DE179589C - - Google Patents
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- DE179589C DE179589C DENDAT179589D DE179589DA DE179589C DE 179589 C DE179589 C DE 179589C DE NDAT179589 D DENDAT179589 D DE NDAT179589D DE 179589D A DE179589D A DE 179589DA DE 179589 C DE179589 C DE 179589C
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- sulfuric acid
- nitrobenzaldehyde
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- nitrotoluene
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C201/00—Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
- C07C201/06—Preparation of nitro compounds
- C07C201/12—Preparation of nitro compounds by reactions not involving the formation of nitro groups
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12 o. GRUPPE
Aus der Patentschrift 10122112 ist es bekannt,
daß man bei Methylderivaten des Benzols die Seitenkette durch Oxydation mit Mangansuperoxyd in saurer Lösung zur
Aldehydgruppe oxydieren kann. Gemäß genannter Patentschrift soll die Bildung von
Carbonsäure fast ganz vermieden werden, wenn bei der Reaktion ein großer Überschuß
der CH3-Verbindung gegenwärtig ist. Weiterhin
soll, während Toluol, Xylol usw. leicht oxydierbar seien, die Oxydation von o-Nitrotoluol
für die Herstellung von o-Nitrobenzaldehyd schwieriger verlaufen. Tatsächlich entstehen aus o-Nitrotoluol nach den in
genannter Patentschrift als die vorteilhaft vorgeschriebenen Arbeitsbedingungen, d. i.
bei einer Temperatur von etwa 40 bezw. 25 ° (Beispiel 1 und 2) höchstens Spuren von
o-Nitrobenzaldehyd.
Es wurde nun gefunden, daß im Gegensatz zu den Angaben bei jener Patentschrift
die Oxydation von o-Nitrotoluol in der Seitenkette mittels Braunstein und Schwefelsäure
sehr leicht verläuft und sowohl zu o-Nitrobenzaldehyd als auch, selbst-bei einem
Überschuß von o-Nitrotoluol, zur Carbonsäure führt, wenn man bei einer wesentlich
höheren, über iop° liegenden Temperatur, vorzugsweise in geschlossenen Gefäßen arbeitet.
Man hat es hierbei durch Abänderung der Konzentration der angewendeten Schwefelsäure vollkommen in der Hand, entweder
o-Nitrobenzaldehyd oder o-Nitrobenzoesäure als Hauptprodukt zu erhalten; bei Anwendung
schwächerer Säure entsteht vorwiegend erstere, mit stärkerer Säure vorwiegend letztere Verbindung.
Die Anwendung geschlossener Gefäße ist notwendig im Fall der Verwendung dünnerer
Säure, damit letztere über ihren Siedepunkt hinaus anf die Reaktionstemperatur erhitzt
werden kann, und sie empfiehlt sich auch im Fall der Verwendung stärkerer Schwefelsäure
wegen der Verdünnung, die durch das bei der Reaktion gebildete Wasser erfolgt. Man kann aber auch im letzteren Fall durch
Nachfließenlassen konzentrierterer Säure der eintretenden Verdünnung entgegenwirken.
Das zu verwendende Druckgefäß ist zweckmäßig ausgebleit, mit Rührwerk und Manometer
versehen und trägt ein Druckentlastungsventil, um die bei der Reaktion entstehenden
Gase bei einem gewünschten Drucke abblasen zu können.
.
i. Beispiel für die Darstellung von
Nitrobenzaldehyd als Hauptprodukt.
100 Gewichtsteile Nitrqtoluol werden mit
1000 Gewichtsteilen Schwefelsäure 30 bis
400Be und 200 Gewichtsteilen feingepulvertem
Braunstein in einem Druckkessel oben bezeichneter Art während 2 bis 3 Stunden
auf 140 bis 165 ° C. erhitzt, wobei der Druck
im Kessel so gehalten wird, daß er ungefähr 10 Atm. nicht überschreitet. Nach beendeter
Reaktion läßt man das Oxydationsgemisch vom suspendierten Braunstein abklären,
trennt alsdann das oben aufschwim-
mende öl von der darunter befindlichen
sauren Flüssigkeit, wäscht es mit Wasser und mit Sodalösung", so daß ihm die als Nebenprodukt
in geringen Mengen gebildete o-Nitrobenzoesäure entzogen wird, und schüttelt
das so behandelte Öl mit Natriumbisulfit in der Kälte aus, wobei o-Nitrobenzaldehyd in
Lösung geht und in bekannter Weise, zweckmäßig durch Zusatz von Alkalien, abgeschieden
und in nahezu reinem Zustande gewonnen wird.
2. Beispiel für die Darstellung von o-Nitrobenzoesäure als Hauptprodukt.
Ersetzt man im Beispiel 1 die angegebene Menge Schwefelsäure 30 bis 400 Be.
durch eine entsprechende Menge solcher von 50 bis 6o° Be. und erhitzt zweckmäßig nur
auf 13s bis 1450C, wobei man wiederum
im Druckgefäß arbeitet und etwa entstehenden zu hohen Druck durch ein Ventil in regulierbarer
Weise entfernt, so erhält man nach Aufarbeitung des Öles in der in Beispiel 1
beschriebenen Weise eine große Menge o-Nitrobenzoesäure neben einer kleineren Menge
o-Nitrobenzaldehyd.
Man kann im Verfahren dieses Beispiels das Arbeiten in geschlossenen Gefäßen umgehen
und unter gewöhnlichem Druck am Rückflußkühler arbeiten, wenn man die durch
die Reaktion abnehmende Konzentration der Schwefelsäure durch Zufluß einer stärkeren
Säure ausgleicht.
Durch das vorliegende Verfahren gelingt es, o-Nitrobenzaldehyd und ο - Nitrobenzoesäure
in so großer Ausbeute zu erhalten, daß die Überführung dieser Produkte in In- '
digo in bekannter Art lohnend wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Oxydation von ο - Nitrotoluol in der Seitenkette unter Anwendung von Braunstein und Schwefelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion bei Temperaturen von über 100° unter eventueller Anwendung von Druck vorgenommen wird, und zwara) unter vorwiegender Bildung von o-Nitrobenzaldehyd durch Verwendung einer Schwefelsäure von etwa 30 bis 45° Be., . .b) unter vorwiegender Bildung von ο-Nitrobenzoesäure durch Verwendung einer stärkeren Schwefelsäure von etwa 45 bis 6o° Be.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE179589C true DE179589C (de) |
Family
ID=443911
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT179589D Active DE179589C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE179589C (de) |
-
0
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