DE17867C - Schlagwerk ohne Gewichtsoder Federantrieb für elektrische und andere Uhren - Google Patents

Schlagwerk ohne Gewichtsoder Federantrieb für elektrische und andere Uhren

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DE17867C
DE17867C DENDAT17867D DE17867DA DE17867C DE 17867 C DE17867 C DE 17867C DE NDAT17867 D DENDAT17867 D DE NDAT17867D DE 17867D A DE17867D A DE 17867DA DE 17867 C DE17867 C DE 17867C
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Germany
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striking mechanism
clocks
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DENDAT17867D
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A. LEMOINE in Paris
Publication of DE17867C publication Critical patent/DE17867C/de
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C21/00Producing acoustic time signals by electrical means
    • G04C21/04Indicating the time of the day
    • G04C21/06Indicating the time of the day by striking mechanism
    • G04C21/10Indicating the time of the day by striking mechanism with locking plate

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 83: Uhren. /-'- /
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schlagwerk ohne Gewichts- oder Federantrieb, das einfach durch elektrischen Contact in Thätigkeit gesetzt wird und bei allen elektrischen Uhren oder Uhren mit Federantrieb Anwendung finden kann. Dieses Schlagwerk besteht aus einer Glocke beliebiger Art, deren Hammer durch einen Elektromagneten oder eine analoge, beim Durchgang eines elektrischen Stromes in Thätigkeit tretende Vorrichtung bewegt wird. Das charakteristische Merkmal der Erfindung betrifft die Combination von Contacttheilen, welche in den Stromkeis eingeschaltet sind und denselben nach Ablauf jeder Stunde schliefsen, derart, dafs die verlangten Schläge erfolgen.
Wie schon erwähnt, kann das Schlagwerk bei jedem Uhrsystem Verwendung finden, und ist hierzu auf beiliegender Zeichnung die Einrichtung des Schlagwerks an einer elektrischen Uhr dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht des Mechanismus, die Deckplatte entfernt gedacht. Fig. 2 ist ein Schnitt nach 1-2, Fig. 1; Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Werkes; Fig. 4 veranschaulicht die Contactscheibe für die verschiedenen Stunden, Fig. 5 endlich zeigt die Contactvorrichtung, welche alle Stunden in Thätigkeit tritt.
«ist die vordere, b die hintere Gehäuseplatte, welche die Lagerungen für die einzelnen Wellen des Uhrwerks enthalten. Das letztere besteht nur aus zwei Getrieben cc1 und zwei Rädern ddl, von denen das letztere auf der Welle e des Minutenzeigers sitzt. / ist das Steigrad, das durch die am Pendel sitzende Klinke getrieben wird, /' ist die Sperrklinke, welche einen Rücklauf des Steigrades verhindert. g ist das sternförmige Contactrad, ^1 das an der Federg* sitzende Contactstück. Die Federg". legt sich im Ruhezustand an den Stift g3. Im Uebrigen functioniren diese Theile in bekannter Weise.
Das Schlagwerk besteht nun im Wesentlichen aus zwei Contactscheiben und zwei Contacten, welche im gewünschten Augenblick einen elektrischen Strom schliefsen, der den Hammer einer Glocke, Schlagfeder etc. zum Anschlag bringt. Die erste Contactscheibe k ist aus Elfenbein, Hartgummi oder anderer isolirender Masse, welche an ihrem Umfange mit einem Metallsector / von genügender Länge versehen ist, so dafs letzterer jede Stunde den Strom während einer Zeitdauer schliefst, die einer Anzahl von zwölf Schlägen entspricht. Der Sector / steht durch den Metallstreifen m mit dem metallischen Theil der zweiten Scheibe η in Verbindung, welche mit Vorsprängen p versehen und zwischen zwei isolirenden Scheiben oder Wangen q angebracht ist. Die Vorspränge ρ besitzen verschiedene Längen und schliefsen den elektrischen Strom während einer Zeit, die für das
Geben von 1, 2, 3, 4 12 Schlägen noth-
wendig ist. Gegen den Umfang der Scheiben k und η schleifen die beiden isolirten Contactfedern r und s.
Die Scheibe η wird nun so bewegt, dafs die Vorsprünge / zu jeder Stunde in passender Ordnung dem Contact s gegenüber sich befinden. Dies kann man dadurch erreichen, dafs man der Scheibe η in einer Stunde eine beliebige Anzahl Umdrehungen, vermehrt urri
'/,3 Umdrehung, machen läfst; um jedoch das Räderwerk zu vereinfachen, vermehrt der Erfinder die Anzahl der ganzen Umdrehungen um 5/j2, indem er die Scheibe mittelst zweier Zahnräder / und Z1 treibt, von denen t mit der Scheibe η fest verbunden ist und 24 Zähne hat, während das zweite Zahnrad i1 auf der Zwischenwelle sitzt und 25 Zähne erhält.
