DE441276C - Waehler fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem Betrieb - Google Patents
Waehler fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem BetriebInfo
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- DE441276C DE441276C DET28880D DET0028880D DE441276C DE 441276 C DE441276 C DE 441276C DE T28880 D DET28880 D DE T28880D DE T0028880 D DET0028880 D DE T0028880D DE 441276 C DE441276 C DE 441276C
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- lines
- selector
- crossing
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H67/00—Electrically-operated selector switches
- H01H67/22—Switches without multi-position wipers
- H01H67/26—Co-ordinate-type selector switches not having relays at cross-points but involving mechanical movement, e.g. cross-bar switch, code-bar switch
Landscapes
- Structure Of Telephone Exchanges (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
2. MÄRZ 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 a 3 GRUPPE
(T26680 Villpia*)
Telephon-Apparat-Fabrik E.Zwietusch & Co. G.m.b.H., Komm.-Ges.
in Berlin-Charlottenburg.
Wähler für Fernsprechanlagen mit selbsttätigem Betrieb. Zusatz zum Patent 427813.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. November 1923 ab.'
Das Hauptpatent hat angefangen am 4. Juli 1923.
■ Die Erfindung bezieht sich auf Wähler für Fernsprechanlagen, in welchen die ankommenden
und abgehenden Leitungen als sich kreuzende Leiter ausgebildet und die ankommenden
und abgehenden Leiter in zueinander parallel liegenden Ebenen angeordnet sind. An
jeder Kreuzungsstelle der Leiter ist ein Kuppelungsglied angeordnet, das ein besonderes
Leitungsstück für- jede herzustellende Verbindung trägt. Jede Verbindung verläuft
daher über zwei Berührungsstellen, nämlich ankommende Ader — Leiterstück — und
Lederstück — abgehende Ader. Nun ist eine Drehung eine mit den einfachsten Mitteln erzielbare
Bewegung. Die Erfindung bezieht sich auf eine solche Anordnung der sich kreuzenden
Leiter und der Bewegungsrichtung; alle dabei erzeugten Berührungen erfolgen
unter kräftiger Reibung der Kontaktteile. ίο Die Abb. i, 2, 3, 4 stellen eine Ausführungsform
der Erfindung dar.. Die Leitungssätze A1 B .... X (Teilnehmerleitungen) und
A', B' usw. (Verbindungsleitungen) sind in zwei zueinander nahen, parallelen Ebenen angeordnet.
Abb. ι zeigt eine Ansicht des Wählers von oben gesehen;
Abb. 2 zeigt eine Vorderansicht des Wählers;
Abb. 3 zeigt eine Seitenansicht des Wählers;
Abb. 4 zeigt eine Rückansicht des Wählers. Die Teilnehmerleitungen a} b, C1 d sind in
der ersten, dem Beschauer zugewandten Ebene wagerecht und parallel übereinander in
bestimmten Abständen verlegt, während die Verbindungsleitungen al', b', d', d' in. der zweiten
Ebeae senkrecht, die ersteren kreuzend, und parallel in der gleichen Abstandsfolge
nebeneinander befestigt werden. Das die Verbindung herstellende Kuppelungsglied besteht
aus einer Isolierstoffscheibe 1, die mit vier Verbindungsgliedern 2 (Stifte, Federn o. dgl.)
versehen ist, welche die von den sich kreuzenden Teilnehmer- und Verbindungsadern gebildeten
kleinen Quadrate durchdringen. Die Isolierstoffscheiben 1 sitzen auf Achsen 3, die
in U-Sch"enen 4 drehbar gelagert sind und am freien Eide einen. Mitnehmer stift 5 tragen.
In der Ruhelage werden die Verbindungsstücke 2 der Kuppelungsglieder von einer Feder 6 außerhalb des Kontaktbereiches gehalten.
Die Feder ist einerseits an der U-Schiene 4 und anderseits am Mitnehmerstift
5 befestigt und hält dadurch den Mitnehme-stift an dem Anschlagstift 7 in Grenzlage.
