DE179194C - - Google Patents

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DE179194C
DE179194C DE1906179194D DE179194DA DE179194C DE 179194 C DE179194 C DE 179194C DE 1906179194 D DE1906179194 D DE 1906179194D DE 179194D A DE179194D A DE 179194DA DE 179194 C DE179194 C DE 179194C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/64Distributing or queueing
    • H04Q3/68Grouping or interlacing selector groups or stages

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

%t cw- ciciwrn
w' l> i/,
KAISERLICHES
PATENTAMT. A^
Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Fernsprechsysteme, bei welchen zur Ausführung der Sprechverbindungen sogenannte Gruppenwähler angeordnet sind, d. h. Wahlschalter, welche, je von einem Teilnehmer aus beeinflußt oder in Wirkung gesetzt und auf eine gemeinsame Gruppe von Verbindungsleitungen wirkend, aus diesen eine jeweils freie Verbindungsleitung auswählen, über
ίο welche dann die weitere Verbindung mit dem gewünschten Teilnehmer vor sich geht.
Gegenstand der Erfindung ist im besonderen eine neue Anordnung der Leitungsanschlüsse an den Kontaktsätzen derartiger Wahlschalter, welche darin besteht, daß die Reihenfolge dieser Anschlüsse von Wahlschalter zu Wahlschalter geändert ist, derart, daß der erste Kontakt der Kontaktbahn (bezw. mehrerer gleichzeitig von Kontaktarmen befahrener . Kontaktbahnen) jedes Wahlschalters mit je einer anderen Leitung als die ersten Kontakte der übrigen Wahlschalter verbunden ist und entsprechend auch die Anschlüsse bei den übrigen Kontakten von Apparat zu Apparat wechseln. Der Zweck dieser versetzten Anordnung ist, einerseits bei der Einstellung eines Wahlschalters den Vorübergang· seines Kontaktarmes (bezw. seiner Kontaktarme) an Kontakten, welche auf anderen Wahlschaltern besetzten Leitungen zugehören, zu beschränken, wodurch der Verbrauch an Zeit und elektrischer Kraft für die Herstellung der Sprechverbindung verringert wird, und andererseits zugleich eine ■ möglichst gleichmäßige Inbetriebnahme der von diesen Wahlschaltern abhängigen Verbindungs- und Schaltorgane (weitere Gruppenwähler oder sogenannte Leitungswähler usw.) zu erzielen.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung ■ schematisch dargestellt. Die Zeichnung veranschaulicht die hier in Betracht kommenden Schaltorgane von beispielsweise nach dem bekannten Strowgersystem ausgebildeten Gruppenwählern I-IV. Die von den nichtgezeichneten Elektromagneten in der Pfeilrichtung gedrehte Schaltwelle α jedes Wählers ist mit drei Kontaktarmen b, c, d versehen, deren jeder eine Kontaktbahn e bezw. f bezw. g befährt. Die Kontaktbahn e dient in bekannter Art zu Besetztprüfungs- und Blockierungszwecken, während die Kontaktbahnen f, g, deren Kontaktarme durch Leitungen h, i mit dem ein Gespräch wünschenden (»anrufenden«) Teilnehmer verbunden zu denken sind, mittels Auswählung der Leitungen 1-4 die Weiterverbindung zum gewünschten Teilnehmer hin vermitteln.
Es sei beispielsweise angenommen, daß jede der Doppelleitungen 1-4 direkt, zu einem sogenannten Leitungswähler führt, über welchen am Schluß der Verbindungstätigkeit die Sprechstelle des gewünschten Teilnehmers mit dem anrufenden Teilnehmer verbunden wird. ·
Jede der Doppelleitungen 1-4 ist in der ersichtlichen Weise an je einem Kontakt der Kontaktbahnen f, g sämtlicher Gruppenwähler derart angeschlossen, daß jedes Leitungspaar h, i über den zugeordneten Gruppenwähler mit einem beliebigen Leitungspaar 1-1, 2-2, 3-3, 4-4 verbunden werden kann. Die Zeich-
nung stellt den Fall dar, wo der Gruppenwähler I auf den Leitungen I, der Wähler II auf den Leitungen 2, der Wähler III auf den Leitungen 3 und der Wähler IV auf den Leitungen 4 eingestellt ist.
