DE179791C - - Google Patents
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- DE179791C DE179791C DENDAT179791D DE179791DC DE179791C DE 179791 C DE179791 C DE 179791C DE NDAT179791 D DENDAT179791 D DE NDAT179791D DE 179791D C DE179791D C DE 179791DC DE 179791 C DE179791 C DE 179791C
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- bell
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q21/00—Devices for effecting ignition from a remote location
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4i/. GRUPPE
EDUARD ZICKWOLFF in SIEGEN i.W.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. August 1905 ab.
Die Erfindung bezweckt, die durch Druckänderung in der Gasleitung betriebenen Gasfernzünder
für die oft eintretenden geringeren Druckschwankungen in der Gasleitung unempfindlich
zu machen. Die Vorrichtung arbeitet nur bei augenblicklichen größeren Druckerhöhungen. DieErfindung unterscheidet
sich von bekannten, dem gleichen Zweck dienenden Vorrichtungen dadurch, daß bei ihr gleitende
ίο Reibung zwischen größeren Flächen vermieden ist, und bei den drehenden Bewegungen der
einzelnen Teile nur geringe Zapfenreibungen auftreten; infolgedessen wird die kleine Triebkraft
nicht in nennenswertem Maße geschwächt. In der Zeichnung ist
Fig. ι ein Schnitt,
Fig. 2 eine Ansicht,
Fig. 3 ein Grundriß,
Fig. 4 ein ungleicharmiger Schließhebel mit Ventilkugel.
Fig. 5, 6 und J sind Darstellungen der Sperr- und Auslösevorrichtung in ihren verschiedenen
Stellungen.
Die Glockenachse t der Schwimmerglocke s steht mit einer Sperr- und Auslösevorrichtung
in Eingriff, die über der Schwimmerglocke auf dem Gehäuse α mittels der Brückeγλ gelagert
ist. Dieser Brücke sind angelenkt:
i. der Doppelhebel// in der Achse 0,
2. der Sperrhebel w in der Achse q,
2. der Sperrhebel w in der Achse q,
3. der Sperrhebel r in der Achse u.
Jeder Arm des Doppelhebels// ist mit einer Stellschraube ii, der Verbindungsbügel der
beiden Arme mit einer Stellschraube ρ ausgestattet. Letztere hat den Zweck, den Hebel/
in die richtige Lage gegen die Nase des Sperrhebels r zu bringen, damit dieser Hebel in dem
richtigen Augenblick einklinken kann und den Doppelhebel // festhält, während die Stellschrauben
H den Hub der ersten Stufe des Aufsteigens der Schwimmerglocke begrenzen
sollen. Der Sperrhebel wist als Winkelhebel ausgebildet,
dessen liegender Schenkel ebenfalls mit einer Schraube χ ausgestattet ist. Die
Führungsstange t der Schwimmerglocke trägt an ihrem oberen Ende einen Nocken d, welcher
ebenfalls mit einer Stellschraube e versehen ist. Die Stellschrauben i i werden so eingestellt,
daß sie in der Ruhestellung (Fig. 7) die Schwimmerglocke s s nicht berühren, sondern
einen bestimmten kleinen Abstand von ihr haben. Wenn der Gasdruck genügend hoch ist,
so daß er die Schwimmerglocke zu heben vermag, bringt er diese zum Anschlag gegen die
Stellschrauben i i, ohne jedoch den durch Gewichte m m beliebig beschwerten Hebel /
zu heben, also in die Lage gemäß Fig. 1 und 2. Bei dem Aufsteigen der Schwimmerglocke
klinkt der Sperrhebel n> in einen Anschlag des Nockens d durch sein eigenes Gewicht ein
und die Stellschraube λ: des Sperrhebels w drückt
gegen den Hebel/(Fig. 1 und 3). Infolge der
(2. Auflage, ausgegeben am 23. Februar rgoy.J
stattgefundenen Sperrung wird die Schwimmerglocke 5 nun in ihrer Höhenlage festgehalten,
selbst wenn der Gasdruck sinkt (Fig. i). Wird dagegen der Gasdruck auf kurze Zeit so stark
erhöht, daß die Schwimmerglocke die Hebel// mit den aufgelegten Gewichten mm zu heben
vermag, so wird der Sperrhebel n> durch die
Stellschraube χ von dem Nocken d entfernt und der Sperrhebel r r klinkt gleichzeitig mit seiner
ίο Nase unter den gehobenen Hebel/ein (Fig. 5).
