sind, während die halbmondförmigen Pole der Kerne D1 D1 auf einen beweglichen Anker A1 wirken. Die anderen vier noch freien Pole reichen in das Innere der Trommel hinein und sind, wie man aus Fig. 10 ersieht, ebenfalls halbmondförmig, so dafs sie auf den zwischen ihnen spielenden, ein verschobenes Kreuz bildenden Anker A2 eine starke magnetische Wirkung ausüben können. Der Anker A1 führt dadurch, dafs er bei Stromschlufs von den Magnetpolen D1D1 angezogen wird, die Entstehung des Lichtbogens herbei, indem er die mit ihm fest verschraubte Schnurrolle S2 um so viel verdreht, als die normale Gröfse des Lichtbogens beträgt, und dadurch den oberen Kohlenhalter hebt. Regulirt wird die genaue Entfernung durch den Anschlag %. In Fig. 9 ist, um die Magnettheile sichtbar zu machen, die Schnurrolle S2 nur durch punktirte Peripherie angedeutet. Die Communicationslöcher in den Scheidewänden der Trommel sind mit Ventilen versehen, Fig. 10, welche durch Hin- und Herdrehen des mit punktirten Linien gezeichneten Sternes geöffnet oder geschlossen werden können. Die bewegende Kraft dazu liefern die Differentialmagnete D1 und D2 und der Anker A2; letzterer, fest verbunden mit dem Stern, theilt demselben seine Bewegungen mit.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende:
Bei Stromschlufs führt zunächst der Magnet D1 mit Anker A1 den Lichtbogen herbei. Sobald derselbe durch Abbrennen der Kohlenspitzen die maximal normale Länge überschreitet, wirkt der Magnet D2 stärker als Z)1, und die Angriffspunkte α2 α2 des Ankers A2 werden von D2 angezogen (wie in Fig. 10), der Stern verdreht sich in der Richtung des Pfeiles und stöfst mit seinen Vorsprüngen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8 die Ventilkegel auf, wodurch die Flüssigkeit communiciren kann und die Trommel durch das Uebergewicht des oberen Kohlenhalters langsam zu rotiren beginnt.

Claims (1)

  1. Haben die Kohlenspitzen die normal minimale Entfernung erreicht, dann wirkt der Magnet jD1 wieder stärker auf die Angriffspunkte a1 a1 und der Stern drückt mit seinen Vorsprüngen I, II, III, IV, V, VI, VII und VIII die Kegel in die Ventilsitze hinein, wodurch die Communication der Flüssigkeit verhindert und die Trommel zum Stehen gebracht wird. Durch diesen Mechanismus wird die continuirliche Regulirung des Lichtbogens bewirkt.
    Paτent-Ansprüche:
    Bei einer elektrischen Bogenlampe, deren Kohlenhalterbewegung durch eine theilweise mit Flüssigkeit gefüllte Trommel gemäfsigt wird:
    Die Verbindung des Ankers a mit verstellbarem Hemmschuh h mit den verstellbaren Differentialmagneten D1 und -D2 auf dem beweglichen Rahmen R, welcher, als Anker für den Elektromagneten M dienend, die Entstehung des Lichtbogens herbeiführt.
    Die Anordnung von Ventilen in dieser Trommel, welche dadurch, dafs sich die Stromschwankungen durch Elektromagnete D1D2 und Anker A1A2 auf die Ventile übertragen, je nach Bedürfnifs geöffnet oder geschlossen werden, wodurch bei zu kleinem Lichtbogen die Flüssigkeit an der Communication gehindert, bei zu grofsem Lichtbogen ihr dieselbe gestattet ist, wodurch die Regulirung der Lampe erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT37776D Differential-Bogenlampe zur Beleuchtung niedriger Räume Expired - Lifetime DE37776C (de)

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