Die Schaltwellen 8 und 9 werden durch Magnetsysteme (in der Abbildung nicht gezeigt)
gedreht. Entsprechend der Anzrhl der Kuppelungsglie:!er sind auf der Einstellwel
e 8 Stifte 10 angeordnet, d--e bei Betätigung
der Welle 8 die an den Hebeln 11 gelenkig befestigten Haken 12 in Richtung der
Sclrenen 4 drehen und mit den Mitnehmerstiften 5 in Eingriff bringen. Die Federn 13
halten die Haken 12 und die Stifte 10 der
Einstellwelle 8 in steter Berührung. Die Hebel 11 sind mit den wagerecht verlaufenden
Durchschaltwellen 9 fest verbunden. Sobald diese Welle von dem ihr zugeordneten Magnetsystem
gedreht wird, zieht der an der Kreuzungsstelle der Wellen 8 und 9 an dieser angeordnete Haken 12, welcher vorher mit
dem Mitnehmerstift S in Eingriff gebracht wurde, das Kuppelungsglied 1 um ein kleines
Stück um seine eigene Achse 3 herum und bringt so die auf dem Kuppelungsgliede sitzenden Verbindungsstücke 2 jeweilig in
Kontaktsteliung mit den Adern α α', b b', c c',
d d'.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeigen die Abb. 5> 6, 7.
Abb. 5 zeigt eine Vorderansicht des Wählers;
Abb. 6 zeigt eine Seitenansicht des Wählers;
Abb. 7 zeigt eine Ansicht des Wählers von oben gesehen.
Die Leitungssätze A, B .... X (Teilnehmerleitungen) und A', B' usw. (Verbindungsleitungen)
sind in diesem Beispiel in zweimal vier zueinander parallelen senkrechten Ebenen
derart verlegt, daß einerseits alle Leitungen gleicher Benennung (a oder a' usw.) eigene
Ebenen bilden und diese Leitungsebenen aller a', a, b', b, c', c, d', d = Adern, also Verbindungs-
und Teilnehmeraderebenen, wechselweise nacheinander folgen (in Abb. 5 und 7 vom Beschauer von links nach rechts); anderseits
werden aber auch durch die nachstehende Reihenfolge der Verbindungsadern a', b', c', d' wagerechte und durch die Teilnehmeradern
a, b, c, d senkrechte Ebenen gebildet, die die zuerst genannten Ebenen kreuzen.
In die so gebildeten quadratischen Fächer (Abb. 5) ragen die Arme i' der hinter
den gespannten Drähten an U-Schienen 4' aufgehängten Kuppelungsglieder mit ihren voneinander
isoliert angebrachten Verbindungsstücken 2' hinein. Die Arme 1' werden mittels
Bügel 14 an den U-Sch'enen 4' so gelagert,
daß diese in gewissen Grenzen um die Achsen 15 schwingen können. Von den Federn 6'
werden die Bügel 14 in Ruhelage nach den Anschlägen 7' gezogen, wodurch die Verbindungsstücke
außerhalb des Kontaktbereiches gehalten werden. Wie im ersten Beispiel werden auch rrer die Einstell- und Durchschaltewellen
von Magnetsystemen, deren Anker mit den Wellen gekuppelt sind, gedreht. Die senkrecht
angeordneten Durchschallewellen 9' besitzen entsprechend der Anzahl der zKuppelungsglieder
schwenkbar gelagerte Mitnehmerhebel 16, die mittels der auf den wagerechten
Einstellwellen 8' befestigten Stifte 10' in die wagerechte Lage gehoben werden, woselbst
sie mit den Ansätzen 17 der Schaltglieder 1' zum Eingriff kommen (Abb. 6).
Beim darauf erfolgenden Durchschalten der Welle 9' drückt nur der dem Kreuzungspunkt
gegenüberliegende bereits angehobene Hebel das Kuppelungsglied vermittels-des An-
satzes ij in die Schaltstellung, woselbst die
Verbindungsstücke 2' dieses Kuppelungsgliedes die Teilnehmerleitungen a, b, c, d mit
den entsprechenden Verbindungsleitungen a',
b', c', d' in gut leitende Berührung bringen.
Die gestellte Aufgabe einer guten Kontaktgabe ist in beiden Ausführungsformen dadurch
gelöst, daß die Drehung der Verbindungsstücke 2 sich aus einer zu jeder der zu verbindenden Adern senkrechten und einer
parallelen Komponente zusammensetzt. Die senkrechte Komponente wird zur Schließung
des Kontaktes benutzt, und die parallele Komponente wird zur Erzeugung einer Reibung
längs eines Wegstückes benutzt. Der Reibungsdruck wird durch die elastische Wirkung
zwischen den federnd aufeinander treffenden Teilen erzeugt.