Sinkt nun der Gasdruck wieder bis zu dem normalen Druck, dann sinkt auch die Schwimmerglocke
bis zu ihrer Ruhestellung nieder, da sie nun nicht mehr durch den Sperrhebel w
hieran gehindert wird. Während des Sinkens kann der Sperrhebel n>
nicht wieder in den Nocken d einklinken, da der Hebel// durch den Sperrhebel r r noch in seiner Höhenlage
festgehalten wird. Der Nocken d kann daher niedersinken, bis seine Stellschraube e auf den
Sperrhebel r stößt und ihn dreht, so daß Hebel/ freigegeben wird. Diese Freigabe der Hebel//
erfolgt erst dann, wenn der Nocken d so tief gesunken ist, daß der Sperrhebel n>
nicht mehr einklinken kann (Fig. 6). In der Ruhestellung nach Fig. 7 liegt die Nase des Hebels r r von
dem Hebel / infolge des Drucks der Stellschraube e etwas entfernt. Bei der ersten Stufe
des Aufsteigens der Schwimmerglocke (Fig. 1) kommt dann die Nase eben in Berührung mit
dem Hebel/, das Einklinken kann jedoch erst bei der zweiten Stufe des Aufsteigens der
Schwimmerglocke, wie bereits beschrieben ist, erfolgen.
Die Wirkung der Vorrichtung ist folgende: -
In der Ruhestellung nach Fig. 7 befindet sich die Schwimmerglocke s s in ihrer tiefsten Stellung,
der Gaskanal g zu der Leuchtflamme ist durch die Ventilkugel v, die an dem einen Arm
des mit einem Zapfen c an der Schwimmerglockenstange t angelenkten, um den Zapfen b
drehbaren Hebels h sitzt, geschlossen, der Gaskanal ■{ zur Zündflamme aber geöffnet. Wird
nun der Gasdruck entsprechend der Schwere der Schwimmerglocke erhöht, so daß er diese zu
heben vermag, so fällt bei der ersten Stufe des Anhebens der Sperrhebel w in den Anschlag
des Nockens d ein, der Gasweg g zur Leuchtflamme hat sich geöffnet und diese hat sich
entzündet. Die Zündflamme dagegen ist erloschen, da der Gas weg \ durch die Ventilkugel ν
geschlossen ist. Der Gasdruck kann nun bis zu einer gewissen niedrigsten Grenze sinken,
so wird die Leuchtflamme dennoch immer weiterbrennen. Um den Schwankungen des Gasdrucks in dem Rohrnetz einen möglichst
großen Spielraum zu gewähren, ist es vorteilhaft, die Schwimmerglocke s s so durch Gewichte
zu beschweren, daß sie sich erst bei einem verhältnismäßig hohen Gasdruck zu heben vermag, und daß das Erlöschen der
Gasflamme erst durch eine sehr wesentliche Überschreitung dieses Gasdrucks erreicht werden
kann. Durch diese zweite Druckerhöhung wird, wie bereits beschrieben, die Sperrung
der Schwimmerglocke aufgehoben. Diese kann nun wieder bis zu ihrer Ruhestellung sinken, wodurch der Gasweg zur Leuchtflamme
durch die Ventilkugel geschlossen, der Weg zur Zündflamme aber wieder freigegeben
wird. Die Gewichtsbelastung der Hebel // kann auch so gewählt werden, daß
eine Anzahl Lampen noch mehr belastet werden als die anderen. In diesem Falle müßte
eine weitere Erhöhung des Gasdrucks stattfinden, um auch diese Lampen zum Erlöschen
zu bringen. Die bezeichneten verschiedenen Erhöhungen des Gasdrucks erfolgen von der
Gasanstalt je nach Erfordernis zu beliebigen Zeiten und sind selbstverständlich nicht dauernd,
sondern nur kurz.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Von einer durch Änderung des Gasdrucks beeinflußten Schwimmerglocke bewegtes Abschlußventil für Gasfernzünder mit einer Sperreinrichtung, die das Ventil nach der durch eine kurze Druckwelle erfolgten öffnung am Zurückgehen hindert und erst nach einer zweiten größeren Druckwelle zum Schließen freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Druckwelle erfolgende Aufwärtsbewegung der Schwimmerglocke durch eirien beschwerten Hebel (f) aufgehalten und die Glocke in dieser Lage durch die Nase eines Winkelhebels (w), die unter dem Ansatz (d) der Glockenachse ft) greift, festgehalten wird, bis durch Überwindung des Drucks des beschwerten Hebels (f) durch die sich unter dem Einfluß einer zweiten stärkeren Druckwelle weiter hebende Glocke die Sperrung gelöst und mit dem Sinken der Glocke das Schließen des Ventils bewirkt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE179791C true DE179791C (de) |
Family
ID=444093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT179791D Active DE179791C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE179791C (de) |
-
0
- DE DENDAT179791D patent/DE179791C/de active Active
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