Sämtliche Kontaktarme stehen hierbei auf dem ersten Kontakt ihrer Kontaktbahnen, da die ersten Kontakte 1 des Wählers I mit den Leitungen 1, die ersten Kontakte 2 des Wählers II mit den Leitungen 2 usw. verbunden sind. War also z. B. zur Zeit, wo der Wähler II in Bewegung gesetzt wurde, um eine freie Leitung 1-4 auszusuchen, der Wähler. I auf die Leitungen 1 eingestellt, so daß also diese für die Wähler II-IV nicht mehr verfügbar sind, so brauchte der Wähler II dennoch nur einen Schritt zu tun, um eine freie Leitung, nämlich 2, zu erreichen, auf welcher er dann — zufolge Wirkung einer hier nicht zu betrachtenden bekannten Einrichtung — stehen bleibt. Kommt hiernach von einem dritten Teilnehmer aus der Wähler III oder Wähler IV in Bewegung, so findet jeder wiederum auf dem ersten er^ reichten Kontakt eine freie Leitung 3 bezw. 4. Durch die Versetzung der Leitungsanschlüsse an die Kontaktbahnen wird also eine erhebliche Ersparnis an Zeit und auch an elektrischer Kraft für die Drehung der Schaltwellen erzielt, im Gegensatz zu der bisher üblichen Anordnung, bei welcher die Kontakte sämtlicher Kontaktbahnen' der Reihe nach mit stets denselben Leitungen, also z. B. stets· in der Reihenfolge 1-2-3-4 verbunden werden. ■ Denn diese ältere Anordnung hat zur Folge, daß, wenn z. B. die Kontakte 1 und 2 an den Wählern I und II besetzt sind, der Wähler III erst beim dritten Schritt (auf dem dritten Kontakt seiner Bahn) eine freie Leitung findet. Der Wähler IV muß zu gleichem Zweck vier Schritte machen, von denen drei einen nutzlosen Verbrauch an Kraft und Zeit darstellen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der neuen Anordnung besteht, wie schon kurz erwähnt, darin, daß in der Benutzung der Leitungen 1-4 durch die verschiedenen Gruppenwähler I-IV ein viel häufigerer Wechsel eintritt als bei dem bisherigen System, bei wekhem in erster Linie die Leitungen 1 in Betrieb kamen, also stets in Benutzung standen, während die Leitungen 2 seltener und die an den letzten Kontakten der Kontaktbahnen angeschlossenen Leitungen am wenigsten in Benutzung genommen wurden. Entsprechend ungleichmäßig war die Benutzung der durch die Leitungen 1-4 usw. einzuschaltenden weiteren Verbindungsorgane und Schaltapparate, deren Lebensdauer daher höchst ungleich war. Durch die vorliegende Erfindung ist diese Ungleichheit zum wesentlichen Teile beseitigt und so eine ökonomische Verwendung der Betriebsmittel erzielt.
Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Gruppe von nur vier Wahlschaltern, es ist jedoch ohne weiteres klar, daß die Anzahl der Schalter für die Wirkungsweise der Erfindung ohne Belang ist und beliebig viele Gruppenwähler mit beliebig vielen Kontakten nach der neuen Anordnung miteinander verbunden werden können. (Die Kontaktbahnen e sind in gleicher Art mit den den Leitungen 1-4 zugeordneten, nicht gezeichneten, Prüf- und Sperrleitungen verbunden zu denken;) Die Erfindung ist ferner nicht auf die Einhaltung der gleichen zyklischen Reihenfolge 1-2-3-4-1-2-3-4-1-2 usw. an den Kontaktbahnen beschränkt, vielmehr kann die Versetzung der Anschlüsse auch irgendwie anders sein, je nachdem wie sich dieselbe mit Rücksieht auf beste Erreichung des Zweckes ergibt. Bedingung ist nur, daß gleichliegende Kontakte, insbesondere die ersten Kontakte der Kontaktbahnen, nicht sämtlich mit denselben Leitungen (oder, was dasselbe ist, miteinander) verbunden werden. Sind in einer Gruppe Wahlschalter vorhanden, auf welche die Voraussetzung eines beliebigen gleichzeitigen Zusammenwirkens in einer Leitungsgruppe nicht zutrifft, welche also z. B. nur wechselweise in Betrieb kommen, so braucht bei diesen die Versetzung der Anschlüsse natürlich nicht vorgenommen zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Anordnung der Kontaktverbindungen an Wahlschaltern (Gruppenwählern) bei selbsttätigen Fernsprechämtern, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihenfolge der 1°° Leitungsanschlüsse an den .Kontaktsätzen von Wahlschalter zu Wahlschalter verändert ist, derart, daß der erste Kontakt der Kontaktbahnen jedes Wahlschalters und entsprechend die nächstfolgenden 10S Kontakte mit einer anderen Leitung als die gleichliegenden Kontakte der übrigen Wahlschalter verbunden sind, zu dem Zwecke, bei der Einstellung eines Wahlschalters den Vorübergang des Kontaktarmes an Kontakten, welche bei anderen Wahlschaltern besetzt sind, zu beschränken und eine möglichst gleichmäßige Benutzung der von diesen Wahlschaltern weiterhin abhängigen Verbindungs- und Schaltorgane zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1906179194D 1906-01-20 1906-01-20 Expired - Lifetime DE179194C (de)

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AT30258D AT30258B (de) 1906-01-20 1906-12-27 Anordnung der Kontaktverbindungen an Wahlschaltern bei selbsttätigen Fernsprechämtern.

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