DE67471C - Selbsttätiger Ausschalter - Google Patents

Selbsttätiger Ausschalter

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DE67471C
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Germany
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Expired - Lifetime
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DENDAT67471D
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SCHUckert & CO., kommanditgesellschaft, in Nürnberg
Publication of DE67471C publication Critical patent/DE67471C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H83/00Protective switches, e.g. circuit-breaking switches, or protective relays operated by abnormal electrical conditions otherwise than solely by excess current
    • H01H83/08Protective switches, e.g. circuit-breaking switches, or protective relays operated by abnormal electrical conditions otherwise than solely by excess current operated by reversal of DC

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  • Electromagnets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Selbsttätiger Ausschalter.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. März 1892 ab.
Um zu verhüten, . dafs durch elektrische Sammler, Maschinen u. s. w. Strom in umgekehrter Richtung fliefse, dienen die sogen, selbstthätigen Ausschalter.
Dieselben unterbrechen den Stromkreis, sowie die Stromstärke bis auf ein gewisses Mindestmafs gefallen ist. Die Anforderungen nun, welche an solche Vorrichtungen gestellt werden, sind, dafs dieses Mindestmafs, welches, nöthig ist, um den Stromschlufshebel in der Einschaltestellung festzuhalten, möglich gering sei. Die Schwierigkeit der erforderlichen Einrichtungen liegt darin, dafs das Bewegen der zur Ueberführung grofser Stromstärken erforderlichen Schleifstromschlufsflächen auch eine entsprechend erhebliche Reibungsarbeit mit sich bringt, infolge dessen der Ausschalter leicht unempfindlich wird. Diese Schwierigkeit durch Anwendung einfacher Mittel zu vermeiden, ist der Zweck der vorliegenden Anordnung.
Fig. ι und 2 zeigen den Ausschalter in zwei Ansichten. Der thätige Elektromagnet α ist drehbar um eine Achse angeordnet. Anfang und Ende der Wickelung bilden die Stromschlufsstücke cc1, welche in die federnden Stromschlufsringe e e' eingreifen. Auf den beiden Zapfen des Elektromagneten, in welche der Kern desselben ausläuft, ist ein Rahmen in starrer Verbindung angebracht, welcher Rahmen sich aus den beiden verlängerten eisernen Polstücken b bl und dem messingenen Querstück ρ zusammensetzt. In der gezeichneten Stellung kommen die Stücke b b1 zum Anschlag gegen den Eisenanker h, wodurch der magnetische Schlufs hergestellt wird, so dafs also, so lange genügend Strom den Elektromagneten durchfliefst, die Polstücke b b1 angezogen bleiben.
Die Schraubenfedern d und d1 streben nun, den Rahmen, von dem Anker abzureifsen. Diese Federn sind aber derart angebracht, dafs sie in der gezeichneten Stellung an einem sehr geringen Hebelarm angreifen, wie in Fig. 2 ersichtlich, wo die Achse der Schraubenfeder gezeichnet ist. Es ist also die anfangs wirkende Kraft sehr gering und steigert sich mit der fortschreitenden Bewegung, weil ja der wirksame Hebelarm wächst.
Es sind der Elektromagnet und der Stromschlufshebel nicht starr mit einander verbunden, sondern sie sind vielmehr innerhalb gewisser Grenzen gegen einander beweglich, und hierin liegt das Wesen der Erfindung. Die Vermittelung der Bewegung geschieht durch die Endscheiben i z1 der auf dem Elektromagnetkern drehbaren Spulen, wobei das Querstück ρ (dasselbe ist der Uebersichtlichkeit halber nur in Fig. 2 gezeichnet) gegen die Nasen kl beim Einschalten und k beim Ausschalten stöfst. Dadurch ist es ermöglicht, dafs beim Freilassen der Polstücke "zuerst sich nur der Rahmen bewegt, ohne dafs die Reibungswiderstände der Schleifstromschlufsflächen überwunden werden müssen. Darauf stöfst das Querstück ρ gegen die Nase k, und erst jetzt, wo die erlangte lebendige Kraft des bewegten Rahmens im Verein mit der an dem vergröfserten Hebelarm wirkenden Federkraft genügend grofs ist, werden die Stromschlufsstücke c c1, welche zwischen den Stromschlufsfedern e e1 eingeklemmt sind, aus ihrer Einschaltestellung herausgerissen.

Claims (1)

  1. Infolge dieser Wirkungsweise ist die Vorrichtung im Stande, ohne Einschaltung von Relais, Verwendung von Klinkenvorrichtungen u. s. w. unmittelbar die genügende Empfindlichkeit zu erlangen. Die Einstellung der letzteren geschieht durch Veränderung der Höhenlage der Befestigungspunkte der Schraubenfeder mittelst Verstellung der Schrauben mm1, wobei der Hebelarm r (s. Fig. 2) der Feder geändert wird.
    Die vorliegende Erfindung läfst sich verschieden anordnen, ohne dafs das Wesen der Erfindung geändert wird. An Stelle der Federkraft kann die Schwerkraft, an Stelle der beweglichen Spule eine feststehende treten. Wesentlich ist aber immer die Anordnung derart, dafs der wirksame Hebelarm bei der Einschaltestellung, wenn die Pollappen am Anker anliegen, sehr klein ist und sich dann beim Freilassen des beweglichen Theiles vergröfsert, dafs ferner in dem ersten Theil der Bewegung gewissermafsen Leergang stattfindet und erst dann, wenn der wirksame Hebelarm, sowie die lebendige Kraft des bewegten Theiles ein gewisses Mafs erreicht haben, die Stromschlufshebel aus ihren Federn herausgerissen werden.
    Patenτ-Ansρruch:
    Ein selbstthätiger Ausschalter, bei welchem der Anker des thätigen Elektromagneten durch eine Feder derart mit dem Gestell verbunden ist, dafs der Hebelarm, an welchem die Kraft wirkt, in der Anzugsstellung des Magnetsystems sehr klein ist, dagegen beim Freilassen sich vergröfsert, und bei welchem zwischen dem Anker bezw.· seinem Rahmen und dem die Stromschlufsstücke tragenden Theil eine gewisse Beweglichkeit vorgesehen ist, so dafs im Anfang der Bewegung gleichsam Leerlauf stattfindet und die Stromschlufshebel erst mitgenommen werden, wenn der wirksame Hebelarm und die lebendige Kraft des bewegten Theiles das erforderliche Mafs erreicht haben, um die Stromschlufshebel aus ihrer Einschaltstellung herauszureifsen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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