DE178692C - - Google Patents

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DE178692C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M16/00Biochemical treatment of fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, e.g. enzymatic

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 178692 -" KLASSE 30«. GRUPPE
Firma E. MERCK in DARMSTADT.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1906 ab.
Wenn man das Methylenditannin (Tannoform) auf Halbwollstoffen in der Weise fixiert, daß sie erst in eine Tanninlösung gebracht und dann einer sauren Formaldehydlösung ausgesetzt werden, so wird nur auf der Wollfaser das Methylenditannin fest niedergeschlagen, so daß es selbst beim Behandeln mit kochender Seifenlösung nicht abgezogen werden kann. Auf der Baumwollfaser findet eine derartige Fixierung nicht statt, denn schon beim Auswaschen der zunächst mit der Tanninlösung imprägnierten Stoffe geht alles von der Baumwollfaser aufgesogene Tannin wieder verloren.
Will man hingegen die Baumwollfaser mit Tannoform fest imprägnieren, so darf man sie nach dem Tränken mit Tannin nicht auswaschen, sondern muß sie direkt trocknen, sodann mit einer Beize, z. B. Brechweinstein, behandeln oder mit einem basischen Farbstoffe färben und hierauf der Einwirkung der sauren' Formaldehydlösung unterwerfen.
Die so behandelten Baumwollstoffe sind
als Bekleidungsstücke, z. B. als Fußlappen für Soldaten, sehr geeignet. Sie können ohne weiteres mit heißen Seifenlösungen gereinigt werden; durch die Schweißentwicklung wird langsam wieder Formaldehyd und Tannin abgespalten, die auf die Epidermis desinfizierend und adstringierend wirken.
Das Verfahren der Imprägnierung geschieht beispielsweise wie folgt:
Die zu imprägnierenden Baumwollstoffe werden, sei es als Garne oder als Rohstoffe, mit hochprozentiger Tanninlösung etwa eine halbe Stunde kochend behandelt und dann getrocknet. Hierauf bringt man sie in eine wässerige Lösung von Brechweinstein und sodann in ein kaltes Bad aus 10 Teilen Formaldehydlösung von 40 Prozent, 10 Teilen roher Salzsäure und 100 Teilen Wasser. Dann wird ausgeseift und getrocknet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Imprägnierung von Baumwollstoffen mit Methylenditannin, darin bestehend, daß man die Stoffe mit Tanninlösung und einer Beize oder ejnem basischen Farbstoff vorbehandelt und sodann der Einwirkung einer sauren Formaldehydlösung unterwirft.
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