Die Wirkungsweise der Wähler nach Abb. 1
ao bis 4 ist folgende: Soll eine ankommende Teilnehmerleitung A mit einer abgehenden
Teilnehmerleitung verbunden werden, so wird mittels einer hier nicht gezeigten Schaltungsanordnung
eine der freien Einstellwellen 8 durch Erregung des zugeordneten Magneten gedreht. Die auf der Welle 8 sitzenden Stifte
10 drücken dann die an den Hebel 11 angelenkten Haken 12 in die Mitnehmerstellung.
Unmittelbar nach diesem Arbeitsvorgang wird das dem Leitungssatze A zugeordnete
Magnetsystem erregt; dieses dreht die mit seinem Anker gekuppelte Durchschaltwelle 9,
wodurch der auf ihr befestigte, dem Kuppe-Jungsgliede gegenüberliegende Hebel 11 den
Haken 12 mitzieht, welcher seinerseits am Stift 5 angreifend das Kuppelungsglied 1
dreht. Die auf diesem angebrachten Verbindungsstücke 2 überbrücken nunmehr je zwei Adern α α', b b', c c', d d'. Nach erfolgter
Durchschaltung des Kuppelungsgliedes A-A' wird der der Einstellwelle zugeordnete
Magnet aberregt, worauf der Anker und die Welle 8 mit den übrigen von den Stiften 10
in Stellung gebrachten aber nicht durchgeschalteten Haken 12 in die Ausgangsstellung
zurückschnellen. Durch Anreiz wird die verlangt Leitung, z. B. X, in den Anrufzustand
versetzt und gleichzeitig die allein von der anrufenden Leitung A vorher bestimmte Verbindungsleitung
A' noch einmal belegbar gemacht, so daß sich nun an dem Kuppelungsglied X-A' der gleiche Vorgang, wie vorher an
A-A' beschrieben, abspielt. Der die Einstellwelle S betätigende Magnet wird wie vorstehend
nach erfolgter Durchschaltung sofort aberregt, hingegen bleiben die Magnetsysteme
der Durchschaltwelle 9 der Leitungen A und X während der ganzen Gesprächsdauer
unter Strom und halten die gewünschte Verbindung aufrecht. Nach Beendigung eines
Gespräches wird letztgenannter Magnet wieder aberregt, worauf die Achse 9 die Kuppelungsglieder
A-A' und X-A' in die Ruhelage zurückstellen und die Leitungen für weitere
Verbindungen freigeben.
Die Arbeitsweise der in den Abb. S bis 7 dargestellten Wähler ist im Prinzip die gleiche
wie vorstehend für die Wähler der Abb. 1 bis 4 beschrieben.
Claims (4)
1. Wähler für Fernsprechanlagen mit selbsttätigem Betrieb, in welchem die zu
verbindenden Leitungen als sich kreuzende Leiter ausgebildet sind, und in welchem
jeder Kreuzungsstelle ein Kuppelungsglied zugeordnet ist, welches für jede herzustellende
Verbindung ein besonderes Verbindungsstück trägt, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück (1, 2')
zur Herstellung einer Verbindung so gedreht wird, daß die Drehung sich aus einer
zu jeder der zu verbindenden Adern (a-a!, b-b' usw.) senkrechten und parallelen
Komponente zusammensetzt.
2. Wähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung in der
Richtung der Winkelhalbierenden der sich kreuzenden Leiter verläuft.
3. Wähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kuppelungsglied
alle Ebenen, in welchen die zu verbindenden Leiter (α«', bb' usw.) angeordnet
sind, durchsetzt und in jedem Raum zwisehen
zwei einander zugeordneten Ebenen (a an, a' ab) ein leitendes Verbindungsstück
(2' Abb. S, 6, 7) trägt.
4. Wähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellinien aller
gleich bezeichneten Adern (alle α an, alle a! ab, alle b an usw.) je eine Ebene bilden,
daß alle Ebenen parallel zueinander verlaufen, und daß die Ebenen der einander entsprechenden Adern (a an, a' ab oder
b an, V ab) der ankommenden und abgehenden Leitungen einander zugeordnet
sind und nebeneinanderliegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET28880D DE441276C (de) | 1923-11-13 | 1923-11-13 | Waehler fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem Betrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET28880D DE441276C (de) | 1923-11-13 | 1923-11-13 | Waehler fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem Betrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE441276C true DE441276C (de) | 1927-03-02 |
Family
ID=7554485
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET28880D Expired DE441276C (de) | 1923-11-13 | 1923-11-13 | Waehler fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem Betrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE441276C (de) |
-
1923
- 1923-11-13 DE DET28880D patent/DE441276C/de not_active Expired
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