Die Schläge erfolgen nun unter Vermittelung des Pendels, das zu diesem Zwecke mit einem Elfenbeinstift u versehen ist, der bei jeder Schwingung eine Feder v, welche»· mit dem einen Pol der Batterie verbunden ist, gegen eine zweite Feder v1 druckt, die mit dem anderen Pol der Batterie in Verbindung steht. Setzen wir z. B. voraus, dafs, während sich der Sector / gegenüber seiner Contactfeder r befindet, der auf der Scheibe η befindliche »5 Uhr« entsprechende Vorsprung dem Contact ί gegenüber zu liegen kommt, so ist die Leitung über die beiden Scheiben k und « hinweg geschlossen, und es erfolgt ein Glockenschlag. Die Längen der Vorsprünge ρ der Scheibe η sind nun so berechnet, dafs der Strom so lange geschlossen bleibt, dafs das Pendel entsprechend oft den Strom schliefst, so dafs auf diese Weise das Schlagwerk so viel Schläge ertönen läfst, als der Zeiger auf dem Ziffernblatt Stunden zeigt.
Es bleibt zu bemerken, dafs man dieses Resultat auch dadurch erzielen könnte, dafs man auf jeden Vorsprung p Zähne anbrächte, deren Anzahl den zu schlagenden Stunden entspricht. Alsdann könnten die beiden Federn ν ν' fortfallen und die Unterbrechung und Herstellung der Leitung würde lediglich durch die auf den Vorsprüngen ρ angebrachten Zähne erfolgen.
Die vorher beschriebene Einrichtung erfordert jedoch weniger Präcision in der Ausführung, und die Schläge ertönen regelmäfsiger. Der Antrieb der Scheibe η des Schlagwerks kann aufserdem in verschiedener Weise erfolgen, ohne dafs dadurch das Wesen der Erfindung verändert wird.
In Fig. ι sind X und Y die Drahtenden der Leitung für den Betrieb des Gehwerks der Uhr. Wendet man für das Schlagwerk die Federn ν ν1 an, so ist der Stromlauf hierfür der folgende. Durch Leitung W tritt der Strom zur Feder ν1, während von der Feder ν ein Draht V* nach dem Contact r führt. Von hier aus kann der Strom durch den Metallstreifen m der Scheibe k nach dem Vorsprung / der Scheibe η bis zum Contact s gelangen, von welchem eine Leitung ζ nach dem anderen Pol der Batterie führt.
Die Glocke ist auf der Zeichnung nicht dargestellt; sie wird an passender Stelle in die Leitung eingeschaltet.
Das Schlagwerk kann aufserdem die Halben- und Viertelstunden angeben, zu welchem Zweck es genügen würde, auf der Scheibe «24 oder 48 Vorsprünge anzuordnen anstatt 12, und auf der Scheibe k entsprechende Contactsegmente anzubringen. Auch könnte man eine besondere Scheibe für die Halben- und Viertelstunden anwenden.
Die Batterie wird zweckmäfsig in eine im Sockel des Uhrgehäuses angebrachte Schublade gestellt; der Elektromagnet sowie das Schlagwerk können ebenfalls in dieser Schublade untergebracht werden.
Wie bei allen Uhrwerken ist beim Montiren zwischen den einzelnen Theilen ein gewisses Spiel zu lassen, es sind deshalb die Federn χ' λ:2 und χ angeordnet, welche auf den Scheiben « und k schleifen und solche constant aufhalten, so dafs dieselben immer nach derselben Richtung hin Spiel haben und letzteres keinen störenden Einflufs auf den präcisen Gang des Uhrwerks ausüben kann.
Dieses elektrische Schlagwerk kann natürlich auch bei Uhren mit Federantrieb beliebigen Systems und auch anderen Uhren benutzt werden, welche die oben beschriebenen Contactscheiben in Thätigkeit setzen.
Eine derartige Einrichtung kann zum gleichzeitigen Antrieb der Schlagwerke verschiedener Uhren dienen, welche an verschiedenen Orten aufgestellt, aber sämmtlich in denselben Stromkreis eingeschaltet sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die beschriebene Einrichtung eines elektrischen Schlagwerks für Uhren jeder Gattung, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier isolirter Scheiben mit zugehörigen Contacten, von welchen Scheiben die eine jede Stunde (Halbe- oder Viertelstunde) den elektrischen Strom des Schlagwerks eine bestimmte Zeit hindurch schliefst, während die andere Scheibe von genau berechneter Umdrehungszahl gleichzeitig den Strom auf eine solche Zeitdauer schliefst, welche der Anzahl der Schläge entspricht, während die letzteren mit Hülfe eines besonderen Contactorgans oder aber durch gezahnte Vorsprünge auf dem Umfang der zweiten Scheibe erfolgen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT17867D Schlagwerk ohne Gewichtsoder Federantrieb für elektrische und andere Uhren Active DE17867C (de)

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DE (1) DE17867C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1237959B (de) * 1960-11-04 1967-03-30 Pierre Eveling Uhrschlagsteuervorrichtung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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