DE228137C - - Google Patents

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DE228137C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos
    • C09B7/04Halogenation thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

KAISER
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JYi 228137-KLASSE 22 β. GRUPPE
Zusatz zum Patente 223544 vom 5. Oktober 1907.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1908 ab. Längste Dauer: 4. Oktober 1922.
In dem Hauptpatent 223544 und seinem Zusatzpatent 22661.1 wurde mitgeteilt, daß man in glatter Weise Tri- und Tetrahalogenindigo dadurch erhalten kann, daß man Indigo, niedriger gebromten Indigo oder Mono- bzw. Dichlorindigo in konzentrierter Schwefelsäure bei mäßiger Temperatur mit der entsprechenden, d. h. mindestens der doppelten der in das Indigomolekül einzuführenden Menge Brom behandelt.
Es wurde nun gefunden, daß man dasselbe Ziel auch bei Anwendung erheblich geringerer Mengen von Brom erreichen kann. Diese Tatsache ist so zu erklären, daß der bei der Bromierung entstehende und in der Schwefelsäure gelöste Bromwasserstoff im Laufe der Reaktion von der Schwefelsäure unter Bildung von schwefliger Säure oxydiert wird und so wieder in Brom übergeht. Zur Erzeugung des Tri- und Tetrahalogenindigos geht man zweckmäßig nicht unter drei Viertel der theoretischen Menge des Broms zurück, jedoch läßt sich, wenn man das Entweichen von Bromwasserstoff aus der Reaktionsmasse, z. B. durch Arbeiten in geschlossenen Gefäßen, verhindert, die Reaktion auch schon fast mit der Hälfte der theoretischen Menge Brom ausführen.
Beispiel:
100 Teile feingepulverter Indigo werden in die 25 fache Menge konzentrierter Schwefelsäure (66° Be.) eingetragen, wobei man durch gute Kühlung Sorge trägt, daß eine.Sulfierung des Indigos nicht eintritt. Hierauf gibt man allmählich 200 Teile Brom zu, läßt das Brom 2 Stunden unter Kühlung einwirken und steigert dann die Temperatur langsam auf etwa 400. Nachdem die Masse bei dieser Temperatur noch etwa 12 Stunden lang gerührt worden ist, gießt man in Wasser und filtriert den in fast theoretischer Ausbeute entständenen Tetrabromindigo ab, der mit dem in dem Hauptpatent beschriebenen Produkt identisch ist.
Wendet man in dem Beispiel statt 200 Teile Brom nur 140 Teile Brom an, so erhält man den Tribromindigo, der in Nuance und Eigenschaften dem Tetrabromindigo sehr nahe steht, von letzterem jedoch sich leicht dadurch unterscheiden läßt, daß seine Färbungen beim Betupfen mit Salpetersäure weiß werden, während die Färbungen des Tetrabromindigos sich durch dieses Reagens kaum ändern.
Das Verfahren zur Herstellung der gemischten Tri- oder Tetrahalogenindigos gemäß dem
Früheres Zusatzpatent 226611.
Patent 226611 verläuft in ganz analoger ] Weise.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des durch Patent 223544 und 226611 geschützten Verfahrens, darin j bestehend, daß man zwecks Darstellung von Tri- und Tetrahalogenindigo Indigo oder niedriger halogenierten Indigo in konzentrierter Schwefelsäure bei mäßiger Temperatur mit weniger als der theoretischen Menge Brom behandelt.
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